Thomas Stuchlik meint: Ein Name, eine Legende: Der Titel Zelda steht für Spielspaß wie kein zweites Action-Adventure. Das macht es für eine neue Episode der Reihe nicht einfach, den hohen Erwartungen der Fans gerecht zu werden. Doch etwaige Befürchtungen zerstreut Skyward Sword schnell. Held Link erlebt abermals durchdachte Dungeons, ideenreiche Rätsel und pfiffige Kämpfe. Die Bewegungserkennung WiiMotionPlus setzt Klingenhiebe exakt nach Eurem Schwung um. Allerdings hängt der Titel immer noch an alten Strickmustern fest. Es gibt keine Sprachausgabe, die Nebencharaktere rangieren von heldenhaft bis lächerlich. Auch die in der zweiten Spielhälfte erforderliche Laufarbeit streckt die erhebliche Spiellänge. Der grafische Gemälde-Stil ist ebenso Geschmackssache. Doch meiner Meinung nach hätte Zelda schon immer so aussehen sollen.
Max Wildgruber meint: Nach dem Wii-Vorgänger sah ich die Serie um die dauerentführte Blondine kreativ am Ende. Twilight Princess ist in meinen Augen ein mit unpassendem “Herr der Ringe”-Pathos aufgeblasenes Ocarina of Time. Nach Skyward Sword” darf ich nun wieder hoffen. Der naive Look passt deutlich besser zum märchenhaften Zelda-Universum. Die Aussagekraft der Animationen ist auf Augenhöhe mit Disney-Zeichentrick. Wer sein Action-Adventure kantiger mag, kann ja Darksiders spielen. Apropos Ecken: Endlich gibt’s keine Kistenrätsel mehr, dafür viele im besten Sinne denkwürdige Kopfnüsse, z.B. das Auge-Schwert-Puzzle. Und apropos Schwert: Mit der Steuerung der Kämpfe zeigt Nintendo am Ende der Wii-Ära noch mal, was für ein Potential in der Bewegungssteuerung des kleinen weißen Kistchens steckt. Und Apropos weiße Pracht: Fröhliche Weihnachten und alles Gute zum 25., Link, alter Zipfelbube!
Thomas Nickel meint: Natürlich ist der Grafikstil des neuen Zelda Geschmackssache. Aber das ist der von Gears of War, GTA oder Battlefield auch. Und gerade in Zeiten, wo auf den HD-Konsolen immer noch vermeintlicher Realismus abgefeiert wird wie nichts Gutes, da ist der Look von Skyward Sword einfach herrlich erfrischend. Und warum will ich mich an Kantenflimmern, mauen Texturen und ähnlichen Oberflächlichkeiten hochziehen, wenn Nintendo mit Skyward Sword das Spielspaß-Feuerwerk des Jahres abbrennt? Alleine die Zeiträtsel in der Ranelle-Wüste gehören für mich zum besten, was ich je in einem Videospiel gesehen habe. Und nach Skyward Sword will ich kein Zelda mehr ohne die grandiose Motion-Plus-Steuerung spielen.
Matthias Schmid meint: Ich will mich nicht als Skyward Sword-Basher aufspielen, aber trotz aller Stärken wie Dungeon-Design, Einsetzbarkeit der Items, Umfang etc. gibt es einige Dinge, die mich grundsätzlich stören am neuen Zelda: Das wären die fehlende Sprachausgabe, das häufige Nachjustieren der Kamera und natürlich die Grafik. Manchmal dachte ich mir echt: “Hey Leute, ist das ein N64-Spiel?” Bei Objekten, Gebäuden, Landschaften und Personen in der Ferne mag der getupfte Grafikstil ja nett und sogar hübsch sein, aber aus der Nähe sollte solche schlimmen Texturen und Modelle – begleitet von Kantenflimmern – eigentlich der Vergangenheit angehören.
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