Früher war bekanntlich alles besser und wie Sega-Präsident Mike Hayes in einem Gamasutra-Interview sagt, hatte sein Unternehmen vor einigen Jahren auch leicht sentimentale Anwandlungen – zumindest, was die Modernisierung alter Marken anbelangte.
Er beginnt das Interviews gleich mit den selbstkritischen Worten: “Wir haben versucht, alte Sega-Inhalte neu aufzulegen und ehrlich gesagt waren wir damit nicht sonderlich erfolgreich.” Deshalb halte das Unternehmen nur noch an alten Marken fest, wenn diese für das heutige Publikum noch relevant seien. Als Beispiel führte er die Sonic-Episoden an, bei denen der Übergang von 2D zu 3D nicht reibungslos funktioniert habe.
“Ich glaube, vor drei oder vier Jahren haben wir erkannt, dass wir uns auf bestimmten Plattformen, hauptsächlich PlayStation und Xbox, in eine falsche Richtung bewegten. Dies passierte, weil wir nicht verstanden hatten, dass wir zwei Spielertypen befriedigen mussten”, sagt Hayes weiter. Sega habe versucht, etwas zu produzieren, dass der gesamten Fangruppe gefällt, allerdings auch von Zehnjährigen zu spielen sein – ein Verhältnis wie Öl und Wasser. Jetzt habe man jedoch begriffen, dass man ein Produkt gezielter entwickeln müsse.
Als Beispiel führt Hayes den Release von Sonic 4: Episode 1 an, das auf Spieler abziele, die mit Sonic aufgewachsen seien und den Download alter Sega-Klassiker, die sich ebenfalls gut verkauften. Trotzdem wolle Sega nicht das schnelle Geld mit der Wiederveröffentlichung alter Marken machen. Damals sei Sonic 2 so etwas wie Call of Duty heutzutage gewesen, das erste Spiel für Core-Gamer. Sonic sei heute noch relevant, aber die Art des Spielens mittlerweile anders. Deshalb versuche man, die Marke für die moderne Zielgruppe interessant zu machen.
“Wir fühlen uns geehrt, den Namen Sega zu tragen, aber viele Leute dort haben unzählige Eindrücke, was das bedeutet. Dadurch ist ein unmöglich für uns, sich wie ein First-Party-Hersteller zu verhalten”, sagt Hayes abschließend.




Ab dem 16. September zieht The Gunstringer auf der Xbox 360 los, um sich an seiner treulosen Gang zu rächen – der originelle Kinect-Western hat das Zeug, Zocker wieder etwas mehr mit der Bewegungssteuerung zu versöhnen.


