Brian Farrell: “Cloud-Gaming könnte die Zukunft sein”

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Auf der Cloud Gaming USA in San Jose, Kalifornien erklärte der CEO von THQ, Brian Farrell, gegenüber GamesIndustry.biz, warum es durchaus möglich wäre, dass wir eines Tages auf physische Datenträger verzichten müssen, welche Vorteile dies bringe und warum DLC bald einen noch größeren Stellenwert besitzen könnte.

Der erste Pluspunkt für das sogenannte Cloud-Gaming sei die niedrigere Einstiegshürde, durch die der Massenmarkt besser erreicht werden könne. Wegen des Verzichts auf einen physischen Datenträger seien die Kosten niedriger, da unter anderem auf großartiges Inventar verzichtet werden könne. Das Geld ginge direkt an Entwickler und Publisher. Außerdem stünde man dadurch optimaler mit dem Kunden in Kontakt und könne besser auf dessen Bedürfnisse reagieren. Bei Spielen von THQ sei dies zum Teil heute schon so. Technische Weiterentwicklung alleine biete dem Konsumenten keinen wirklichen Vorteil. Vielmehr sei Cloud-Gaming die optimale Art, um DLC an den Mann oder die Frau zu bringen, quasi  ein “digitales Ökösystem”.

Generell sei der Vorteil von DLC, dass der Kunde dadurch für ein Produkt länger begeistert werde. So werde es ca. 40 Wochen lang stetig neuen DLC für Saints Row: The Third geben. Generell sei dies für THQ in der Zukunft ein wichtiges Geschäftsmodell. Bereits im letzten Jahr hatte Farrell gesagt, dass THQ den DLC-Erlös in diesem Jahr verdoppeln wolle.

Der erste Saints Row-Teil erschien im Herbst 2006 und hatte zunächst lediglich den Ruf eines dreisten GTA-Klons. Trotzdem brachte es die Marke bis heute auf rund 5,4 Millionen verkaufte Einheiten.

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Nipponichi
12. September 2011 11:47

Eines dürfte klar sein. Cloud-Gaming wird eines Tages die Realität sein. Klassische Konsolen wird es eines Tages nicht mehr geben, die physische Datenträger verwenden. Noch ist das Zukunftsmusik, aber es wird so kommen. Das ist dann auch für mich der Zeitpunkt, bei dem ich mich dann von neuen Spielen verabschiede und keine weiteren Konsolen oder was auch immer mehr kaufe. Es gibt so viele alte Spiele, die man spielen könnte. Das reicht ein ganzes Leben.Diese neue Art des Vertriebs wird doch jetzt schon ermöglicht. Durch DLCs und ganze Spiele, die man aus dem Internet ziehen kann. Ein weiterer Weg und auch als Abzocke getarnt, sind doch diese Onlinepässe, wie sie bei EA, Sony und co. jetzt existieren. Das wird nun auch immer schlimmer. Ich kaufe prinzipiell keine DLCs. Wenn es kostenlos ist, kann man es laden, aber von mir sehen die Hersteller keinen Cent dafür. Die Spiele sind schon teuer genug, selbst wenn man sie aus den USA oder UK importiert. Durch DLCs können spiele mal ganz schnell die 100 Euro-Marke durchbrechen.Cloud-Gaming kann zwar durchaus interessant sein, aber ich muß mir nicht mehr alles geben. Ich bin kein Teenager von 15 mehr, der sowas braucht oder mitmachen muß/sollte. Wer den Herstellern/Anbietern volle Kontrolle geben möchte, dann bitte. Ich mache das jedenfalls nicht mit. Und das ist kein leeres Geschwätz. Man muß nicht jeden “”Trend”” mitmachen. Dann gelte ich lieber als altmodisch. Ich zahle jedenfalls nicht für Spiele oder Filme, die mir nicht einmal wirklich gehören.

tylerkenobi
12. September 2011 10:54

Der digitale Vertrieb von Videospielen macht es Videospielen unmöglich als Kunst anerkannt zu werden. Kunst muss greifbar sein und Zeiten überdauern können. Digitale Produkte, die von Internetverbindung und Serverbereitstellung abhängig sind, sind bestenfalls gute Dienstleistungen.

captain carot
11. September 2011 11:02

: Du darfst es zuerst einmal verkaufen, Modifikationen an der Software wären da auch nicht verboten, nur eben Kopierschutz umgehen, vor allem aber bist du nicht davon ahängig, ob das Spiel von irgendeinem Server gekickt wird o.ä.Hält die 360

ramazzotti
11. September 2011 7:52

der markt entscheidet – so einfach ist dasund bücher sterben auch bald aus – lol

Pennratte
11. September 2011 0:27

:Oder man bekommts in 3 Vollpreisspielen. Siehe StarCraft…

Zeakros
10. September 2011 22:54

Früher gabs bei Strategietiteln mindestens 2 Kampagnen.Heute gibts immer öfters eine, die 2te gibts dann über Addon.Wird bei DLC Wahn nicht anders sein.

DonCurrywurst
10. September 2011 21:29

Also meine Aussage bezog sich lediglich auf den Wegfall des physischen Datenträgers.[quote=captain carot]Dafür hast du beim Cloudgaming aber null Kontrolle über´s gekaufte. Die Daten gehören dir nicht, du bezahlst nur noch den Zugriff darauf. […] Mit Cloudware darf ich nichts, außer sie zu benutzen.[/quote]Tut mir Leid wenn ich das als Konsolenzocker anspreche, aber: Ist das momentan anders? Ob ich nun den Zugriff bezahle oder das Recht, dass Spiel zu zocken, macht im Grunde genommen keinen Unterschied. Ich darf das Spiel auch nur zocken, mehr nicht.

captain carot
10. September 2011 13:30

@jp maverick: Beim Auto kann ich mit der Kiste aber machen, was ich will. Klar, die Garantie oder sogar die Betriebserlaubnis können dadurch verfallen, letzteres aber rein aus Sicherheitsaspekten. Trotzdem darfd ich das.Mit Cloudware darf ich nichts, auße

Sonderfall
10. September 2011 12:23

Cloud Gaming – Wie das Videospiel seine Geschichte verlor …Diese ganzen Konsumterroristen … günstigere Absatzwege, größere Erreichbarkeit, Gewinnoptimierung … bla, bla, bla.Wenn die Industrie mir nicht bieten kann was ich will, dann hat sie nichts zu bieten. Eigentlich ganz einfach: Wer nicht will, dass DLC’s überhand nehmen, kauft keine. Wer nicht will, dass die Meinung von Brian Farrell eine Lobby hat, meidet jene Publisher. Viel mehr Einfluss hat man wohl nicht mehr. Ganz ehrlich: Was sich in letzter Zeit einige Publisher rausnehmen, entgegen den Wünschen ihrer Kunden. Online-Pass, DLC-spamming, Lizenzen Hick-Hack … die haben eh schon lange vergessen worum es geht. Gebe denen mein Geld immer zögerlicher … einigen Publishern gar nicht.Web 2.0, Social Network, Cloud Gaming … geh sterben, du nervst.

Pennratte
10. September 2011 11:55

Wenn CG eingeführt wird werde ich es aus mehrerlei Gründen meiden.1. Für all die armen Kerle die nicht die notwendige Internetverbindung dazu haben können.2. Weil ich Sammler bin und meine Games gerne im Regal habe.3. Ich möchte meine digital gekauften Spiele wie bei Steam auch auf nem Datenträger sichern können.4. Durch CG kann ich meine Games nicht mehr weiterverkaufen (ich aktiviere meistens nie die Onlinecodes ^^).Bleibt nur zu hoffen, wenn es kommt, das die Entwickler ihre Titel weiterhin auch im Laden anbieten, falls sich CG allzu gut etabliert.

IceWilliams
10. September 2011 10:55

Weiterhin fällt beim CG der Gebrauchtmarkt weg, man kann seine Spiele weder verkaufen noch an Kumpels ausleihen. Und als Sahnehäubchen kann der Anbieter den Preis kontrollieren wie er möchte, man hat nicht mehr die Wahl zwischen Media, Saturn, Amazon, England – / US-Import, du hast einen Anbieter der dir den Preis bestimmt. Für mich ist auch klar, kommt CG kann ich mich auf die ganzen alten Games konzentrieren die ich noch nicht gespielt hab 🙂

jp maverick
10. September 2011 10:46

Upps schwieriges Thema,dennoch glaube ich das das die Zukunft sein wird,ob wir das hier wollen oder nicht…die Industrie will das so.Ist doch wie mitm Auto,vor 15-20 Jahren hieß es doch auch wer braucht schon die ganzen elektrischen “”Gadgets”” …Spurassistent,RunFlat,Voicecalling,Kurvenlicht,Klima,Zentralveriegelung,elektrische Fenster,MP3,Navi nur um ein paar Beispiele zu nennen.Es ist bequem und keiner will es heutzutage mehr missen.Setze heute mal nen 18Jährigen in einen Golf II und warte auf seine Reaktion.Trotzdem gibt es eine Young und Oldtimer Szene,genau,weil mit diesen Autos hat man noch richtig was erlebt.Ihr wisst was ich meine?Also die etwas ältere Fraktion.Das ist halt die Entwicklung…wir sind ne aussterbende Spezies.Unsere Kinder und Enkel werden das als so was von selbstverständlich wahrnehmen…ich sehe es daher positiv,ich werde meine Retro Sammlung erweitern und eines Tages mit meinen Enkeln vor meinen ollen Daddelkisten hocken,hoffe ich zumindest,und dann von Geschichten erzählen von denen Sie nicht mal gewagt hätten zu träumen…und das ist doch auch mal was,oder?

captain carot
10. September 2011 10:16

Dafür hast du beim Cloudgaming aber null Kontrolle über´s gekaufte. Die Daten gehören dir nicht, du bezahlst nur noch den Zugriff darauf.Kauft man Film- und Musikdownloads oder Spieledownloads für den PC darf man die meist durchaus zur Sicherung kopieren, da gibt es eine gewisse Kontrolle über den Inhalt. Schlimmstenfalls könnten hier Registrierungsdaten, KEycodes oder ähnliches verloren gehen.Bei iTunes Apps und Android Apps können die Betreiber schon Software vom Handy oder Tablet löschen, die volle Kontrolle hat man also nicht mehr. Trotzdem kann man bei Android auf Umwegen trotzdem sichern und wieder herstellen.Beim Cloudgaming wie auch Musik und Filmen aus der Cloud liegt aber wirklich alles beim Anbieter. Der kann damit dann schalten und walten, wie er will. Ein Spiel, das du “”gekauft”” hast ist ein totaler Flop gewesen und frisst wertvollen Serverplatz? Wird´s halt gelöscht, keiner hat mehr Zugriff darauf und du guckst in die Röhre. Dein Anbieter macht aus irgendeinem Grund Pleite oder schließt sein Portal? Tschüss, Software, war schön mit dir.Da kann ich echt drauf verzichten.

DonCurrywurst
10. September 2011 9:02

Ich war prinzipiell Sammler, dennoch verkaufe ich nach und nach immer mehr Spiele, die ich eh einfach nicht mehr zocke. Die Sache mit die DLCs sehe ich kritisch, da damit genug Schabernack getrieben wird. Dennoch würde ich es gut finden, wenn der physische Datenträger abgeschafft werden würde. In Zeiten in denen Bargeld immer weniger genutzt wird, gebe ich ja auch nur Daten und bekomme dafür im Gegenzug physische Dinge. Es geht aber auch mittlerweile immer mehr in die Richtung, dass man keine physischen Dinge mehr bekommt, wie z.B. iTunes (wo ich mittlerweile nur noch meine Musik beziehe). Ich brauche nichts in meinem Regal stehen haben, in dem meine Freunde sehen, für was ich mein Geld ausgegeben habe, ich weiss selber für was ich das ausgegeben habe. Sicherlich ist das problematisch für Sammler, aber ich denke es würden weiterhin LE und CE (oder noch die Super CE, was weiss ich) produziert werden, denen eben ein Code für das Spiel beiliegt.Ich denke einfach, dass die Produktion von physischen Datenträgern einfach Kosten sind, die nicht mehr nötig sind, selbst wenn diese nur dazu benutzt werden, um noch mehr Kohle zu scheffeln. Energie spart es dennoch.

10. September 2011 7:50

Naja, selbstverständlich könnte im Cloud Gaming die Zukunft des Mediums liegen, keine Frage.Aber es bleibt dabei: Ich würde mich dann ausklinken, weil die ganze Sache dann mit dem Hobby, wie ich es seit Ewigkeiten Liebe, nicht mehr viel zu tun hätte. Ich möchte meine Spiele auf Datenträgern, in ihren Original Hüllen, im Regal stehen haben. Ich möchte die Spiele wirklich besitzen, und diese, wann ich es will auf meiner im Wohnzimmer befindlichen Konsole zocken können – ohne dabei mit dem Internet verbunden, und auf eben dieses angewiesen zu sein. Ich möchte die Spiele die ich mag sammeln können, und wirklich besitzen, und auch die Konsolen, in der Form wie wir sie bis jetzt kennen, haben für mich persönlich einfach ihren Reiz, der mit dem Cloud Gaming Prinzip wegfallen würde. Und noch einmal: Vom Prinzip “”Cloud Gaming”” profitiert in aller erster Linie mal eine Seite: Die der Entwickler!

10. September 2011 7:19

Vielleicht bin ich ja altmodisch,aber mir sind meine Spiele am liebsten,wenn sie im Regal stehen…

captain carot
9. September 2011 20:11

Also meine Zukunft ist das nicht, von daher sehe ich zwar das könnte, hoffe aber, dass daraus kein ist wird.

APT
APT
9. September 2011 19:22

na dann sehen wir rot 😉

WadeHade
9. September 2011 18:56

Jungs, nicht immer so viel Schwarz malen, sonst geht euch noch irgendwann die Farbe aus. Und dann?!

Disco Victim
9. September 2011 18:52

ihr sucht auch immer die ekligsten Fotos aus 😉

fragkill
9. September 2011 18:50

Ehrlich gesagt sehe ich schwarz für die Zukunft der Videospiele! Was werden dann die Spiele 5 € günstiger,dafür pro Woche 2 neue DLCs für 10 €?! So kostet ein Spiel schlussendlich doppelt so viel! Zum Glück gibts noch jede Menge Retrogames!

APT
APT
9. September 2011 17:38

Aber auf die idee einfach mal die gamer da drausen zu fragen ob sie sowas überhaupt wollen… da drauf kommt er nicht. Wir snd ja schlieslich auch zu blöd …deswegen müssen sie solche entscheidungen für uns alle mit treffen.