Wenn es um das Thema Spielen am PC geht, dann sind sich viele, aber natürlich keineswegs alle, Konsolenspieler ausnahmsweise mal einiger als die judäische Volksfront und die Volksfront von Judäa. Spielen am PC ist doof und interessiert nicht. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Spieler, die dem vermeintlichen Erzfeind weit weniger negativ gegenüberstehen. In einer Zeit, in der neue Konsolen mehr PC-Technik in sich tragen als je zuvor und am Horizont Steamboxwolken aufziehen hat der altgediente Rechenknecht denn auch einen genaueren Blick verdient.
Dabei stößt man allerdings schnell auf zwei Probleme. “Der PC“, das gibt es eigentlich gar nicht. Es gibt nicht mal den Spielerechner oder gar den PC-Spieler. Schaut man sich den Windowsmarkt, Steamstatistiken und dergleichen einmal genauer an stellt man zwangsläufig fest, dass es eine enorme Streuung bei der Hardware gibt. Ebenso schlecht lassen sich PC-Spieler über einen Kamm scheren.
Ultimate Power?
Knapp zweieinhalb Jahrzehnte lang war es ganz simpel. Ein IBM-kompatibler PC, später dann ein Windowsrechner muss mehr oder weniger ständig up to date sein. Das Tabellenkalkulationsprogramm Lotus braucht mehr Arbeitsspeicher? Windows 95 einen schnelleren Prozessor? Mehr Leistung für Spiele fiel meist nebenbei ab. Die erste Änderung zeigte sich zwar Mitte der Neunziger mit 3D Grafikkarten ab, meist brauchte man mehr Rechenleistung aber ohnehin. Ob nun für ein neues Betriebssystem, digitale Bildbearbeitung, Videobearbeitung oder sonstiges. Alte Geschichte, kennt jeder, warum sollte das interessant sein?
Simple Antwort, für viele PC-Nutzer ist maximale Leistung in den letzten Jahren immer nebensächlicher geworden. Multimedia kann mittlerweile jeder noch so schmalbrüstige Rechner für fast alle Anwender ausreichend, das Internet braucht meist eher Bandbreite als Berechnungspower, selbst CAD-Programme brauchen nicht zwingend den leistungsstärksten Rechner. Diese Entwicklung hat dazu geführt, dass es mittlerweile ein breit gefächertes Leistungsspektrum für PCs gibt. Und gerade das ist auch für Spieleentwickler extrem relevant. Für wen mache ich mein Spiel? Soll das nahezu jeder nutzen können, soll es auf einem Durchschnittsrechner gut laufen oder spreche ich High End Gamer an? Leute, die vielleicht zwei 700 Euro Grafikkarten im Verbund arbeiten lassen?








