“Ich glaube, es gibt noch Raum für wirklich große Triple-A-Spiele, […]”, erklärte kürzlich Jade Raymond gegenüber The Guardian.
In Zeiten von (sogenannten) Free-to-Play-Titeln, Mobilspielen und Low-Budget-Produktionen stellt sich vielen Herstellern die Frage, ob sie noch in einen traditionellen 60 -Vollpreistitel investieren sollten. Frau Raymond, Kopf von Ubisoft Toronto, sagt Ja – nun, als Produzentin der Assassin’s Creed-Reihe muss sie dies natürlich, denn ohne Zweifel gehören Titel wie Assassin’s Creed 3 mit zu den aufwendigsten Produktionen der Spielebranche. Doch die Gefahren sind auch ihr bewusst:
“Aber die großen Publisher müssen ehrlich zu sich selbst sein – es gibt nur Platz für, sagen wir mal, zehn erfolgreiche Titel pro Jahr mit solchen [großen] Budgets. Man muss alles geben, um sicherzustellen, dass du einen Hit landest, […]” Doch genau dies ist auch die Crux an der Sache: Einen Misserfolg kann man sich nicht leisten, weshalb so mancher Hersteller auf Fortsetzungen oder erprobte Konzepte setzt, anstatt Neues auszuprobieren.
Auch die Erwartungen der Spieler haben sich geändert: “Es gibt eine Erwartungshaltung, etwas kostenlos ausprobieren zu können, und nur Geld auszugeben, wenn man es will. Wir müssen herausfinden, wie man diese Erwartungen auch bei Konsolenspielen erfüllen kann.”
Trotzdem ist es lobenswert, dass Raymond und Ubisoft an “traditionellen” Toptiteln festhalten wollen. Doch was ist Eure Meinung: werden Großproduktionen tatsächlich in Zukunft bestehen können? Wie sieht Eurer Ansicht nach hier die Zukunft aus?