Prolog?
Ellie (blickt auf ein vergilbtes Frauenfoto im Erotik-Laden “Endless 18”): Ist die dünn. Ich dachte, früher gab es genug Essen.?
Joel: Das stimmt. Nur manche wollten es nicht.
?Ellie: Wieso??
Joel: Die Figur.?
Ellie: Pffft. Bescheuert!
Um was geht’s??
Die Menschheit ist am Arsch. Eine Seuche ausgelöst durch Pilzsporen hat das Gros der Weltbevölkerung dahingerafft, denkende und mitfühlende Personen in blutrünstige Monster verwandelt, die nur noch ein Ziel kennen: weitere Menschen zu töten oder in ihresgleichen zu verwandeln. Zwei Jahrzehnte nach dem Ausbruch der Epidemie bekommt ein Überlebender (Joel, ebenfalls am Arsch insbesondere gefühlsmäßig) den Auftrag, ein Mädchen (die 14-jährige Ellie) an einen weit entfernten Ort zu bringen. Eine Reise quer durch die Vereinigten Staaten von Amerika, die der ein oder andere ahnt es bereits ziemlich im Arsch sind. Eine Regierung gibt es schon lange nicht mehr Häuser, Plätze, Einkaufszentren, Straßen zerfallen, geplündert, von der Natur zurückerobert. Die wenigen Überlebenden versuchen es als Einzelkämpfer, rotten sich in militärisch kontrollierten Quarantänezonen zusammen oder formieren sich zu marodierenden Banden, die Menschen, Infizierte und Tiere gleichermaßen schlachten. Es zählt nur noch das Überleben: egal wo, egal zu welchem Preis.
Die Charaktere?
The Last of Us erzählt eine dramatisch-emotionale Geschichte, Ähnlichkeiten zum Roman/Film The Road sind nicht von der Hand zu weisen und von den Entwicklern sicherlich so gewollt. Der Thematik entsprechend, schüttet Naughty Dog über seine Protagonisten Tod und Verzweiflung eimerweise aus, Momente der Hoffnung, Komik und Poesie bekommen aber ebenfalls ihren Platz. Dass Euch diese Emotionen treffen und mitreißen, ist der Verdienst von Grafikern und Sprechern (die deutsche Synchronisation verdient das Prädikat “großteils gelungen”, fällt aber gegenüber dem englischen Original ab). Die Gesichter der Spielfiguren ob Haupt- oder Nebendarsteller sind schlicht grandios modelliert und animiert, uns kam auf Konsole noch nichts Überzeugenderes unter. Es ist daher ein Leichtes, die Gefühle von Joel, Ellie & Co. abzulesen: Angst, Wut, Unsicherheit, Hass, Niedergeschlagenheit, Staunen, verhaltene Freude und unzählige Nuancen dazwischen wie sich im Laufe des Abenteuers herausstellt, eine der tragenden Säulen des packenden Spielerlebnisses. Darauf dürfte sogar David “Heavy Rain” Cage etwas neidisch schielen.
Die Spielwelt?
Wie sieht es aus, wenn die Menschheit am Arsch ist? The Last of Us gibt eine überzeugende visuelle Antwort, die dem Endzeit-Streifen I Am Legend zur Ehre gereicht. Nach 20 Jahren Chaos, Plündern und Nichtstun bröckeln die ersten Gebäude, rosten Fahrzeuge vor sich hin, bahnen sich Pflanzen und Tiere ihren Weg in menschliche Behausungen. Elektrizität, Benzin, Wasser, Nahrung, Medizin, Waffen alles kostbare Mangelware, um die verzweifelt gestritten wird. Entwickler Naughty Dog schafft es, dieses Endzeitszenario durchgehend glaubhaft auf den Schirm zu bringen. Egal, ob Stadt- oder Landszenario: Das virtuelle Amerika strotzt nur so vor Details und verschwenderisch ausstaffierten Orten. Wir müssen an dieser Stelle bewusst vage bleiben, da das Erkunden und Wissen-wollen-wo-es-wohl-gleich-hingehen-wird einer der großen Reize des Spiels ist. Die Referenz-Optik von Uncharted 3 wird nicht ganz erreicht, dafür sind die Lokalitäten, in denen Ihr Euch frei bewegen dürft, teils enorm groß. Das Gefühl des Verlassenseins und der Trostlosigkeit beschleicht einen dabei regelmäßig vor allem ein Verdienst der vielen ruhigen Passagen, in denen Euch nur Schritt-, Wind- und Tiergeräusche sowie die Stimmen der Protagonisten begleiten. Dann beginnt unweigerlich das Kopfkino: Was, wenn so eine Katastrophe wirklich passieren würde? Auf welche Seite würde ich mich schlagen? Würde ich zu denen gehören, die mordend und plündernd umherziehen oder würde ich um jeden Preis meine Menschlichkeit bewahren??
Während einer dieser gemächlichen Erkundungstouren erlebte der Verfasser dieser Zeilen auch die schauerlichste Szene des gesamten Spiels: ein einsames Haus, darin einige Infizierte, die vor Pein wimmernd und leicht schwankend einfach nur so herumstehen, die Hände vor die Gesichter geschlagen. Behutsam vorbeigeschlichen (Munition ist kostbar, jede Konfrontation kann tödlich enden!), im Vorbeigehen Schubladen und Schränke nach Nützlichem durchsucht, endete der Weg im Kinderzimmer. Ein Blick zum Bett, da lag er: ein Teddybär, das Fell struppig und verstaubt, die schwarzen Knopfaugen voller Trauer. Kopfkino ab: “Gehörte das Stofftier womöglich einem der Infizierten im Haus und was bleibt letztlich eigentlich von uns zurück, wenn wir von dieser Welt gehen?” Ob Ihr ähnliche intensive Erfahrungen machen werdet, können wir nicht vorhersagen The Last of Us bietet jedenfalls genügend Raum für solche Erlebnisse. Stark.
Die Gegner?
Wer sich The Last of Us medial bislang nicht komplett verschlossen hat, weiß, dass neben Infizierten auch Menschen zu Euren Feinden gehören. Über Art und Gestalt hüllen wir hier den Mantel des Schweigens, verraten aber, dass sich die Gegner deutlich in ihrem Verhalten unterscheiden und Ihr das mitunter auf die harte Tour lernen werdet. Bekommt zum Beispiel ein Infizierter Euer Alter Ego zu fassen und schafft er es zuzubeißen, ist Schicht im Schacht. Biss = Infektion = Tod eine simple Gleichung, nach dem ersten Ableben kapiert und Grundlage für hoch spannende Ablenkungs- und Schleichmanöver. Ihr bekommt es auch mit Ansammlungen von verschiedenen Feindtypen zu tun, was Euch zu komplexeren Strategien zwingt und (später im Spiel) durchaus den Charme einer guten Partie Schach entwickelt sofern Ihr nicht den Fehler begeht, auf Schwierigkeitsstufe “Leicht” und vielleicht sogar noch mit aktivierter Zielhilfe zu spielen. Davon raten wir ausdrücklich ab, da es den essenziellen Survival-Spielspaß-Aspekt massiv beschneidet.
Die Spielmechanik?
Für alle Ungeduldigen und Schubladen-Fans: The Last of Us fühlt sich in etwa an wie eine Mischung aus Red Dead Redemption (entdecken, mit abgeschwächtem Open-World-Charakter), Uncharted (taktische Deckungsgefechte), Metal Gear Solid (Schleichpassagen) und einem indizierten/beschlagnahmten Spiel aus dem Hause Rockstar (generelle Atmosphäre). Abstrakt betrachtet, besteht The Last of Us aus einem Wechsel aus Erkundungspassagen und Bereichen, die mit Gegnern gepflastert sind. Im Abenteuer-Part löst Ihr kleinere Rätsel (mit welchen Hilfsmitteln komme ich in den zweiten Stock des Gebäudes oder woher bekomme ich Strom für ein elektrisches Rolltor?), sucht Nützliches (Alkohol, Verbandszeug, Munition etc.) bzw. Bonusgegenstände (Comics) und ergötzt Euch am grandiosen Endzeit-Ambiente.?Der Wie-komme-ich-an-den-Gegnern-vorbei-Teil ist der spielerisch anspruchsvolle Gegenpart, der Euch das Adrenalin regelmäßig in die Blutbahn treibt.
Stellt Euch ein größeres Areal vor, in dem ein Dutzend Feinde patrouillieren (ob Infizierte oder Menschen ist egal). Bemerkt Euch ein Gegner, alarmiert er die ganze Meute, was in der Regel Euer Todesurteil bedeutet denn mit einer solchen Übermacht könnt Ihr es nicht aufnehmen. Die Flucht weit weg von den Häschern und ein anschließendes Verstecken mag Euch vereinzelt noch den Hintern retten, unauffälliges und gezieltes Vorgehen ist jedoch die bessere Lösung. Also erst mal die Umgebung sondieren: Das geht einerseits mit langsamem Vortasten und Drehen der Kamera sperrt zudem Eure Lauscher auf Menschen und Infizierte machen meist Geräusche. Die Entwickler geben Euch aber noch eine weitere Scan-Option an die Hand (allerdings nicht auf der höchsten Schwierigkeitsstufe “Überlebender”): Haltet R2 gedrückt und Eure Spielfigur wechselt in den Lausch-Modus das Bild verliert an Farbe und Feinde im näheren Umkreis erscheinen weiß umrandet. Das funktioniert im Dunkeln und durch Wände hindurch.
Wer die Laufwege/Standorte der Widersacher kennt, ist in der Lage, eine Strategie auszuarbeiten, die in etwa so lauten könnte: Den ersten blinden Infizierten (Clicker) schleichend ignorieren, die beiden schlurfenden Gesellen (Runner) nacheinander unbemerkt von hinten ausschalten, den zweiten Clicker mit einem Flaschenwurf auf eine falsche Fährte schicken und den letzten Runner mit zwei Schrotflintensalven wegpusten Bahn frei! Eure Optionen sind in den meisten Fällen vielfältig: Funktioniert eine Taktik nicht, probiert Ihr einfach eine andere aus.?Die könnte dann den verstärkten Einsatz von Meuchelwerkzeugen beinhalten, schließlich stehen Euch diverse Lang- und Kurzwaffen sowie explosive Wurfgeschosse zur Verfügung. Es gibt allerdings zwei Hürden: Zum einen ist die Munition in der Regel sehr knapp (selten habt Ihr zum Beispiel für die Schrotflinte mehr als acht Kugeln vorrätig), zum anderen sind Feuergefechte anspruchsvoller und bewusst ungeschliffener als in anderen Actionspielen. Das Zielen wirkt immer etwas wackelig, auch verzieht Euer Alter Ego gern mal einen Schuss das erneute Anvisieren dauert dann eine gefühlte Ewigkeit, in der Euch die Feinde bequem aus der Deckung schießen können. Richtig gelesen: Treffer katapultieren Euch nicht selten auf den Rücken, dann seid Ihr erst recht verwundbar und braucht lange Sekunden, um Euch wieder aufzurappeln und zurückzufeuern. Ebenfalls knifflig: Aufgeschreckte menschliche Gegner teilen sich geschickt auf, flankieren Euch und drängen Euch so zum Handeln hier ist nichts mit Kopf einziehen, warten und einen nach dem anderen bequem ausknipsen!
Marke Eigenbau?
Wie erwähnt, fährt The Last of Us die Survival-Schiene das zieht sich durch bis zum Thema Lebensenergie. Euer Alter Ego regeneriert sich nicht von selbst, Ihr müsst aktiv heilend eingreifen. Nur sehr sporadisch findet Ihr kleinere Gesundheitsauffrischer irgendwo in Schubladen. In der Regel müsst Ihr Euer Medipack aus Einzelteilen (die es erst mal zu finden gilt) zusammenbauen: Via Select-Taste kramt Eure Spielfigur in ihrem Rucksack (das Spiel läuft derweil weiter!) und bastelt auf Knopfdruck das gewünschte Item das dauert eine Weile, ebenso wie der nachfolgende Heilvorgang an sich. Ihr seid also gezwungen, Euch ein ruhiges Plätzchen zu suchen, um Eure Wunden zu versorgen.?
Mit dem Fertigen von Medipacks ist das Crafting-System allerdings noch nicht erschöpft: Sofern Ihr die notwendigen Bestandteile wie Scheren, Zucker oder Alkohol verfügbar habt, erstellt Ihr Items wie Molotowcocktails, Nagelbomben oder verheerende Upgrades für Eure Nahkampfwaffe (Eisenrohr, Axt etc.), die Gegner mit einem Schlag ins Jenseits befördern. Apropos Waffen: Findet Ihr eine Werkbank, dürft Ihr Eure Wummen verbessern etwa mit größerem Magazin, schnellerer Nachladezeit oder einem Zielfernrohr. Schließlich lässt sich auch Eure Spielfigur upgraden: Erhöht u.a. die Reichweite des Lausch-Modus, reduziert das Wackeln beim Zielen oder werdet zum Messerkill-Experten.
Grafik und Sound?
Wir haben es schon erwähnt: The Last of Us erreicht nicht die fast fehlerlose Optik eines Uncharted 3 wer genau hinsieht, entdeckt Pop-Ups, Draw-Ins, unscharfe Texturen sowie den ein oder anderen verschwindenden Gegenstand, und die Bildrate geht ebenfalls immer mal wieder in die Knie. Dennoch: Visuell ist Naughty Dogs Endzeit-Drama eine Bombe, gefüllt mit verschwenderischen Details, wunderbaren Animationen und generell glaubhaft-abgefucktem “Am Arsch”-Look. Wir kennen nur wenige Spiele, die ein Szenario in dieser Perfektion umsetzen.?
Ebenfalls perfekt passend ist die Akustik: Die Entwickler widerstanden der Versuchung, mit einem dramatischen Score die Atmosphäre steigern zu wollen. Nur an wenigen Stellen begleiten Euch spärliche Melodien, gezupft auf einer Akustikgitarre. Den großen Teil Eurer Reise teilt Ihr mit den von Euch verursachten Geräuschen, dem Pfeifen des Windes, dem Zwitschern von Vögeln und anderen subtilen Umgebungsgeräuschen Ihr erhaltet genügend Raum, um Eure Blicke und Gedanken schweifen zu lassen. Genauso subtil wie passend löste Naughty Dog das Kapitel “Wie erkenne ich, ob ich gleich entdeckt werde?”: Befindet Ihr Euch in der Sichtlinie eines Feindes, ertönt ein tieffrequentes Rauschen, das anschwillt, je näher Ihr dem Auffliegen seid. In den oft komplexen Schauplätzen eine wirklich clevere Art der Rückmeldung. Nicht weniger clever, weil maximal verstörend, sind die Laute der Infizierten: unvermitteltes Schreien, herzzerreißendes Jammern, durch Mark und Bein gehende gutturale Erstickungslaute, abgrundtiefes Grollen uns rutschte mehr als einmal das Herz in die Hose! In Sachen Surround-Sound haben wir nichts zu meckern: Der Klang verteilt sich weiträumig, die Stimmen sind einwandfrei verständlich.
Oliver Schultes meint: Es ist lange her, dass mich ein Spiel so vereinnahmt hat. Ich muss fast sechs Jahre zurückgehen und einen meiner All-Time-Classics als Vergleich bemühen: BioShock. Wie eben jener Ego-Shooter lebt The Last of Us von seiner Atmosphäre und der bis ins Detail glaubwürdig konstruierten Welt, die ihre Geschichte nicht mit Holzhammer-Zwischensequenzen und anderen narrativen Krücken erzählt. Hinzu kommen bei Naughty Dogs Endzeit-Drama Charaktermodelle, die mit ihrer peniblen Gestaltung und Mimik alles bisher Dagewesene wegfegen: Diese Figuren transportieren Gefühle, und sie haben mich tatsächlich berührt und zum Nachdenken angeregt vor allem die letzte halbe Stunde werde ich wohl nie vergessen. Wenn man The Last of Us in seine Einzelteile aufdröselt, verliert es etwas an Glanz: Es gibt Spiele, die technisch noch eindrucksvoller sind (Uncharted-Reihe), die den Schleich-Aspekt konsequenter ausreizen (Metal Gear-Reihe), die eine weniger vorhersehbare Geschichte erzählen (BioShock) und die mehr Freiheiten bieten, Aufgaben zu lösen (Dishonored). Letztlich zählt aber das Gesamterlebnis, und das ist schlicht herausragend! Selten fühlte ich mich bei Action-Szenen mehr gefordert, selten haben Monster meine Nerven stärker strapaziert, selten hat mich eine Welt aus Polygonen und Texturen so sehr zum Staunen gebracht und noch nie habe ich in einem Spiel so überzeugende Charaktere erlebt. Warum noch mal brauchen wir eine neue Konsolengeneration?
Tobias Kujawa meint: Cormac McCarthys Roman Die Straße finde ich grandios, der Schauplatz von I am Legend hat mir sehr gut gefallen und in der verstrahlten Welt von Fallout 3 war ich ewig unterwegs ja, ich bin ein Endzeit-Fan. Da kam mir Naughty Dogs The Last of Us gerade recht und die Uncharted-Macher haben voll abgeliefert. Nicht unbedingt in puncto Hauptgeschichte, aber die Spielwelt beeindruckt und fasziniert ungemein. Mit detailliert gestalteten Szenarien, beiläufigen Unterhaltungen und vielen sammelbaren Notizen und Tonaufnahmen schildert The Last of Us glaubhaft und in teils atemberaubenden Bildern, wie die Welt 20 Jahre nach dem großen Crash aussehen könnte. Und sie saugte mich im Laufe der überraschend langen Geschichte immer mehr ein. Im letzten Spielviertel überschlagen sich die Ereignisse. Wenn man denkt, das Ende ist nah, geht es doch nochmals weiter und wird nochmals ein Stück besser. Der Endzeit-Fan in mir freut sich über all dies, für den Gamer lohnt sich das Werk sowieso: die kniffligen Aufeinandertreffen mit Infizierten und Räubern fordern dank enger Räume, variabler Patrouillenwege, knapper Munition und wenig Lebensenergie, dank Listen-Modus kommen aber auch Nicht-Hitmänner zu Rande. Zwischendurch freut sich das Sammlerherz über allerlei nützlichen (zum aufrüsten und aufleveln) und unnützen (Comics, Dogtags) Plunder. Nur komisch, dass nirgendwo Messer rumliegen, dann könnte ich mir die ewige Suche nach Scheren und Klebeband sparen… Das Prunkstück des Spiels ist aber ganz klar die Beziehung zwischen Ellie und Joel. Auf der einen Seite die neugierige Göre, welche die Welt nur nach der Apokalypse kennt, auf der anderen Seite der verbitterte Joel, der sich noch an die guten alten Tage erinnern kann. Wie die beiden zusammenarbeiten, sich streiten und stetig zusammenwachsen, gefällt mir hier fast besser als Bookers Beziehung zu Elisabeth in BioShock Infinite. Insgesamt ist The Last of Us ein echter Knaller, den man wirklich nur vollkommen zu schätzen weiß, wenn man ihn voll ausgekostet hat. Also Rucksack geschnürt und durchhalten!
Pro:
- absolut glaubwürdige, maximal liebevoll gestaltete Endzeit-Welt?
- sensationell modellierte Charaktere?
- motivierender Mix aus Erkunden und Survival-Action?
- clevere, mit unterschiedlichen Verhaltensweisen versehene Feinde?
- viele Freiheiten, Situationen zu meistern?
- Crafting-System sinnvoll eingebunden?
- tolle Grafik, klasse Sound?
- New Game+ sowie ein extrem herausfordernder “Überlebender”-Modus, in dem zum Beispiel der Lausch-Modus nicht verfügbar ist
Contra:
- Grafik nicht so hochglanzpoliert wie bei Uncharted 3: Pop-Ups, Draw-Ins und verwaschene Texturen kratzen am Lack
- Ausgangssituation hat Logiklücken (Pilzsporen würden sich überall in der Luft verbreiten, auf Kleidung haften und nicht nur in abgegrenzten Arealen existieren)
- Schwierigkeitsstufe “Leicht” mit zuschaltbarer Zielerfassung versaut das packende Survival-Erlebnis unbedingt meiden!
Ein Survival-Trip, den Ihr dank traumhafter Endzeit-Kulisse, überzeugenden Charakteren und packendem Spielablauf nie vergessen werdet!
| Singleplayer |  | 93 |
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| Grafik |  |
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