Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 1 – Red Dead Redemption

71

Ulrich Steppberger meint: Von Rockstar hatte ich mir ein “Grand Theft Horse” erwartet, und genau das habe ich mit Red Dead Redemption bekommen – und das ist auch gut so! Und sogar besser, denn obwohl diesmal die Niederlassung in San Diego dafür verantwortlich zeichnet, hat man sich dort offenbar die Ganoven-Epen ganz genau angesehen und zwar viel davon übernommen, aber eben auch eine Menge besser oder zumindest weniger nervig gemacht. Klar, nicht alles ist perfekt gelöst worden, aber in der Summe ist Read Dead Redemption trotzdem das aktuell fesselnste, stimmungsvollste – schlicht einfach beste Open-World-Abenteuer, das man finden kann. Und dann sieht es auch noch richtig gut aus! Das Wild-West-Ambiente steckt in jedem Pixel und Polygon, die weitläufigen Landschaften versprühen massenhaft Atnmosphäre, zumal die Lichteffekte bei Sonnenauf- und Untergang dazu verleiten, einfach mal innezuhalten und den Ausblick zu genießen. Dass die virtuelle Bevölkerung mit feiner Mimik aufwartet, überrascht dabei kaum noch. Im Gegensatz zu Behrang emfinde ich John Marston als einen rundum gelungenen, komplexen Hauptcharakter, der einfach ‘echt’ rüber kommt und dem man seine (spärlichen) Gefühle abnimmt. Und obwohl die Story tatsächlich ein paar Längen hat, finde ich sie als Gesamtwerk ausgesprochen gut, gerade der (vermeintliche) Schluss hat mich durchaus aufgewühlt. Es kommt nicht oft vor, aber Red Dead Redemption ist ein Spiel, das ich mir noch länger gewünscht hätte: An knapp 20 Stunden Spielzeit bis zum Finale gibt es nichts zu meckern und in der Tat gibt es auch so viel zu tun und zu erleben, aber wie gerne würde ich noch mehr mit Marston erleben – das ist für mich ein echtes Spitzenspiel. Ein wenig schade finde ich, dass beim Add-On Undead Nightmare die Hauptstärken von RDR nicht so sehr zum Tragen kommen, denn hektische Untoten-Action wirkt einfach nicht so gelungen wie die eher defensiv angehauchten Schießereien im Hauptspiel. Aber solange wir eines Tages eine richtige Fortsetzung bekommen, dann will ich nicht klagen…

Behrang Ghassemi meint: Als Fan sämtlicher GTA-Teile und dem “Open-World”-Prinzip als Ganzem, hatte Red Dead Redemption von vorne herein schon gute Karten bei mir. Da ich auch noch ein großer Verehrer gepflegter Wild-West-Action bin, war die Vorfreude zwar groß, ebenso jedoch auch meine Erwartungen. Diese konnte RDR nahezu vollständig erfüllen und in mancher Hinsicht sogar übertreffen. Die Action ist dank Auto-Aim-Funktion und der Möglichkeit, in Deckung zu gehen, geradezu perfekt gelöst. Die Neben-Missionen sind zahlreich und bieten die nötige Abwechslung. Und die zufällig auftauchenden Mini-Quests, in denen Ihr Prostituierte vor wütenden Freiern rettet, Pferdediebe einfangt oder Euch einem klassischem Duell stellt, sind hier das Salz im deftigen Tex-Mex-Eintopf. Einzig der etwas verweichlicht wirkende Held John Marston und die mit einigen Highlights gespickte, aber unterm Strich doch recht langweilige Geschichte lassen noch Wünsche offen. Die Entwickler sollten sich bei einer Fortsetzung Filme mit Franco Nero (“Django”) und Clint Eastwood (die “Dollar”- Trilogie) zum Vorbild nehmen, ansonsten wird eine Steigerung in meinen Augen schwierig. Read Dead Redemption ist für mich nicht nur das beste Spiel dieses Jahres, sondern auch der letzten Jahre.

Zum Test geht es hier.

Die Download-Spiele des Jahres 2010 – Platz 5 bis 1

21

Platz 5: Pflanzen gegen Zombies (XBLA)

PlatsvsZombiesThomas Nickel meint: Zuerst habe ich mich gewundert, warum meine ganzen Studenten an der Games Academy permanent Pflanzen gegen Zombies spielen, dann hab ichs selbst ausprobiert… und auf einmal war klar, warum das da tagelang jegliche Produktivität lahmgelegt hat – das Spiel ist super durchdacht, enorm witzig und vor allem endlos motivierend. Außerdem sind die Zombies und die Pflanzen einfach super. Wenn ich den Zomboni, den Quetsch-Kürbis, den grimmigen Seetang oder die gierige Schnapp-Pflanze sehe, dann muss ich einfach breit grinsen.

Ulrich Steppberger meint: Lange mussten wir drauf warten, doch dafür ist die Xbox-360-Fassung wirklich am Besten: Meine größte Befürchtung, dass die ursprünglich für Maus bzw. Touchscreen konzipierte Steuerung mit einem Joypad nicht funktionieren würde, stellte sich sofort als unbegründet heraus. So packt Ihr nach Herzenlust und probemlos Pflanzen auf die Spielfelder und macht den Untoten das zweite Leben schwer. Haufenweise witzige Gewächse, durchdachte Aufgaben, tonnenweise Bonusspiele und eine chamrante Bitmap-Optik, in die man sich einfach verlieben muss – was will man mehr? Dass der Michael-Jackson-Zombie wegen humorloser Erben einem Discotänzer weichen musste, stört mich nicht weiter, auf die Zwangseindeutschung des Titels hätte ich schon eher verzichten können: Ich heiße nicht Ramsauer und Pflanzen gegen Zombies klingt einfach holpriger als Plants vs. Zombies, basta.

 

Platz 4: Super Meat Boy (XBLA)

SuperMeatBoy Stefan Stöckmann meint: Wenn mir ein promovierter Fötus in einem Einmachglas seinen Mittelfinger entgegenstreckt oder ich mir mit einem immens schnellen Stück Kot auf zwei Beinen ein Rennen liefere und ich mich daraufhin vor Lachen nicht mehr halten kann, hat ein Videospiel Einiges richtig gemacht.  Super Meat Boy punktet allerdings nicht nur durch seinen feinen Humor, sondern insbesondere durch sein bockschweres, aber nie unfaires Leveldesign. Dank der makellosen Steuerung, einer sehr guten Lernkurve und der hohen Abwechslung im Leveldesign vergeht mir auch nach unzähligen Versuchen nicht der Spaß an dem 2D-Hüpfer. Super Meat Boy ist für mich einer der Download-Titel, die ich mir für 60 Euro auch gerne als Vollpreistitel in mein Regal stellen würde. An manchen Bonusleveln werde ich mir wohl auch noch während der übernächsten Konsolengeneration die Zähne ausbeißen.

Thomas Nickel meint: Wieder so ein Spiel auf das ich mich lange gefreut habe – nach dem Anspielen der (mittlerweile leidet gekippten) Wii-Version war ich bereits gefesselt und wollte mehr, musste in Ermangelung eines auch nur halbwegs spieletauglichen PCs aber auf die 360-Fassung warten. Egal, es hat sich gelohnt. Die Levels sind teuflich genial ausgeknobelt, die Extras witzig (schön, dass Commander Video mir hier mit seinen Schwebe-Fähigkeiten unter die Arme greift!) und die Präsentation ist extrem charmant. Genau das richtige Spiel für Jump’n’Run-Puristen.

Ulrich Steppberger meint: Ein Stück Fleisch kostet Nervenkraft: Super Meat Boy ist ein Meisterwerk, was das Ausloten der Strapzierfähigkeit von Geist und Körper angeht. Die stets fairen, aber oft superfiesen Levels reizen immer wieder, das Joypad an die Wand zu werfen und einen Urschrei loszulassen. Aber dann versucht man’s doch wieder, denn die Steuerung passt und irgendwann wird selbst die knackigste Stelle überwunden… oder auch nicht. Dazu sprüht Charme aus jeder Ecke (was dem spielerisch sehr ähnlichen N+ etwas abgeht) und jede Menge netter Gags wollen entdeckt werden. Pech für Wii-Besitzer, dass ihre Fassung nun endgültig gekippt wurde, da muss dann wohl eine Xbox 360 (oder PC) her.

 

Platz 3: Lara Croft and the Guardian of Light (PSN, XBLA)

GuardianStefan Stöckmann meint: “Mit diesem Titel wollen wir Arcade-Spiele auf ein neues Level bringen und sie gegenüber ‘großen’ Titeln konkurrenzfähig machen”, erklärte mir ein kluger Mann auf der diesjährigen Gamescom. Gemeint war das Arcade-Spiel Hydrophobia. Während der Titel an dem hohen Ziel grandios scheiterte, kommen Crystal Dynamics mit Laras Arcade-Ausflug diesem Anspruch schon sehr nahe. Grafik, Spieldesign, Atmosphäre und Umfang von Lara Croft and the Guardian of Light befinden sich auf höchstem Niveau und können mit jedem Vollpreistitel locker mithalten. Frau Croft bietet eine nahezu perfekte Mischung aus Action, Knobeln und Forschen. Im Singleplayer-Modus ist der Titel somit schon ein sehr gutes Spiel. Mit zwei Spielern hingegen ist der Tempel-Trip schlicht genial und hat mir mit seinen grandios designten Rätseln die schönsten Koop-Stunden seit langer Zeit beschert. Es ist einfach ein durchweg befriedigendes Gefühl, wenn ich ein Rätsel gemeinsam mit einem Kollegen durch den geschickten Einsatz unterschiedlicher Fähigkeiten löse. Wenn dies dann auch noch  zu einem großen Teil ohne Worte vonstatten geht, kann das nur für ein Spiel sprechen. Dass ich gegen einen kleinen Aufpreis auch mit Kain und Raziel aus der Legacy of Kain-Saga auf die Jagd nach Artefakten gehen kann, macht das Gesamtpaket perfekt. Kritik gibt es allerdings für starre Kamera, die Euch oft den Blick auf das Wesentliche verwehrt.

Ulrich Steppberger meint: Mei, ist die Lara aber klein geworden… eigentlich fand ich nur eine Sache an Guardian of Light etwas unglücklich, und zwar dass die so weit entfernte Kamera die Charaktere zu Zwergen gemacht hat. Spielerisch machte das natürlich Sinn, schließlich muss man hier Überblick haben, aber trotzdem hätte ich Ms. Croft gern mehr auf den Hintern geschaut. Mit welcher Selbstverständlichkeit hier Szenarien gebaut wurden, die eigentlich gleich, aber doch für Solo- und Co-op-Modus spürbar unterschiedlich wirken, ist imposant. Und so eindrucksvoll hat der Stilwechsel von 3D-Erkundungsabenteuer in quasi-isometrisches Ballern und Hüpfen auch noch nie funktioniert. Mehr davon, Crystal Dynamics – was wir bislang vom nächsten ‘großen’ Lara-Titel gehört haben, macht mich nämlich noch nicht so an.

 

Platz 2: Cave Story (WiiWare)

CaveThomas Nickel meint: Jetzt ist es schon gut zwei Wochen her, dass ich Cave Story gespielt habe, und noch immer komme ich nicht darüber hinweg, wie gut dieses Spiel ist. Das soll ein einzelner Mann gemacht haben? Der Wahnsinn. Level-Design, Sprungverhalten, Motivationskurve, Balance, Schwierigkeitsgrad – in jeder Disziplin fährt Cave Story Höchstnoten ein. Man merkt, dass Entwickler Daisuke Amaya durch und durch verstanden hat, was Spiele wie Mega Man 2 oder Metroid zu unsterblichen Klassikern gemacht hat, und dieses Wissen hat der fleißige Japaner in Cave Story destilliert. Man muss es einfach gespielt haben.  

Ulrich Steppberger meint: Das PC-Original kenne ich nicht und Cave Story kam auf dem Wii nach schier endlos langer Wartezeit natürlich genau zu einem Zeitpunkt, an dem ich mit Vollpreistiteln auf allen Konsolen überschwemmt wurde. Die Folge: Außer einer kurze Antestrunde bin ich noch nicht dazu gekommen. Doch da hat mir der schicke Retro-Look und das klassische Spieldesign schon gefallen – schön, dass der Wii auch sowas zu bieten hat.

Stefan Stöckmann meint: Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät? Soll das heißen ja ihr Leut, mit Cave Story ist noch lange nicht Schluss für heut. Es ist schon eine Weile her, dass ich beim Spielen eines Titels so sehr die Zeit aus den Augen verloren habe, wie es mir bei Cave Story passiert ist. Ähnlich wie Thomas möchte auch mir nicht in den Kopf gehen, dass dafür ein einziger Mann verantwortlich ist. Neben den von Thomas bereits erwähnten Aspekten, schafft es Daisuke Amaya aber auch, mir interessante Charaktere zu präsentieren und eine spannende Geschichte zu erzählen. Hinzu kommen ein fordernder Schwierigkeitsgrad und ein feiner Soundtrack. Mir fällt einfach nichts ein, was an diesem Titel nicht gelungen ist. Für ein derart gutes Spiel muss bei mir auch der ein oder andere Vollpreistitel erst einmal im Regal stehen bleiben.

 

Platz 1: Pac-Man Championship Edition DX (PSN, XBLA)

PacMan Stefan Stöckmann meint: Vor knapp 20 Jahren sammelte ich im Keller meiner Nachbarin auf ihrem Atari VCS 2600 meine ersten Videospiel-Erfahrungen. Das Spiel, das damals in dem schicken Kasten steckte: Pac-Man. Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass der gelbe Pillenfresser bei mir auch noch im Jahr 2010 für den meisten Spielspaß sorgt, hätte ich ihm natürlich nicht geglaubt. Doch so ist es. Nie hätte ich es für möglich gehalten, dass in dem vermeintlich angestaubten Spielprinzip noch derart viel Potential steckt. Dank der guten Lernkurve spiele ich mich bei Pac-Man Championship Edition DX nach kürzester Zeit in einen Rausch, in dem kein Geist vor mir sicher ist. Danke Namco-Bandai, dass Ihr mir bewusst gemacht habt, wie einfach und spaßig Videospiele doch seien können, abseits von jeglicher Krach-Bumm-Action und Sandbox-Kram.

Thomas Nickel meint: Wieder so ein Spiel, das mich kalt erwischt hat. Jaaa, Pac-Man. Kennt man ja. Pillen mampfen, Punkte machen, usw… aber kaum hatte ich meine erste große Geisterkette verputzt, da lies mich das Spiel nicht mehr los. Punkte, Punkte, Punkte, Punkte, Punkte. Mehr Punkte! ein Wahnsinn ist das alles. Ein Versuch geht noch. Wieviele Gegner kann ich noch anlocken, bevor ich endlich die erlösende große Pille mampfe und zum gnadenlosen Geister-Vernichter werde? Durch und durch ein Meisterwerk. Kann man sich garnicht vorstellen, ist aber so.

Ulrich Steppberger meint: Niemals hätte ich gedacht, dass Namco aus der klassischsten seiner Arcade-Marken ein so ungemein fesselndes Update machen würde, wo doch Pac-Man sonst nur endlos neu aufgelegt oder in uninteressante Nebenprojekte verfrachtet wird. Sicher, vor ein paar Jahren war die Pac-Man Championship Edition bereits ein großer und gelungener Schritt, doch lasst Euch nicht täuschen: DX ist noch ein ganz gewaltiges Stück besser. Schlafende geister, Bomben, Zeitlupe – klingt alles komisch, passt aber prima. Dazu kommen ein halbes Dutzend knallbunter Grafikstile, treibender Sound und verschiedene Spielmodi, die  perfkte zur High-Score-Jagd sind. Ein Superding.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 2 – Metal Gear Solid: Peace Walker

32

Michael Herde meint: Wie bei allen anderen Spielen, die ich für unsere Top-Liste kommentiere, beginne ich auch hier mit den Dingen, die mich stören. Nach mehr als 100 Spielstunden habe ich den zweiten Abspann gesehen und das Spiel war an sich tatsächlich vorbei. Doch noch immer schaltete ich neue Aufträge und Kämpfe gegen extrem fordernde Custom-Vehikel frei. Manche davon liessen sich alleine kaum bewältigen, weshalb spätestens hier der Koop-Modus zur Notwendigkeit wurde. Doch erstens ist Online-Spielen nur via Adhoc-Party per PS3 möglich, zweitens sollten sich Mitstreiter auf einem ähnlich hohen Level befinden wie ich, sonst haben sie keine Chance. Ich habe zwar noch immer Lust, so manches auszuprobieren, mittlerweile finde ich es aber etwas eintönig, stets mit der gleichen, bewährten Auswahl an Ausrüstungsgegenständen in immer gleichen Arealen gegen Panzer anzutreten, die sich nur in der Anzahl ihrer Begleitsoldaten und der eigenen Schadenswerte unterscheiden. Doch das ist Meckern auf hohem Niveau, denn bis sich nach rund 140 Spielstunden derartige Ermüdungserscheinungen bemerkbar machten, erlebte ich ein Abenteuer, das ich in dieser Form auf PSP nicht für möglich gehalten hätte. Klar: Die Steuerung ist überfrachtet und kompliziert und Snake kann nicht kriechen. Doch das hat mich nicht gestört. Denn die gewohnt hervorragenden Sprecher, die nachvollziehbare, nachdenklich stimmende Geschichte sowie der audiovisuelle Bombast suchen auf dem Handheld ihresgleichen. Die schiere Vielfalt an Beschäftigungsmöglichkeiten ist schlicht überwältigend und ließ mich den Hauptstrang mitunter vergessen. Nicht vergessen kann ich hingegen die Platzierung der Analogscheibe auf der PSP, denn die war, ist und bleibt Mist. Nach rund 40 Minuten Kampf gegen den Peace Walker hatte ich mehrfach ernsthafte Schwierigkeiten, die versteiften Finger meiner linken Hand zu bewegen. Aber das Spiel ist es wert, allein durch die intelligente Einbindung in historisch-politische Zusammenhänge, die jedem Edutainment-Titel die Schamesröte ins Gesicht treiben sollte. Metal Gear Solid: Peace Walker ist ganz klar eines der besten MGS-Spiele bislang und ein Weg weisendes Stück Software, an dem sich alle anderen Hersteller ein leuchtendes Beispiel nehmen sollten – nicht nur wegen der kostenlosen Zusatzinhalte oder der Möglichkeit, stundenlang mit Kumpels auf Schnappschuss-Jagd zu gehen. Wahnsinn, was für ein fettes Game!

Zum Test geht’s hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 3 – Super Mario Galaxy 2

49

Matthias Schmid meint: Auf den Vorgänger Super Mario Galaxy angesprochen, purzeln die Superlative nur so aus mir raus, bei Super Mario Galaxy 2 bin ich – auch nach mindestens 30 Spielstunden – immer noch zwiegespalten. Mir steckt einfach zu viel Mission Pack in Marios zweiten Wii-3D-Abenteuer. Versteht mich nicht falsch – das Teil ist großartig. Aber fast alle Ideen hatte Nintendo schon im unglaublich genialen Vorgänger verbraten – Yoshi mit seinen drei Beerenfarben kann als Neuerung einfach nicht mithalten mit einem komplett frischen Spielerlebnis in 4D (so fühlte sich das Laufen über die gekrümmten Planeten für mich an). Den Wegfall der begehbaren Oberwelt sehe ich mich einem lachenden und weinenden Auge: Zwar ist der Ablauf nun flotter und übersichtlicher, dafür geht einiges an Atmosphäre verloren. Die Lumas (inkl. Oberwanst Lubba) sind dafür mindestens so knuddelig wie im Erstling und der Umfang der hübsche Planetenhüpferei ist klasse – denn nicht nur die Jagd nach allen normalen Sternen motiviert, auch die Hatz nach den grünen Schwebe-Schätzchen ist fast so spaßig wie das Hauptspiel. Ach ja: Die Bosskämpfe in Super Mario Galaxy 2 sind zwar recht einfach, aber fast durch die Bank einfallsreich und unterhaltsam. Unterm Strich also beide Daumen hoch für meinen Lieblingsklempner, mehr Spielspaß bescherte mir 2010 keiner.

Thomas Nickel meint: Über die Qualitäten von Super Mario Galaxy muss man im Prinzip nicht mehr reden – Nintendo hat mit Marios Weltraum-Ausflug einen absoluten Klassiker geschaffen, bis heute kann man das Spiel als eines der besten aller Zeiten bezeichnen. Überraschend ist aber tatsächlich, dass in der direkten Fortsetzung – die an sich ist ja schon hochgradig Nintendo-untypisch – dieses Niveau gehalten wurde! Natürlich kennt man das Planeten-Prinzip und die Schwerkraft-Spielereien jetzt bereits, aber trotzdem schafft es die zweite Galaxy-Episode, immer wieder zu überraschen, zu verblüffen und ihre Spieler in Erstaunen zu versetzen. Nintendo geht mit den kreativen Einfällen fast schon verschwenderisch um – andere Entwickler würden aus den Ideen von Super Mario Galaxy 2 gleich drei oder vier immer noch gute Fortsetzungen stricken. Wenn da doch nur so manch einfallsloses HD-Sequel auch nur ansatzweise mithalten könnte…

Max Wildgruber meint: Bereits der Vorgänger bereitete mir unzählige Stunden kindlich naiver Hüpfspiel-Freuden, bei Marios zweitem Ausflug ins All ist das nicht anders. Allerdings muss ich bei aller Jubelei über die vielen genialen Konstruktionen und den Ausritten auf Yoshi anmerken, dass der Vorgänger rein optisch eine rundere Sache war. Oft kommt mir ein Level vor wie aus einem Galaxy-Editor, das Design der Welten und auch der Look des Mario-Raumschiffs wirken nicht sonderlich inspiriert. Auch hätte ich gerne mehr komplett neue Gegner gesehen, die recycelten Viecher hinterlassen irgendwie einen faden Nachgeschmack. Davon unabhängig zieht Galaxy den Schwierigkeitsgrad im Hüpfspiel-Kosmos merklich an, was zu mehr Bildschirmtoden meinerseits, aber auch zu einer deutlich größeren Begeisterung führt, wenn ich Endbosse besiege oder Level durchlaufe, ohne zu sterben.

Zum Test geht’s hier. 

Die Download-Spiele des Jahres 2010 – Platz 10 bis 6

20

Platz 10: Scott Pilgrim vs. The World: The Game (PSN, XBLA)

Scott Pilgrim

Thomas Nickel meint: Beim Thema Scott Pilgrim fällt es mir oft nicht leicht, objektiv zu bleiben, immerhin folge ich dem famosen Comic bereits seit 2004, als der erste der insgesamt sechs Bände erschien. Da ist es natürlich kein Wunder, dass ich mich enorm über diese tolle Umsetzung von Bryan Lee O’Malleys Stoff gefreut habe – denn was hätte da alles schiefgehen können? Stellt Euch nur mal vor, Ubisoft hätte auf den gleichen hässlichen Look wie beim erbärmlichen Turtles in Time-Remake gesetzt… oder auf Figuren bestanden, die wie Michael Cera und Mary Elizabeth Winstead aussehen… Aber zum Glück gingen die Entwickler genau den richtigen Weg und entschieden sich für ein todschickes Bitmap-Geprügel ganz im Stil des 8-Bit-Klassikers River City Ransom. Und hier schließt sich dann der Kreis, war doch gerade dieses River City Ransom eine von O’Malleys Inspirationsquellen beim Schreiben von Scott Pilgrim. Klar, das Spiel hat ein paar Macken – der Einstieg ist zäh, und vor dem Patch wurde auch ein spontaner Drop-In-Modus schmerzlich vermisst. Aber mit zunehmender Spielzeit wird Scott Pilgrim immer spaßiger – Ihr levelt auf, werdet stärker und erlernt neue Kampftechniken und auf einmal fühlt sich das Spiel gleich dramatisch besser an. Aber selbst wenn das nicht der Fall wäre, alleine schon die detaillierten Hintergründe und die toll animierten Sprites würden den Download hier rechtfertigen. Außerdem rockt die Musik unglaublich.

Stefan Stöckmann meint: Scott wer? Vor der Versoftung konnte ich mit dem Namen Scott Pilgrim nichts anfangen. Im Gegensatz zu meinem Kollegen Thomas bin ich dementsprechend unvoreingenommen an den Titel herangegangen. Obwohl mir so sicherlich viele Insider-Gags entgangen sind, hatte ich mit der Comic-Versoftung eine menge Spaß. Die durchweg gelungene und stilsichere Optik war mir auf Anhieb sympathisch, die gute Spielbarkeit, das motivierende Aufleveln der Charaktere und der für einen Sidescollprügler ordentliche Umfang runden den positiven Gesamteindruck ab. So richtig in Fahrt kommt der Titel aber natürlich erst im Multiplayer-Modus mit bis zu drei Freunden. Hier erreicht Scott Pilgrim vs The World: The Game zwar nicht ganz die Qualität eines Castle Crashers, kommt aber schon recht nah an den Primus heran.

Ulrich Steppberger meint: Der Retro-Look ist famos, die Chiptunes rocken und das Sidescrollprügel-Konzept altbewährt – doch für jedermann kann ich Scott Pilgrim trotzdem nicht empfehlen. Es ist ja prinzipiell nicht gleich negativ, wenn Entwickler nicht jeden Weichei-Trend mitmachen wollen, aber hier wäre etwas mehr Einsteigerfreundlichkeit auch nicht verkehrt gewesen: Stattdessen sind die Levels gerne eine Spur zu lang, die Gegner gerne fies und die Rücksetzpunkte… haha. Wer sich auf fleißiges Grinden einlassen will oder wahlweise stets ein paar Kumpel für gemeinsames Losprügeln zur Hand hat, den stört das nicht weiter. Ich aber hatte mit der Verfilmung einfach viel mehr Spaß. Nachdem es die Blu-ray in den USA schon längst gibt und sie codefree ist, gehört die auch gefälligst von jedem Zocker gekauft – na hopp, bestellen, jetzt!

 

Platz 9: Joe Danger (PSN)

Joe DangerThomas Nickel meint: Trials HD ist schon ein feines Spiel, garkein Zweifel. Aber irgendwie machte mich diese “grim & gritty”-Aufmachung nie sonderlich an. Dann doch lieber das bunte, alberne Joe Danger. Das macht genausoviel Spaß und ist dazu noch wirklich witzig und herrlicht farbenfroh. Denn mal im Ernst – wozu können die tollen HD-Konsolen so viele Farben auf den Schirm zaubern, wenn sich die meisten Entwickler am Ende doch mit der stets gleichen Grau-Braun-Grün-Palette zufrieden geben?

Ulrich Steppberger meint: Eins ist Joe Danger wirklich nicht, nämlich Trials HD. PS3-Besitzer, die deshalb neidvoll auf ihre Xbox-360-Kollegen blicken, müssen das also weiter tun. Der Stuntbiker ist zwar auch flott auf Hindernisparcours unterwegs, spielt sich aber doch gänzlich anders – macht aber nix, die rasante Hatz über waghalsige Sprünge und schrägen Cartoon-Hindernisse hat auch so jede Menge Highscore-Jagd-Potenzial und sorgt einfach für gute Laune. An exklusiven PS3-Downloadspielen gibt es nun wahrlich nicht allzu viele, die auch noch was auf dem Kasten haben, da kommt Joe Danger gerade recht.


Platz 8: And Yet It Moves (WiiWare)

And Yet It Moves

Thomas Nickel meint: Dieses Jump’n’Run-Kleinod aus Österreich hatte ich schon eine ganze Weile auf dem Radar – seit ich es bei einem WiiWare-Event 2009 anspielen konnte war ich mir sicher, dass das Entwicklerteam Broken Rules an etwas wirklich großem dran war – und doch wurde ich am Ende nochmal überrascht. Klar, ich wusste, dass AYIM alleine schon durch seinen herrlich unorthodoxen Grafikstil und das clevere Level-Dreh-Feature von sich reden machen würde. Was ich aber nicht ahnen konnte war, wie gut sich das tatsächliche Leveldesign schließlich herausstellen sollte. Ihr fühlt Euch in den komplexen Stages nie verloren, stets wird Euch auf subtile Art und Weise angezeigt, in welcher Richtung es nun weitergehen soll. Dabei bleiben die Puzzles stets interessant und abwechslungsreich, der Schwierigkeitsgrad steigert sich stets im genau richtigen Maße. Dank freier Rotation ist die WiiWare-Version von AYIM zudem die beste Fassung des Spiels. Klar, auf PC ist es Auflösungsbedingt natürlich ein wenig hübscher, aber dort könnt ihr eure Umgebung auch nur in 90°-Schritten rotieren. Wer sagt denn, dass nur Nintendo herausragende Jump’n’Runs entwickeln kann?

Stefan Stöckmann meint: Kennt Ihr noch diese beweglichen Holz-Labyrinthe, in denen man durch Neigung des Holzkastens eine Kugel in ein Loch bugsieren muss? Ich habe diese Teile als Kind geliebt. AYIM fühlt sich über weite Strecken wie eben diese Labyrinthe an und deshalb liebe ich auch AYIM. War es zunächst nur der Grafikstil, der mich an den Titel fesselte, stellte sich nach den ersten Spielminuten das bekannte Nur-noch-ein-Level-Gefühl ein. Abschnitt für Abschnitt bringen die Entwickler neue Elemente in das Spiel, die auf den ersten Blick oft unlösbar scheinen. Im Gegensatz zu Thomas habe ich dabei allerdings oft die Übersicht vermisst und mich durchaus verloren gefühlt. Dem Spielspaß hat dies aber nicht geschadet, dafür sind die Rätsel einfach zu gut designt.

Ulrich Steppberger meint: Mir hat sich And Yet It Moves nicht so ganz erschließen wollen, was vor allem daran liegt, dass ich irgendwie mit der Steuerung nicht warm geworden bin. Schön, wenn man nur mit der Remote spielen kann, aber das Winden des Handgelenks strapaziert mich immer wieder. Da wäre mir eine Altertative mit Nunchuk oder gar Classic-Controller lieber gewesen.

 

Platz 7: Limbo (XBLA)

Limbo Thomas Nickel meint: Düster, atmosphärisch und unheimlich clever – Limbo ist wieder einer dieser Titel, die mich jeder großen AAA-Disc-Titel vergessen lassen. Limbo steckt voller interessanter Ideen und verstörender Bilder und wäre in dieser Form sicher von keinem Publisher als Disc-Release aufgegriffen worden. Zu ungewöhnlich, zu seltsam, zu wenige Shooter-Elemente. Und genau dafür liebe ich die moderne Downloadspiel-Kultur – hier kommen endlich wieder die kreativen Spiele-Entwickler zu Worte, hier kann man sich noch über Spiele freuen, die nicht von der Marketing-Abteilung glatt gebügelt wurden. Und passend dazu stach Limbo bei der diesjährigen EIGA-Verleihung auch gleich diverse große Disc-Titel aus und nahm den Hauptpreis mit nach Hause. 

Stefan Stöckmann meint: Ach, mein Sorgenkind. Ich möchte es in den Arm nehmen und ihm sagen, wie sehr ich es liebe, doch es lässt mich einfach nicht. Limbo spaltete wie kein zweiter Titel in diesem Jahr mein Spieler-Herz: Die Atmosphäre des Titels ist grandios. Die teils sehr verstörenden Bilder, mit denen ich in Limbo konfrontiert werde, lassen mich oft mit offenem Mund und einem “Das kann man doch nicht zeigen” auf den Lippen vor meiner Konsole verharren. Die anspruchsvollen Rätsel sind hervorragend designt und werden im Spielverlauf angenehm anspruchsvoll. Doch worum geht es in Limbo? Wer bin ich? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Und wer zum Teufel sind diese komischen Leute, die in ihren Köpfen Maden spazieren tragen? All diese Fragen lässt Limbo unbeantwortet. Das ist sehr schade, denn ich hätte gerne mehr über das Schicksal des kleinen Jungen erfahren. Stattdessen werde ich von den Entwicklern einfach so in das Geschehen geworfen. Währende der gesamten Spielzeit kommt kein einziges Wort aus den Lautsprechern meines Fernsehers, noch sehe ich eines auf dem Bildschirm. Hier lassen die Entwickler eindeutig zu viel Raum für Interpretationen. Gepaart mit teils fiesen Trial and Error-Passagen habe ich zwischendurch immer wieder den Spielspaß an Limbo verloren. Dass die Reise bei einem Preis von 15 Euro dann auch schon nach knapp vier Stunden vorbei ist und mir ein Ende präsentiert wird, das diese Bezeichnung eigentlich gar nicht verdient, ist frech und sorgt dafür, dass mir Limbo eher negativ in Erinnerung bleiben wird.

Ulrich Steppberger meint: Ich kann Stefans Probleme ziemlich gut verstehen – Limbo kommt mir in einigen Aspekten auch arg bemüht abstrakt vor, eben so richtig nach dem Motto “Wir sind Kunst!”. Entsprechend lustig fand ich die verkrampften Versuche in diversen Tests, die ‘Handlung’ zu interpretieren und dabei von ‘das weckt so toll Emotionen’ zu faseln… klar muss man nicht jedes Detail im Spiel vorgekaut bekommen, aber wenn sich jemand was dabei gedacht hat, dann möge er uns doch wenigstens ein wenig daran teilhaben lassen. So bleibt Limbo ein in der Tat unheimlich stimmungsvoll inszeniertes Abenteuer, dessen Minimalismus-Präsentation viel Atmosphäre aufbaut und eine unheimliche Tiefsinnigkeit vorgaukelt. Ja, das Spiel ist kurz und ja, der Schluss ist schlichtweg nicht wirklich vorhanden, doch die paar Stunden hat’s mir trotzdem viel Spaß gemacht, denn an Überraschungen und beeindruckenden Szenen ist Limbo nicht arm.

 

Platz 6: ilomilo (XBLA)

Ilomilo Stefan Stöckmann meint: Ohne zu wissen, was für ein Spiel ilomilo überhaupt ist, habe ich es mir gekauft. Das war bis dahin noch nie vorgekommen. Verantwortlich dafür war das grandiose Art-Design, dem ich nach dem ersten Blick verfallen war. Angespielt oder nicht – ich musste ilomilo haben – und das habe ich nicht bereut. Selten habe ich ein Spiel erlebt, in dem sämtliche Elemente derart harmonisch ineinander fassen. Von der Geschichte über den Sound bis zur optischen Gestaltung – in jeder Sekunde des Spiels spürt Ihr die Liebe der Entwickler zu ihrem Projekt. Gerade die subtil vermittelte Geschichte um die beiden Protagonisten ilo und milo bildet in einer eher von Action-Titeln dominierten Branche einen schönen, wenn auch leicht naiven Kontrast. In Sachen Präsentation ist  ilomilo demnach, auch über die Grenzen der Download-Titel hinweg, mein Highlight des Jahres. Zum Glück steckt hinter der gelungenen Präsentation aber auch ein hervorragender 3D-Puzzler mit durchdachten und fordernden Rätseln, mit dem ich im Koop-Modus auch mal wieder meine Freundin vor die Konsole locken konnte. Mit Bonuswelten und freischaltbarer 2D-Variante stimmt zudem auch noch der Umfang.

Thomas Nickel meint: Tja, zu ilomilo kann ich leider nicht wirklich viel cleveres schreiben, da ich es selbst aus Zeitgründen noch nicht gespielt habe. Aber ich lasse hier einfach mal meinen Brave New Gaming-Kollegen Sebastian Sonntag zu Wort kommen. Der meinte in seinem Review: “Ein derart liebevoll aufgemachtes Spiel haben wir auf der Xbox bisher selten gesehen – jeder Textur und vor allem dem witzigen Charakterdesign sieht man auf den ersten Blick an, mit wie viel Liebe und Spaß an der Sache die Entwickler hier zugange waren.” Na das klingt doch mal gut!

Ulrich Steppberger meint: Auch ich habe ilomilo noch nicht gespielt, weil ich brav auf die offizielle Veröffentlichung gewartet habe, die ja nun erst nächste Woche passieren wird… aber dem Charme der beiden knuffigen Gesellen werde ich mich nicht entziehen können, da bin ich mir sicher.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 4 – Gran Turismo 5

40

Oliver Schultes meint: Egal, was Euch Herr Griesgram und Frau Erbsenzähler weiß machen wollen – Gran Turismo 5 ist ein klasse Rennspiel. Natürlich kann man über die Tatsache meckern, dass nicht alle gut 1.000 Autos hochdetaillierte Premium-Wagen sind. Oder dass es das Schadensmodell nicht zulässt, die Karren in ihre Einzelteile zu zerlegen. Aber mal ehrlich: Wer ergötzt sich denn schon an demolierten Fahrzeugen und freut sich darüber, dass nach einem Crash mit der Leitplanke bei Tempo 200 das Rennen endet, weil das Auto nur noch ein Blechknäuel ist? Und mir ist es auch wichtiger, einen gigantischen Fuhrpark mit vielen Klassikern aus meiner Autoquartett-Jugend zu haben, als mich mit einem deutlich kleineren Premium-Kader zufrieden geben zu müssen. Und liebe Meckerer, vergesst nicht das Wichtigste: Ein Rennspiel ist mehr als die Summe seiner Teile. Gran Turismo 5 bietet ein Fahrgefühl, das ich so noch bei keinem anderen Konsolen-Racer erlebt habe. Die subtilen Karosserie-Bewegungen in der Cockpit-Perspektive, die unerreicht realistische Beleuchtung und die toll designten Strecken sind schlichtweg Faszination pur. Ach ja: Als Landschaftsarchitekt mag ich auch die Bäume am Straßenrand. Punkt.

Ulrich Steppberger meint: Mir wird ja von verschiedenen Seiten nachgesagt, ich hätte was gegen Microsofts Forza Motorsport-Serie. Das stimmt insofern, als dass ich es nunmal nicht leiden kann, wenn Entwickler über ihrem Realismus-Rausch hinaus vergessen, so elementare Dinge wie Abwechslung, Dynamik und Charme mit in ihr Spiel zu packen. Nur: All das trifft bei Gran Turismo 5 natürlich auch zu! Wer sich von der schieren Fahrzeug-Masse blenden lässt (dazu sage ich: “Quantität ist nicht gleich Qualität”) oder die sehr ansehnliche, aber keineswegs alles überragende Optik zu sehr in den Himmel lobt, der hat z.B. ein Need for Speed SHIFT auch nicht verdient. Mir fiele so viel ein, was bei Gran Turismo 5 nicht stimmt oder zumindest  viel besser hätte sein müssen, aber auch das gilt ebenso bei Forza 3 – was das etwa in Sachen Online und Customising wesentlich besser macht, geht ihm andererseits wieder offline (die Karriere ab spätestens Jahr 5 ist die Hölle) ab. GT5 halte ich zugute, dass trotz aller Ärgernisse doch eine Menge passt und vor allem dank Rallye, Karts und weiteren Spezialwettbewerben mehr Abwechslung zu finden ist als beim Microsoft-Rivalen. Trotzdem hoffe ich, dass jetzt EA mit Shift 2 Unleashed eine Realismus-Raser an den Start bringt, der mehr Dampf drauf hat.

Tobias Kujawa meint: Auf der einen Seite ist GT5 eine hervorragende Simulation mit viel Tiefgang und verdammt vielen Autos. Andererseits frage ich mich immer noch, mit was die Entwickler eigentlich sechs Jahre Entwicklungszeit verplempert haben. Das Gros der Autos und Strecken sieht nur durchschnittlich gut aus, ich stöhne über lange Ladezeiten, riesige Patches und große Installationen und in den Rennen fehlt es mir an Spannung. Mein Arcade-Gasfuß ist bei Need for Speed: Hot Pursuit wohl besser aufgehoben.

Zum Test geht es hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 5 – Donkey Kong Country Returns

30

Michael Herde meint: Zwar vermisse ich den putzigen Schwertfisch Enguarde und die wunderschönen Unterwasser-Levels, doch der beinharte Schwierigkeitsgrad von Donkey Kongs Rückkehr lässt mir kaum Zeit, um darüber nachzudenken. Die Levelbosse sind angenehm “anders” zu besiegen, die Vielfalt der 2D-Abschnitte begeistert mich sowohl spielerisch als auch grafisch. Und wo Metroid: Other M kaum alte Melodien der Vorgänger bot, da geht mir bei der Affenhüpferei sofort das Herz auf. Coole Bongos mit treibenden Beats und Stücken, die jeden sofort ans Super Nintendo denken lassen, der die damaligen Jump’n’Runs gespielt hat. Zudem gibt es eine Menge Anspielungen zu entdecken – von Mr. Game & Watch über Starwing bis hin zu Metroid zitieren sich die texanischen Entwickler der Retro Studios durchs Nintendo-Portfolio und zeigen eindrucksvoll, dass Kooperationen japanischer Hersteller mit westlichen Entwicklern ganz vorzügliche Ergebnisse zustande bringen können. Wem obendrein der Weg zum Levelende nicht hart genug ist, der sucht verborgene Puzzleteile, KONG-Buchstaben und Bonusräume. Im Vergleich zu New Super Mario Bros. Wii ist die Steuerung der beiden Affen direkter und somit leichter zu erlernen, zudem gestaltet sich der Mehrspieler-Modus auch im Koop-Spiel mit ungeübten Partnern als weniger frustrierend als die Mario-Sause, bei der man sich schnell gegenseitig ins Aus befördert. Allerdings dauert mir das Ducken zum Pusten zu lange, weshalb mich meine Ungeduld einige Leben gekostet hat – statt Blüten wegzublasen, kullert Donkey dann nämlich in den nächsten Abgrund. 

Oliver Schultes meint: So muss heute ein Old-School-Jump’n’Run aussehen! Es muss mich mit irrwitzigen Sprungpassagen fordern, Tausende Tode sterben lassen und den aufkommenden Frust mit ideenreichem Leveldesign wegfegen. Apropos plattmachen: Was Donkey Kong Country Returns audiovisuell auffährt, ist auf Wii allererste Banane. Butterweiche Animationen, aufwändig gestaltete Kulissen und coole 3D-Spielereien paaren sich mit druckvoll abgemischten Ohrwurm-Melodien zu einem affenstarken Erlebnis.
Noch ein Wort zur Steuerung: Es lohnt sich, die Remote&Nunchuk-Variante auszuprobieren! Auch wenn es sich bei einem 2D-Jump’n’Run zunächst etwas ungewohnt anfühlt, mit beiden Controller zu hantieren – auf Dauer habt Ihr damit das Affenduo und seine vielfältigen Aktionen besser im Griff.

Zum Test geht’s hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 6 – Halo: Reach

37

Matthias Schmid meint: Mit dem kürzlich veröffentlichten, sowohl grafisch als auch spielerisch feinen Noble-Kartenpaket unterstreicht Halo: Reach seine Ausnahmestellung im Online-Shooter-Bereich – da können nur Black Ops und (mit Abstrichen) Battlefield Bad Company 2 (Vietnam) mithalten. Daran ist nicht nur die großartige Spielbarkeit von Halo: Reach Schuld, sondern auch die Fülle an Features – egal ob Kino, Schmiede, neue Spielmodi und Panzerungsfähigkeiten oder das Abstimmen über die Spielvarianten. Weil Bungie auch im Singleplayer-Modus die Halo-Saga zu einem würdigen Ende führt, das sowohl in puncto Story als auch Dramatik wenig Wünsche offen lässt, geht der Preis für das beste Ego-Shooter-Paket des Jahres 2010 an Halo: Reach. Und beim nächsten Mal, da klappt’s dann vielleicht auch mit der Grafik…

Oliver Schultes meint: Ein grandioser Abschluss der Entwickler-Ära Bungie: Die Spielbarkeit ist hervorragend, die Geschichte spannt einen wunderbaren Bogen zur ersten Halo-Episode und das Leveldesign bietet die richtige Dosis “Bin mal gespannt, was als nächstes kommt”-Faszination. Kurzum: Ein Ego-Shooter, den sich kein Genre-Fan von Grafikfetischisten madig machen lassen sollte. Denn das ist die einzig wirkliche Schwäche von Halo Reach neben einem etwas trägen Einstieg.
Wer auch immer im Auftrag von Microsoft die nächste Halo-Episode ausbaldowert, ist gut beraten, dies mit einer konkurrenzfähigen Grafik-Engine zu tun. Im Vergleich mit den Call of Duty-Teilen oder gar dem kommenden Optikmonster Killzone 3 macht Halo: Reach nämlich keinen Stich – auch nicht mit dem schicken Energieschwert.

Ulrich Steppberger meint: Mir mag nicht einleuchten, wieso Microsoft und Bungie bis zum Schluss hartnäckig darauf bestanden haben, weder grafisch eine ordentliche Schippe draufzulegen noch für eine akzeptable deutsche Synchro zu sorgen. Während in den englischen Fassungen alle möglichen Battlestar-Galactica- und Firefly-Ikonen für den richtigen Ton sorgen, gab es bei uns wohl die Maßregelung, möglichst lieblose Sprecher zu engagieren. Nunja, das hat dann ja auch prima geklappt.

Zum Test geht es hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 7 – Mass Effect 2

51

Max Wildgruber meint: Sobald mein Ärger über die Simplifizierung des Rollenspielsystems verflogen war, konnte ich dieses Musterbeispiel cineastischer Erzählkunst mit hemmungslosem Eskapismus genießen. Weit draußen im All lebte ich zusammen mit superb geschriebenen Charakteren, erlebte prickelnde Alien-Erotik und überlebte toll inszenierte Schusswechsel mit Strahlenwaffen aller Art. Einzig der ACHTUNG! SPOILER!!!!
alberne (oho!) Endboss trübt meinen hervorragenden Gesamteindruck vom mittleren Akt der Space-Opera. Hoffentlich führt BioWare das Epos im nächsten Jahr zum grandiosen Finale Furioso!

Matthias Schmid meint: Die vielen Verbesserungen bei der Steuerung der Actionszenen haben mich sehr gefreut – für einen von modernen Shootern verwöhnten Zocker waren die Ballereien des Erstlings doch oftmals ein Graus. Ich erinnere nur an den Kampf mit Matriarchin Benezia auf höheren Schwierigkeitsgraden – auweia. Dass die Action im Nachfolger teilweise immer noch hampelig vonstatten geht, bewies jüngst der Shadow Broker DLC und vor allem dessen Bosskampf. Aber bei einer so großartig erzählten Space Opera mit all den faszinierenden Rassen bin ich bereit, über derlei Verfehlungen hinwegzusehen. Denn hinter der (leider) simplifizierten Missionsstruktur verbirgt sich nicht nur die Enttäuschung, dass Planetenerkundungen via Mako flach fallen. Nein, dort warten charismatische Figuren und dramatische Geschichten, die kein anderer Spiele-Entwickler zu erzählen in der Lage ist! Die Schere, die zwischen dem Gehalt einer kleinen Nebengeschichte in Mass Effect und der ganzen Story von 99% aller Actiontitel klafft, ist erschütternd. Beispiele gefällig? Wie wärs mit der Kroganer-Genophage? Oder Talis geschwächtem Immunsystem wegen der Isolation der Flotille? Mein Highlight in Teil 2 war die gleichsam rührselige, bedrückende und spannende Geschichte rund um die Asari Samara und ihre Ardat-Yakshi-Tochter Morinth – großartig. Ach ja, wem das nicht reicht: Ihr könnt übrigens mit allen möglich Aliens pimpern…

Tobias Kujawa meint: Ja ich bin ein Frevler, denn ich habe Mass Effect 1 nicht gespielt. Und trotzdem gefällt mir der zweite Teil ausnehmend gut. Ich verstehe zwar nicht alle Zusammenhänge und das Spiel tut nichts, um meine Unwissenheit zu schmälern, doch die Beziehungen zwischen den Charakteren und die phantasievollen Welten zogen mich schnell in ihren Bann. Actionbetonte Missionen wechseln sich mit mehr oder minder tiefgreifenden Dialogen ab. Und wenn ich mich zwischendurch entspannen möchte, scanne ich einfach ein paar Planeten nach Rohstoffen ab.

Ulrich Steppberger meint: Eigentlich ist bei Mass Effect 2 nicht mehr allzu viel Rollenspiel übrig geblieben – aber das ist mir egal! Denn BioWare hat einfach ein rundum mitreißendes Weltraum-Epos geschnitzt, das mich über die gesamte Spielzeit hinweg fesseln konnte. Zumal ich ohnehin stets lieber die schnörkellosen Krieger-Klassen bevorzuge als mich mit Magie-artigen Charakteren und ihren fummeligen Zauber-Äquivalenten herum zu plagen… Die Grafik gefällt mir auch heute noch, vor allem die Mimik der Menschen und Aliens gehört immer noch zum Besten, was man auf Konsolen zu sehen kriegt. Die Ballereien gehen gut von der Hand, die Story hat keine Durchhänger und die gröbsten Probleme des Erstlings (Stichwort: Einheits-Bauwerke bei Planetenausflügen) sind auch Vergangenheit. Und als Freund der Originalsynchro kann ich über die nur Gutes berichten: Wer Seth Green, Tricia Helfer und die “Chuck”-Heroine Yvonne Strahowski ans Mikro holt, verdient ein dickes Lob!

Zum Test geht es hier.

Die Spiele des Jahres 2010 – Platz 8 – Heavy Rain

46

Tobias Kujawa meint: Ob Heavy Rain mehr Spiel oder mehr Film ist, ist mir eigentlich schnuppe. Mich hat das Spiel bis spät in die Nacht vor den Fernseher gefesselt und ich war immer wieder erstaunt, wenn ich mit Freunden über unterschiedliche Endsequenzen und Storyfetzen erzählte. Jeder hatte andere Entscheidungen getroffen und damit andere Ereignisse ausgelöst. Für mich ist Heavy Rain ein sehr schönes, stimmungsvolles Adventure, bei dem die alte Steuerung durch Menüs und Worte durch direkte Handlungen ersetzt wurde. Wenn es jetzt noch einen variablen Mörder gegeben hätte, würde ich noch heute mit Ethan und Madison unterwegs sein.

Michael Herde meint: Die von Tobias beschriebenen unterschiedlichen Verlaufsformen des Spiels sind meines Erachtens Stärke und Augenwischerei zugleich. Einerseits hat mich selten ein Spiel so sehr mit zu treffenden Entscheidungen gequält, bei denen ich oft mit mir gehadert habe, ob es denn die richtige war. So unbequem muss ein Spiel erst einmal sein und das meine ich als Kompliment! Allerdings finde ich es schade, dass der Origami-Killer immer dieselbe Person ist und dass viele Szenen letztendlich doch identisch enden, während sich die Variation nur dazwischen abspielt. Des Weiteren ist die Laufsteuerung der Protagonisten fummelig und der berühmt-berüchtigte Uncanny Valley-Effekt lässt die fein modellierten Charaktere bisweilen leblos wirken. Die gurkige deutsche Sprachfassung trägt dazu ihr Scherflein bei. Dessen ungeachtet hat mich die Atmosphäre von Heavy Rain ans Pad gefesselt wie kaum ein anderes Spiel in diesem Jahr. Als Ethan für seinen Sohn Essen macht, sich während der Hausaufgaben zu ihm an den Tisch setzt und ihn anschließend ins Bett schickt (oder wahlweise länger Fernsehen lässt), schaudert mir angesichts dieser erdrückenden Banalität des Alltags der Beiden. Solche Momente sind in Videospielen selten und deshalb von großem Wert für Videospiele als Erzählmedium. Dass Heavy Rain dabei nicht aus inhaltlichen wie narrativen Konventionen des Thriller-Genres ausbricht und vereinzelt hanebüchene Situationen beinhaltet, sei diesem ungewöhnlichen wie spannenden Werk verziehen. 

Oliver Schultes meint: Dass Heavy Rain ein besonderes Erlebnis ist, haben meine Kollegen ja schon ausgeführt. Für mich ist es das aber in doppelter Hinsicht: Zum einen finde auch ich das Abenteuer klasse, zum anderen repräsentiert es für mich eine unglaubliche Premiere. Und zwar in puncto Story und Berichterstattung: In der Erstausgabe der M! Games (11/08) habe ich ein sechsseitiges Preview zu Heavy Rain verfasst – und dabei die Auflösung des Spiels verraten! Richtig gelesen: Ich habe geschrieben, wer der gesuchte Origami-Killer ist. 
Allerdings passierte dies mit dem Segen der französischen Entwickler Quantic Dream. Die beiden Studioleiter präsentierten auf der gamescom in Köln eine Mission, in der Madison gegen den explizit so betitelten Origami-Killer kämpft. Offenbar sollte das alles nur ein Beispiel für die Spielmechanik und die Atmosphäre während einer Mission sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Entwickler dermaßen verpeilt sind, das Ende des Spiels einfach so ein halbes Jahr vor dem Release zu verraten. Irgendetwas muss im Studio danach schiefgelaufen sein, vielleicht reichte ihnen die Zeit nicht mehr, die Rolle des Origami-Killers anders zu besetzen bzw. die Story so zu erzählen, wie es ursprünglich geplant war.
Wie dem auch sei: Die meisten Leser haben es entweder nicht bemerkt oder – so wie ich – über die folgenden Monate wieder vergessen, wer der Killer ist. Ein Hoch auf unser Kurzzeitgedächtnis!

Matthias Schmid meint: Hätte mich Entwickler Quantic Dream nicht schon vor Jahren mit dem Überraschungs-Hit Fahrenheit verzückt, würde ich Heavy Rain mit Lob überschütten. So aber ist das PS3-exklusive Abenteuer ‘nur’ ein verbessertes Fahrenheit – mit glaubwürdigerer Geschichte, interessanteren Figuren und besserer Steuerung. Außerdem wurde zum Glück dieser übersinnliche Käse weggelassen, der das Ende von Fahrenheit überschattet hatte. Heavy Rain hat mich mit seinen stillen Momenten beeindruckt z.B. dem trostlosen Spielplatz-Ausflug von Vater und Sohn. Gleichsam fesselten mich die dramatischen Actionszenen – z.B. wie Madison in ihrem Loft überfallen wird oder Ethan durch Saw‘sche Glasscherbengänge kriecht. Auch die Härte mancher Einstellungen (z.B. beim religiösen Eiferer oder im Keller der Horrordoktors) hat mich positiv überrascht. Nach wie vor steht mein Vorsatz: Meinem einmaligen Durchlauf wird auf jeden Fall noch ein zweiter Folgen. Da sind einfach so viele Szenen, deren alternative Verläufe ich noch erleben möchte…

Ulrich Steppberger meint: Kaum ein anderes so penetrant gehyptes Spiel hat mich am Ende so kalt gelassen wie Heavy Rain. Ja, ich habe schon kapiert: Das Ding ist was ganz besonderes, so unglaublich atmosphärisch und emotional mitreißend, die Charaktere haben Tiefgang und überhaupt stellt Heavy Rain die Zukunft des anspruchsvollen Spiels dar und so weiter… Aber will ich in einem Spiel doch gar nicht die Banalität des Alltags nochmal erleben, durch das Aneinanderreihen diverser Quicktime-Event-Vorgänge wird das nicht spannender. Okay, vielleicht (wahrscheinlich?) ginge es mir anders, wenn ich nicht relativ bald das Handtuch geworfen hätte, aber der aufdringliche Quasi-Tiefgang hat mich so genervt, dass ich einfach nicht die Lust drauf hatte, länger dabei zu bleiben. Da hat nichtmal die in meinen (sonst solchen Beigaben wahrlich nicht abgeneigten) Augen völlig überflüssige Duschszene (Nackt! Aber nicht Voyeurismus! Sondern Kunst! Also Tiefgang! Hui!) geholfen. Irgendwie passt außerdem gut dazu, dass die Move-Edition von Heavy Rain die Steuerung nicht intuitiver, sondern fummeliger und nerviger macht…

Zum Test geht’s hier.

Neueste Beiträge

Pokémon Unite – wird im März 2027 abgeschaltet

Die Pokémon Company kündigt an, dass Pokémon Unite am 23. März 2027 abgeschaltet wird und von diesem Zeitpunkt an nicht mehr gespielt werden kann....

Fallout 76 – aktuelle Spielerbasis

https://youtu.be/_85MTYAMIE8 Bethesda hat in einem Video die aktuelle Spielerbasis von Fallout 76 verraten. Demnach konnte man hier mittlerweile die Marke von 25 Millionen knacken. Fallout 76...

Hell Let Loose: Vietnam – im Test (Xbox Series X)

Seite 1 Für diese Konsolengeneration gibt es nur wenige Ego-Shooter mit Vietnam-Setting. Das dachte sich wohl auch der britische Entwickler ­Expression Games und richtete das...
Artwork von S.T.A.L.K.E.R. 2

S.T.A.L.K.E.R. 2 – Update 2.1 verfügbar

https://www.youtube.com/watch?v=cRvrAOs_RZc GSC Game World hat Update 2.1 für S.T.A.L.K.E.R. 2 veröffentlicht und zeigt einen Trailer dazu. Dieses trägt den Namen "The Zone Lookout" und die...
Artwork von Helldivers 2

Helldivers 2 – Nachfolger unwahrscheinlich

Die Arrowhead Game Studios haben in Person von CCO Johan Pilestedt erklärt, dass ein Nachfolger für Helldivers 2 aktuell unwahrscheinlich ist. Dieser müsste sich...