Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 11 – FIFA 12

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Tobias Kujawa meint: Komischerweise spiele ich in diesem Jahr gar nicht so viel Fußball online – die Umgewöhnung auf die neue Verteidigungssteuerung viel mir recht schwer und es erschienen im November und Oktober einfach zu viele Toptitel, die ich nicht ignorieren konnte. Trotzdem bietet FIFA 12 fast perfekten Fußball! Großes Lizenzpaket, gute Grafik, ein feines Steuerungssystem und viele Onlineoptionen inklusive meinem ungeschlagenen Favoriten Ultimate Team – mehr kann ich mir kaum wünschen! Ach doch: Ein bisschen mehr Höflichkeit von meinen Online-Gegnern!

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Die neue M! Games Januar 2012 – am Kiosk!

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Die neue M! Games Januar 2012 – ab Freitag!

Um Euch noch vor der Geschenke-, Plätzchen- und Weihnachtsgans-Schlacht mit neuem Lesestoff füttern zu können, haben wir besonders kräftig auf die Tube gedrückt – die neue Ausgabe liegt dementsprechend schon diesen Freitag (23. Dezember) am Kiosk.

Nach der Testflut im vergangenen Monat bestimmen Previews das neue Heft. Exklusiv besuchten wir Rockstar und schauten bei der neuesten Version von Max Payne 3 ganz genau hin: sensationell inszenierte Schießereien, die von vielen Fans herbeigesehnten düsteren Schauplätze mit strömendem Regen und literweise Blut – wie das alles zusammenhängt, lest Ihr auf satten 5 Seiten.

Das zweite Top-Thema heißt “Voll auf die 2012!!!” – und dreht sich wie der Name schon verrät um Beat’em-Ups. Auf 7 Seiten nehmen wir gut ein Dutzend Prügelspiele unter die Lupe, darunter Street Fighter X Tekken, SoulCalibur V, Tekken Tag Tournament 2 und Skullgirls. Im Testteil erwarten Euch zusätzlich das HD-Remake Tekken Hybrid, der 2D-Knaller King of Fighters XIII sowie der Kinect-Party-Spaß Kung-Fu: High Impact.

Warum Metal Gear Solid: Rising jetzt Metal Gear Rising: Revengeance heißt, nicht mehr von Hideo Kojima entwickelt wird und voll auf Action ausgelegt ist, erfahrt Ihr vom Serien-Erfinder höchstpersönlich: Wir haben mit Kojima-san in Los Angeles gesprochen und waren überrascht von seiner Offenheit. Selbstverständlich haben wir auch alle Details zum Spiel selbst.

M! vor Ort, die Zweite: Die Uncharted-Macher Naughty Dog ließen Mitte Dezember eine besondere Bombe platzen und enthüllten den Endzeit-Thriller The Last of Us. Wir plauderten mit den Machern in Santa Monica und verraten Euch, wie Entwickler Naughty Dog mit dem Spiel Euer Hobby umkrempeln will.

Kurz vor Redaktionsschluss schaffte es noch ein besonderer Leckerbissen ins M!-Testlabor: Resident Evil: Revelations. “Kaufgrund für den 3DS”, “steckt die Heimkonsolen-Konkurrenten in die Tasche”, “in 3D besser als in 2D” – nur drei Zitate aus dem Test, die Euch Lust auf den Artikel und das Spiel machen sollten!

Eine andere Resident Evil-Episode stand im Zentrum eines Rekordversuchs: Speedrun-Experte Robert Brandl schnappte sich Teil 4 und stellte in den Redaktionsräumen einen spektakulären Weltrekord auf. Welche Taktiken, Programmfehler und Kniffe Robert dafür nutzte, erfahrt Ihr exklusiv in der nächsten M! Games.

The Elder Scrolls V: Skyrim und The Legend of Zelda: Skyward Sword sind wahre Dauerbrenner – und definitiv einen zweiten Blick wert. Daher erwarten Euch zwei Nachspiele mit wertvollen Tipps & Tricks sowie vielen wissenswerten Geheimnissen.

Zum Jahresausklang darf ein Rückblick auf das Spielejahr 2011 natürlich nicht fehlen: Auf 6 Seiten lässt die Redaktion Tops, Flops, Trends und persönliche Highlights Revue passieren – lasst Euch das nicht entgehen!

All das und noch vieles mehr erwartet Euch in der M! Games Januar 2012 – ab Freitag, den 23. Dezember am Kiosk!

 

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 12 – Forza Motorsport 4

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Ulrich Steppberger meint: Auch im Rückblick wundert mich bei Forza 4 eine Sache besonders: Wie kann ein Spiel, bei dem die Macher unverkennbar mit vollem Herzblut dabei sind, nur so seelenlos wirken? Da gibt sich Microsofts Renn-Simulation nichts mit dem großen Rivalen Gran Turismo, beide kommen so glattpoliert und fein geschniegelt daher, dass ich jeden Hauch einer Persönlichkeit vermisse. Davon abgesehen wird Spitzenqualität geboten: Blitzsaubere und flüssige Grafik, fahrerisch überwiegend interessante Kurse, jede Menge edler Boliden und  natürlich eine Fahrphysik, die sich vor keiner Konkurrenz verstecken muss. Sogar den karrieremodus haben Turn 10 im vierten Anlauf mal so hinbekommen, dass er nicht im Rekordtempo zur ermüdenden Fleißarbeit wird. Warum man aber wie Polyphony hin und wieder den gesunden Menschenverstand abgestellt hat und so hirnrissige Dinge wie den Verzicht auf einen einstellbaren Schwierigkeitsgrad auf der Welt-Tour zulässt? Muss ich wohl nicht verstehen…

Thomas Stuchlik meint: Die vierte Runde im Forza-Rennzirkus beschert der Xbox 360 zwar keine überraschende Raser-Offenbarung aber ein rundum gelungenes Fahrerlebnis. Das Verhalten der Boliden ist realistisch, der Grenzbereich jederzeit ‘erfahrbar’. Auch die Duelle gegen die aggressive KI-Meute bringen massig Spannung mit. Die Karriere mit ihren Saison-Rennen stellt immer passende Cups für euer aktuelles Gefährt zusammen. So könnt ihr stundenlang Siege einfahren, ohne das Vehikel zu wechseln. Zudem sorgen regelmäßige Online-Updates für neue Wagen und frische Herausforderungen. Auch hier kommt die Zusammenarbeit mit der kultigen Auto-Sendung Top Gear zum Tragen.  Die Kinect-Unterstützung ist nett, aber nicht spielentscheidend. Da heize ich lieber mit einem passenden Fanatec-Lenkrad samt hervorragendem Force Feedback über die Kurse.

 

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 13 – Uncharted 3: Drake’s Deception

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Tobias Kujawa meint: Ich hasse Spinnen! Und Uncharted 3 setzt mir sogar verdammt viele der achtbeinigen Viecher auf den Hals. Warum ich trotzdem begeistert war? Die Story unterhält mich (auch wenn sie unglaublich seicht ist, man an allen Ecken und enden merkt, dass sie aus Versatzstücken zusammengesetzt wurde und Charaktere mittendrin einfach abgeschnitten werden), die Klettereinlagen sind einfach, aber spekakulär inszeniert und die Schießereien fordern – die oft angesprochenen Steuerungsprobleme hatte ich mit unserer Debug-Testversion nicht. Nicht zu vergessen die wundervolle Grafik und die überzeugenden (oder überzogenen?) Animationen und die klasse animierten Gesichter, an denen ich wirklich Emotionen ablesen kann. Wenn für Uncharted 4 endlich eine Geschichte über Grundschulniveau geschrieben wird, bin ich vollkommen zufrieden. Obwohl auch mehr Rätsel wieder gut wären!

Oliver Schultes meint: Wer will die schönsten Landschaften und die ausgefeiltesten Animationen der bisherigen Videospielgeschichte sehen? Wer will ein zehnstündiges Abenteuer mit teils wahnwitzigem Tempo ohne Ladepausen erleben? Wer will Over-the-Top-Action gepaart mit (auf höherer Schwierigkeit) taktisch anspruchsvollen Schießereien haben? Wer will sympathische Charaktere, die sich selbst nicht immer ernst nehmen und deren herausragende Gesichtsmimik Eure Kinnlade regelmäßig nach unten klappen lässt? Wer will einen der erfolgreichsten PS3-exklusiven Titel überhaupt spielen? Der holt sich Uncharted 3!

Michael Herde meint: Uncharted 2 war für mich eine Sensation und meine Erwartungen an Teil 3 entsprechend hoch… und sie wurden leider herbe enttäuscht. Klar, die Grafik ist fett und ich finde es grundsätzlich lobenswert, mit welchem Aufwand Naughty Dog versucht, Nathan Drake durch vielfältige Bewegungsdetails besser mit der Umgebung interagieren zu lassen. Doch letztendlich wird es übertrieben und so zappelt und stolpert Nathan durch beeindruckende Schauplätze rund um den Globus. Die Story ist dabei so inkonsistent wie klischeehaft und dient lediglich als Vorwand zur Grafikprotzerei. Die gelingt dem Spiel durchaus, mein inszenatorisches Highlight ist Nathans Weg zum Schiff mit schwankendem Untergrund und tosenden Wellen. Spielerisch hingegen ist Uncharted 3 für mich nicht weiter erwähnenswert.

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 14 – LittleBigPlanet 2

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Max Wildgruber meint: Ist das Experiment LittleBigPlanet geglückt? Aus Sicht von Sony wohl eher nicht, denn die gewünschte flächendeckende Infizierung der PS3-Szene mit dem waldorfschen Bastelvirus blieb aus. Nur ein verschwindend geringer Teil der zwei Millionen LittleBigPlanet 2-Bewohner nutzten letztendlich die mannigfachen Möglichkeiten des erweiterten Editors von Teil 2. Vielleicht verlangt der fantastische Baukasten seinen Nutzern zu viel Arbeit ab. Vielleicht ist eine Konsole auch einfach nicht die richtige Plattform für ein dermaßen ambitioniertes Konzept, zumal die hakelige Pad-Steuerung des ersten Teils im Sequel nicht verbessert wurde. Wer die Schöpfungen der wenigen Kreativen im vergangenen Jahr aber verfolgte, staunte ein ums andere Mal über die Kreativität, die in der kleinen feinen Community der regelmäßigen Levelbastler steckt. Teil Zwei funktioniert durch eine drastische Ausweitung der Gestaltungsmöglichkeit nicht mehr wie ein Plattformspiel, sondern als Plattform für Spiele. Entsprechend vielfältig gestalten sich die Beiträge, die von selbstablaufenden Filmen (“The Seven Deadly Sins of LBP2”) über liebevolle Spiel-Hommagen (The Legend of Zelda, Super Street Fighter II Turbo) bis zu komplett eigenständigen Szenarien rangieren. Die geniale, von Media Molecule selbst unterstützte Serie “Hansel and Gretelbot” begeistert etwa mit einer Jute-Interpretation des Grimm-Märchens, in der ein Hänsel-Spieler seine depperte Schwester durch finstere Hexenwälder eskortiert. Diverse Rollenspielkonzepte wie “My LittleBigHome” oder “Zombie Infection 2” setzen komplexe Spielmechaniken inklusive Ingame-Menüs um. Unter idealistischen, nicht kommerziellen Gesichtspunkten ging Media Molecules Konzept vom spielenden Spieleentwickler also durchaus auf. Erfolgreiche Indie-Projekte wie das PC-Phänomen Minecraft dürfen als Erben der Sackwelt gelten.

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 15 – Deus Ex: Human Revolution

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Tobias Kujawa meint: Mein persönliches Spiel des Jahres! Es gab 2011 keinen anderen Titel, den ich mit so viel Begeisterung zweimal durchgespielt habe und mich schon darauf freue, die englische Augmented Edition unterm Weihnachtsbaum hervorzuholen und einen dritten Anlauf zu starten. Auch wenn es mehr Fokus auf Action legt und im Vergleich zum unerreichten Erstling weniger erzählerische Hintergründe liefert halte ich die variablen Lösungswege, die komplexe Story und den interessanten Grafikstil für das Beste, was mir 2011 in spielerischer Hinsicht passiert ist. Mit der asynchronen deutschen Sprachausgabe und den oft unnatürlich reagierenden NPCs hat sich Square aber leider selbst ins Knie geschossen, weshalb Human Revolution die höchsten Weihen vorenthalten bleiben.

Michael Herde meint: Auch bei mir rangiert Deus Ex: Human Revolution dieses Jahr ganz weit oben. Die Atmosphäre ist intensiv, die Story so mitreißend wie intelligent erzählt und obendrein regt sie zum Nachdenken und zu Gesprächen an – das gelingt nur den wenigsten Videospielen. Auch spielerisch tun sich diverse Möglichkeiten auf, die zu erneutem Durchspielen motivieren. Allerdings ist auch mein größtes spielbezogenes Ärgernis des Jahres hier zu finden: Die mangelnde Synchronizität der deutschen Sprecher finde ich dermaßen schlimm, dass ich mich anstrengen muss, um beim Spielen darüber hinweg zu sehen. Träte das gleiche Problem bei DVDs und Blu-rays auf, würden Kunden das Produkt zu Recht reklamieren und gegen eine verbesserte Version umtauschen können – weshalb das bei Spielen bis dato nicht so ist und mit welcher Berechtigung Square Enix ein derart defektes Produkt veröffentlicht, begreife ich nicht.

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 16 – DiRT 3

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Ulrich Steppberger meint: Eigentlich hat DiRT 3 nur einen groben Schnitzer – es ist nicht GRID 2. Ansonsten macht Codemasters flotte Querfeldein-Flitzerei eindeutig mehr richtig als falsch: Die Grafik passt, die Kurse sind schick und gut gestaltet, das Fahrverhalten fühlt sich prima an und Abwechslung ist genug da – wer das Gymkhana-Gedöns nicht mag, kann’s ja auch ignorieren (bis auf einmal, okay). Zwar hat mir persönlich der Aufbau des Karriere-Modus beiom Vorgänger etwas besser gefallen und dass man die seinerzeit genialste staitisische Einbidnung der Achievements/Trophäen wieder gekippt hat, verstehe ich auch nicht… aber dort, wo es drauf ankommt, liefert DiRT 3 Leistung – auf der Piste.

Tobias Kujawa meint: Forza 4 und Gran Turismo 5 können mir gestohlen bleiben, wenn DiRT 3 in meine Konsole rollt. Wer will denn schon mit unrealistisch hochglänzenden Karossen über langweilige Kurse gleiten? DiRTs Mischung aus Arcade-Raserei und anspruchsvoller Simulation, die tollen Landschaften sowie Wetter- und Lichteffekte und besonders das Schadensmodell sind in meinen Augen für PS-Genuss unverzichtbar. Dabei bleibt das Spiel durch die Rückspulfunktion jederzeit fair, ohne zu leicht zu werden. Obwohl es ohne sicher auch ginge, immerhin habe ich mich damals auch durch V-Rally auf der PSone gebissen…

Matthias Schmid meint: Nochmal ein Spiel, das schon so lange her zu sein scheint, dass ich ganz tief in meinen grauen Zellen graben. Aber…ja, da ist es. DiRT 3 ist natürlich das beste Rennspiel des Jahres, besser als die beiden Need for Speeds, besser als Forza 4, besser als F1, besser als die, die mir gerade nicht einfallen, und natürlich besser als GT5, obwohl das letztes Jahr war. Mir persönlich waren die Trick-Challenges in den Arenen zwar etwas zu anstrengend, das Offroad-Rasen war die dafür die pure Wucht. Eine griffige, flotte Steuerung und schicke Karossen vermählen sich mit der tollen Grafik und den abwechslungsreichen Rennen zum besten PS-Erlebnis 2011. Außerdem machen hier Cockpitperspektive und Außenansicht gleich viel Spaß!

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 17 – Ultimate Marvel vs. Capcom 3

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Thomas Nickel meint: Was für ein Klopper-Traum. Klar, das Spiel ist wild, wirkt oft hektisch und auch ziemlich chaotisch. Trotzdem habt ihr hier nach kurzer Einspielzeit den Durchblick und aus sinnfreiem Geschwarte wird ein komplexer Schlagabtausch. Die Ultimate-Variante setzt im Vergleich zum Vorgänger nochmal einen drauf. Den gerade als kostenloser Download erschienene Heroes & Heralds Mode muss ich erst noch austesten, aber alleine schon die herrlichen neuen Figuren haben es mir angetan. Phoenix Wright ist spielerisch einer der komplexesten Capcom-Charaktere überhaupt und Firebrand spielt sich nicht nur super, er weckt nicht nur Erinnerungen an die gute, alte Game-Boy-Zeit.

Ulrich Steppberger meint: Damit mir ein Prügelspiel Spaß macht, muss es kein komplexes Taktik- und Special-Monster sein, sondern einfach a) gut aussehen, b) flott ablaufen und c) zugänglich sein für Menschen, die nicht tagelang Movelisten lernen wollen. Genau das kann Ultimate Marvel vs. Capcom 3 alles ziemlich gut und die Charakterauswahl vor allem der Capcom-Seite ist einfach eine feine Sache. Schade (für mich) nur, dass ausgerechnet der beste Videospiel-Anwalt schlechthin doch ohne Einarbeitungszeit nicht seine volle Pracht entfalten will…

 

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 18 – Dark Souls

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Colin Gäbel meint: Ein Spiel ist immer nur so gut wie sein Regelwerk. Diese Grundregel hat etwa aus Pac-Man oder Super Mario Bros. zeitlose Klassiker und gilt damals wie heute. Klar, minutenlange Rendersequenzen und gescriptete Events haben auch ihren Reiz. Aber nur, wenn die Balance zwischen Stil und Substanz stimmt. Die goldenen Jahre, in denen Spieler wie Nicht-Spieler ob der inszenatorischen Brillanz eines Final Fantasy VII vor Ehrfurcht erstarrten, sind für vorbei – zumindest für mich. Wenn mich die Spielmechanik nicht packt, wenn mich das Regelwerk eines Spiels nicht motiviert, dann greife ich nur ungern zum Pad. Was das Ganze mit Dark Souls zu tun hat? Alles! Denn From Softwares Action-RPG ist sozusagen die Anti-These zu all den Selbstspielern da draußen – mögen sie Uncharted 3, Modern Warfare 3, Gears of War 3 und wie auch immer heißen. Kein Titel hat mich 2011 stärker motiviert als der geistige Demon’s Souls-Nachfolger. Und eben das liegt am Regelwerk. Auch wenn dieses kompromisslos und deutlich komplexer als das vom gelben Pillenfresser ausfällt, der Reiz bleibt im Kern der Gleiche: Kenne die Regeln des Spiels und lerne die Stärken und Schwächen der Mechanik zu nutzen, um letztlich besser zu sein als das Programm. In Kombination mit einer durchaus zeitgemäßen Präsentation fühl ich mich beim Zocken von Dark Souls anno 2011 wie in den Anfangstagen meines Hobbys: Ich vergesse die Zeit. Und kaum ist die Konsole aus, fühle ich mich schon wieder magisch zu Joypad hingezogen. Blanke Wut, wenn ich mal wieder beim Angstbossgegner draufgehe. Tiefe Befriedigung, wenn ich den gnadenlosen Bastard dann endlich niederstrecke. Denn ich weiß: Dieser Sieg war kein Glück. Er basiert aus dem Verstehen sowie der optimalen Umsetzen der Spielregeln. Eine Mixtur aus Geschick und Taktik – und zu 100% mein Sieg. Eine wertvolle Erkenntnis, denn sie beweist dem vom langjährigen Spiele-Overkill schon mal ermüdeten Softwaretester in mir, dass Spielspaß nach wie vor ein fühlbarer Wert ist – und keine Checkliste von Merkmalen.

Thomas Nickel meint: Herrlich, dass ein Spiel wie Dark Souls auch in Zeiten von Schlauch-Shootern und Jump’n’Runs ohne Lebens-Begrenzung noch Erfolg haben kann. Genauso wie Skyrim hat auch Dark Souls deutlich gezeigt, dass man für einen echten Erfolg weder ein Dutzend Multiplayer-Modi, noch stromlinienförmiges Spieldesign braucht. Gerade die Ecken und Kanten von Dark Souls sind es ja, die es so interessant machen. Wäre Dark Souls bei einem der der erfolgsverwöhnten West-Studios erschienen, hätten Marktforschung und ängstliche Chefetagen das Spiel bis zur Unkenntlichkeit abgeschliffen. Weder die immer nur in vagen Andeutungen erzählte Geschichte, noch das ganz klar nach 8-Bit-Prinzipien ausbalancierte Schwierigkeitsgrad hätten es in das fertige Spiel geschafft. Dark Souls ist halt hart, aber fair. Wenn ihr irgendwo überraschend drauf geht – kein Problem. Ihr wisst was passiert ist und könnt ohne jede Bestrafung wieder zum Ort eures Scheiterns zurück traben und die gesammelten Seelen wieder auflesen. Seid ihr allerdings nicht lernfähig, dann müsst ihr eben leiden. Und damit kann ich gut leben. Schön, dass der Erfolg des  Erstlings nicht zu einem weichgespülten Nachfolger für den Massenmarkt geführt hat, sondern dass From Software die Eier hatte, keine spielerischen und inhaltlichen Kompromisse einzugehen.

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Die Spiele des Jahres 2011 – Platz 19 – Super Mario 3D Land

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Matthias Schmid meint: Irgendwas hat der Klempner in diesem Jahr falsch gemacht: Er muss sich weit hinten in unserer Topliste einsortieren und rangiert auch bei meinen persönlich Favoriten 2011 nicht unter den Top 3. Vermutlich tragen die letzten Super Mario-Spiele die gleiche Schuld daran wie dieser hier. Warum? Weil die beiden Wii-Galaxys überragend genial und New Super Mario Bros. für DS und Wii immer noch extrem genial waren. Super Mario 3D Land ist zwar sehr gut, ist dennoch das schwächste Mario-Jump’n’Run der letzten Jahre. Der wichtigste Grund dafür ist das sehr einfallsreiche Leveldesign, das aber niemals so kreativ und verrückt ist wie in Super Mario Galaxy 1 & 2. Zum anderen ist mir Super Mario 3D Land schlicht zu leicht – vor allem im Tanooki-Kostüm schwebe ich an vielen Gefahrenstellen einfach vorbei, und das obwohl ich gleich im ersten Durchlauf die meisten Sternenmünzen abgreife. Auch die waren in den NSMB-Episoden einfach trickreicher versteckt. So schafft es Super Mario 3D Land zwar, mein liebster Handheld-Titel 2011 zu sein (weil ich einfach immer wieder gern 15-30 Minuten Hüpfspielspaß genieße), aber trotzdem hat Mario 2011 auf sehr hohem Niveau enttäuscht.

Thomas Nickel meint: Mittlerweile muss ich dem Kollegen Schmid widersprechen. In den ersten Stunden hätte ich die Kritik so noch geteilt, aber je weiter ich voran kam, desto mehr wuchs die Begeisterung über die grandiose Steuerung, die toll designten Levels und dein gnadenlosen Ideenreichtum. Und auch wenn der neue Mario lange Zeit sehr leicht ist, nach dem Sieg über Bowser geht es ja noch ordentlich weiter und dann kommen auch wieder die richtig knackig-harten Mario-Levels die gekonnt die Weichei-Spreu vom Könner-Weizen trennen. Klar, den gnadenlosen Wow-Effekt von Super Mario Galaxy mit seiner schimmernden Grafik, den Orchester-Soundtrack und der brillanten Neudefinition des Prinzips 3D-Jump’n’Run hat die 3DS-Episode nicht. Trotzdem schafft Super Mario 3D Land locker den Sprung in meine Top 3 des Jahres 2011 und läuft nur knapp hinter Skyward Sword und Tactics Ogre ins Ziel.

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