Free To Play…. notweniges Übel?
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TG215 vor vor 11 years, 11 months aktualisiert.
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5. Januar 2014 um 20:16 #1169702
captain carotTeilnehmerDass wir uns ständig reinlegen lassen ist ein alter Hut.
Der fast schon traditionelle Boom gefolgt vom teilweisen Zusammenbruch allerdings auch. Wenn man sich anschaut, wie nun der F2P Markt wieder überrannt wird und alle meinen, dort ließe sich unendlich viel Geld schaufeln, dann ist nunmal von vornherein klar, wo das hinführt.
Das, was danach überbleibt wird auf einem stabilen Niveau sein.Der Vergleich zum Vollpreisgeschäft von heute hinkt, passender wäre wohl eher die Situation Anfang der Achtziger.
5. Januar 2014 um 20:18 #1169703
TG215TeilnehmerMit F2P hab ich mich abgesegehen vom Mobilbereich eigentlich bisher noch garnicht auseinandergesetzt . Ein paar Titel hab ich halt mal über Google-Play auf Android gespielt, die hab ich aber eigentlich auch nur runtergeladen, damit ich in den 10 Minuten Busfahrt zur Arbeit oder ähnlich lästigen Situationen (in denen sich der Einsatz eines Handhelds nicht lohnt) zur Not was zum Daddeln hab.
Spontan fallen mir da aber auch nur das Simpsons-Game, Bejeweld Blitz, Zookeeper Battle und Plants vs. Zombies 2 ein. Bei allen Spielen ist es möglich sich durch ne Geldspritze bestimmte Vorteile im Spiel zu verschaffen, die andernfalls halt an einen gewissen Zeitaufwand gebunden sind. Am krassesten ist mir das beim Simpsons Spiel aufgefallen, wo man ohne Geldeinwirkung wirklich nur im Schneckentempo vorankommt. Das Spiel ist ansonsten aber recht sauber präsentiert, also mit vielen Gags aus der Serie und original Synchronstimmen. Mich hats trotzdem nicht vom Hocker gehauen, weils halt spielerisch doch sehr eintönig ist. Wenn man da aber als “Casual-” oder “Nichtgamer” Bock drauf hat und sich nicht scheut ein paar Kröten zu investieren, kann man da sicher ne Zeitlang mit Spaß haben. Ich selbst würde aber mit Sicherheit kein Geld dafür ausgeben.
Bejeweld und Zookeeper sind für ne Runde zwischendurch aber durchaus ganz brauchbar. Auch wenn sie einen ab und an mit ner Einladung zum Investieren nerven, kann man die eigentlich ganz gut spielen ohne Geld auszugeben (Bei Bejeweled muss man sich dann halt die Upgrades erspielen anstatt zu kaufen und bei Zookeper verlängert sich irgendwann die Wartezeit zwischen den Partien, aber wenn man sowieso nur alle paar Tage mal 2 Runden im Bus zockt fällt das kaum ins Gewicht).
Angry Birds hatte ich auch mal runtergeladen, da konnte man zwar glaub ich nix bezahlen, aber es wurde ständig Werbung eingeblendet, das hat ebenfalls ziemlich genervt, weil man da auch manchmal aus versehen drauftippt und dann irgendwelche Webistes aufegehen…Im Prinzip ist es denk ich wie ChrisKong oben schon gesagt hat: Ich kann von einem kostenlosen Spiel natürlich keine Wunder erwarten und irgendwie muss die Kohle ja auch reinkommen um das ganze zu finanzieren und evtl. Gewinn zu erwirtschaften. Also hab ich im Prinzip schon verloren, wenn ich da mit einer zu großen Erwartungshaltung dran gehe.
Der Großteil der F2P Titel nervt sicherlich mit Kostenintransparenz und unausgeglichenen Voraussetzungen für zahlende Kunden gegenüber den nicht zahlenden Gamern, trotzdem würde ich auch nicht ausschließen, dass es im F2P-Bereich mittlerweile auch Spiele gibt, die sich etwas ernster nehmen und nicht zahlende Spieler fair behandeln und mit denen man durchaus auch eine Zeitlang seinen Spaß haben kann.
Ich stehe dem F2P-Modell zwar weiterhin sehr skeptisch gegenüber, würde aber auch nicht so weit gehen alle Anbieter oder Spiele grundsätzlich als Abzocke zu bezeichnen.Von einer ernsthaften Alternative oder gar Konkurrenz zu Vollpreis-Spielen kann man bei F2P aber meiner Meinung nach bei Weitem nicht sprechen.
5. Januar 2014 um 20:33 #1169704
ChrisKongTeilnehmer@Carot
Tja, aber du erzählst da eigentlich etwas, was nur teilweise stimmt. Es ist nicht die bestehende Branche, die sich darauf stürzt, und dann bach ab geht. Sondern viel mehr werden Unternehmen aus dem Boden gestampft, um diesem Trend zu folgen. Viele Traditionsunternehmen würden so eine Umstellung auch sehr viel schwerer parieren. Darum wird es eher diese neuen Unternehmen, deren einzige Karte das ist, darauf setzen. Andere probieren vielleicht mal ein wenig rum, aber von FTP sieht man auf Konsole nicht viel.
SE und Capcom werden auch in Zukunft sicher nicht hauptsächlich diesen Weg beschreiten, ausser vielleicht qualitativ
@TG215 Das ist eben typisch, nichts bezahlen wollen und sich dann über die Quali aufregen
5. Januar 2014 um 21:09 #1169705
captain carotTeilnehmerÄhm, wer hat den Zynga gekauft, wer Gameloft gegründet und wer strebt momentan alles in den F2P Bereich?
Natürlich sind die da nicht alleine unterwegs und bisweilen auch so träge, dass sie einfach zu spät in den Markt kommen.
In der aktuellen M! findest du mit Warframe, War Thunder und Blacklight Retribution übrigens gleich drei F2P Titel, World of Tanks ist gerade eben für die 360 erschienen und viele weitere sind angekündigt. Auf Konsolen fängt es gerade erst an.
5. Januar 2014 um 21:14 #1169706
ChrisKongTeilnehmerEin Furz im Wasserglas, oder es muss noch hässlicher werden, bevor es wieder gut wird. Tja, Zynga gekauft, Gameloft gegründet, merkst du was, man bindet nicht eigene Ressourcen sondern baut neue auf, die man dann eben schnell wieder absterben lassen kann, dirty business as usual. Strebt Nintendo oder Sony in den FTP Bereich? Wie siehts mit MS aus, oh wow, Killer Stinkt. Überzeugt mich nicht. wirkt sogar noch halbherziger als die Verwendung von Kinect, was man schon jetzt als Flop einstufen kann, oder sind da namhafte oder gar interessante Spiele angekündigt?
5. Januar 2014 um 21:30 #1169707
FuffelpupsTeilnehmerNintendo entwickelt zur Zeit mindestens 1 F2P Spiel und es könnte Steel Diver sein. Wir wissen das sie mindestens an einem werkeln und laut, war es Miyamoto? Würde sich Steel Diver dafür am besten eignen. Eine IP die kaum einer kennt kann man ruhig als Testbaloon raussenden.
5. Januar 2014 um 21:32 #1169708
captain carotTeilnehmerNintendo handelt ohnehin eher vorsichtig konservativ, das ist also nix neues. MS hat sich wiederrum schon schwer genug getan mit Indiesupport, obwohl man da eigentlich erster war, setzt ansonsten primär auf Prestigeprodukte, die sich vorzugsweise auch verkaufen lassen.
Bei Sony ist das nicht viel anders, außer dass sie manchmal erheblich cleverer agieren. Sowohl Heavy Rain als auch die Indieoffensive waren extrem werbewirksam. Und genau so funktioniert das auch bei beiden. Halo, Forza, GT oder Killzone dienen primär dazu, Konsolen zu verkaufen, das meiste Geld machen beide mit Lizenzgebühren von Third Parties.F2P bringt momentan kein Prestige, aber Geld. Das haben beide erkannt und erst vor kurzem ihre Plattformen für F2P Konzepte geöffnet. Nur ist das eben nicht the next big thing sondern neben Indietiteln, Arcadegames und den klassischen AAA-Spielen ein weiterer Baustein.
5. Januar 2014 um 21:34 #1169709
ChrisKongTeilnehmerGenau, da kann keine Rede davon sein, dass sich die Branche wie Lemminge drauf stürzt, vielleicht hat mal einer eine Statistik, wieviel von den angeblich 150 angekündigten PS4 Games FTP Titel sind. MS wird da sicher anteilsmässig mehr bringen. Ändert aber nichts an der Tatsache, dass FTP Spiele bewusst an andere Entwickler ausgelagert werden, die ist man im Zweifelsfall halt schneller wieder los.
5. Januar 2014 um 21:53 #1169710
captain carotTeilnehmerDu weisst aber schon, wie viel z.B. EA für PopCap oder Playfish ausgegeben hat?
Was die PS4 angeht, in der englischen Wikipedia ist eine Liste mit 12 F2P Spielen für die PS4, Everquest Next ist von Sony selbst. Das muss ich verdrängt haben. xD
Das sind immerhin 8% der angekündigten bzw. bereits erschienenen PS4 Titel.
Bei MS fallen mir für die One aktuell nicht viele ein. Project Spark, die Killer Instinct Demo und dann gab es eine bessere Demo von Kinect Sports Rivals für Goldnutzer.
Einige sind für die 360 angekündigt, andere will man auf die One oder beide bringen. MS soll Interesse an Warface haben und World of Tanks ist nunmal eh ziemlich populär.5. Januar 2014 um 22:03 #1169711
FuffelpupsTeilnehmerUnd dann hätten wir ja noch die Tripple A Spiele, mit teils (optionalen) Mikrotransaktionen. Da verschimmt F2P mit “Premium” Software.
PS+ könnte man auch als FreeToPlay-ish bezeichnen, etwas.
6. Januar 2014 um 7:54 #1169712
belbornTeilnehmerIch spiele im Moment Rainbow moon für die Vita.Für ein paar Euro kann man sich dort 40.000Skillpunkte kaufen und beim Levelanstieg verteilen.Diese müssten sonst mühselig erkämpft werden.Das erspart viele Stunden sinnloses Leveln.Das nenne ich noch vertretbar,obwohl das Spiel schon 15 Euro kostet.
Meine Freundin hatte sich “Epic” aufs Kindle geladen.Wie schon von Ash im Eröffnungsbeitrag erwähnt,geht es am Anfang flott von der Hand,danach kaum noch etwas.Trotz dann investierten 25 Euro.Eine Schweinerei.
Ich finde,das FtP Model läuft in meinen Augen dem “Sinn des Videospielens” zuwider.Herausforderungen zu meistern,die Story genießen und am Ende des Spiels einfach zu sagen:Ja,ich habe es geschafft.
FtP fühlt sich nicht nach Videospiel sondern nach Konsum an:leveln/warten oder ein paar Euro investieren?Ich zahle:Bin ich jetzt besser?Was habe ich erreicht?Wann ist der Punkt gekommen,wo ich wieder zahlen muß?Wo ist das Ende des Spiels?
Ich spiel ohne Geld zu investieren:Stundenlanges Warten oder Leveln.
Bekommt nicht hier die “Zeit totzuschlagen mit Videospielen” eine komplett neue Bedeutung?P.S. Kennt jemand ein paar gute Spiele fürs Kindle.
6. Januar 2014 um 8:01 #1169713
ChrisKongTeilnehmerBerichtigung
belborn wrote:Ich finde,das FtP Model läuft in meinen Augen dem “Sinn des Videospielens” zuwider.Herausforderungen zu meistern,die Story genießen und am Ende des Spiels einfach zu sagen:Ja,ich habe esgeschafftgekauft.23. Januar 2014 um 21:09 #1169714
FuffelpupsTeilnehmerDie HearthStone Open Beta ist nun Live, wer nen faible für TCGs hat, der sollte es sich mal anschauen.
24. Januar 2014 um 1:36 #1169715
Pestilence181TeilnehmerAlso ich habe schon sehr viele F2P gespielt, spiele aktuell Warframe auf der PS4 und bin hellauf begeistert. Es ist zwar möglich nahezu alle Ausrüstungsgegenstände, notwendige Modifikationen, Ingame-Geld, Erfahrungsbooster usw. gegen Echtgeld zu kaufen, von daher könnte man es durchaus als Pay 2 Win bezeichnen, wenn da nicht die Möglichkeit wäre, alles durchs spielen freischalten zu können. Man hat also die Wahl: Entweder man zahlt mit seiner Zeit, in dem man das Spiel spielt, oder man zahlt mit seinem Geld, um sich die erwünschte Ausrüstung zu kaufen.
Das Spielprinzip ist ein klein wenig wie Monster Hunter, nur das die Grundressourcen von jedem Gegner und jeder Kiste in einem Gebiet gedroppt werden können, während die Bosse nur eine höhere Chance auf gewisse Ressourcen haben und ausserdem eine sogenannte Blueprint, für einen neuen Warframe droppen.
Es ist möglich das Spiel völlig kostenlos zu spielen, denn wenn man z.B. keinen Platz mehr für eine neue Waffe oder einen neuen Warframe (Charakter) hat, verkauft man einfach die alten Sachen. Wenn man Sammler ist muss man Geld bezahlen, was sich aber im sehr angemessenen Rahmen bewegt. Derzeit spiele ich seit einem Monat und habe in das Spiel 60 Stunden Spielzeit investiert, in denen ich viel Spaß hatte. Um die Entwickler zu unterstützen, weil ich das Spiel wirklich gut finde, habe ich mir vorgenommen monatlich nicht mehr als 15,00€ auszugeben, also soviel wie mich ein normales MMORPG auf dem PC auch kosten würde. Für 13,48€ bekomme ich 245 Platinum, dafür könnte ich mir z.B. ein Farbenpaket zum verschönern meiner Warframes und Waffen für 75, 10 neue Waffenslots (2 Slots = 12 Platinum) für 60 und 3 Warframe-Slots (1 Slot = 20 Platinum) für 60 Platinum kaufen, und hätte immer ein paar Platinum als Reserve. Und das mache ich auch nur, weil ich den Entwicklern das Geld gönne, da ich dafür ein hervorragendes Spiel ansonsten völlig kostenlos spielen kann, falls ich mal kein Geld habe.
Wenn ich mir faire F2Ps wie Warframe, Blacklight Retribution und War Thunder auf der PS4, sowie Dota 2, Team Fortress 2, Star War The Old Republic, Herr der Ringe Online, World of Tanks und Planetside 2 auf dem PC so angucke, dann brauche ich jährlich wirklich nur noch mein NBA 2K zu kaufen, denn den Rest bekomme ich ja sowieso irgendwann entweder per PlayStation Plus oder für maximal 10€ hinterhergeschmissen. Dieses Jahr mache ich aber eine Ausnahme, The Witcher 3 muss ich einfach zum Release haben.

Ich kann also jedem empfehlen, einem F2P erstmal eine Chance zu geben. Wenn man erstmal in seinem Kopf gekriegt hat, dass man das Spiel spielt weil man Spaß daran hat und nicht weil man es durchspielen muss, kann man richtig viel Spaß für wenig Geld haben. Denn auch ein kostenloses Candy Crush Saga auf dem Smartphone, kann ohne Story Spaß machen. Denn mal ehrlich, gilt es schon als Story wenn Bowser die Prinzessin entführt oder irgendjemand Donkey Kongs Bananen klaut? Gerade Nintendo hat uns doch viele Jahre lang bewiesen, dass ein Spiel nicht aus einer Hollywood-reifen Story bestehen muss, um Spaß zu machen.
Warframe ist übrigens von den original Entwicklern von Unreal Tournament. Also nix mit Outsourcing an billige Teams, die man schnell loswird.
24. Januar 2014 um 7:55 #1169716
MadMacsTeilnehmerIch mache weitestgehend einen grossen Bogen um die Free-to-Play-Spiele. Ich zahle lieber einmal und habe dann ein gescheites Spiel ohne Gängelung.
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