Ethan Levy, ehemaliger Dragon Age Legends-Produzent bei BioWare San Francisco, erklärte, dass neue Spielemarken für Electronic Arts “keine Priorität” mehr haben.
Auf seinem Blog Quarter Spiral schreibt Levy, EAs Mantra “weniger Marken, dafür aber größere” resultiert teilweise aus dem Erfolg des Unternehmens mit iOS-Titeln wie Simpsons: Tapped Out. Dieses Format verheißt weniger riskante Investitionen und größere Renditen:
“EAs erklärte Strategie heißt: weniger, größere Marken. Von den vielen neuen IPs, die für diese Generation entwickelt wurden, werden nur Army of Two, Dead Space und Dragon Age neue Versionen zu sehen bekommen. Soweit ich das aus den öffentlichen Informationen beurteilen kann, haben innovative, neue IPs einfach keine Priorität für die Firma”, erklärte Levy.
“Große Marken + großes Marketingbudget + hohe Produktionskosten = $ $ $. Das ist die EA-Formel”, führte Levy weiter aus.”Sie kamen spät zum Mobil- und Tablet-Freemium-Markt, aber jetzt, da sie hier sind, werden sie die ‘Dragon Vales’ and ‘Tiny Monsters’ dieser Welt aus dem Wettbewerb werfen.”
Laut Levy wanderten die Spieler, die bisher von Spielen der “EA-Formel” angesprochen wurden, zu iOS Spielen wie Simpsons: Tapped Out ab. Electronic Arts sieht das natürlich als Möglichkeit an, dank der neuen Plattformen und digitaler Vertriebswege “weniger auf große, riskante neue IPs wie Mirror’s Edge oder Brütal Legend zu setzen” – und mehr auf riesige Renditen wie bei Simpsons: Tapped Out, dass -nach Levys Rechnung- 29.600.000 Dollar Umsatz generierte, bei wahrscheinlich sehr viel weniger Entwicklungsaufwand als bei dem kommerziell (vermutlich) weniger erfolgreichen Medal of Honor: Warfighter.
Levy rechnete aus, dass EA für diese Konsolengeneration insgesamt 35 neue Marken produzierte, davon 19 Eigenentwicklungen.