Mit 6 von 10 Punkten staubte Wii Music zwar keine besonders hohe Wertung ab, doch in den USA gibt es eine Gruppe von rund 60 Menschen, die geradezu begeistert von Nintendos Musikspiel ist. Die Rede ist von Lehrern wie zum Beispiel Eileen Jahn, die an der St. Philip’s Academy in Newark, New Jersey, Musik unterrichtet.
Um den gelernten Stoff zu wiederholen und zu vertiefen nutzt Jahn Wii Music. Eigenen Angaben zufolge soll sich dadurch das Hörverständnis ebenso verbessert haben wie das Rhythmusgefühl der Schüler. In einem Fall, so Jahn, fand eine Schülerin durch das Spiel den Mut, sich am Unterricht zu beteiligen. Während sie das Mädchen bis dato kaum zum Mitmachen bewegen konnte, sei durch eines der Minispiele das Eis gebrochen. Als es darum ging, verschiedene Klänge zu unterscheiden, war die Schülerin geradezu begeistert.
Helen Krofchick, Musiklehrerin einer Grundschule in South Carolina, erklärt sich den Erfolg so: “Schüler verbringen eine Menge Zeit im Klassenzimmer damit, Anweisungen der Lehrkräfte zu befolgen. Nur selten haben sie die Chance, sich selbst in irgendeiner Form zu verwirklichen, so wie im Kunstunterricht. Manche trauen sich nicht, vor ihren Mitschülern etwas zu tun. Wenn man Kindern jedoch in Form eines Spiels präsentiert, fällt das Mitmachen viel leichter. Interessanterweise spielt Angst dann keine Rolle mehr.”
Die vielversprechende Kooperation entstand zwischen der National Association for Music Education (MENC) und Nintendo USA.
