Free Radical-Mitgründer Steve Ellis sieht für andere Ego-Shooter kaum Chancen, sich neben den Platzhirschen Battlefield und Call of Duty zu etablieren. “Niemand kauft einen Ego-Shooter, sofern er nicht Call Of Duty heißt”, erklärte er gegenüber Edge. Ellis arbeitete unter anderem schon bei Rare an der Entwicklung von Goldeneye 64, bevor er mit TimeSplitters begann – mit dem Genre kennt er sich also aus. Zumindest ein FPS, so räumt er ein, konnte die CoD-Hegemonie ankratzen: “Ich denke, Battlefield hat sich gut geschlagen, aber abgesehen davon verliert man mit jedem Ego-Shooter Geld.”
Als Beispiel nennt er Crysis 2, dass seiner Information nach bei weitem nicht die Entwicklungskosten wieder hereingeholt hat. Und auch auf eigene Erfahrungen stützt er seine These: “Ich habe das gesamte Jahr 2008 damit verbracht, einen Publisher für TimeSplitters 4 zu finden”, erklärt er. “Es ist einfach nicht das Interesse da, etwas zu machen, das sich einen Schritt von den Regeln des Genres entfernt – niemand will etwas, das schräg und anders ist, weil das Risiko zu groß ist. Und ein großer Teil davon sind die Kosten, dies zu tun.”
Free Radical heißt inzwischen Crytek UK (ein bisschen Geld ist wohl doch mit Crysis reingekommen), Ellis verließ das Unternehmen, um sein eigenes Studio Crash-Lab zu gründen. TimeSplitters 4 war auch beim neuen Eigner erst kürzlich wieder im Gespräch (wir berichteten hier) – doch letzte Woche erklärte Crytek UK recht unmissverständlich gegenüber CVG: “Nein, es ist nicht in Entwicklung.”











