Man nehme John Marston, gebe ihm die Attitüde Nathan Drakes und drücke ihm Alan Wakes Taschenlampe in die Hand fertig ist James Lee Quatermain, seines Zeichens Abenteurer und Protagonist des neuen Spiels der Painkiller: Hell and Damnation-Macher. Die bringen mit Deadfall Adventures einen Mix aus Ego-Shooter und Adventure, in dem Ihr nicht nur Kopfschüsse verteilt, sondern auch Kopfnüsse knackt.
So legt Ihr etwa Schalter in der richtigen Reihenfolge um oder richtet Lichtstrahlen per Spiegel aus, um antike Mechanismen auszulösen. Im Gegensatz zu den Rätseln eines Tomb Raider oder Uncharted sind Aufgabenstellung und Hinweise nicht immer klar ersichtlich, was mitunter zu wahllosem Herumprobieren führt.
Schier endlos hingegen scheint die optische Abwechslung: So besucht Ihr im Verlauf der etwa zehnstündigen Kampagne nicht nur staubige Pyramiden und frostige Eistempel, sondern auch den Regenwald Guatemalas wobei Ihr in den zwar linearen, aber recht weitläufigen Gebieten stets die Augen nach versteckten Schätzen offenhalten solltet. Mit diesen verbessert Ihr beispielsweise Quatermains Treffsicherheit oder beschleunigt seine Selbstheilung. Praktisch, da die aggressiven Feinde zwar nicht allzu clever sind, Euch aber nur zu gerne Granaten vor die Füße schleudern. Ebenfalls nützlich: In der Umgebung angebrachte Fallen nutzt Ihr zu Eurem Vorteil und macht damit gleich ganzen Gruppen von Soldaten, wandelnden Mumien oder Skelettkriegern den Garaus. Letztere sind zwar schon tot, jedoch nicht weniger gefährlich zumal Ihr sie zunächst mit Eurer Taschenlampe schwächen müsst, um sie für eine Injektion aus der Bleispritze empfänglich zu machen.
Meinung
Denis Kuckmann meint: Zugegeben: Während der ersten Spielstunden habe ich Deadfall belächelt. Der Grund? Grausig animierte Cut-Scenes und eine Story, die kaum ein Abenteuer-Klischee auslässt. Ferner stören Ruckler, Grafikfehler und eine dürftige Ton-Abmischung samt teils abgehackter Sätze. Dass ich dennoch meinen Spaß hatte, liegt an der atmosphärischen Spielwelt und meiner generellen Vorliebe für die Thematik. Zudem gefallen mir die Kämpfe durch die Einbindung der interaktiven Umgebung.
Meinung
- spielt im Jahr 1938
- 117 versteckte Schätze
- netter Soundtrack und ordentliche deutsche Sprachausgabe
- inspiriert durch die Quatermain-Romane von H. Rider Haggard
Meinung
Gelungener Genre-Mix für nachsichtige Abenteurer, dem es an Feinschliff mangelt.
| Singleplayer |  | 69 |
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| Grafik |  |
| Sound |  |