Bugs vs. Tanks! – im Test (3DS)

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Der prominente Entwickler hinter dem nächsten Guild02-Titel ist Mega Man-Erfinder Keiji Inafune. Allerdings hätten wir uns von ihm doch etwas mehr erwartet als ein simples Panzer-Actionspiel, bei dem Ihr XXL-Insekten aufs Korn nehmt. Die Prämisse ist vergnüglich: Im Zweiten Weltkrieg wird ein deutsches Panzerregiment geschrumpft und muss sich nun missionsweise durch die aggressive Wiesenfauna kämpfen. Ihr könnt eine Menge neuer Kettenfahrzeuge erspielen – Fans von abgedrehten Settings, Rieseninsekten und historischen Panzern haben ihren Spaß. Wer aber eher auf Feinschliff, starke Optik und griffige Steuerung schwört, wird mit der rumpeligen Panzerballerei nicht allzu lange durchhalten.

Simple Panzer-Ballerei von Keiji “Mega Man“ Inafune.

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Scourge: Outbreak – im Test (360)

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Vier Soldaten rücken in vier Levels gegen die Nogari Corporation vor, um gefährliche Alientechnologie zu bergen: Ihr hantiert mit neun Waffen in zwei Slots und nutzt zwei Spezialmanöver, Schild und Burst-Attacke. In der klotzigen Umgebung gilt es, von Deckung zu Deckung zu huschen, um die Feindeswellen zurückzudrängen: Im Koop-Modus könnt Ihr ordentlich zusammenarbeiten, bei den trägen KI-Kollegen müsst Ihr stets die Führung übernehmen – zumindest heilen sie Euch zuverlässig. Insgesamt ist die Action jedoch unspektakulär, die Helden steuern sich hakelig und so mancher Grafikfehler sorgt für ungewollte Lacher. Neben der Kampagne daddelt Ihr in drei Multiplayer-Modi für acht Spieler mit fünf separaten Maps.

Einfallsloser Third-Person-Teamshooter, dessen Macken sich summieren.

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Pacific Rim – im Test (360)

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Zum Start des Kino-Spektakels von Guillermo del Toro steht eine Versoftung von Wrestling-Experte Yuke’s parat: Entweder verhaut Ihr mit Eurem Jaeger-Mech im Story-Modus die beeindruckenden Kaiju-Monster oder Ihr tretet im freien Kampf gegen die KI oder andere Spieler an – dann stehen auch die haushohen Ungetüme zur Wahl, das Spieltempo wirkt angesichts der Größe der Figuren gemächlich. Ein Knopf ist dem linken, einer dem rechten Arm zugewiesen, außerdem blockt Ihr und führt Spezialattacken aus. Die Kämpfe fühlen sich wuchtig an, können aber mit dem Krachbum-Faktor der Filmvorlage nicht mithalten. Auch scheinen manche Schläge einfach durch den Gegner hindurchzugehen, da hätte mehr Feinschliff gutgetan.

Unspektakuläre Prügel-Versoftung des fetzigen Kinofilms.

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Storm – im Test (360)

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Irgendwo in der freien Natur steht ein Baum. Auf dem wächst eines Tages ein Samen – man will sich ja vermehren. Doch so einfach ist das nicht: Denn bevor ein neuer Baum wachsen kann, muss der Samen fruchtbaren Boden erreichen – hier kommt Ihr ins Spiel.

In Storm habt Ihr die Kontrolle über die Kräfte Wind, Blitz und Regen, welche auf Knopfdruck eingesetzt werden. Mit dem Wind pustet Ihr Samen umher, per Blitz entzündet Ihr trockenes Holz oder lasst das Saatgut etwas hüpfen. Mit der korrekten Aktion könnt Ihr sogar eine Windhose erzeugen, um den Samen etwas kontrollierter zu transportieren und sogar ein Stück zu schleudern. Der Samen unterliegt stets der Physik: Abschüssiges Gelände kullert er hinab und um einen längeren Hang hinaufzukommen, reicht ein einzelner Windstoß nicht aus. Hier gilt: Achtet darauf, wie viele Aktionen Ihr noch zur Verfügung habt. Dabei werdet Ihr nicht mit künstlicher Element-Verknappung geknechtet, jedes Talent lädt sich nach kurzer Zeit wieder auf. Anfangs sind die Rätsel schnell verstanden und gelöst, doch im Verlauf der 49 Levels steigt die Komplexität deutlich an. Später im Spiel kommt es häufiger vor, dass Ihr über die Herausforderungen erst einmal eine Weile brütet, bis sich eine Lösung auftut.

Grafisch setzt Storm auf hübsches 2D mit einem Wasserfarben-Stil, der an Jonathan Blows Indie-Klassiker Braid erinnert. Die verschiedenen Jahreszeiten mit ihren individuellen Beleuchtungseffekten bringen visuelle Abwechslung ins Spiel.

Thomas Nickel meint: Sieht aus wie Braid und spielt sich wie Flower in 2D. Das waren meine ersten Eindrücke von Storm. Doch habt Ihr erst einmal ein paar Elemente abseits des Winds ausprobiert, entwickelt Storm eine eigene Identität. Spätestens, wenn Ihr die Naturkräfte kombinieren und gemeinsam nutzen müsst, wird klar, dass unter der hübschen Oberfläche ein paar wirklich biestige Rätsel auf Euch warten. Hektik oder Frust kommen dabei selten auf, da Rücksetzpunkte gut verteilt sind und Sackgassen vermieden werden. EKO Software erfindet das Puzzle-Rad nicht neu, aber Storm ist eine angenehm entspannte, hübsch anzusehende und überraschend atmosphärische Knobelei, mit der man gerne mal einen ruhigen Nachmittag auf der Couch verbringt.

Entspannend-fordernde Knobelei, bei der Ihr Naturelemente einsetzt.

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Spartacus Legends – im Test (PS3)

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Mit viel Blut und nackter Haut sorgte die TV-Serie ”Spartacus” für Nervenkitzel – den überträgt Ubisofts Umsetzung zumindest in Sachen Gewalt teilweise ins Free-to-Play-Gewand. Ihr kauft einen Sklaven und weist ihm einen Stil zu: Schwert und Schild, Netz und Dreizack, Speer oder Hammer – ab in die Arena. Mit der Dynamik eines SoulCalibur-Gefechts kann das Antik-Gemetzel nicht mithalten, spielt sich aber wuchtig und auch ein wenig Taktik ist dabei: Ihr sollt ja nicht nur gewinnen, sondern dem Publikum zusätzlich eine Show bieten. Für Siege bekommt Ihr Silbermünzen, die investiert Ihr in Ausrüstung und Training. Oder Ihr zückt die Geldbörse und kauft (gegen echte Moneten) ein paar Goldstücke: So erhaltet Ihr schnell weitaus bessere Ausrüstung, vor allem in Online-Kämpfen ist die eine große Hilfe.

Technisch wirkt Spartacus Legends durchschnittlich: Gelegentlich wird das Gesamtbild von Rucklern gestört, dennoch ist der Wiedererkennungswert für Fans der TV-Vorlage gegeben. Die Figuren selbst fallen nicht allzu detailliert aus, die Ausrüstung ist aber gelungen und auch Verletzungen werden überzeugend dargestellt. Passend dazu – wie könnte es anders sein – sind die brutalen Tötungssequenzen die technischen Highlights: Das Blut spritzt, in Zeitlupe werden Kehlen aufgeschnitten, Köpfe oder andere Körperteile abgeschlagen – eben so, wie es die TV-Vorlage vorgibt.

Thomas Nickel meint: Mit den ausgewachsenen Kampfspielen von Genre-Experten wie Namco oder Capcom kann der Konsolen-Spartacus nicht mithalten, trotzdem macht er seine Sache ordentlich. Die Arena-Atmosphäre kommt gut rüber, die Kämpfe spielen sich angenehm unterschiedlich und die brutalen Tötungsmanöver sollten die Splatter-Fraktion angemessen unterhalten. Da die virtuellen Gladiatoren eine überschaubare Manöverpalette besitzen, bleibt die Einstiegshürde niedrig. Der Free-to-Play-Aspekt ist netterweise nicht allzu aufdringlich: Wer sich etwas Zeit nimmt, kann die Goldmünzen für gute Ausrüstung und wertvolle Boni auch selbst erspielen. Daher ist Spartacus Legends für Freunde der sportlich-blutigen Arena-Betätigung durchaus einen Blick wert.

Gute Free-to-Play-Klopperei, die kaum Bezahlhürden aufstellt.

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Darkstalkers

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Traurige Nachricht für alle Fans von Darkstalkers: Laut eines Statements von Capcoms Fighting Game Manager Matt Dahlgren auf der Comic Con (Siliconera berichtete darüber) ist aktuell kein weiterer Serienteil in Planung. Insgesamt blickt die Reihe auf eine fast 20-jährige Geschichte zurück.

Grund dafür sind die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Verkaufszahlen von Darkstalkers Resurrection. Im Gegensatz dazu sei, so Dahlgren, Street Fighter auf jeden Fall noch nicht tot. Konkrete Zahlen zu dem Thema nannte er allerdings nicht.

Xbox One

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Die Xbox 360 ist in Japan bekanntlich nicht sonderlich erfolgreich – gelinde gesagt. Damit der Xbox One nicht das gleiche Schicksal ereilt, gab Atsushi Miyauchi Microsoft einen Rat:

“Ich glaube, Microsoft hat die Förderung und Bewerbung der Xbox 360 in Japan aufgegeben, sie kam nicht mehr in Schwung. Doch falls sie den Start der Xbox One [in Japan] so zeitnah wie möglich zum Launch-Termin in Nordamerika legen, dann denke ich, dass dies wirklich einen großen Unterschied ausmachen könnte”, erklärte der Direktor der Dynasty Warriors-Serie gegenüber Polygon.

Darüber hinaus kritisierte er auch die mangelnde Kommunikation von Microsoft: “Japanischen Spiele-Entwickler haben bisher nicht viele Informationen erhalten. Ich denke, momentan sieht es so aus, dass wir nicht viel erfahren werden, bis man sie uns offiziell präsentiert. Erst dann werden sie [die Entwickler] verstehen, was möglich ist.“

Aber ob das wirklich hilft, die Xbox One in Japan erfolgreicher zu etablieren? Denn auch Miyauchi stellte fest, dass die Treue der Japaner zu einheimischen Produkten wie der PlayStation ein Hauptgrund für den Misserfolg der 360 in Japan ist.

Was Microsoft auch klar ist: Wenn man die ganz auf den westlichen “Lifestyle” geeichte Xbox One unverändert in Japan herausbringt, wird das schwierig werden – das erklärte bereits der Präsident und CEO von Microsoft Japan, Yasuyuki Higuchi.

Bisher sieht Microsofts Planung vor, die Xbox One in Japan in einer zweiten Veröffentlichungs-Welle herauszubringen, nach dem US-Start.

Borderlands 2

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Hungrige Kammerjäger freuen sich: Auch über die Inhalte des Season Pass hinaus wird Borderlands 2 noch mit neuem Download-Stoff versorgt. Zwei zusätzliche, kostenpflichtige Extras stehen ab Herbst zum Download bereit. Ein genauer Termin fehlt zwar noch, dafür sind bereits Umfang und Preis bekannt: Das “Ultimate Vault Hunter Upgrade Pack 2: Digistruct Peak Challenge” (4,99 Euro bzw. 400 MS-Punkte) erhöht die Levelobergrenze aller spielbarer Charakterklassen von 61 auf 72. Außerdem dürft Ihr mit diversen Head- & Skinsets (je 0,99 Euro bzw. 80 MS-Punkte) Euren Figuren einen neuen Look verpassen.

Darüber hinaus lassen sich, ebenfalls ab Herbst, besondere Bosskämpfe mit speziellen Bonusinhalten einzeln kaufen. Mit jedem dieser Pakete erhaltet Ihr eine neue Quest, welche in einen Bossfight mündet und nach Abschluss neben frischer Beute auch ein einzigartiges Head- & Skinset für jeden Charakter freischaltet.

Castlevania

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Wie Gamespot berichtet, hat Dave Cox, Produzent von Castlevania: Lords of Shadow 2, im Rahmen einer Diskussionsrunde auf der Comic Con einen neuen Serienteil angedeutet. Definitiv bestätigte er dagegen, dass Mercury Steam keinen weiteren Teil von Lords of Shadow entwickeln werde, da in diesem Serienstrang alles gesagt worden sei.

Aber zurück zum neuen Castlevania-Teil: Konkret sagte Cox dazu nur, dass man bei diesem Teil sicherlich auch wieder Fehler gemacht habe und diese beim nächsten hoffentlich vermeiden werde.

Anschließend ging es noch um die Serie an sich, über die Cox nur lobende Worte fand. Diese habe sich im Laufe von 26 Jahren entwickelt und sei gerade heute in einer guten Verfassung.

Fuse – im Test (PS3)

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Vor einem Jahr wurde auf der E3-Messe Insomniacs Spezialeinheit Overstrike angekündigt, das fertige Abenteuer kommt jedoch unter dem Namen Fuse ins Wohnzimmer. Der Titel beschreibt geheimnisvolle Alien-Technologie, mit der sich allerlei Superwaffen basteln lassen: Das vierköpfige Söldnerteam rückt mit einzigartigen Fuse-Waffen gegen die düstere Raven-Organisation vor, um dieser weitere Fuse-Konstruktionen abzunehmen. Wer da einen Twist wie im Kinofilm ”Oblivion” vermutet, wird enttäuscht – Handlung und Protagonisten bleiben bis zuletzt stereotypisch.

Dreh- und Angelpunkt des Spielablaufs sind die vier Charaktertypen, die ihre Talente kombinieren müssen: Wenn ein Spieler oder KI-Partner das Zeitliche segnet, beginnt das ganze Team beim letzten Checkpoint! Zum Glück gibt es für jede Situation das passende Talent: ”Tank” Dalton trägt einen mächtigen Energieschild, das feindliche Schüsse absorbiert und Geschosse des Teams verstärkt. So lassen sich komplette Feindeswellen sogar zurückdrängen! Für Menstoppower sorgt Isabelle mit der Shattergun, deren Schrotgeschosse Feinde kristallisieren bzw. lähmen. Der Abschusskönig im Team ist jedoch Sniper Jakob, der mit seiner Armbrust sogar Feuerpfeile schießen darf – damit setzt Ihr ganze Flächen in Brand. Ergänzend ballert Kollegin Naja mit der Combo-Singularitätswumme und verteilt Medipacks, die Freunde im nahen Umfeld heilen bzw. reanimieren. Die Figuren unterscheiden sich zudem durch ihre Nahkampftalente und lernen zahlreiche Fähigkeiten, von denen die meisten allerdings nur Statusboni gewähren – man kauft Charakter- und Teamtalente.

Die sechs Levels sind angenehm weitläufig und unterhalten mit wechselnden Herausforderungen: Mal schleicht Ihr Euch an eine Söldnerstellung, mal kraxelt Ihr über Felsen oder bedient unter Zeitdruck allerlei Mechanismen. An Checkpoints erwarten Euch Teamaufgaben, für die mehrere Spieler erforderlich sind. Insgesamt bleiben die gescripteten Einlagen aber auf Minispiel-Niveau, weil Ihr z.B. bei den Kletterbereichen weder abstürzen noch verletzt werden könnt. Neben den üblichen Industrieanlagen und Militärbunkern entzücken einige Schauplätze mit beweglichem Inventar: Feindliche Soldaten stürmen nicht nur aus Türen, sondern kommen auch mal im Helikopter angeflogen, brausen mit dem Transporter oder Zug ins Schussfeld. Ihr verteidigt eine Seilbahngondel, stürmt die animierten Fließbänder einer Roboterfabrik und hackt eine Mechdrohne, um sie auf die Gegner zu hetzen.

Immer wieder stellt Ihr mächtige Zwischen- und Levelbosse, die höllisch austeilen und einiges wegstecken: Wer hier im Solomodus spielt, kann schon mal auf die Heilerein wechseln – manche Angriffswellen radieren zuverlässig alle KI-Kumpels aus! Da müssen intelligente Spieler ran, die sich auf entsprechende Obermotztaktiken einstellen: In der zweiten Hälfte des Spiels sind mehr Tricks möglich, zumal Fuse-Taktiken dann eine verstärkte Rolle spielen – es erscheinen beispielsweise Feinde mit Schutzschild, die alle nahen Gegner heilen und selbst nur mit Fuse-Geschossen verletzt werden können. Außerdem überraschen Euch getarnte Stürmer, die allerlei Nahkampftechniken beherrschen: Sie würgen oder benutzen Euch als lebenden Schutzschild, auch hier gilt es, die Kameraden zu unterstützen! Da muss man mit der Munition haushalten, denn die Geschosse für Fuse-Waffen sind mancherorts begrenzt – die Munitionspacks der Gegner lassen sich nicht immer ergattern. Ergänzend sammelt Ihr deshalb weitere Waffen für Ein- und Zweihandslot: Die Auswahl in den örtlichen Waffenkammern ist leider sehr begrenzt (sechs Standardtypen), zumal Ihr nichts modifizieren dürft. Natürlich habt Ihr auch explosive Eier im Gepäck, die sich zu Fuse-Granaten upgraden lassen. Etwas Abwechslung bereiten bemannbare MG-Türme und die schweren Geschütze von Zwischenbossen, die Ihr für eine bestimmte Zeit und mit begrenzter Munition auf die Kontrahenten richten dürft – darunter Flammenwerfer und Gattling.

Mit Freunden könnt Ihr dank der Teamtalente taktisch bestens kooperieren, die verschiedenen Aufgaben werden aber unfair abgerechnet: Wer sich um Schild oder Medipacks kümmert, räumt wegen der niedrigeren Abschussquote nach Abschluss eines Levels deutlich weniger XP-Bonus ab. Diese Endabrechnung ist deshalb schon mal ein Schlag unter die Gürtellinie: Unsere Koop-Helfer haben böse Drohungen ausgesprochen, falls entsprechende Screenshots veröffentlicht werden! Beim ersten Durchzocken nervt zudem das Speichersystem: Wer bei einem Match erst wieder später ins Spiel einsteigt (z.B. weil er die Gruppe mal kurz verlassen hat), kann Freischaltung und Trophäen danach vergessen. Alternativ zur Kampagne daddelt man in jedem Level Verteidigungseinsätze (”Echelon”-Modus), bei denen Ihr zahllose Gegenwerwellen bekämpft und dabei Aufgaben erledigt – es gilt etwa, eine bestimmte Zielperson auszuschalten oder eine vorgegebene Stellung gegen die Angreifer zu verteidigen.

Phillip Karasek meint: Was ist bei der Entwicklung von Fuse schiefgelaufen? Insomniacs sonst so interessante Geschichten sind hier so spannend wie eine Steuererklärung! Charaktere, die einmal farbenfroh und markant waren, wirken nach der Fuse-Umwandlung wie schlechte Schauspieler im falschen Film. Umgebungen, die abwechslungsreicher nicht hätten sein können, wurden zu Untergrundbasen aus der 08/15-Ecke. Warum bekomme ich Waffen, die so langweilig sind, dass ich am liebsten im Nahkampf Gegner besiege? Warum sind meine KI-Partner auf dem geistigen Stand eines Brotlaibs? Liebes Team Insomniac: Wärt Ihr bei Cel-Shading und Humor geblieben, hätte aus Overstrike ein charmantes Spiel werden können! Der Wechsel zu Fuse machte daraus jedoch einen innovationsfreien, sich selbst viel zu ernst nehmenden Shooter.

Oliver Ehrle meint: So enttäuscht wie der junge Kollege bin ich nicht, allerdings habe ich auch nichts Weltbewegendes erwartet: Spielerisch wird akzeptable Abwechslung geboten, auch wenn diese nicht immer gelungen ist. Ich entdecke nur wenige Bugs und bei dieser Spielzeit (zwei Abende) lasse ich mir sogar das begrenzte Waffenarsenal gefallen – Mods für Zieloptiken hätten nicht geschadet. Unzufrieden bin ich dagegen mit dem Team, das sich sehr unausgeglichen spielt: Wer spendet schon gern Medipacks, während die Mitspieler tolle Obermotzkämpfe bestreiten? Die gleiche Szene grenzt im Solo-Modus an Demütigung, ich spiele doch nicht den Kindergärtner für dämliche KI-Figuren! Unter Freunden mag der Teamgedanke aufgehen, aber offline macht sich Frust breit und online ist Streit um die Charaktere vorprogrammiert. Gelungen finde ich die Spielführung: Wer der Sprachausgabe lauscht, kann auf Zielmarker verzichten. Ansonsten sind Handlung und Helden aber auf dem Niveau eines trashigen Sci-Fi-Films aus den 1980ern.

  • Third-Person-Shooter für Teamspieler
  • 4 Fuse- und 6 Standardwaffen
  • 6 Levels mit vielerlei Aufgaben
  • Handlung wie im Low-Budget-Kino
  • auf Xbox 360 etwas holpriger

Akzeptabler Teamshooter mit reichlich Tohuwabohu: ein kurzweiliger Zeitvertreib für Freunde – Solisten und Dauerzocker werden aber desertieren!

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