Star Wars: The Force Unleashed II – Starkiller trifft auf Yoda

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Eine von LucasArts veröffentlichte Zwischensequenz aus Star Wars: The Force Unleashed II verspricht einen Besuch des Protagonisten Starkiller auf dem Sumpfplaneten Dagobah. Ob wir bekannte Örtlichkeiten wie Yodas Hütte oder die dunkle Höhle im fertigen Spiel selber erkunden dürfen, lässt sich im Moment nur vermuten. Das Video findet Ihr weiter unten.

Star Wars-Fans freuen sich außerdem über die lang ausstehende offizielle Ankündigung einer Veröffentlichung von Star Wars auf Blu-ray. Im Herbst 2011 sollen alle sechs Episoden in bester Bild- und Tonqualität inklusive zahlreicher neuer Extras in einer Box erscheinen. Die offizielle Pressemitteilung findet ihr bei unseren Kollegen des Heimkino-Magazins audiovision.

Ober-Jedi George Lucas präsentierte auf einem Fan-Event in Orlando außerdem eine bis vor kurzem noch als verschollen gegoltene Szene aus Die Rückkehr der Jedi-Ritter, die Luke bei der Montage seines grünen Lichtschwertes zeigt. Die abgefilmte Szene zeigt auch, wie viel Verzücken das Ausfahren eines Lichtschwertes bei echten Star Wars-Jüngern hervorrufen kann (zweites Video unten).

Fable III – Limitierter Wireless Controller und Buchumsetzung

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Zukünftige Könige von Albion kommen an dem limitierten Xbox 360 Wireless Controller im Fable III-Look wohl nicht vorbei. Dieser orientiert sich vom Design her nämlich an der Krone von Albion. Zusätzlich gibt es einen Download-Code für ein im Spiel freischaltbares Tattoo-Set, mit dem Ihr Euren Helden verschönern könnt. Preis: ca. 60 Dollar.

Wer tiefer in Peter Molyneux’ Fantasy-Welt eintauchen möchte, greift zu dem 400 Seiten starken Roman The Balverine Order. Das von Comic-Autor Peter David (Halo: Helljumper) geschriebene Buch erzählt eine eigenständige Geschichte aus dem Fable-Universum. Auch hier wartet ein Bonus in Form einer exklusiven Waffe auf Euch, die Ihr per Code in Fable III freischaltet. Preis: ca. 10 Dollar.

Der Fable III Limited Edition Wireless Controller und der Roman The Balverine Order erscheinen am 5. Oktober in den USA. Das englische Buch ist auch über einschlägige deutsche Buchhändler vorbestellbar. Informationen zu einer Veröffentlichung des Controllers außerhalb der USA gibt es zur Zeit noch nicht. Fable III erscheint in Deutschland am 29. Oktober.

Teurer Spaß für Flipper-Fans: Multi Pinball!

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Habt Ihr schon mal davon geträumt, einen Flipper bei Euch zu Hause stehen zu haben? Wer sich mit der Materie tatsächlich beschäftigt haben sollte (willkommen, Nerd, tritt ein!), der wird nicht nur auf die hohen Preise dieser Maschinen gestoßen sein – denn diese sind nicht das alleinige Problem.

Das wirkliche Problem ist die Auswahl eines der Geräte – und diese ist nicht gerade klein. Internethändler Wolfsoft weiß dafür Abhilfe: 200 Flipper auf einem Gerät? Klingt unglaublich, ist aber so! Mit  Originalteilen und drei Monitoren haben die fleißigen Tüftler einen Flippertisch nachgestellt, der von weitem erschreckend real wirkt – die virtuellen Flipper selbst laufen über einen Emulator.

Schaut Euch am besten mal das Video an – Bilder erklären mehr als tausend Worte:

 

Noch immer nicht genug Info? Dann hier noch schnell die technischen Daten vom “Multi Pinball”:

 

# 42 Zoll True HD Spielfeld
# Original Pinball Outfit
# widebody Format
# 30 Zoll Bildschirm fürs Backglass
# 19 Zoll Bildschirm fürs DMD
# HighEnd PC
# für realistiches Feeling Force Feedback für die Flipperfinger
# authentischer Look
# beliebige Decals sind möglich

Zumindest umgeht Wolfsoft damit das Problem der Auswahl, das preisliche Problem ist jedoch noch immer nicht gelöst: Knapp 5500 Euro werden für so ein Gerät fällig – Moneten, die sicher nicht jeder Nerd im heimischen Safe aufbewahrt.

Dennoch ein klarer Fall für das “Männerspielzeug des Monats!”. Kaufen könnt Ihr Euch den digitalen Flippertraum auf www.wolfsoft.de

Stimmen für den Fallout

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Ganz schön tief in die Budgetkiste hat Bethesda für die Synchronisation von Fallout: New Vegas gegriffen – vor allem Fans aktueller Serien, von Tarantino-Streifen und von Star Trek lauschen bei den folgenden Namen auf.

Außerdem, wie heutzutage üblich, die klassische Spoiler-Warnung im Voraus!

Diese bekannten Schauspieler sind dabei:

– Ron Perlman als Sprecher (alias “Kettensägenstimme”, bekannt aus “Hellboy”, vertonte außerdem bereits Fallout 3, Halo und Turok)

– Wayne Newton als DJ (Show- und Konzertlegende aus dem realen Las Vegas, auch bekannt als “Mr. Las Vegas”)

– Matthew Perry als Benny (bekannt aus der TV-Serie “Friends” und der Action-Komödie “Keine halben Sachen”)

– Zach Levi als Arcade (der äußerst charmante Nerd-Herd-Star aus der TV-Serie “Chuck” – übrigens TV-Pflichtprogramm für Gamer!)

– Kris Kristofferson als Chief Hanlon (spielte in “Blade” den alten Mentor mit der Reibeisenstimme)

– Michael Dorn als Marcus (Trekkies wuffen ein “Worf!” gen Mond)

– Felicia Day als Veronica (bekannt aus “The Guild”)

– Danny Trejo als Raul the Ghoul (momentan durch “Machete” überall in den Medien vertreten, den meisten noch bekannt aus “From Dusk till Dawn”)

– Rene Auberjonois als Mr. House (kennt man aus “Boston Legal” und als “Odo” aus “Deep Space Nine”)

– John Doman als Caesar (unbekannter Name, grandioser Schauspieler! Auftritte in TV-Serien wie “The Wire”, “Damages” und “Oz”, sowie dem Kriminal-Drama “Mystic River”)

– William Sadler als Victor (spielte mit in “Die Verurteilten”)

 

Veröffentlicht wird das Spiel weiterhin am 22.10. für Xbox 360, PS3 und PC.

Noch mehr Infos findet Ihr hinter den folgenden Links:

Kurioses aus Japan: Demonstranten werben für ein Rollenspiel

Entwicklertagebuch zu Fallout: New Vegas

Fallout: New Vegas – frische Spielszenen

Fallout: New Vegas – Collector’s Edition gefällig?

Fallout: New Vegas – verstrahlte Infos und Bilder

Im Rausch der Gefühle: Sakamoto liebt die neue Samus

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Metroid: Other M PackshotMetroid: Other M steht kurz vor der Veröffentlichung – und viele Fans sind sich noch immer nicht sicher, ob es diesmal zum Hit reichen wird.

Zumindest die Crew hinter dem Spiel gibt sich im Interview mit Nintendo CEO Satoru Iwata sehr selbstsicher. Dazu gehören Ryuzi Kitaura (Dead or Alive 3 und 4, Ninja Gaiden Sigma), Yosuke Hayashi (Team-Ninja-Leiter, Tecmo) und Yoshio Sakamoto (“Vater” der Metroids, der neben der Samus-Saga übrigens auch am ersten Kid Icarus mitgearbeitet hat). Zusammengeschlossen haben sie sich unter dem Produktionsstudio “Project M”.

Metroid: Other M ist nach der Prime-Trilogie ein weiteres Metroid-Spiel, welches  nicht direkt bei Nintendo, sondern erstmals bei Team Ninja entsteht. Besonders die aufwändigen Cut-Scenes und die für Metroid-Verhältnisse leidenschaftliche und epische Geschichte haben es Sakamoto angetan, der das Projekt betreut.

Als dieser eines der neuen Story-Videos zu sehen bekam, verfiel er in ein (aus der Sicht von Kitaura, der den großen Meister zitternd versuchte von seinem Produkt zu überzeugen) unheimliches Schweigen. Erst kurze Zeit später erkannte Kitaura, dass Sakomoto nicht etwa enttäuscht oder wütend war – nein, ihm standen tatsächlich Tränen in den Augen.

Und ja, in besagter Szene war Samus in Strumpfhosen unterwegs. Vielleicht ein Grund mehr zu weinen – obwohl Japaner in solchen Szenen eigentlich mehr zu Nasenbluten neigen.

Samus Aran

Kitaura hatte es geschafft – die Arbeit, welche in den folgenden sechs Monaten auf ihn zukommen würde, hatte er damals natürlich noch nicht einschätzen können. Über 300 Storyboards mit über 2000 Bildern wurden in dieser Zeitspanne angefertigt – ein wahres Mammutprojekt.

Eines der größten Mysterien hinter dem Spiel: Wie kommt man auf die Idee, ein neuzeitliches Spiel ausschließlich für die Wiimote zu konzipieren? So antwortet Sakamoto stolz auf die Frage, ob Metroid: Other M ein “NES-Spiel mit der neuesten Technologie” sei: “Das ist genau, was es ist!”

Das heißt natürlich auch, dass der Spieler mit dem digitalen Steuerkreuz und zwei Buttons nur wenige Möglichkeiten hat, auf Samus Kontrolle auszuüben. Wie sich dieses Konzept letztendlich im Spiel anfühlen wird, erfahrt Ihr im ausführlichen Test in der nächsten M! Games – ab 27. August am Kiosk. Metroid: Other M erscheint am 3. September 2010 in Europa – exklusiv für Wii.

Das komplette Interview könnt Ihr übrigens an dieser Stelle nachlesen!

Fakten und Trailer findet Ihr außerdem hier:

Metroid: Other M – Trailer mit reichlich Gesprächen und Gefechten
10 Fakten zu Metroid: Other M
Metroid: Other M – Trailer

Brancheninsider analysieren: Geht der deutschen Videospielbranche die Luft aus?

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Im vergangenen Jahr gaben die Konsumenten für Software und Online-Games 1,8 Milliarden Euro aus, das sind 2,4 Prozent weniger als 2008, berichtet die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) anlässlich der Branchenmesse Gamescom 2010 in Köln. Das sei der erste Rückgang der Spieleindustrie seit sieben Jahren, erklärt die Gesellschaft.

Damit ist Deutschland in guter Gesellschaft mit anderen europäischen Märkten, die ebenfalls rückläufige Umsätze verzeichnen. Allerdings sei für das laufende Jahr eine geringfügige Steigerung um 04, Prozent auf knapp 1,81 Milliarden Euro zu erwarten, wie dem “German Entertainment and Media Outlook: 2010 – 2014” zu entnehmen ist.

Doch weshalb diese Trendwende? PwC führt dies auf zwei Entwicklungen zurück. Einerseits übten sich viele Konsumenten in Zurückhaltung, andererseits hätten Hersteller aufgrund des schwierigen Marktumfelds weniger neue Titel auf den Markt gebracht. Für das kommende Jahr erwartet PwC lediglich einen Zuwachs von 1,5 Prozent, erst ab 2012 seien Wachstumsraten von über fünf Prozent denkbar.

Damit befindet sich Deutschland hinsichtlich des Umsatzes durch Videospiele noch immer hinter Großbritannien und Frankreich, wo das Wachstum etwas positiver ausfällt. Bis 2014 jedoch prognostizieren die Experten von PwC für Deutschland ein jährliches Plus von 5,4 Prozent.

Eine weitere Facette spielt künftig eine nicht zu unterschätzende Rolle: Zwar bleiben Konsolenspiele auf absehbare Zeit der wichtigste Umsatzträger, plattformunabhängige Online-Spiele gewinnen aber zunehmend an Bedeutung. 2010 werden Konsumenten in Deutschland für Software auf Xbox 360, PlayStation 3 und Wii sowie den Handhelds rund 1,13 Milliarden Euro ausgeben, das sind 2,2 Prozent weniger als 2009, prognostiziert PwC. Mit verantwortlich für das gebremste Wachstum seien sinkende Preise für Konsolenspiele. Die Hoffnung liegt daher auf den neuen Steuerungskonzepten Kinect für Xbox 360 und Move für PlayStation 3 sorgen. Bei Konsolenspielen rechnet PwC  bis 2014 mit einem Umsatzanstieg um durchschnittlich 6,6 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro, PC-Spiele hingegen seien das einzige Segment des Spielemarktes, das im Prognosezeitraum schrumpfe, so PwC. Eine Ausnahme sei das Jahr 2010, in dem der Markt durch steigende Preise für PC-Spiele um 3,9 Prozent wachsen dürfte. Bis 2014 erwartet PwC jedoch einen durchschnittlichen Rückgang von 3,6 Prozent pro Jahr auf 371 Millionen Euro.

Todd Hollenshead über die Zukunft der id Tech 5 Engine

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Grafikengines sind ein lukratives Geschäft, betrachtet die beiden Vorzeige-Entwickler Epic Games (aktuell: Unreal Engine 3) und Crytek (aktuell: CryEngine 3), die einen beträchtlichen Teil ihres Umsatzes mit Lizenzgeschäften erwirtschaften. Doch der dritte Vordenker im Bunde – id Software – will seine neue id Tech 5 Engine nicht lizenzieren.

Zwar wurde das auf der ersten Präsentation während der QuakeCon 2007 noch angedacht, doch seit der Übernahme durch die ZeniMax-Media-Gruppe, zu der auch Bethesda Softworks gehört, hat sich das geändert. So erklärte jüngst id-Chef Todd Hollenshead, dass die id Tech 5 Engine nur innerhalb des ZeniMax-Komplexes zum Einsatz kommen werde, schließlich habe man dadurch einen Wettbewerbsvorteil im Rennen um immer protzigere und aufwändigere Spielgrafiken. Der ist angesichts bislang gezeigter Szenen des im nächsten Jahr erscheinenden Ego-Shooters Rage nicht zu übersehen, welche Spiele darüber hinaus die id-Technologie nutzen werden, ist bislang nicht bekannt.

Was macht eigentlich die Silent Hill Sängerin?

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Mary Elizabeth McGlynn veredelte zahlreiche Musikstücke aus der Feder des Silent Hill-Komponisten Akira Yamaoka. Doch der arbeitet wie berichtet nicht mehr für Konami. Stattdessen heuerte der musikalische Japaner bei Grasshopper Manufacture an und werkelt gerüchteweise zusammen mit Suda 51 und Shinji Mikami an einem noch nicht näher bekannten Projekt für Electronic Arts. Was all das mit der stimmgewaltigen Rockröhre zu tun hat? 

Auf ihrer Facebook-Seite gestand Sängerin Mary Elizabeth McGlynn nun, dass sie am nächsten Silent Hill wohl nicht beteiligt sei, kündigte aber an, mit Yamaoka an zwei neuen Stücken zu arbeiten – für das mysteriöse Grasshopper-EA-Projekt.

Hier noch ein Lied aus der letzten Silent Hill-Episode Shattered Memories, um die Vorfreude zu schüren:

 

Mein Name ist …

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Eigentlich stammt die ganze Chose der “Benennung von Dingen” ja aus der Bibel. Lange Zeit später begann der große Namensstreit, welcher vor allem die großen (und weniger großen) Philosophen über Jahre hinweg zu eifrigen Debatten verleitete – wer sich mit Sprechakttheorie, John Stuart Mill (“Namen haben keine Bedeutung”) und Otto Jespersen (das moderne “Namen haben ein Maximum an Bedeutung”) befasst hat, der weiß wovon ich rede.

Ich setze hier mal den gewöhnlichen Gamer voraus, der zum Joypad greift und das selige “The Legend of Zelda – A Link to the Past” in sein vergilbtes Super Nintendo stampft, einen von drei möglichen Spielständen auswählt und sich kurz darauf mit der wichtigen Frage der Namensgebung konfrontiert sieht. Wie soll der Held heißen?

Da werden schnell Erinnerungen an meine von pubertären Schimpfwörtern geprägten Jugendjahre wach. Klar, ich nenne den Helden “Arschkartoffel” oder “Fotzenschrubber”. Wie wär’s mit “Afterhöhlenforscher”? Verdammt, passt nicht! “Genitalkasper”? Auch nicht! Unglaublich, der interne Spielspeicher reicht nicht nur für popelige drei Spielstände, nein, ich muss mich auch noch mit maximal sechs möglichen Buchstabenstellen für meinen heroischen Fluch-Namen zurechtfinden!

“Hengst” soll es schließlich sein! Endlich geht das Abenteuer los!

Orioto Zelda

Umblende: Es regnet und donnert, Hyrule liegt unter dichten Wolken. “Hengst, I’m going out for a while. I’ll be back by morning. Don’t leave the house.” Klare Anweisungen von dem Mann mit dem blauen Haar und dem lustigen Schnäuzer (…soviel zum “Fotzenschrubber”). Ja, wir werden persönlich angesprochen – und wenn ich ehrlich bin, ist dies meine erste Erinnerung, wenn es um Namen in Videospielen geht. Da, wo das erste Mal die interne Glocke läutet, sozusagen. Das Spiel, welches meinen erdachten Namen einem der größten Videospielhelden zuordnete – und mich so noch mehr in seine Welt versinken ließ.

Später setzte sich anstelle “Hengst” das simple Kürzel “Dan” durch – nicht zuletzt aufgrund der verhassten 3-Ziffern-Limitierung älterer Arcade-Games. Erster Platz: Kim. Zweiter Platz: Jon. Dritter Platz: Dan. Toll, dass sich die üblen Dreierkürzel in heutigen Leaderboards nicht mehr wiederfinden – vor zwanzig Jahren wäre sowas “in einem Land, wo prähistorische Flipper-Maschinerie über die Arcades herrschte” noch als Science Fiction durchgegangen. Seitdem rettete Dan die Welt, die Prinzessin und den Kristall.

Leider gebar die neue Namensfreiheit der heutigen Zeit nicht nur Positives: Von durch Leetspeak durchsponnenen Namen (“Ra1d3r_N°1”) bis hin zu den pubertären Namen unserer Jugend (“DeineMUddA”) – jetzt, wo man sich entfalten kann, lässt man gleichzeitig alle Hüllen der guten Etikette fallen. Überraschend jedoch ist die Namenswahl über diverse Spiele-Genres hinweg durchaus unterschiedlich:

So neigt der gewöhnliche Modern-Warfare-Söldner eher zu durch Clantags noch weiter ins Unleserliche gezogene und so auf den Bildschirm eruktierte Zeichen- und Zahlenschwellungen im Stil eines “[BaZziNaToRs] effexx M4st4 of D3V1L F1R3 OF DEZZZ”.

Rollenspieler hingegen greifen gerne zu ihrem eigenen Namen als neues Aushängeschild für den Schwert schwingenden, Manatränke saufenden und mit schamlosen Feen umherziehenden Helden. Hier ist natürlich die Gnade der frühen Benennung seitens der Eltern praktisch – neuere Namen wie “Sylvana Sarafina Calenta” oder “Jeremy Pascal” und “Kevin Dustin Justin” lassen sich meist nur schwer atmosphärisch in Rollenspielen einbetten.

Aeris FF7Kleine Anekdote aus meinem Freundeskreis: Eine gewisse “J*nny” (Name wurde unkenntlich gemacht) wählte in Final Fantasy VII den äußerst schmerzhaften Weg und nannte Blumen-Tussi Aeris kurzerhand in “J*nny” um. Schade nur, dass das charmant-naive Gör im späteren Verlauf (SPOILER GEFAHR!) ums Leben kam… und J*nny in einen kummervollen Weinkrampf stürzte. Und damit ich nicht wieder als Chauvinisten-Schwein dastehe: Ja, ich habe auch geweint. Innerlich. Bitterlich. (okay, eine Lüge, ich war von Anfang an für Tifa! ha!)

Schlimm trifft es die Unkreativen: “Aragorn ist bereits vergeben. Bitte wählen Sie einen anderen Namen!” Und ja, es gibt einige Leute da draußen, die länger für einen Nickname brauchen, als meiner einer für einen Blog wie diesen.

Kurz gesagt: Namen vertreten uns auch virtuell. Und wir hängen an ihnen, da sie uns mehr als nur repräsentieren – sie sind Teil unserer Online-Identität. Und bevor dass nun vollkommen zur philophischen Debatte mutiert: Was machen eigentlich unsere Spiele-Helden in heutigen Zeiten?

Ja, auch hier gibt es einen Trend zu beobachten: Nachnamen! Während für “einfache” Heroen aus alter Zeit (die zugegeben auch heute noch prächtig funktionieren) ein “Link”, “Mario” oder “Pac-Man” ausreichten, benötigen die Geschichts- und Atmosphäre-starken, virtuellen Abenteuer von heute etwas mehr. Lara Croft konnte sich dabei noch jeder gut merken… bei Sheva Alomar hört’s dann zumindest bei mir auf mit dem “merken”. Chris Redfield und John Marston sind hingegen reine “Power”-Namen – hier hört man schon beim Aussprechen das Nachladegeräusch einer doppelläufigen Schrotflinte. Weiteres, schönes Beispiel für sprechende Namen: Ulala aus dem Dreamcast-Klassiker Space Channel 5!

Sheva Alomar

Erdachte Namen für Helden auf der einen Seite, der persönlich gewählte Spitzname auf der anderen Seite. Aber was ist eigentlich mit dem WIRKLICHEN Namen? Also in meinem Fall “Daniel Hecht”? Wie steht der gewöhnliche Internet-Nutzer und Spieler heutzutage zu diesem Namen?

Aktuell wurde diese Debatte erst kürzlich… und kochte gewaltig hoch. Activision-Blizzard hatte die wahnwitzige Idee, dass in den offiziellen Foren zu Starcraft 2 und MMO-Dauerbrenner World of Warcraft anstelle der Nicknames Klarnamen erscheinen sollten – als Teil der neuen Real ID Offensive und der Vorstellung untergeordnet, dass sich die Community auf diese Weise von Trollen und Stänkerern verabschieden könne.

Das Ergebnis der Ankündigung war vernichtend: Tausende Kommentatoren beschwerten sich, stänkerten, trollten und drohten Blizzard mit Kündigung, Selbstmord, Amoklauf, Kindstötung…. und Anwalt (in etwa in dieser Reihenfolge). Besonders beeindruckend war die Versiertheit der Nutzer: Nachdem sich ein Community-Manager öffentlich in den Foren zu seinem realen Namen bekannt hatte, dauerte es kaum eine Stunde bis sein Wohnort, seine Telefonnummer und die Schule seiner Kinder bekannt waren.

Dabei ist die naive Grundidee so gut: Daniel Hecht ist in Blur auf den ersten Platz gerast, er hat in Super Street Fighter IV mal wieder derbe auf den Sack bekommen… und so weiter. Nicknames kaschieren doch nur, wer man wirklich ist. Und ist es wirklich so schlimm zu zeigen, wer man wirklich ist? Ich meine, eigentlich sind wir doch nur so entsetzt aufgrund der ganzen “OMG, jemand könnte mich kennen”- Debatte, weil wir tief in unserem Inneren einen kleinen Hanswurst sitzen haben, der leise kichert “Verdammt, da draußen interessiert sich keine Sau für dich!”.

Und nein, Werbezombiestalker, welche unsere E-Mails und realen Postfächer mit Pseudo-Werbung zuballern, gehören NICHT in diese Rubrik von Menschen, die an Euch interessiert sind. Ebenso wenig die Trolle, die Euch drohen: “Ich finde heraus, wo du wohnst! Ich hau dich! Ich kill dich! Ich backe einen Kuchen mit deiner Mutter!”

Nein, am Ende hockt Ihr einfach nur vor Eurem PC in Eurer Wohnung und wundert Euch, dass seit mehreren Jahren niemand mehr die Türklingel betätigt hat, WEIL es heutzutage mehr “in” ist, Euch bei Facebook Schweine, Hühner und Mafia-Gelder zu schicken. Weil Ihr per Webcam mit Eurer Familie chattet. Weil Ihr per Nickname in einer Masse untertaucht, die anonymer und unheimlicher nicht sein könnte – wenn Neo die Matrix in der heutigen Zeit sehen könnte, er würde sich in seinen verdammten Popcorn-Becher erbrechen.

So verrückt es klingen mag: Ich bin mir sicher, dass es in einer utopischen Internet-Welt ohne Fake-Namen durchaus weniger Trolle geben würde. Wir fühlen uns nicht mehr verantwortlich für unsere Kommentare, nehmen viel mehr auf die leichte Schulter, als gut für uns ist – die Verschleierung durch Namen trägt wesentlich dazu bei, uns im virtuellen Raum zusätzlich abzukapseln.

Natürlich gehören gewaltig dicke Cojones dazu, sich im Internet als derjenige darzustellen, der man wirklich ist. Anonymität hat viele Vorteile – jedoch vor allem für diejenigen, welche ihre kleinen, dreckigen Geschäfte damit machen. Ein Internet ohne Nicknames? Undenkbar… und dank der erst kürzlich zum Rückzieher von Blizzard mutierten Debatte auch eindeutig nicht gewünscht vom Großteil der Nutzer.

Lustigerweise funktioniert es in China bald genauso, wie Blizzard es im “Westen” geplant hatte: Aufgrund einer Limitierung der Spielzeit werden Spieler von Online-Games dazu genötigt, Ihren realen Namen zu nutzen. Diese Regelung ist keine Spinnerei – sondern seit dem ersten August 2010 Realität.

Und wer mich jetzt aus Rachegedanken stalken will, der ist herzlich dazu eingeladen: Auf Xbox Live findet Ihr mich unter “Insulino” (Diabetiker FTW!), im PSN unter “Ratpack“, meinen Blog kennt ihr ja (www.daniel-daddelt.de) und unter Facebook stalkt ihr mich unter meinem richtigen Namen – viel Spaß!

Call of Duty: Black Ops – Zwei Special Editions in den USA

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Activision übernimmt im Wettrüsten der Sammler-Editionen vorerst die Führung. Gleich zwei besondere Varianten von Call of Duty: Black Ops sind ab jetzt in den USA vorbestellbar.

Der “normale“ Sammler greift zur Hardened Edition (ca. 80 Dollar). Diese enthält neben dem Spiel im schmucken Steelbook vier exklusive Karten für den Koop-Modus, exklusive Outfits für Playstation Home/Xbox Avatare und eine Medaille samt Schaukasten.

Echte kalte Krieger kommen aber an der Prestige Edition (ca. 150 Dollar) nicht vorbei. Neben all den Extras der Hardened Edition beinhaltet diese das “RC-XD Video Surveillance Vehicle” – ein ferngesteuertes RC-Modellauto, dessen virtuelles Gegenstück im Mehrspieler-Modus von Black Ops für zündenden Spaß sorgen soll. Das Sahnehäubchen ist ein in die Fernbedienung eingebauter TFT-Monitor (Auflösung 220 x176 Pixel) der Live-Bilder von der am Modellauto angebrachten Videokamera überträgt.

Ganz harte Kerle verstecken sich zukünftig in warmen Sommernächten mit ihrem Nachtsichtgerät aus der MW2 Prestige Edition im Gebüsch und fahren mit dem RC-Auto auf Entdeckungstour unter die Röcke ahnungsloser Fußgängerinnen. Activision feiert derweil die neue Prestige Edition mit einem eigenen Trailer:

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