Quo vadis X-Box?

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  • #1804192
    genpei tomategenpei tomate
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    Ist “gut in Rip-off” keine Eigenschaft, die “kreative” Menschen in Vollendung beherrschen? 😉
    Naja, was “intelligent” , “kreativ” oder “Bewußt” ist, das spielt für mich weniger die Rolle, als das, was viel weniger Menschen mit dem KI-Tool anstellen können, im Vergleich zum herkömmlichen Brainstorming mehrerer, die ein Games-Studio betreiben und die meiste Arbeit alleine bewältigen.
    Aber “Gewinnbringend” bei der aktuellen Größenordnung mancher Projekte zu erwirtschaften, das ist ein Thema für sich.
    Vielleicht sollte sich die Branche eingestehen, dass längst eine Übersättigung stattgefunden hat und das meiste Essen, das den Konsumenten kredenzt wird, das schmeckt nicht mehr…
    Garantiert sind solche drakonische Einschnitte, wie MS sie vollführt, nichts, was den Führenden leicht fällt, aber strukturell das Einzige, das sie anscheinend machen können, wenn am Volumen des Geschäftes gemessen, beim Thema “Games” nicht noch mehr Schaden entstehen soll.
    Dann aber kann es mit der selben Masche wie bisher, zumindest für MS nicht mehr so weiter gehen und ich tippe salopp, dass das meiste an Vertrauen, das werden sie von den Studios nicht mehr so leicht zurück kriegen…

    Und wenn das alles einen Übergang markieren soll, zu einer Ära, ob mit oder ohne Ki, bei der wir nur spekulieren können, was geplant ist, oder nicht, dann sehe ich MS günstigstenfalls den “Sega Weg” gehen, oder die Sparte Gaming ganz aufgeben.
    Das war aber schon seit vielen Jahren abzusehen.
    Was dann mit den restlichen Studios und Ips passiert, wird man sehen, aber eine neue Konsole von ihnen, wäre aktuell nicht besonders schlau, sie zu bewerben.

    #1804195
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Die Gaming Sparte soll möglichst Gewinn machen. Aber ist nicht so dass MS in Not wäre. Guck dir die letzten Quartalsgewinne an.

    #1804196
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    In Not habe sie nicht gesehen. Und das ist das ärgerliche bei den vielen Millionen an Gewinn dass sie jetzt so tun, als hätten sie gar keine andere Wahl, als so viele Menschen zu entlassen.

    #1804197
    Max SnakeMax Snake
    Teilnehmer

    Irgendwie fühlt sich so an, als ob bei den jeden westlichen Studio wie eine Domino Steine weiter runter fällt.

    Da zeigt Phil Spencer auf Direct 24 & 25, wie stolz die kommenden Spielen wird und verzettelt sich gnadenlos.

    Wo geht die Reise nur hin?

    Für wenn ist Microsoft Konsole gedacht?

    Es ist nur schade, wenn interne Studio nicht gepflegt werden, irgendwie eine Chance geben könnten, ihren Projekt zu Ende bringen oder in Fernosten begutachten, wie gut Image ist.

    Was nicht, ob jemanden mich versteht.

    #1804198
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Ich kann dich gut verstehen, Max.
    In der Praxis stecken wir nicht in den Schuhen von Spencer und co. um zu wissen, welche tatsächliche Gründe DIE Rolle gespielt haben.

    Einerseits könnte es gewesen sein, dass viele der Studios nicht “geliefert” haben. Wie lange waren Perfect Dark und das andere ( komm nicht auf den Namen) in Entwicklung?
    Irgendwann will man als Arbeitgeber Resultate sehen und Kürzungen sind das Mindeste, womit man rechnen muss, wenn das Geld zur Finanzierung allmählich knapp wird.

    Dann gibt es aber diese “unerwartete” Massen an Menschen, die gehen müssen und das geht weit über ein paar Projekte hinaus, die sich nicht mehr rentiert haben, wobei:
    Es wurde alles ge-cancelt, das unmittelbar kein Geld in die Kasse spült…

    Tja, wie pflegt man solche Studios und was passiert mit der bis dahin entwickelten Software? Gerüchte besagten vor Kurzem, dass Kamija wieder im Gespräch wäre, um das “legendäre” Scalebound fertig zu basteln.
    Betonung auf “Fertig”, weil ich denke, dass die Archive von MS ( und anderen Publisher auch) vollgestopft sein müssten mit Proto-Versionen aller Spiele, die auf ihre Vollendung warten.
    Das dumme ist: Bestimmt nicht ein und wenn doch, sehr wenige der geschlossenen Studios werden ihre unvollendete Werke “mitnehmen” können, da ich mir fast sicher bin, dass die Vertragsklauseln in der Hinsicht zu Gunsten MS ausgelegt wurden und mit viel Pech, werden viele wieder bei Null anfangen müssen.

    #1804205
    DGSDGS
    Teilnehmer

    Erschreckend, wie sehr die Sparte von kurzfristigen Gewinnen getrieben ist. Die Kurve muss immer nach oben zeigen, und das tut sie bei Microsoft.

    Zudem nimmt man sehr viel Geld für AI in die Hand. Das nächste große Ding will man definitiv nicht anderen überlassen. Da werden saftige Gewinne für Jahrzehnte prognostiziert, … oder es endet in der nächsten Blase.

    Schade nur, dass der Videospielmarkt insgesamt darunter leidet. Mehr und mehr Konsolidierung, weniger Mitarbeiter, weniger Projekte, usw. usf. Hoffentlich dreht sich das nun wieder um.

    Auch heftig, Turn 10 zum Support Studio degradiert! Das hatte ich nicht kommen sehen, auch nach dem gefloppten Neustart nicht.

    Meiner Meinung nach stinkt der Fisch vom Kopf, vor allem Spencer hätte schon längst gehen müssen.

    #1804206
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ich denke nicht, dass Spencer das Problem ist sondern dass anscheinend schon seit etwas längerer Zeit reichlich Druck von oben gemacht wird und die Führungsetage jetzt wohl die gleiche ‚Produktivität‘ wie bei Activision will.

    #1804207
    ghostdog83ghostdog83
    Teilnehmer

    @DGS

    Bei Turn 10 würde ich annehmen, dass die Marke keine Perspektive in Hinblick auf die Multiplattformstrategie von MS hat, wenn du beispielsweise Gran Turismo auf der Playstation hast und das letzte Forza Motorsport (2023) für das Xbox-Ökosystem unter den Erwartungen von MS geblieben ist (wie es zu sein scheint).

    Forza Horizon ist mittlerweile die klar stärkere Marke, die im eigenen Genre derzeit das Maß ist, während das letzte Forza Motorsport bei der Spielerschaft einen nicht unumstrittenen Start hingelegt hat, trotz positiver Testberichte.

    Dass das Studio nach einem schwächeren Teil bereits derart stark beschnitten wird und die Reihe damit im Grunde auf Eis liegt, ist sicherlich bezeichnend dafür, was bei MS alles falsch läuft. Der Umgang mit den eigenen Studios steht nicht ohne Grund in der Kritik und wird für das Arbeitsklima kaum zuträglich sein, wenn eine beständige Unsicherheit besteht, dass weitere Kündigungswellen folgen, die einem dann womöglich den Job kosten.

    #1804208
    FuffelpupsFuffelpups
    Teilnehmer
    #1804210
    DGSDGS
    Teilnehmer

    Ich finde, was wir hier sehen ist das Resultat jahrzehntelanger Fehleinschätzungen und der Unfähigkeit ein stabiles und sicheres Umfeld für die hauseigenen Entwicklerstudios aufzubauen. Steve Jobs hatte recht was Microsoft betrifft, vor allem in Sachen Kreativität und Geschmack – beides nicht vorhanden bzw. durch “kosteneffizienteste” internen Strukturen nicht möglich. Und Spencer, der hatte da als Leiter der Microsoft Studios von 2008 bis 2013 maßgeblichen Anteil am Aufbau der “effizienten” Strukturen und den folgenden Spieleflauten. Das hat er später versucht zu korrigieren, ohne Erfolg. Ich schätze Spencer so ein, er möchte unbedingt eine Art von Legacy hinterlassen. Jedoch gründen sich sämtliche “Erfolge” Spencers ausschließlich auf Errungenschaften anderer, die er mit viel Geld – aus anderer Quelle – eingekauft hat. Wie gesagt, man hätte die Führungsriege schon längst austauschen müssen. Jetzt ist man nur noch am reagieren statt zu agieren, und der Mutterkonzern treibt die Gaming Sparte vor sich her, vor allem nach den vollkommen überzogenen Investitionen in Activision Blizzard King, um das gescheiterte Format Game Pass am Laufen zu halten.

    #1804212
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    @Fuffel
    Mein Reden. Man wird sich wundern ( nur ich nicht), was diese AI Blase mit Gaming anstellen wird und die un-Summe MS, die sie investieren, die wird man deutlich sehen, wofür sie war, nämlich dann, wenn sie Produkte verkaufen werden, das auf Kosten der Menschen, die jetzt gehen mussten. 80b sind keine Peanuts.

    #1804213
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Als Leiter der Game Studios hat Spencer damals auch keine so schlechte Arbeit gemacht. Head of Xbox und primär bestimmend bei der Xbox Strategie war damals Don Mattrick.

    #1804214
    genpei tomategenpei tomate
    Teilnehmer

    Die Ideen, die sie Marketing-strategisch verkünden, sind von anderen Menschen.
    Ein “Gesicht”, ob Reggie, Spencer, Bowser (kann mir nie verkneifen zu betonen, was das für n geiler Name für n Nintendo Boss ist!) oder egal wer, er/sie/es ist dazu da, Produkte zu “verkaufen”, sonst nichts.

    Spencer ist ohne Zweifel der “bessere Verkäufer” ( sympathisches Auftreten, des Lobes für die Konkurrenz, etc.) wenn man Mattrick als Vergleich nimmt.
    Spencer hat aber die erspielten Sympathien auf seiner Seite, um in der jetzigen Zeit solche “unerwartete” Maßnahmen zu verkünden, ohne persönlich allzu sehr sein “Gesicht” hin halten zu müssen und Mattrick hatte die Frechheit, uns die “Zukunft” des Gamings zu verkaufen, auch wenn das ( munkelt man) seine Kündigung bei Xbox mit sich brachte, das, wegen des Shitstorms.

    Don mag zwar “gescheitert” sein und die Xbox Sparte hat sich seit dem One Debakel zwar nie so recht erholt, aber gewonnen haben eben diejenigen, die die aktuelle Gaming-Landschaft so geformt haben, mit all ihren Auswüchsen um Always-on etc. ( Liste ist bekanntlich lang…) die man heute kennt und Mattrick und Xbox ausgenutzt haben, um ihre “Visionen” durchzusetzen.
    Am Ende des Tages hat Mattrick es bis zur Rente geschafft, Spencer muss hingegen die jetzigen Nachwehen früherer Entscheidungen des Arbeitgebers ausbaden…

    #1804217
    DGSDGS
    Teilnehmer

    Schon zum Ende der PS360 Ära sind die Microsoft Studios abgefallen und im Laufe der nachfolgenden Generation wurden die hausgemachten Probleme immer offensichtlicher. Spencer sitzt seit 15 Jahren am Tisch an dem die Entscheidungen getroffen werden. Er hat maßgeblich Anteil an der aktuellen Situation.

    #1804218
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Einfluss auf die Firmenpolitik haben ein Spencer oder Mattrick (der danach Zynga und Unity an die Wand gefahren hat) schon. Nur sitzt darüber eben noch eine Chefetage. Und die lässt der Xbox Sparte seit einiger Zeit eben keine freie Hand mehr.

    Dazu kommt noch, dass MS jetzt sehr massiv in KI investiert, die Kohle wird woanders geholt. Damit müssen dann unter anderem ‚erfolglose‘ Studios dran glauben selbst wenn die aktuelle Ausrichtung des Studios von oben diktiert wurde.

    Teilweise kann ich Projektstops dann auch verstehen, unter anderem bei Everwild. Da gefiel mir zwar der Look aber es gab seit Jahren nix als Experimente zu sehen.

    Turn 10 ist dann wieder ein anderer Fall. Das Studio hat ewig lang geliefert und auch in Forza Motorsport 2023 steckt ein guter Kern.

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