Videospielredakteure kommen regelmässig in den Genuss, vor dem Release Spieleperlen testen zu dürfen. Doch dann gibt es auch jene Momente, in denen einige Spielegurken auf dem Schreibtisch landen, die auch rezensiert werden möchten – da muss man schon mal in den sauren Apfel oder in diesem Fall die saure Gurke beissen
Willige Spieler und natürlich auch Spielerinnen schlüpfen in der Lizenzversoftung Germanys Next Topmodel in die Rolle eines angehenden Topmodels, das sich in Entscheidungsshows gegen zickige Konkurrentinnen durchmogeln muss. So dirigiert man die dünnen Models durch eine grobpixelige WG, in welcher der ultraharte Model-Alltag und das gegenseitige Anzicken trainiert werden.
Euch erwarten unglaublich fordernde Minispiele: Da darf man sich zur Gothic-Braut umstylen, bunte Kleider wie ein Clown anziehen und schon mal auf dem Laufsteg die staksigen Beinchen bewegen. Sogar eine Küche stellt die WG freundlicherweise zur Verfügung, in der Kalorien gezählt werden. Wer Übergewicht oder ein schlechtes Gewissen hat, darf sich im Fitnessraum ordentlich abrackern.
Schon das TV-Format ist eine Qual und zwingt zum Kanalwechsel. Auch der virtuelle Ausflug in eine Modelkarriere besitzt keinerlei Unerhaltungswert. Die hässlichen Animationen, die sich selbstständig machende Steuerung, die vorgegaukelte Interaktivität, die dümmlichen Dialoge und die verkorksten Minispiele sind eine Qual und machen Germanys Next Topmodel zu einem billigen Softwareauswurf – dann ziehen wir uns doch lieber die TV-Sendung rein, da gibts wenigstens Werbung…
Wie siehts mit Euch aus, habt ihr den Toptitel schon durchgespielt?