An gemischte Reaktionen auf seine Spiele dürfte sich David Cage inzwischen gewöhnt haben: Seit dem Release von Fahrenheit darf sich der Kopf des französischen Entwicklerstudios Quantic Dream zwar von vielen als Visionär des Mediums feiern lassen, muss auf der anderen Seite jedoch stets Kritik für das selten vorhandene und zu simpel ausgestaltete Gameplay einstecken. Nichtsdestotrotz gilt Cage spätestens seit dem kommerziellen Erfolg von Heavy Rain als Vorsteher eines der wichtigsten Entwicklerstudios von Sony, dem die erwirtschafteten 60 Millionen Dollar für sein neuestes Projekt die Türen zur Traumfabrik Hollywood öffneten.
Ellen Page, Willem Dafoe diese Namen und das erste Material zu Beyond: Two Souls ließen Fans und Fachpresse bei der Ankündigung zunächst jubeln, doch ein Teil dieser Euphorie legte sich nach der Veröffentlichung und zog durchwachsene Wertungen nach sich. Erneut habe Cage belangloses Gameplay mit einer weitaus weniger packenden Story als in Heavy Rain verknüpft, mokieren die einen, während die anderen das durch Page und Dafoe aufgewertete emotionale Erlebnis lobpreisen. Die Reaktion des Entwicklers folgte prompt: Niemand sollte definieren, was ein Videospiel ist, war auf zahlreichen Internetplattformen zu lesen, was man auch interpretieren kann als: Ihr habt mein Spiel nicht verstanden.
Doch wie kommt es dazu, dass Beyond ein derart geteiltes Echo erhält? Wir stellen uns auf den folgenden Seiten verschiedenen Aussagen, die über das Spiel getätigt wurden, und versuchen zu erklären, warum man Cages neuestes Werk lieben oder hassen kann. Anschließend freuen wir uns auf Eure Kommentare: Wie habt Ihr Beyond erlebt? Was hat Euch gestört, was hat Euch bewegt?
Bevor es losgeht, warnen wir aber ausdrücklich: Im folgenden Text wird gespoilert das darf auch für die Kommentare gelten! Wer Beyond also noch auf seiner Liste hat, sollte sich das Erlebnis nicht verderben und diesen Artikel erst später lesen.
Über den Autor…
Philipps erster Kontakt mit Videospielen trug sich zu, als er mit zarten fünf Jahren zum ersten Mal einen SNES-Controller in der Hand halten durfte. Aus dieser schicksalhaften Begegnung entstand nicht nur die Begeisterung für das Medium Videospiel, sondern später auch das Interesse an Japan als dem Heimatland dieses Unterhaltungszweigs. Heute spielt Philipp auf nahezu allen Sony- und Nintendo-Konsolen und ist ein Verfechter insbesondere der Bedeutung von Videospielen als Erzählmedium.











