Die Auszeichnung zum Mann des Jahres geht nicht etwa an Lex Luthor, sondern schon wieder an Bruce Wayne. Doch der Joker stört die Preisverleihung und klaut die Trophäe, wofür er wenig später von Batman und Robin in die Arkham-Irrenanstalt gesteckt wird. Allerdings hat Lex Luthor seine eigenen Pläne mit dem Joker und so befreit er ihn sowie sämtliche Gotham-Schurken mit einer Kryptonitkanone. Wo so viel Ärger ansteht, dürfen neben dem dynamischen Duo die Justice-League-Kollegen Superman, Green Lantern, Flash und Wonder Woman nicht fehlen, allerdings spielen sie bis auf Superman im Verlauf der Story kaum eine Rolle sie kommen erst beim erneuten Spielen der Levels zum Tragen, wenn die Suche nach allerlei versteckten Objekten und Geheimnissen spezielle Kräfte erfordert.
Im Mittelpunkt des Spiels stehen Batman und Robin, die sich mithilfe diverser Anzüge besondere Fähigkeiten verschaffen, um wie in bisherigen Lego-Spielen meist simple, clever verschachtelte Aufgaben zu erledigen und auf dem Weg dorthin möglichst viele Steinchen aufzusammeln. Auf Konsole gibt es neben Robins Magnetschuhen auch noch einen Eiskanonen- sowie einen Akrobatik-Anzug, Batman besitzt neben Kraft-, Tarn- und Elektrokluft auch noch einen Sonarstrahler, der Glas bersten lässt. Superman wiederum spielt sich völlig anders: Er fliegt beliebig hoch, schießt Hitzestrahlen aus den Augen und schockfrostet Gegner mit seinem Atem.
Die Versionen für PS3, Xbox 360 (und Wii) sind inhaltsgleich und erlauben erstmals das freie Erkunden von Gotham City zwischen den Story-Abschnitten wahlweise zu Fuß oder mit einem der vielen freischaltbaren Vehikel. Zudem sprechen die Lego-Figuren nun, was zwar nicht jedermanns Sache sein dürfte, der etwas anders gelagerte Humor kommt aber durchaus zur Geltung.
Michael Herde meint: Grundsätzlich finde ich Lego Batman 2 überraschend gut, obwohl ich das immer gleiche Lego-Spielprinzip beim letzten Lego Harry Potter doch sehr ermüdend fand. Egal, ob auf Konsole oder Handheld: Das ideenreiche Superheldenabenteuer motiviert mich mit abwechslungsreichen Aufgaben, auf Konsolen ist die KI oft ordentlich und die Thematik ansprechend umgesetzt selbst der sonst so verhasste Superman amüsiert mich hier als selbstherrlicher Fatzke. ABER: Die PS3-Version stürzte einmal ab, ein anderes Mal blieb KI-Robin in einem Schalter stecken und ich musste das Level neu starten. An einer weiteren Stelle konnte ich einen Schalter nicht betätigen, weil die kontextsensitive Einblendung nicht erschien. Und Internetberichten zufolge fror bei einigen Spielern in Kapitel 12 das Spiel ein solche Mängel dürfen nicht sein und sie verhindern trotz vieler großartiger Elemente und Ideen eine höhere Wertung. Dass die Verpackungen der mobilen Versionen ebenfalls eine offene Spielwelt suggerieren, ist zudem so unschön wie das Tearing auf Konsolen oder die matschigen Cutscenes und die repetitive Musik auf Handheld.
- offene Spielwelt außerhalb der Missionen
- tolle Fähigkeiten der Anzüge
- motiverende Steinchensammelei, viele Helden und Schurken freischaltbar
- hier machen sogar Superman und Robin Spaß
- vereinzelt gemeine Bugs und Spielabstürze
- die famose Grafik weist teils technische Mängel auf
Ideenreicher Lego-Spaß mit Open World-Charakter, leider aber auch mit einigen Bugs.
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