Mother 3

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Sollte Fan-Engagement Rückschlüsse auf die Qualität eines Spiels zulassen, dürfte dieses über jeden Zweifel erhaben sein: Mother 3.

Der 3. Teil des Rollenspiels, das von Nintendo, Brownie Brown und HAL Laboratory entwickelt wurde, hatte eine wahre Entwicklungs-Odyssee hinter sich: Ursprünglich geplant für Super Nintendo (um 1994 begann die Entwicklung), sollte es wegen Verzögerungen erst für das 64DD erscheinen, nach dessen Flop sollte es dann für den “ursprünglichen” Nintendo 64 ohne Add-On erscheinen. Doch auch diese Konsole verabschiedete sich zu früh für den Titel – letzendlich erschien es 2006 nur für den Game Boy Advance.

Nach 12 Jahren des Hin-und Her-Entwickelns war offenbar kein Geld mehr da für eine englische Übersetzung – das Spiel erschien nicht außerhalb Japans; auch Nintendo Amerika lehnte eine Übersetzung ab.

Das rief die Fangemeinde auf den Plan: diese zimmerte für Mother 3 eine Übersetzung samt Patch, der 2008 fertiggestellt wurde. Haupt-Übersetzer Clyde Mandelin erklärte jetzt auf dem Projekt-Blog, dass man Nintendo diese Übersetzung kostenlos zur Verfügung stellen würde, damit eine lokalisierte Fassung endlich im Westen erscheint – ein wahrlich großzügiges Angebot, angesichts der jahrelangen Arbeit, die man investiert hat. Ob Nintendo auf das Angebot eingeht?

Wer die Serie noch nicht kennt, sollte den Serienvorgänger EarthBound (aka Mother 2) antesten – dies soll noch in diesem Jahr für Virtual Console auf Wii U erscheinen.

Heavy Rain

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Guillaume de Fondaumière, Co-Chef des Entwicklers Quantic Dream, brach eine Lanze für kreative Spiele:

So erklärte er auf dem Digital Dragons Game Festival in Polen (eine Art Game Developers Conference, die in Krakau stattfand), dass die Entwicklung von Heavy Rain etwa 16,7 Mio. Euro kostete, inklusive Vermarktung insgesamt 40 Millionen – und dennoch war das ungewöhnliche Spiel profitabel:“Sony verdiente mehr als 100 Mio. Euro mit diesem Spiel“, verkündete er.

Diesen Erfolg sollte die Spieleindustrie zum Anlass nehmen, innovativere Spiele zu unterstützen: “Wir sollten aufhören zu denken, dass  sich Innovation auf unrentabel reimt”, sagte er. “Neue Erfahrungen zu kreieren ist auch ein Weg, um den Markt zu erweitern.”

“Wir als Industrie müssen mehr auf Kreativität setzen und aufhören, jedes Jahr immer wieder die gleichen Spiele herauszubringen”, gibt er zu bedenken. Als Beispiel nannte er Tomb Raider: “Es gibt Zyklen. Wir haben in der Vergangenheit gesehen, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt, wenn man eine Franchise übermäßig beansprucht, diese Franchise auseinander fällt und neu geprüft werden muss. Tomb Raider ist ein sehr gutes Beispiel für eine Top-IP, die von Iteration zu Iteration nahezu irrelevant geworden ist. Die Leute wollten nicht mehr Tomb Raider spielen. Es kostet einen Entwickler mehrere Jahre, um eine neue Iteration zu schaffen, die wieder attraktiv für den Markt wäre.”

Die Publisher sollen mehr Risiken eingehen, plädierte de Fondaumière und schlug ihnen vor, ein “ausgewogenes Konzept von Spiele-Fortsetzungen, die man Jahr für Jahr produziert und neuen, kreativeren Projekten” ins Auge zu fassen. “Heute stehen wir vor einer Krise. Wir sehen einen Markt, der im Niedergang ist […] und die kreative Krise ist zum Teil der Grund, warum einige Spieler immer weniger spielen.”


UK-Charts

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Diese Spiele wurden auf der Insel in der vergangenen Woche am meisten gekauft:

  1. Injustice: Götter unter uns (360)
  2. Injustice: Götter unter uns (PS3)
  3. Fire Emblem: Awakening (3DS)
  4. BioShock Infinite (360)
  5. Defiance (360)
  6. Tomb Raider (360)
  7. Luigi’s Mansion 2 (3DS)
  8. Tomb Raider (PS3)
  9. FIFA 13 (360)
  10. BioShock Infinite (PS3)
  11. Gears of War: Judgment (360)
  12. Call of Duty: Black Ops II (360)
  13. God of War: Ascension (PS3)
  14. FIFA 13 (PS3)
  15. Tiger Woods PGA Tour 14 (360)
  16. Halo 4 (360)
  17. SimCity (PC)
  18. The Elder Scrolls V: Skyrim (360)
  19. Far Cry 3 (360)
  20. Defiance (PS3)
  21. Tiger Woods PGA Tour 14 (PS3)
  22. Just Dance 4 (Wii)
  23. Assassin’s Creed III (360)
  24. Football Manager 2013 (PC)
  25. Call of Duty: Black Ops II (PS3)

GRID 2

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Eine sehr ausgefeilte künstliche Intelligenz der CPU-Konkurrenten in GRID 2 verspricht der Producer Iain Smith nun in einem Interview mit GamingBolt. So sei deren Parameter darauf ausgelegt, dass die gegnerischen Fahrer auch während des Rennens ihr Verhaltensmuster ändern bzw. verschiedene Charakteristika mischen könnten.

Als Beispiel nannte Smith einen ansonsten sehr bedacht fahrenden Piloten, der nach Kontakt mit dem Spieler durchaus temperamentvoll werden könne und die Position zu halten versuche. Uns würde es eigentlich schon reichen, wenn wir keine Gummiband-KI geboten bekommen würden…

The Sly Trilogy

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Nachdem bereits 2010 eine Zusammenstellung der drei PS2-Episoden von Sly Raccoon in neuem HD-Glanz für die PS3 erschienen ist, gibt es nun heiße Gerüchte über eine entsprechende Collection für die PlayStation Vita. Stein des Anstoßes ist ein ESRB-Rating.

Somit könnte es also sehr gut sein, dass wir die ersten Abenteuer des diebischen Waschbärs bald auch auf Sonys aktuellem Handheld durch die Gegend scheuchen dürfen. Eine offizielle Bestätigung des Projekts oder gar ein Erscheinungstermin dafür stehen allerdings noch aus.

The Jak and Daxter Trilogy

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Sony gibt bekannt, dass The Jak and Daxter Trilogy im Juni 2013 ihre Zelte auch auf der PlayStation Vita aufschlagen wird. Diese enthält Jak and Daxter: The Precursor Legacy, Jak 2 und Jak 3.

Im Gegensatz zur bereits im Februar 2012 veröffentlichten PS3-Version werden Euch übrigens drei zusätzliche Platin-Trophäen geboten. Wir freuen uns drauf.

Sly Cooper: Jagd durch die Zeit – im Test (PS3)

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Getestet für:
Erhältlich für:
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Erschienen in:

Acht Jahre musste Waschbär-Dieb Sly Cooper auf seinen vierten Raubzug warten. Komplizen für Jagd durch die Zeit sind die Entwickler von Sanzaru Games, die Ende 2010 mit der HD-Neuauflage der alten PS2-Trilogie einschlägige Erfahrung als Wiederaufbereiter sammelten. Das merkt man dem Comeback auch an – das ist nämlich so kompetent wie risikoscheu und fühlt sich fast genauso an wie die Vorgänger.

Wobei das keine schlechte Sache ist, denn die Sly-Cooper-Abenteuer zeichneten sich stets durch sympathische Stars, fröhlich-bunte Inszenierung und ordentliche Aufgabenvielfalt aus. All das trifft auch auf Jagd durch die Zeit zu, das immerhin mit einem Storykniff für etwas zusätzliche Abwechslung sorgt. Mittels einer Zeitmaschine besucht die Diebesbande verschiedene Vorfahren des Waschbärs in u.a. der Eiszeit, dem alten Japan oder dem Wilden Westen: Dort befreit Ihr die ansässigen Coopers, deren Spezialtalente in einigen Missionen zum Einsatz kommen. Außerdem schnappt Ihr Euch Verkleidungen, dank derer auch Slys Trick-Arsenal wächst: Passend getarnt entdecken Euch z.B. Wachen nicht oder es lässt sich die Zeit für kritische Aktionen verlangsamen.

Mit von der Partie sind auch die anderen üblichen Verdächtigen, die bei Bedarf einspringen: Schildkröte Bentley übernimmt virtuelle Aufgaben in Hacker-Minispielen, das rosa Nilpferd Murray prügelt als Mann fürs Grobe besonders effektiv und Inspektorin Carmelita Fox zückt ihre Elektroschock-Wumme. Da sich das Charakter-Karussell recht flott dreht, kommt keine Langeweile auf. Allerdings fallen einige Teilaufgaben auf Dauer monoton aus und manche Hüpfpassage wirkt holprig: Zwar hält sich der Waschbär auf Knopfdruck automatisch an markierten Objekten in der Nähe fest, dafür irritieren hin und wieder ungünstige Perspektiven.

Sowohl auf PS3 als auch Vita überwiegen trotz langer Ladezeiten die positiven Aspekte. Käufer der ”großen” Konsolenfassung bekommen einen Download-Code der Handheld-Variante dazu, zudem lassen sich Spielstände übertragen und die AR-Funktion der Vita macht die Suche nach Schätzen komfortabler.

Ulrich Steppberger meint: Als wäre er nie weg gewesen: Sly Cooper kredenzt gediegene und hochklassige Hüpfspielkost, wie wir sie heutzutage kaum noch zu Gesicht bekommen – allerdings wirkt das Abenteuer auch fast so, als wäre die Zeit stehen geblieben. Die bunte, kontraststarke Optik sieht natürlich weiterhin schick aus und der Umfang stimmt ebenfalls, doch irgendwie fehlt mir der letzte Pfiff. Das mag auch daran liegen, dass die Hüpfereien diesmal verstärkt auf den ”Blaue Funken sind magnetisch”-Aspekt zu setzen scheinen und man den meisten Minispiel-Einlagen öfter begegnet, als es hätte sein müssen. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau, denn insgesamt ist die Jagd durch die Zeit ein rundum gelungener Spaß und gerade für darbende Vita-Jünger prima. Auf der PS3 würde ich Fans allerdings raten, sich vorher die Sly Trilogy zu gönnen: Die ist auch nicht schlechter und bietet gleich drei Spiele zum niedrigeren Preis.

  • Reise durch 6 Zeitepochen
  • 9 Charaktere je nach Mission im Einsatz
  • Kostüme bringen Extra-Fähigkeiten
  • jede Menge Sammelkram nebenbei
  • Vita-Fassung hilft bei PS3-Schatzsuche

Das Waschbär-Hüpfabenteuer knüpft nahtlos an die Vorgänger an und überzeugt trotz weniger frischer Ideen mit Umfang, Witz und Abwechslung.

Singleplayer83
Multiplayer
Grafik
Sound

Neue Spiele der Woche

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Jede Woche buhlen neue Videospiele um die Gunst der Käufer – in dieser Übersicht wollen wir Euch kompakt und komfortabel nach Systemen sortiert zeigen, was gerade neu in die Läden kommt und spätestens Freitags überall zu haben sein sollte.

Dabei gilt: Irrtümer und kurzfristige Verschiebungen lassen sich nicht ausschließen, wir bemühen uns aber, das Sortiment möglichst korrekt aufzulisten. Außerdem beschränken wir uns in der Regel (Ausnahmen kann’s also geben) auf die regulären Fassungen von neuen Spielen, die als physikalische Datenträger und offiziell hierzulande erhältlich sind.

Diese Woche erscheint…

…für PlayStation 3:

  • Dead Island: Riptide (Deep Silver) – nicht in Deutschland
  • Dragon’s Dogma: Dark Arisen (Capcom)
  • Iron Sky: Invasion (TopWare)
  • Star Trek (Namco-Bandai)

…für Xbox 360:

  • Dead Island: Riptide (Deep Silver) – nicht in Deutschland
  • Dragon’s Dogma: Dark Arisen (Capcom)
  • Iron Sky: Invasion (TopWare)
  • Star Trek (Namco-Bandai)

…für Wii U:

  • Injustice: Götter unter uns (Warner)

…für Nintendo 3DS:

  • Lego City Undercover: The Chase Begins (Nintendo)

M!oment M!al #003

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Frisch gestärkt macht sich Sascha wieder ans Blog-Werk: Immer wenn es künftig um “M!einung” geht, nimmt er sich ein aktuelles Spiel vor und sagt Euch dazu – seine Meinung.

Vorsicht – Spoilergefahr!

„Bringen Sie uns die Kleine, und tilgen Sie die Schuld“. Einfach klingt die Aufgabe, welche zu Beginn gestellt wird. Abholen und Abliefern, wie wir es schon etliche Male in diversen Spielen gemacht haben. Doch BioShock Infinite versteckt hinter dieser vermeintliche einfachen Struktur ein Erlebnis, dass weit über das hinaus geht, was in Videospielen „einfach“ ist. Das erste BioShock setzte damals auf eine verfallene Unterwasserwelt, welche einst ein Hoch auf die Dekadenz der Zivilisation darstellte, dann aber zu Grunde ging. Erzählerisch und atmosphärisch geriet das Spiel herausragend, ein Nachfolger ging dann mit BioShock 2 fast zwangsläufig an den Start. Doch Ken Levine, Mastermind hinter allen BioShock-Spielen, legte nicht im Jahresrhythmus nach. Stattdessen ließen er und sein Team bei Irrational Games sich Zeit und schafften jetzt mit BioShock Infinite das genaue Gegenteil des kaputten Rapture. Infinite spielt in einer Wolkenstadt namens Columbia, welche schon rein optisch deutlich fröhlicher daherkommt als ihre Vorgängerin im Geiste. Hinter der Fassade brodelt es jedoch ähnlich wie einst am Meeresgrund. Und auch BioShock Infinite ist ein spielerisches Erlebnis, welches es nur ganz selten gibt. Ein Erfahrungsbericht.

Real Bits

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Der spanische Fotograph, Audio-Video-Techniker und vor allem Vidospiel-Fan Victor Benitez hat seine Vorlieben miteinander verbunden und beschert uns damit bislang ein Dutzend ausgesprochen ansehnlicher Motive, in denen (meist) 16-Bit-Sprites sich in realen Kulissen tummeln.

In unserer Galerie unten seht Ihr seine bisherigen Werke – und hier geht’s zu seiner Homepage, auf der hoffentlich noch viele weitere folgen werden…

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