
Es gibt Genres, die sterben einfach aus. Es gibt Genres, die vom Zahn der Zeit zerfleddert wurden. Und es gibt Genres, die immer wieder auftauchen und scheinbar nie altern.
Genau das ist bei Rundenstrategie der Fall: Ich habe die gepflegten Spielstunden mit “Battle Isle” (PC, Amiga) geliebt und war überglücklich über die Virtual-Console-Umsetzung des Hexfeld-Urahns “Military Madness” (PC-Engine, 1989) respektive “Denaris” (TurboGrafx-16). “Advance Wars” führte die Tradition fort und nun folgt unerwartet ein weiterer Vertreter. Die Handheld-Versionen von “EndWar” greifen nicht das Echtzeit-Spielprinzip der großen Konsolenbrüder auf. Stattdessen bedienten sich die deutschen Entwickler Funatics des oftmals kopierten Spielprinzips.
Und wisst Ihr was? Es macht immer noch genauso Spaß wie mit den Urahnen. Das strategische Ziehen von Einheiten auf meist hexagonalen Feldern, die taktische Planung und die diebische Freude, dem Gegner die Basen wegzuschnappen all die Spielfreude funktioniert auch beim hundertsten Aufguss. Nur schade, dass viele Spielehersteller nicht kapieren, dass genau das bei vielen anderen Genres nicht funktioniert…
Genre Reloaded
Preisdumping bei PS2
Seit Aldi die PlayStation 2 in ihr Sortiment aufgenommen hat, findet ein wahrer Preissturz statt. Statt dem offiziellen Preis von 130 Euro hatte Aldi Süd zunächst die PlayStation 2 für 99 Euro angekündigt. Media Markt & Amazon reagierten prompt und senkten den Preis auf schlappe 79 Euro. Ab heute steht die PS2 für nur noch 77 Euro in den Aldi-Regalen – preiswerte Spieleschnäppchen wie “Gran Turismo 4” oder “Ratchet & Clank 3” für 18 Euro gibt’s obendrein. Wer weiss: Vielleicht gibt’s die PS2 schon bald zum Preis eines PS3-Spieles?
600.000 Euro für Deutschen Computerspielpreis
Der Deutsche Computerspielpreis wird am 31. März 2009 erstmals in München vergeben. Die Preise unterteilen sich in zehn Kategorien mit einem Gesamtwert von 600.000 Euro. Prämiert werden unter anderem herausragende und pädagogisch wertvolle Produkte sowie das “Beste deutsche Spiel”. Getragen wird der Preis vom Staat, den Verbänden der Spieleindustrie sowie dem Cluster Audiovisuelle Medien (CAM) – einer Abteilung des FilmFernsehFonds Bayern.
PS2 wird offene Plattform
Sony macht die PlayStation 2 zur offenen Plattform: Der Hersteller verzichtet künftig auf die offizielle Freigabe und Lizenzgebühren von PS2-Spielen. Das bedeutet, dass jeder Entwickler für die Plattform Spiele herstellen und herausgeben kann. Normalerweise muss jeder Konsolentitel (im Gegensatz zur PC-Welt) eine oft langwierige Qualitäts-Prüfung seitens des Hardwareherstellers durchlaufen, bevor er produziert werden darf. Dies entfällt nun bei der PS2. Sony will insbesondere osteuropäische und indische Entwickler animieren, günstig Spiele zu produzieren. Damit wird der PS2 mit ihren 131.3 Millionen verkauften Exemplaren wieder Leben eingehaucht.So dürfen wir uns hoffentlich bald auf frische Spielkonzepte und skurrile Kreationen auf der altgedienten PS2 freuen!
Gewinneinbruch bei Sony
Bereits letzte Woche hatte Sony eine Gewinnwarnung herausgegeben. Nun veröffentlichte der Hersteller die endgültigen Geschäftszahlen. Und die sind alles andere als rosig: Im zweiten Quartal 2008 ging der Nettogewinn auf 20,8 Millarden Yen (168 Millionen Euro) zurück (-70% zum Vorjahreszeitraum). Der operative Gewinn fiel um 90% – von 111 auf 11,6 Milliarden Yen (89 Millionen Euro). Der Grund: ungünstige Wechselkurse wegen starkem Yen, Verluste bei der Sony Lebensversicherung und der kriselnde Aktienmarkt.Zumindest geht’s in der Spielesparte langsam bergauf, denn diese verzeichnete ein Plus von 10%. Der operative Verlust wurde von 97 auf 40 Millarden Yen eingedampft. Die PS3 hat sich außerdem zum Vorjahr um 86% besser verkauft.
LANtastisch
Gestern beim Durchblättern eines Merchandise-Katalogs entdeckt:“Wer ist LAN” T-Shirt…auch wenn’s doof ist, konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen.Schon vor einiger Zeit bin ich über dieses Kleidungsstück gestolpert:WLAN-Shirt…für alle, die zu faul sind mit DS, PSP oder Laptop nach WLAN-Hotspots zu suchen.
Achievements sind toll Teil 1
Nicht jeder findet sie interessant oder gar motivierend, aber ich mag sie: die Achievements auf der Xbox 360.Nun haben viele Spiele nicht gerade originelle Auszeichnungen: Das Beenden eines Levels oder das Erledigen von einer vorgebenenen Feindeszahl ist 08/15, aber das Gamerscore-Konto wird trotzdem gefüllt.
Richtig viel Spaß machen die Dinger, wenn sie überraschend und noch dazu originell sind ein solches (siehe Bild) ist mir beim Spielen von Saints Row 2 begegnet. Weil es zu den geheimen Achievements gehört, will ich es Euch nicht ganz verderben, sondern nur den Hinweis geben, wie Ihr selbst dazu kommt:Schnappt Euch mit Eurem Ganoven ein Auto, schaltet dann zum Radiosender 107.77 “The Mix FM” und gondelt eine Weile durch die Gegend bis ein ganz bekannter 80er-Klassiker gespielt wird.Klingt nebulös? Richtig, aber der Effekt ist einfach zu gut, um ihn durch genauere Beschreibung zu verraten. Für PS3-Besitzer sollte das übrigens auch klappen die kriegen dann zwar keine Trophy, aber der Gag funkitoniert auch so.
Avalanche Studios halbieren Personal
Auch in Skandinavien sitzt das Geld nicht mehr so locker: Bei den schwedischen Avalanche Studios dreht der Job-Sensenmann seine Runden und kappt satte 77 von etwa 160 Arbeitsplätzen.Grund dafür ist Insider-Quellen zufolge akute Kapitalknappheit, weil zwei Entwicklungen gestrichen werden mussten: Die beiden bisher nicht angekündigten Spiele gehen ins Bit-Nirvana ein, weil ein Auftraggeber sich lieber auf den Goldesel Casual Games verlegen will. Der andere wiederum ist so knapp bei Kasse, dass externe Entwicklungen gestoppt wurden – damit sollen über 35 Millionen Dollar wegfallen.Bitter für Avalanche, für Spieler gibt’s aber zumindest eine gute Nachricht: Das schon länger bekannte Just Cause 2 ist nicht in Gefahr und soll irgendwann fertig werden – einen (glaubwürdigen) Termin gibt’s dafür aber noch nicht, das ursprünglich angepeilte 4. Quartal 2008 wird’s sicher nicht mehr.
Guitar Hero macht sexy – der Beweis
Das Gerücht, nur hässliche Nerds würden Videospiele zocken, ist schon lange widerlegt – immer wieder bekennen sich inzwischen auch normal- bis gutaussehende Menschen zu ihrem Hobby.Auch auf der Business-Seite der Branche tummeln sich Männer und Frauen, die ohne Papiertüte auf dem Kopf herumlaufen können. Dass eine PR-Karriere aber das Sprungbrett zu textilarmem Ruhm sein könnte – das ist neu.Im reifen Alter von 29 hat es Grace Kim in der aktuellen US-Playboy-Ausgabe zum Playmate des Monats geschafft. Das ist an sich nichts besonderes (passiert schließlich alle vier Wochen einem neuen Mädel), wäre da nicht ihre Videospiel-Vergangenheit: Grace arbeitete bis vor kurzem als PR-Frau für Guitar Hero bei Activision.Wie Ihr am Bild seht, schämt sie sich nicht dafür (und spielt auch Rock Band gerne). Zudem steht sie ihren Fans todesmutig in einschlägigen Daddel-Foren und -Webseiten Rede und Antwort.
Leichte Mädchen in Castlevania Judgment
Die Beat’em-Up-Ausgeburt von Konamis langlebiger Castlevania-Serie kommt zwar erst Anfang nächstes Jahr für den Wii, aber inzwischen haben wir einen Pluspunkt daran entdecken können.Als Prügelspiel hat Castlevania Judgment bislang wenig Eindruck auf uns machen können, wildes Remote-Geschwinge ohne Tiefgang gehört jedenfalls nicht zu dem, was sich Serien-Fans wünschen – die wollen eigentlich gar keine Klopperei, sondern ein vernünftiges Adventure, aber daraus wird ja wohl nichts.Wie dem auch sei, zu Castlevania Judgment wurden dieser Tage ein paar neue Kämpfer vorgestellt: Trevor Belmont (noch einer), Golem (gähn) und.. Evil Rose.Okay, nicht wirklich die dralle Wrestlerin aus Rumble Roses, aber ein Mädel namens Carmilla, die den gleichen Modegeschmack und ähnliche Maße hat – als immerwährende Dienerin von Dracula hat sie sich frisch gehalten.








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