Nach dem Amoklauf von Newton im letzten Jahr entbrannte in den USA erneut eine Diskussion um Gewalt in Videospielen – doch nicht nur darum: Endlich waren auch schärfere Waffengesetze im Gespräch.
Doch im April scheiterten die Gesetzesvorschläge von Obama, die eine schärfere Kontrolle von Waffenkäufern und ein Verbot von halbautomatischen Sturmgewehren vorsahen, im Senat – zumindest im ersten Anlauf (siehe Spiegel Online v.18.04.13).
Nun widmet man sich wieder den Videospielen, obwohl weiterhin kein Zusammenhang zwischen Gewalt in Videospielen und Gewalt in der Realität nachgewiesen ist. In einer Klausurtagung mit religiösen Führern über eine Waffenkontrolle schlug Reverend Franklin Graham (Sohn des Massenpredigers Billy Graham) vor, Unternehmen, die gewalttätige Medien produzieren – einschließlich Filmen und Spielen – zu besteuern und den Erlös Opfern von Gewaltverbrechen zukommen zu lassen.
US-Vizepräsident Joe Biden erklärte laut Gamespot, es gebe “keine Beschränkung auf die Befähigung, dies zu tun, und es gibt keine rechtlichen Grund, warum man es nicht machen könnte.” Er sieht also keine rechtlichen Einwände gegen eine Steuer auf gewalttätige Medien.
Doch noch ist es nur ein Vorschlag, obgleich in den USA schon länger solche Ideen kursieren; ob er jemals als Gesetz umgesetzt wird, ist damit noch nicht gesagt.