Bei vielen Nintendo-Fans dürfte der Name Rare immer noch für wohlige Erinnerungen sorgen, stand der Name der Briten doch lange Zeit für Spiele von höchster technischer und spielerischer Qualität: Donkey Kong Country, Perfect Dark, Golden Eye 007, Banjo-Tooie, Conker’s Bad Fur Day – nachdem Nintendo 49% der Firma übernahm (1994), liefen die Entwickler zur Höchstform auf.
Das änderte sich 2002: Microsoft besaß bereits 51% des Studios und Nintendo verkaufte ihnen -gezwungenermaßen- auch noch ihren Anteil. Was Rare-Fans schon immer vermuteten, sprach jetzt der ehemalige Rare-Mitarbeiter Phil Tossell (Gründer von Nyamyam) aus:
“Es war ein schwerer ‘Culture-Clash’, der vielleicht anfangs nicht offensichtlich war, da Microsoft uns erlaubte, weiter zu arbeiten wie bisher“, erklärte er gegenüber Nintendo Enthusiast.“Doch die Zeit verging und es gab personelle Veränderungen bei MGS [Microsoft Game Studios, jetziger Name von Rare], mit dem Fortgang von Tim und Chris [Stamper] änderte sich die [Unternehmens-] Kultur, und es fing an, sich mehr nach Microsoft und weniger nach Rare anzufühlen. […] Während Rare zwar weiterhin qualitativ hochwertige Spiele ablieferte, ging aus meiner Sicht der ‘Funke’ verloren, der das Unternehmen so besonders machte.”
Zuletzt entwickelte man bei den “Microsoft Game Studios” Kinect-Sports-Titel, die wenig überzeugen konnten; für die Xbox One arbeitet man derzeit an Killer Instinct.













