Wie Factor 5 auf seiner Website mitteilt, wurde das Entwicklungsstudio in San Rafael, USA geschlossen. Als Grund führt das Unternehmen den unerwarteten Konkurs des Publishers Brash Entertainment an, durch den Factor 5 in der derzeitigen Wirtschaftssituation seine Geschäfte nicht länger fortführen kann. Die deutsche Niederlassung in Köln ist von dieser Maßnahme nicht betroffen: Weitere Spieleprojekte seien für die Zukunft zu erwarten.
Take-Two verklagt Apogee und 3D Realms
Der Duke kommt nicht mehr – schlimm genug für die Fans, die Duke Nukem Forever vor zwölf Jahren vorbestellt haben. Doch auch für den insolventen Entwickler 3D Realms hat das Scheitern des berühmt-berüchtigten Projektes unangenehme Konsequenzen. Bereits im Jahr 2000 zahlte Take-Two rund 12 Millionen US-Dollar für die Veröffenlichungsrechte. Der Vorwurf des Publishers: Anstatt das Spiel wie vereinbart fertig zu stellen, seien am sechsten Mai bei 3D Realms die Arbeiten eingestellt, die Mitarbeiter entlassen und das Studio geschlossen worden. Dabei wurde erst 2007 eine zweite Vereinbarung getroffen und der Entwickler habe immer wieder bestätigt, dass man am Spiel arbeite.
Kein Atari in Europa mehr
Sobald Namco Bandai die Übernahme von Atari Europe abgeschlossen hat, ist der traditionsreiche Name Atari Geschichte. Zumindest in Europa, denn hier hält Namco Bandai derzeit 34 Prozent der Firmenanteile, die restlichen 66 Prozent sollen in den nächsten Wochen von Infogrames erworben werden. Künftig soll sich das neu gegründete Unternehmen Distribution Partners um den Vertrieb der Namco-Bandai-Produkte in Europa sowie Asien, Australien und Neuseeland kümmern. Zudem sollen neben zusätzlichem Personal auch europäische Atari-Mitarbeiter aus den Bereichen Vertrieb und Marketing übernommen werden. Der Markenname Atari verschwindet zwar aus Europa, in den USA will das Unternehmen als Atari, Inc. weiterhin aktiv sein.
Neue PS3 im Anmarsch?
Über eine chinesische Webseite sind Bilder einer neuen PS3 aufgetaucht. Die teils unscharfen Schnappschüsse zeigen neben der Konsole auch den Karton für die Hardware. Sollten sich die Aufnahmen als echt erweisen, wird die neue PS3 deutlich schrumpfen, das abgerundete Design bleibt dennoch erhalten.

Oben zu sehen ist die deutlich schlankere Oberschale der PS3.

Hier zu sehen ist die Frontblende der Unterseite mit 2 USB-Anschlüssen wie bei der bisherigen PS3.

Hier die Front mit dem Blu-Ray-Laufwerk.

Oben zu sehen ist die Rückseite: Offenbar bleiben die Anschlüsse wie HDMI, AV-Out, Netzwerk und optischer Soundausgang erhalten. Unklar ist, ob das Netzteil (wie schon bei der PS2 Slim) ausgelagert wird.

Auf dem Karton ist auch die Festplattengröße zu erkennen: 120 GB. Augenscheinlich wird auch das Playstation3-Logo geändert, das nun deutlich abgerundeter auftritt:

Für einen Fake sehen die Fotos zu echt aus – eine Bildmontage scheint uns daher unwahrscheinlich. Dennoch kann es sich auch um einen chinesischen Nachbau der Konsole handeln. Möglich ist auch ein Werbegag seitens Sony.
Videospiel trifft Kinoposter
Im Forum des britischen Kinofilm-Magazins Empire hat sich ein Grüppchen kreativer Köpfe zusammengetan und bastelt regelmäßig eigene Plakat-Remixes zu Filmen, bei denen ein bestimmtes Thema mit eingebaut werden muss. Vor etwa einem Monat nahm sich der Basteltrupp Videospiele vor. Ein Beispiel der Resultate seht Ihr unten, den Rest findet Ihr unter diesem Link.

Might & Magic erobert den DS
Die langlebige Might & Magic-Serie machte sich auf Konsolen in den letzten Jahren rar, lediglich auf der Xbox 360 wurden in Dark Messiah of Might and Magic: Elements (den Test findet Ihr hier) Fantasy-Abenteuer bestanden.
Ubisofts neuer Anlauf hält einige Überraschungen parat: Might & Magic Clash of Heroes erscheint für DS und verlässt die grimmig-brutale Linie seiner Ahnen. Mobil wird die Puzzle Quest-Strategie verfolgt – Ihr kämpft also nicht in Echtzeit oder mit scharfen Waffen, sondern in Form von Knobeleinlagen.
Auch die Optik wird neu ausgerichtet und setzt auf den populären Manga-Stil. Für die Entwicklung sind Capybara Games zuständig, die bislang im Handy- und iPhone-Sektor mit Puzzlespielen Erfolge feierten.
Von der DS-Umsetzung der beiden Puzzle Quest-Teile waren wir nicht begeistert, deswegen sind wir auf Clash of Heroes gespannt. Die ersten Bilder (siehe Galerie) machen einen guten Eindruck, jenseits der Knobel-Schlachtfelder soll der epische Abenteuer-Aspekt nicht zu kurz kommen. Die Veröffentlichung ist derzeit für August 2009 geplant.
NES-Module: Der virtuelle Retro-Kunstgenuss

Der japanische Videospielhändler Meteor stellt bis Ende Mai speziell gestaltete NES-Module aus, die kreative Fans von Nintendos Oldie-Konsole entworfen haben. Die Spiele sind natürlich nicht echt, aber Witz und Charme haben die Kreationen zweifelsohne.
Wer die nächsten Wochen nicht das Geld oder die Zeit habt, gen Nippon zu jetten, für den gibt’s eine praktische Online-Lösung: Meteor hat sämtliche Ausstellungsstücke auf eine Webseite gepackt. In der stöbert Ihr mit einem netten Echtzeit-3D-Design durch die Exponate und genießt den Witz und Charme der Entwürfe. Wer der japanischen Sprache mächtig ist, kann weitere Zusatzinformationen nachlesen – aber auch so lohnt sich der virtuelle Besuch.
Duke Nukem lebt weiter – irgendwie

Während Fans von Duke Nukem Forever nach 3D Realms’ Schließung in die Röhre schauen, reiben sich Apogee und Deep Silver angesichts der unverhofften zusätzlichen Aufmerksamkeit die Hände. Für die Duke Nukem Trilogy auf PSP und DS suchen beide Firmen ab sofort den passenden Frontmann: Unter www.dukeisback.com können sich Selbstdarsteller und andere Personen mit einem kurzen Videoclip bewerben, in dem sie ihre Fähigkeit unter Beweis stellen sollen, den Duke würdig als Realfigur zu repräsentieren. Dann mal viel Glück…
Neues Design für USK-Logos

Lange genug hat’s gedauert, nun ist es vollbracht: Die USK-Alterskennzeichen auf Spielepackungen bekommen ab dem 1. Juni 2009 ein neues Design. Wesentlich schöner als die bislang bekannten Monster-Rauten ist die neue Variante nicht, sie bessert aber zumindest in Sachen Verständlichkeit nach: Für sämtliche Altersstufen werden jetzt große plakative Zahlen verwendet, also auch bei “ab 0” und “ab 18” – das sollten jetzt selbst die unaufmerksamsten Eltern kapieren.
Spielende Studenten, forschende Spieler
In der Reihe “Game Studies“ veröffentlicht der Verlag Werner Hülsbusch Abschlussarbeiten junger Medien- und Kommunikationswissenschaftler und gibt damit einen Querschnitt durch den Stand der deutschen Computerspiel-Forschung.
Die Titel der vier Neuerscheinungen sind respekteinflößend: Der Soziologe Alexander Stoll untersucht mit “”Killerspiele’ oder E-Sport“ die “Funktionalität von Gewalt und die Rolle des Körpers in Multiplayer-Ego-Shootern“ (28,90 Euro).
Roman Sedas “Interactive Storytelling im Computerspiel: Adventure Games im Spiegel polymedialer Einflüsse“ (35,90 Euro) beschreibt westliche Abenteuerspiele.
Ebenfalls als LucasArts-Fan outet sich Berhard Rapp mit “Selbstreflexivität im Computerspiel: Theoretische, analytische und funktionale Zugänge zum Phänomen autothematischer Strategien in Games“ (32,90), während Michael Mosel mit “Gefangen im Flow? Ästhetik und dispositive Strukturen von Computerspielen“ (29,90) acht Beiträge von Forschern der Jahrgänge 1979 bis 1983 sammelt, die sich mit Musik, interaktiven Dramen und Ideleogievermittlung beschäftigen.
Wer sich an Formulierungen wie „als Selbstthematisierungsakt gerieren“ (Rapp) und „zeitliche Immersion (…) durch Integration prozessorientierter Echtzeitelemente befördert“ (Seda) nicht stört und wissen möchte, was „körperferne Systemtheorie“ und aristotelischen Strukturen mit Videospiel zu tun haben, erhält auf jeweils 160 bis 300 zum Teil farbig bebilderten Seiten Einblick ins Denken jungen Theoretiker.
Einige der Ansätze sind scharf, andere originell. Der schwer lesbar Kauderwelsch aus Medien- und Computer-Englisch, geisteswissenschaftlichem Fachjargon, Einschüben, Abkürzungen und Klammern ist vielen Aussagen jedoch hinderlich und bremst das Lesevergnügen.








