Team-Ninja-Chef Yosuke Hayashi ist verantwortlich für eine Spieleserie, die unter anderem für ihre nicht gerade zimperliche Darstellung von Blut und Gewalt bekannt ist: Ninja Gaiden.
Das sich ausgerechnet jener Herr Hayashi Sorgen macht, dass die Gewalt in Spielen immer seltsamere und bizarrere Formen annimmt, scheint auf den ersten Blick zu irritieren; auf den zweiten Blick jedoch regen seine bezüglich seinem Genre selbstreflektiven Gedankengänge durchaus zu Überlegungen an:
“Seit ein paar Jahren habe ich den Mangel an Potential bei den sinnlosen Ausdrücken von Gewalt festgestellt, der bei Spielen dominiert”, sagte Hayashi gegenüber GamesIndustry. “Wenn Spiele weiterhin den Pfad mit mehr Blut und mehr fliegenden Körperteile einschlagen, so wird dies das Gaming in eine seltsame und bizarre Richtung führen”, befürchtet der Team Ninja-Chef.
Schon vor einiger Zeit äußerte Hayashi herzu seine Bedenken (wir berichteten hier). Sein Lösungsansatz: “Wenn man Gewalt in einem Spiel einsetzt, so muss es einen Sinn dahinter geben. Denn die Gaming-Branche hat die nötige Reife erlangt, um damit umgehen zu können, behauptet er. Dies ist also die “neue” Philosophie der Gewalt bei Team Ninja: Man achtet auf die erzählerische Konsequenz von Gewalt; der Spieler soll die Auswirkungen und Ergebnisse der Gewalt fühlen und verstehen, und nicht nur beobachten, wie der “Ketchup” spritzt – also weg von einem reinen “Show”- Effekt.
Ob das Konzept aufgeht und die Gewalt im Spiel tatsächlich mehr “Sinn” ergibt als in den Vorgängern oder, im Gegenteil, die Gewalt als Selbstzweck in Gewaltspielen tatsächlich bereits auch alleine schon Sinn macht, erfahren wir am 23. März: Dann erscheint für PlayStation 3 und Xbox 360 Ninja Gaiden 3 in Europa, eine Wii U-Version soll folgen.