Zu den unangenehmeren Gerüchten, die das neue Jahr bereit hielt, zählte zweifelsfrei die Nachricht, dass die Nachfolgerin der Xbox 360 über einen Schutzmechanismus gegen gebrauchte Spiele verfügen soll. Im Gegensatz zur Spielergemeinde sorgte diese Nachricht bei Volitions Design-Direktor Jameson Durall für Begeisterung:
“Ich persönlich denke, dies würde einen fantastischen Wandel für unser Geschäft bedeuten. Und auch wenn die Verbraucher zuerst auf die Barrikaden gehen würden, werden sie es am Ende verstehen – und das es sie nicht umbringt”, schrieb er auf AltDevBlogADay.
“Der Gebrauchtspiele-Markt hat einen erheblichen Einfluss auf unseren Umsatz. Ich glaube, dass die meisten Verbraucher gar nicht wissen, dass jedes Mal, wenn sie ein gebrauchtes Spiel kaufen, nichts von dem Geld zum Entwickler zurückfließt. Alle Gewinne gehen direkt an den Wieder-Verkäufer und machen es immer schwieriger für uns, auch weiterhin qualitativ hochwertige Produkte zu entwickeln.”
Wenn man nicht bald gegen den Second-Hand-Handel vorgeht, wird die Spiele-Industrie “zerfallen”, glaubt Durall. Auch DLCs oder Sonys Online-Pass gehen ihm nicht weit genug, um das Geld für die Entwickler wieder reinzuholen – er räumte lediglich ein, dass eine solche Blockade auch ein Nachteil für Spieler wäre, da sie sich keine Spiele mehr ausleihen könnten.
Glücklicherweise hat sich das Gerücht von der Xbox360-Nachfolgerin noch nicht bewahrheitet – ganz abgesehen davon ist es sehr fraglich, ob diese Maßnahme auch wirklich mehr Geld in die Kassen der Entwickler spülen würde. Volition Inc. zeichnet unter anderem für Saints Row: The Third verantwortlich.