Managergehälter in der Spiele-Industrie

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In Zeiten von Wirtschaftskrise und Staatshilfen in Milliardenhöhe wird die Diskussion um überzogene Managergehälter erneut zum Politikum. Besonders heikel ist es, wenn vom Staat gestützte Millionengehälter gezahlt werden – so wie beim Geschäftsführer des amerikanischen Dienstleister-Konglomerats General Electronic, wie auf gametradejournal.com nachzulesen ist. Jeffrey Immelt verdient die stolze Summe von 23,7 Millionen US-Dollar pro Jahr während sein Unternehmen Steuergelder frisst.

Die Spielebranche hängt zwar nicht am Tropf des Steuerzahlers, dennoch wollen wir Euch unkommentiert das Jahressalär ausgewählter Geschäftsführer der Spiele-Industrie vorstellen.

 

Activision CEO Bobby Kotick: 14,9 Million US-Dollar
Bevor Activision mit Vivendi fusionierte, lag das Jahresgehalt von Kotick bei vergleichsweise mickrigen 2,8 Millionen US-Dollar. Jetzt ist er der bestbezahlte Manager der Branche mit 5 Mio. US-Dollar. Den Rest erzielt Kotick mit Bonuszahlungen und dem Halten von Aktien. Übrigens hat Activision im vergangenen Jahr 107 Mio. US-Dollar Verlust eingefahren.

 

 

Electronic Arts CEO John Riccitiello: 5 Million US-Dollar

Eine Aktienrendite von 3,6 Mio. US-Dollar und Bonuszahlungen von 625.350 US-Dollar heben das von EA gezahlte Grundgehalt von 750.000 US-Dollar. Der erwartete Verlust für das laufende Geschäftsjahr von EA beläuft sich auf rund 3,5 Mio. US-Dollar.

 

 

 

THQ CEO Brian Farrell: 2,7 Million US-Dollar
Den Löwenanteil des Jahressalärs bestreitet Farrell aus Prämienzahlungen. Sein Grundgehalt liegt bei 651.087 US-Dollar.  THQ machte im 3. Quartal des laufenden Geschäftsjahres 192 Mio. US-Dollar Verlust – auch für das 4. Quartal ist keine Besserung in Sicht.

 

 

 

GameStop CEO Dan DeMatteo: $4.9 million
Erst seit Sommer  letzten Jahres im Amt, verdient DeMatteo prächtig. Allein die Bonuszahlungen belaufen sich auf 2,4 Mio. US-Dollar. Die Handelskette verdient vor allem durch den regen An- und Verkauf von gebrauchten Videospielen.

 

Midway CEO Matt Booty: 387.584 US-Dollar
Booty übernahm im Oktober des letzten Jahres den Chefposten und löste David Zucker ab, der noch 1,5 Mio. US-Dollar verdiente. Der Rest ist Geschichte: Midway America hat Insolvenz angemeldet, die Rechte von Wheelman an Ubisoft verscherbelt und will seine Mortal-Kombat-Lizenz ebenfalls verkaufen.

 

 

 

Majesco CEO Jesse Sutton: 943.847 US-Dollar
Einer der wenigen amerikanischen Publisher, die Gewinne verbuchen konnten ist Majesco. Sutton verdient 356.073 US-Dollar Grundgehalt und etwa das gleiche noch einmal durch Prämien – nicht zuletzt dank des sehr guten Verkaufs von Cooking-Mama-Spielen. Majesco macht derzeit ein Plus von 3,4 Mio. US-Dollar.

 

 

Take 2 CEO Ben Feder: 1 Million US-Dollar
Ben Feder verdient zwar deutlich mehr als eine Million US-Dollar, jedoch nicht aus der Take-2-Kasse. Feder bekommt von der Management-Firma Zelneck Media einen weiteren Gehaltsscheck. Take Two verbucht im laufenden Geschäftsjahr dank GTA IV ein wahrscheinliches Plus von 97 Mio. US-Dollar.

 

 

 

Streng limitierte Armbanduhr zu Resident Evil 5

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In den nächsten Tagen wird eine exklusive und auf 555 Stück limitierte Armbanduhr zum Actionspiel Resident Evil 5 im Internet-Versandhandel gamestation.co.uk vorbestellbar sein – allerdings nur für Kunden innerhalb Großbritanniens.

Das hochwertige Sammlerstück ist von Capcom offiziell abgesegnet. Ein kleines Capcom-Logo befindet sich auf dem Verschluss des Metallarmbands, zudem ist auf der Innenseite eine Seriennummer eingraviert. Die Uhr wird in einer schicken Display-Box samt Echtheitszertifikat  ausgeliefert. Das Bonbon zum Schluss: Mit 119,99 Britische Pfund ist das gute Stück recht erschwinglich.

Designer Adi Wells hat bereits im Vorjahr eine begehrte und ebenfalls streng begrenzte ’Metal Gear Solid 4’-Uhr gefertigt, die innerhalb weniger Tage vergriffen war.

Englische Gesundheitskampagne beschuldigt Videospiele

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Aufregung im Vereinigten Königreich: Das britische Gesundheitsministerium schießt mit seiner Change for Life-Kampagne gegen Videospiele und Gamer.

Die dazugehörige Printanzeige lässt keinen Zweifel daran, dass Videospielen gesundheitsgefährlich ist. “9 von 10 Kindern laufen Gefahr, übergewichtig zu werden. Auch wenn sie heute noch gesund aussehen, im Erwachsenenalter können sie frühzeitig an einem Herzleiden, Diabetes oder Krebs sterben. Also sorgen Sie dafür, dass sich Ihre Kinder eine Stunde am Tag bewegen. Reduzieren Sie die Fettmenge, die Ihr Kind täglich zu sich nimmt.”

An der Botschaft selbst haben wir nichts auszusetzen. Die Verknüpfung mit einem gelangweilten, videospielenden Kind ist allerdings – sorry, Ihre Majestät – Populismus vom Feinsten. Natürlich gibt es Kinder, die sich zu wenig bewegen, aber das würden sie auch ohne Videospiele tun. Die mit Nintendos Wii gestartete Fitnesswelle samt Wii Sports und Wii Fit bringt wohl eher Leben in die Bude, als dass sie Kids ans Sofa fesselt.

Pikant: Wie die englische Webseite mcv berichtet, zieht Sony rechtliche Schritte gegen die Aktion in Erwägung. Das Kind in der Anzeige hält nämlich einen PS3-ähnlichen Wireless-Controller in den Händen… Sony wurde im Vorfeld darüber nicht unterrichtet.

 

 

 

Fossilien der Zukunft

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Die “Ausgrabungen” des Chicagoer Künstlers Christopher Locke haben erstaunliche Fossilien hervorgebracht – geliebte Gadgets vergangener Generationen wie den Dexteludicrum repuerasco (außerhalb wissenschaftlicher Kreise im Altertum geläufig als Game Boy) oder das Dominaludus nintendicus (gerne  bezeichnet als “NES Pad”)…

Seht selbst: www.heartlessmachine.com


 

Gamer-Shirts für Japan

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Im Zusammenhang mit japanischer Mode ist dem ein oder anderen vielleicht schonmal der Name Uniqlo über den Weg gerannt. Die Ladenkette ist vergleichbar mit H&M in Deutschland: Fesche Mode zum günstigen Preis.

Uniqlo hat seit geraumer Zeit die “UT”-Serie am Start: Shirts mit Motiven bekannter Animes und Mangas. Auch eine Sega- und Metal Gear Solid 4-Serie gab es bereits. Ab dem 16. März können sich japanische Otakus endlich mit der “UT x Japan Game”-Serie neu einkleiden. Unterstützt wird Uniqlo dabei von 6 Firmen: Hudson, Taito, Sega, Sony, Capcom und Namco.

Die verwendeten Motive stammen unter anderem von Spielen wie Galaxian, Tekken, Litle Big Planet, Bomber Man und Resident Evil. Damit der Geldfluss nicht versiegt, werden die Shirts etappenweise veröffentlicht. Ab dem 16. stehen Pacman, Bomber Man, Dig Dug, Arkanoid, Galaxian, Ape Escape und Resident Evil in den Läden. Der Rest folg am 6., 20. und 27. April, sowie im Mai.

Hier mal ein paar Kostproben:

Immer gut angezogen mit dem RSS-Feed.

Spielhallen-Hits auf Konsole

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Eingefleischte Shoot’em-Up-Fans kennen und schätzen die Ballerspiele der japanischen Firma G.rev (z.B. Border Down, Under Defeat). Jetzt bestätigte der Entwickler endlich einen Konsolenumsetzung des im letzten Jahr erschienenen Shooters Mamonoro. Der Titel wird bereits im Juni für Xbox 360 erscheinen – vorerst natürlich Japan-exklusiv. Damit bestätigt sich ein Trend – wer in den Genuss von HD-Shoot’em-Ups kommen will, für den ist eine Xbox 360 ein Muss. Die Besonderheit von Mamonoro ist weniger die knallbunte Optik, viel ungewöhnlicher ist, dass Ihr horizontales Scrolling selbst auslösen und deswegen auch nach unten fliegt dürft; praktischerweise könnt Ihr in alle Himmelsrichtungen feuern. Die 360-Version soll neben einer DVD mit Tipps und Tricks auch eine Soundtrack-CD beinhalten.

Noch schmackhafter ist aber die Tatsache, dass Arc System Works Beat’em-Up BlazBlue für beide Next-Gen-Systeme erscheinen wird – nicht nur in Japan, sondern auch in den USA…ein Europa-Release wird damit immer wahrscheinlicher. Die erste HD-Schlägerei der Guilty-Gear-Macher dürfte ein ernstzunehmender Konkurrent für King of Fighters XII (siehe hier) werden – schließlich ist die High-Definition-Krone im 2D-Sektor noch vakant. Hoffentlich packen die Macher zum bisherigen Charakter-Lineup von 12 Schlägern ein paar Konsolen-exklusive Muskelmänner drauf; bereits bestätigt sind ein nagelneuer Story-Modus sowie frische Melodien. Und dass sich BlazBlue auch grafisch nicht verstecken muss, seht Ihr hier…

Purer Rennspiel-Spaß: Split Second

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Disneys Offroad-Raser Pure kam wie aus dem Nichts und schlug ein wie eine Bombe. Jetzt endlich hat das Entwicklerteam Black Rock Studio Details zu ihrem nächsten Rennspielprojekt bekannt gegeben: Die Asphaltschlacht wird auf den Namen Split Second hören und verspricht Action satt.

Der erste Trailer mutet wie eine Mischung aus Ridge Racer und Burnout an. Flache Sportwagenflundern driften lässig um Kurven und liefern sich Crash-Duelle – hinzu kommt das Auslösen von Fallen: Öffnet ein Ventil, damit Eure Konkurrenten weggeschwemmt werden (siehe unterstes Bild) oder lasst Stahlträger oder eine ganze Autobahnbrücke auf sie herabkrachen. Die ersten Bilder zum Spiel seht Ihr hier…

Entwicklerwechsel bei I am Alive

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Ubisofts Überlebensabenteuer I am Alive (M!-Titelstory in Ausgabe 02/2009) wechselt das Entwicklerstudio. Bisher werkelten die Franzosen von Darkworks (u.a. Alone in the Dark: The New Nightmare) an dem vielversprechenden Titel, ab jetzt übernimmt Ubisofts Schanghai-Niederlassung (u.a. EndWar, Splinter Cell: Double Agent) die Entwicklung.

Als Grund nennt Ubisoft die Terminverschiebung des Spiels und die anderen Verpflichtungen von Darkworks für diesen Zeitraum. Der Publisher fügt hinzu, dass ein großer Teil des Erfolges von I am Alive auf Darkworks zurückfallen wird.

Outrun, Lode Runner und mehr bald auf Xbox Live Arcade!

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Microsofts Xbox-Chefblogger Major Nelson verkündete, dass übernächsten Mittwoch (18.3.) die “Days of Arcade” starten, welche im wochentlichen Rhytmus einige vielversprechende Titel zum kostenpflichten Xbox Live-Download bereithalten… es geht los mit Hasbro Family Game Night, wir freuen uns besonders auf die Wiederauferstehung von Goldsammler Lode Runner und dem roten Sega-Ferrari.

Hier die “Days of Arcade”-Spiele im einzelnen, welche wann erscheinen, ist außer beim genannten Hasbro-Titel noch nicht bekannt…

  • Hasbro Family Game Night
  • The Dishwasher: Dead Samurai
  • Flock
  • Lode Runner
  • Outrun Online Arcade
  • Puzzle Quest: Galactrix
  • UNO Rush

 

Warum denn so ernst? Selbstironie in Videospielen

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Ich spiele zur Zeit Eat Lead: The Return of Matt Hazard. Das Spiel ist – so viel sei vorweg genommen – kein Knaller und erscheint am 20. März. Dafür bietet Eat Lead aber etwas, das bislang in Videospielen zu kurz kommt: Humor, und das vor allem im selbstironischen Sinne.

Matt Hazards erstes Next-Gen-Spiel (und wenn man es genau nimmt: sein erster Videospielauftritt überhaupt, denn das ist Teil des Story-Gags), macht dem Spieler immer wieder bewusst, dass sein Held lediglich Protagonist in einem Game ist. So erklärt sich beispielsweise der rapide Wechsel zwischen Westernstadt und russischer Raketenabschussbasis innerhalb eines Levels, denn der Oberschurke lädt quasi neue Gegner ins Spiel. Andernsorts tauchen plötzlich Master Chief-ähnliche Feinde auf, die mit Wasserpistolen angreifen. Kein Wunder, stammen sie doch aus Matts (fiktivem) Kinderspiel Soak’em. Einer der Endbosse spricht in drolligen Textkästen der 16-Bit-RPG-Ära, wieder andere Feinde stammen aus der 8-Bit-Phase und erinnern frappierend an den indizierten PC-Oldie Castle Wolfenstein 3D.

Also habe ich mich gefragt: Welche Spiele treiben noch solchen amüsanten Blödsinn? Welches Game macht sich noch über seine Eigenschaft als Videospiel lustig? Ganz klar: Die Metal Gear Solid-Reihe natürlich. In Teil 4 meldet sich Otacon zu Wort und mahnt Snake zum Disk-Wechsel, ehe er bemerkt, dass das aktuelle Abenteuer auf der PS3 läuft und dank der immensen Speicherkapazität der Blu-ray-Technologie ein Austausch der Datenträger gar nicht mehr notwendig ist.

Auch Die Simpsons: Das Spiel schöpft diesbezüglich aus dem Vollen: Achievements, bissige Kommentare im Spiel sowie die komplette Rahmenhandlung machen unmissverständlich klar, dass sich die gelbe Bande in einem Videospiel befindet – zahlreicher Klischees inklusive.

Mir machen solche Verweise und Anspielungen immer eine Menge Spaß, zeigen sie doch, dass das Medium Videospiel eine gewisse Reife erreicht hat, die eine derartige Auseinandersetzung mit sich selbst überhaupt erst möglich macht.

Nun seid Ihr an der Reihe: In welchen Spielen finden sich ähnliche Szenen?

Und zählt der witzige Kraken-Endboss aus Parodius ebenfalls dazu, weil er auch ohne Beschuss recht schnell stirbt?

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