Das koreanische Unternehmen LG, das zu den weltweit führenden Elektronikkonzernen zählt, hat laut der britischen Zeitung The Guardian einen Importstopp der PS3 in einigen europäischen Ländern bewirkt.
Die einstweilige Verfügung betrifft die Einfuhr von PS3 Konsolen für den Zeitraum von 10 Tagen. Die ersten Konsolen wurden bereits von der europäischen Zollbehörde konfisziert. Niederländische Zollbeamte wurden angeblich bereits vorige Woche angewiesen, importierte neue PS3 Konsolen zu beschlagnahmen. Für Sony sind der niederländische Hafen Rotterdam und der Flughafen Schiphol die wichtigsten europäischen Einfuhrplätze.
Wer sich aktuell eine neue PS3 kaufen möchte, der sollte vielleicht nicht zu lange warten – der Händlerbestand reicht noch für zwei bis drei Wochen aus.
Mit einem Import von durchschnittlich 100.000 Konsolen in der Woche ist Sony natürlich daran bestrebt, den Einfuhrstopp aufzuheben; LG hingegen möchte ihn verlängern. Gleichzeitig versuchen die Koreaner, einen Importstopp in den USA zu erwirken.Grund des Rechtstreites ist die Verletzung von vier Patenten, bei denen es rund um die Wiedergabe von Blu-ray-Discs geht.
Update:
In der Beschwerdeschrift von LG Electronics, ist allerdings nur eine spezielle Ausführung der PS3 genannt: das Modell CECH-2501A. Diese PS3-Slim wurde im September 2009 eingeführt.
Vier Patente soll Sony mit “bestimmten elektronischen Geräten, die über Blu-Ray-Disc-Player und Komponenten davon verfügen” verletzt haben. Bei den verletzten Patenten geht es unter anderem um die Art, wie die Konsole bei mehreren Kameraansichten mit Datenströmen umgeht.
Weitergehend gibt es eine separate Beschwerde gegen Sonys Bravia-TV-Serie.
Eine offizielle Stellungnahme seitens Sony gibt es bislang nicht.










