Traurige Botschaft für alle Anhänger typisch japanischer Software: Nier war wohl das letzte Projekt des Entwicklerstudios Cavia. Die Macher von u.a. Drakengard 1 & 2 (PS2), Bullet Witch (Xbox 360), Resident Evil: Umbrella Chronicles & Darkside Chronicles (Wii) hatten vor kurzem das grafisch altbackene, spielerisch wie atmosphärisch aber gelungene Action-Rollenspiel Nier veröffentlicht (hier geht’s zum Test).
Das stieß bei zahlreichen Kritikern auf wenig Gegenliebe und blieb auch in puncto Verkaufszahlen hinter den Erwartungen zurück. Vor allem letzteres war wohl eine herbe Enttäuschung, hatte doch der bei Square Enix für den Titel verantwortliche Produzent Yosuke Saitoh im M!-Interview noch verlauten lassen, dass Nier das bisher aufwändigste und teuerste Spiel von Cavia gewesen sei.
Wie Mitglieder des Teams in einem Interview mit der japanischen Webseite 4gamer.net verrieten, schluckt die Mutterfirma AQ Interactive das Studio und übernimmt die Mitarbeiter; zu AQ Interactive gehören u.a. auch die Entwickler Feelplus, Artoon und Xseed. Fans von Cavia können demnach aufatmen – zwar wird das Markenzeichen Cavia verschwinden, die kreativen Geister bleiben uns aber erhalten.




Ein weiteres Kuriosum aus dem Lande Japan: Square Enix geht eine Japan-exklusive Partnerschaft mit dem Fastfood-Giganten McDonalds ein. Ab dem 30. Juli sollten japanische Kunden der Fresstempel mit dem gelben M einen DS zum Mampfen mitbringen: Denn bis zum 9. September können sie sich gratis ein Zug-Design im McDonalds-Look für ihr DS-Spiel Densha de Go herunterladen.
Darüber, dass sich japanische Entwickler in einer (umstrittenen) Sinnkrise befinden und befürchten, den Anschluss an die Produktionsstandards der westlichen Industrie zu verlieren, haben wir schon mehrfach berichtet. Dass Hideo Kojima diese Meinung teilt, ist ebenfalls bekannt. Die fehlende Motivation der japanischen Szene nennt er nun als Hauptgrund für die Krise.



