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  • #1816559
    Kikko-ManKikko-Man
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    Weiss nicht, ob ich mir sowas wie Pathfinder ohne Maus und Tastatur geben koennte. Aber klasse, dass es auch am Handheld super funktioniert.
    Noch zu Dragon Quest 3:
    Ist ja kein schlechtes Spiel. Handwerklich gut gemacht und wenn man die Textgeschwindigkeit hochstellt, gehen Kaempfe flott von Hand. Was mich nur ueberrascht, ist, dass so getan wird als ob es irgendwas neues macht. Die in Teil 1 etablierte Menuesteuerung ist natuerlich sehr zugaenglich. Aber alles was Teil 3 neu macht ist halt abgekupfert:
    Spielwelt die die Kontinente der Erde nachbildet: aus Ultima 2
    Frage-Antwort-Spiel zum Spielbeginn, um den Spielercharakter zu entwickelt: aus Ultima 4
    freie Klassenwahl: jedes X-beliebige RPG vorher
    die Sage-Klasse, die Magier und Kleriker kombiniert: der Bishop aus Wizardry 1

    #1816566
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Controllersteuerung geht da ziemlich gut. Der Gamingrechner hängt auch am TV und wird normalerweise komplett per Controller genutzt. Außer Spiele brauchen wirklich Maus und Tastatur. Mittlerweile ist so vieles gut darauf ausgelegt dass ich wirklich selten darauf zurückgreife.

    JRPG-Frühwerke: vielleicht ist meine Meinung da manchmal etwas hart. Aber halt auch nur meine Meinung. Die Teile waren aber halt tatsächlich auch für Kinder gedacht bzw für die breite Masse an damaligen Konsolenspielern. Und natürlich macht es gerade bei dem Genre irre viel aus, wie viele KB man zum Beispiel für Text abzweigen kann.

    Mit den 16-Bit Konsolen ergeben sich dann schon ganz andere Möglichkeiten und Mechaniken sind ausgereifter aus meiner Sicht. Ich glaube Yuji Horii hat sich da sogar selbst mal zu Beschränkungen speziell durch den Speicherplatz geäußert und auch dazu, dass man sich tatsächlich an Wizardry und Ultima orientiert hat aber eine massentaugliche Variante davon erschaffen wollte.

    #1816585
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Knapp zehn Stunden in Wrath of the Righteous. Die Parallelen zu Kingmaker sind reichlich, Menüs zum Beispiel auch (fast) identisch, gleichzeitig gibt es aber auch eine Reihe Verbesserungen, teilweise im Detail. Dass man bei Pathfinder nicht einfach nur Klassen mit Spezialisierungen hat sondern die Klassen ernsthaft kombinieren kann ist immer noch ein Pluspunkt für mich. Allerdings gibt es gleichzeitig reichlich Klassen. Im Endeffekt hätte es da auch weniger Klassen und vor allem Unterklassen getan, weil man mit Kombinationen, Spezialisierungen usw eh genug Möglichkeiten hat.

    #1816677
    belbornbelborn
    Teilnehmer

    Haha Captain.Von Kingmaker zu Divinity 2 und bei Pathfinder hängengeblieben.Es ist definitiv das komplexeste und Längste von den Baldur Gates Nachfolgern.Aber auch das Beste mmn.Das Verwaltungssystem wurde komplett überarbeitet und ist kein solches,frustrierendes Chaos mehr wie bei kingmaker.Trotzdem bin ich verwundert das,du nach KM Lust hast auf den Nachfolger.Auch schade das du so weit im spiel abgebrochen hast.Ich habe auch Kapitel nachgespielt bzw den Schwierigkeitsgrad gesenkt.
    Was Klassen angeht ja das ist mir auch zuviel des Guten.Wichtig ist eine klare Ausrichtung.Ein mächttiger Magier ist besser als,ein mittelmässiger Magier/Dieb Hybrid.Der macht bei stärkeren Gegnern nicht viel.Auch HC kann man jweils an eine Gottheit binden oder so.Von gut bis böse bis ultra böse alles dabei.Finde deinen Weg.

    #1816678
    belbornbelborn
    Teilnehmer

    Ich sehe die Frühzeit ähnlich wie Carrot.
    So richtig gut wurde es erst mit FF6.Ausgearbeite NC und Kampfgefährten gab es bis dato nur bei FF4.Vorher war es mit einer stummen Party von einem Dorf zum Nächsten mit viel Leveln(Auch bei mittelmässigen RPGs später noch).Selbst weit bis in die PS1 Zeit hinein war es noch das Nonplusultra was das Gesamtpaket angeht.Lediglich die Kämpfe haben Staub angesetzt.Bei Älteren Sachen muß die Athmo und Herausfirderung stimmen.Die ersten drei FF oder DQ das wird nicht.Hatte die schon angespielt.NES geht gar nicht.
    Was zocken angeht.Falls ich die Wahl habe zwichen Gamepad und Mouse/KB enscheide ich mich für Letzteres am Handheld.Mit dem linken Stick den Mauszeiger hat sich voll etabliert.

    #1816679
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Das Charaktersytem von Pathfinder gefällt mir im Kern. Und z.B. Schurke mit ein bisschen Kämpfer funktioniert echt gut. Nur kann man es mit Hybriden untertreiben und zu den vielen Klassen kommen noch die ganzen spezialisierten Unterklassen. Das kann dann echt erschlagen.

    Kingmaker hat mir generell gut gefallen, wenn ich mein Königreich nicht versemmelt hätte, dann hätt ich das auch fertig gemacht. Klar, die Charaktere sind eine ganze Ecke simpler als bei Baldurs Gate 3, die Story ist kein riesiger Wurf, aber das Spiel macht auch sehr viel richtig. Und auch wenn ich es nicht fertig gespielt hab hatte ich ziemlich viel Spaß damit. Andernfalls hätte ich auch nicht so viel Zeit reingesteckt.

    Divinity 2 ist dann wieder was anderes. Für mich ist manchmal einfach nicht der richtige Zeitpunkt für ein Spiel. Das kann auch einfach daran liegen, dass die Story oder Atmosphäre gerade doch nicht passt.
    Ich hab zum Beispiel letzten Winter mit Mechwarrior 5: Clans angefangen. Da war der Zeitpunkt auch nicht richtig und ich hab es dann erst im Sommer wirklich gespielt. Funktioniert für mich wesentlich besser als zwanghaft zu versuchen, etwas durchzuspielen, obwohl mir in dem Moment nicht danach ist.

    JRPG-Entwicklung: ich muss dazu sagen, vieles ist für mich persönlich nach der PS2 Ära falsch abgebogen. Weil es unbedingt ‚innovative, schnelle‘ Kampfsysteme haben musste. Ich mag heutzutage gerade viele westliche Titel, bei denen Positionen, Reichweiten etc. eine Rolle spielen. Was man in Japan dann eher bei SRPGs hat (stark runtergekochte Aussage). Aber gerade sowas wie die alten FF, DQ oder Breath of Fire spielt sich angenehm schnell und einfach. Ohne QTEs, irgendwelche Reaktionstasten, Timing…

    SNES/PS1 ist da für mich die Hochphase, weil die Titel sich in der Zeit einfach sehr gut entwickelt haben.

    #1817543
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nachdem ich jetzt ein ganzes Stück weiter bin mit WotR darf ich (kann man auf Automatik stellen) jetzt auch Stützpunkte aufbauen und Ereignisse abarbeiten wie in Kingmaker. Der ganz dicke Vorteil, es geht alles von unterwegs. Zwischendurch noch die eigenen Armeen aufbauen, auf der Karte dann Feindarmeen bekämpfen etc. ist tatsächlich nicht gerade wenig, geht aber i.d.R, alles sehr schnell. Genau das war im späteren Verlauf einer der Minuspunkte bei Kingmaker.

    #1819195
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nach 150 Stunden (kann aktuell nicht trainieren gehen, hatte Urlaub und so😅) bin ich mit WotR durch. Viele Detailverbesserungen gegenüber dem Vorgänger und gleichzeitig sehr viele Gemeinsamkeiten. Richtung Ende wurden die Kämpfe ziemlich hart (ein paar richtig harte, optionale Nüsse gibt es schon ziemlich früh) und bei mir war dann ein bisschen die Luft raus, weswegen ich dann für den Final Fight runter geschraubt hab.

    Etwas nervig, die Romanzen sind zwar einfacher als bei Kingmaker, kann man sich mit einem falschen Gesprächspunkt aber teilweise trotzdem ruinieren.

    Für das zweite Spiel haben Owlcat hier wirklich gut abgeliefert.

    #1819196
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    150 Stunden? Nicht schlecht. Ich krieche mich seit knapp drei Monaten durch Dragon Quest aufm Game Boy Color. Gefaellt mir mittlerweile echt gut und laesst sich auch schoen mit 2 Stunden pro Woche entspannt zocken, da es wenig komplex ist. Schwerer haette es aber ruhig sein koennnen. Da sieht man die Kinderzielgruppe schon sehr. Ab Charakterlevel 15 ist man quasi unbesiegbar. Das man seine eigene Party machen kann, anstatt nur Charaktaere aufzusammeln passt mir als 80er Jahre Computer-RPGler schon sehr. Sogar Klassenwechsel ist moeglich. Auch die Open World, die man durch das Schiff hat, gefaellt mir. Nicht zu klein und nicht zu gross.

    #1819197
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Kind ist groß, Frau tatsächlich gerade auf dem Camino unterwegs und Wohnung statt Haus hat in Punkto Zeitaufwand definitiv seine Vorteile. Normalerweise gehen aber auch einige Stunden pro Woche fürs Training drauf wo ich aktuell aussetzen musste.

    In der PS360 Ära sah das für mich allerdings ganz anders aus. Damals hab ich wenn es gut lief Abends mal ne Stunde zum Zocken gehabt.

    Zu Pathfinder: ich hab das komplette Kreuzzugmanagement manuell gemacht. Da dürften sich doch einige Stunden sparen lassen wenn man darauf verzichtet.

    #1819198
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Wenig Zockzeit ist ja nur ein ganz kleines “Opfer”, wenn man bedenkt wieviel Freude und Glueck ein Kind gibt. Dein Beispiel zeigt ja, dass sich das mit zunehmenden Kindesalter wieder aendert. Bin jetzt erstmal froh, dass wir mit 2,5 Jahren die Windeln komplett los sind.

    Ist das eigentlich mitlerweile Standard bei modernen RPGs, dass man Beziehungen eingeht? Glaube Bioware hat das zum grossen Teil vorangetrieben. Kann man sowas ohne Nachteil auch komplett ignorieren?

    #1819225
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Klar kannst du das ignorieren. Macht mit gut geschriebenen Charakteren aber auch Spaß. Beziehungen oder Ehe bei Accident (Fallout 2 z.B.) konnte man schon vorher haben aber das war dann immer sehr simpel gehalten und oft eher ein Gag. Aber es war ja nicht nur das. Moralische Entscheidungen hatten plötzlich Einfluss auf die Party, das ganze Beziehungsgeflecht wurde komplexer und so weiter. Bei Fallout 2 kannst du es dir zum Beispiel mit dem ‚Barbaren‘-Verschnitt ziemlich schnell versemmeln, wenn du die Sklavenhändler unterstützt. Baldurs Gate und vor allem der zweite Teil legten da bei der Komplexität noch mal deutlich einen drauf.

    Für mich, der bei Rollenspielen tatsächlich eher aus der Pen & Paper Ecke kommt, war das tatsächlich eine sehr positive Entwicklung weil die Party endgültig mehr als Unterstützung für die Kämpfe war. Gewisse Tendenzen in die Richtung findet man auch vorher schon aber um die Jahrtausendwende war das erstmals ziemlich ausgereift und seitdem bauen die meisten Titel natürlich auf Konzepte von damals auf.

    Masterclass in dem Bereich ist aktuell Baldurs Gate 3, weil das Gruppengeflecht da extrem vielschichtig geworden ist und man extrem viel Einfluss auf die Entwicklung der Partymitglieder oder deren Überleben haben kann. Mögliche Beziehungen kommen dann noch obendrauf.

    Praktischerweise bietet der aktuelle Markt am Ende etwas für jeden. Wem die entsprechenden Titel zu viel Ballast haben der findet auch wieder klassische Dungeon Crawler, Taktik-RPGs die mehr geradeaus sind und halt auch deutlich kompaktere Titel wie die Shadowrun Returns Trilogie. Und Titel wie Outer Worlds bieten die Bethesda Formel in deutlich kompakter (und ehrlich gesagt viel besser geschrieben).

    Mit dem Output in dem Bereich allein aus den letzten 12 Jahren bin ich wahrscheinlich selbst dann bis zur Rente bedient wenn die KI demnächst alles kaputt machen sollte was neu kommt.

    #1819241
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Das mit dem Spielemarkt sehe ich genaus pragmatisch. Auch wenn der untergeht/’ne Pause einlegt oder AI das ganze uebrnimmt – genug tolles zum Zocken fuer ein ganzes Menschenleben gibt es bereits, man muss nur ein bischen offen sein.
    Von Fallout habe ich bisher nur den ersten Teil gezockt, ist aber jetzt auch ueber 25 Jahre her. War zusammen mit Quake, Diablo 1 und Might and Magic 6 die beste Spieleerfahrung auf meinem ersten PC. Teil 2 muss ich unbedingt mal nachholen, keine Ahnung, warum das noch nicht passiert ist. Die einzige “Beziehung” in Teil 1, die mir wichtig war, war der begleitende Hund. Hatte mich total geaergert, dass der Hund in der Militaeranlage mit den Laserschranken immer drauf gegangen ist und es scheinbar keinen Weg gibt, ihn am Leben zu halten. Sogar die miese KI von Daikatana hat mich weniger gestoert, da man dort seine Begleiter am Levelanfang einfach parken kann.
    Weiss jemand hier, ob man in Teil 1 den Hund durchs ganze Spiel mitnehmen kann?

    #1819250
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Da du keine modernen QoL Festures brauchst müsstest du mit Fallout 2 definitiv Spaß haben. Das ist größer, aber nicht riesig, setzt beim schwarzen Humor in manchen Punkten definitiv einen drauf und, optional, kann man nach und nach eine kleine Party um sich scharen.

    Hoffentlich beim Alter des Spiels kein großer Spoiler, unter bestimmten Voraussetzungen konnte man eine Ehe schließen. Das Novum für mich zu der Zeit, man konnte hier als Mann auch mit einem Kerl anbandeln und als Frau mit einer anderen Frau. Das hat am Ende keine nennenswerten Auswirkungen und auch nicht viel Tiefe, aber zu der Zeit war es halt ziemlich untypisch.

    #1819287
    Kikko-ManKikko-Man
    Teilnehmer

    Ja, Fallout 2 ist topmodern, im Vergleich zu den RPGs, die ich sonst zocke.

    Tim Cain, der Hauptverantwortliche hinter Fallout, ist homosexuell. Der hat Konzept von gleichgeschlechtlichen Beziehungen in Spielen sicherlich vorangebracht.

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