Sind Onlinefeatures wirklich “nur optional” und für lau?

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  • #900564
    Bastian 1984Bastian 1984
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    Ich spiele fast gar nicht online. Das einzige, was ich in den letzten 12 Monaten online gespielt habe, war Bomberman Blast auf der Wii. Das aber nur ein paar mal, und zwar eher kurz. Was für einen Sinn macht es, sich gegenseitig Bomben vor die Füße zu legen oder Koopa-Panzer in den Rücken zu ballern, wenn man denjenigen nicht danach angrinsen kann und man sich (in aller Freundschaft) beschimpft?

    Mich ärgert es, dass in immer mehr Spielen Onlinefunktionen eingebaut werden. Z.B. warte ich auf das nächste Xenoblade und das nächste wirklich neue Zelda. Doch bei dem Teaser zu “X” ist am Rand sowas wie ein Chat zu sehen, bei dem nächsten Zelda wurde laut über Co-Op nachgedacht. Macht das in Spielen a la “Ich rette allein die Welt” überhaupt Sinn? Muss da nicht die Handlung “angepasst” werden?

    Kann der Onlinemodus überhaupt einfach On-Top sein, ohne auch den Aufbau, das Gameplay des Single-Player-Modus zu beeinflussen? Müssten Dungeons bei Zelda nicht anders gebaut werden, wenn sie auch für Coopspieler designt werden und werden damit nicht einige Dinge unmöglich gemacht, die nur als reiner Single-Player möglich wären? “Irgendwelche Dinger anzünden und dann schnell wohin” u.ä. macht dann weniger bis keinen Sinn, wenn ein Spieler sich schon “wohin” stellt, um mal ein Beispiel zu nennen. Auch diverse Verschieberätsel könnten dann wegfallen.

    Der Heini von Dinges hat ja sogar gesagt, Singlepayererfahrungen sollen gänzlich verschwinden. Mario Kart und Halo mögen ja im Multiplayer Sinn haben, aber Zelda, Shadow of the Collossus und Co.? Soll etwas wie in einer Manie bei jedem Spiel untergebracht werden, egal wie wenig es zum eigentlichen Konzept passt, es das Spiel vielleicht sogar “zerstört”?

    Und ist der Onlinemodus wirklich kostenlos, wenn er kostenlos ist? Muss man denn nicht davon ausgehen, dass ein seinen Eigentümer verpflichtetes Unternehmen einem nichts so wirklich schenkt. Denn eine Unternehmen erhält sein Geld immer nur vom Kunden. Entstehen (durchschnittlich) mehr Kosten für die Entwicklung von Spielen, steigen die Preise und/oder es gibt weniger Spiele. Warum glauben manche, irgendetwas was ein Unternnehmen für seine Kunden tut, wäre nicht von den Kunden bezahlt? Von wem denn sonst?

    Wenn zum Beispiel 10% der Kosten für ein Spiel, die bei dem Hersteller zur Entwicklung, Produktion, Vermarktung und auch Bereitstellung der Server für den Onlinemultiplayer draufgehen, bezahlt man dass an der Kasse mit, auch wenn man das garnicht nutzen will. Man hat es nicht “bestellt”…

    [youtube]rOHmS2CDRco[/youtube]

    Wäre es nicht fairer, die angenommenen 10% weniger beim Kauf zu verlangen und den Onlinemodus extra zu verkaufen oder die Kosten über ein Abomodell reinzuholen? Da Server regelmäßige Kosten verursachen, werden die Hersteller sie auc irgendwann abstellen, wenn es keine regelmäßigen Einnahmen gibt. So könnte ein Abomodell auch denen nutzen, die es benutzen wollen?
    Hypothetisch angenommen, es geschieht zu einem fairen Preis, also jenem der sich die beispielhaften 10% dann bei den Nutzern dieser Features wiederholt. Wenn der Onlinekram schon sein “muss”. Bei Release kostet das Spiel wieder nen Fünfer weniger, nen Monat oder zwei Onlinemodus gibbets fürn Euro.

    Und dann noch der achso tolle Cloudspeicher, dass manche als tollen Service empfinden und glauben es würde verschenkt werden und damit billiger als ein USB-Stick oder eine SD-Karte. Sind denn die Kosten dafür nicht zwangsläufig irgendwo drin enthalten? Wer bezahlt das denn, bzw. wer bezahlt den, der es bezahlt?

    Ist Onlinegedöns wirklich nur optional und für lau?
    Und wenn ihr die Frage(n) ein- oder zweimal mit “Nein” beantwortet: Stört es euch?

    Und wenn ihr die Frage(n) ein- oder zweimal mit “Ja” beantwortet: Warum zum Teufel?
    Warum geht ihr davon aus, dass es auf die Grundstruktur von Spielen nicht zwongend Einfluss nimmt, dass man die “option” hat?
    Warum glaubt ihr, der Weinachtsmann, der liebe Gott oder sonst wer würde für (Multiplayer)Entwicklungs- und Serverkosten aufkommen?

    EDIT: Überschrift: “Ist Online wirklich “nur optional” und für lau?” zum besseren Versändlichkeit zu “Sind Onlinefeatures wirklich “nur optional” und für lau?” verändert.

    #1121707
    Cold SeaversCold Seavers
    Teilnehmer

    Nicht mal der Tod ist umsonst….

    Unternehmen sind nun einmal Gewinnorientiert und die versprechen sich durch den Onlinemodus eine menge….mehr Geld.
    Am Anfang war das online spielen eine wahre bereicherung, es machte Spaß auf z.b der Dreamcast bei PhantasyOnline zu schreiben und zu spielen.
    Heut zu Tage ist es einfach nur noch eine weitere möglichkeit Geld zu generieren.
    Durch z.b Waffenskins für COD Black Ops 2 für günstige 160Microsoftpoints….tztztz….
    Und vor allem gibt man ggf. die Kohle bei Multiplatform Titel 2 mal aus da die Accounts nicht Spiel sondern Platform gebunden sind.
    Auch die Mappacks und Dlc nerven nur noch da man das gefühl hat nur noch die hälfte des Spiels im Laden zu kaufen und die andere hälfte gibt es für günstige 14,99€ nachgeliefert….

    #1121708
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    @Cold Seavers Flüster: Eigentlich wollte ich das DLC-Thema vermeiden, denn da ist der Unmut so groß, dass man über gewisse andere Dinge, die ich ansprechen wollte, wegen des “Geschreis” (nicht negativ gemeint) kaum noch diskutieren kann…

    #1121709
    bitt0rbitt0r
    Teilnehmer

    theoretisch ja.

    #1121710
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Ich bin ein großer Fan von Online spielen. Obwohl die Grenze zwischen Lust und Frust da sehr gering ist. Allerdings sollte nicht auf Teufel komm raus ein MP-Modus integriert sein. Bei Mass Effect ist das z. B. Blödsinn.

    Die Kosten für die Server und die Entwicklung trägt natürlich der Kunde. Wäre ja auch sonst finanzieller Selbstmord.

    DLC und Co. sind aber ein anderes Thema.

    #1121711
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    Um mal an Beispielen zu verdeutlichen, worauf ich unter anderem hinaus will und in der Hoffnung doch noch eine Diskussion ing Gang zu bekommen, ein Selbstzitat aus einem anderen Thread:

    Bastian 1984 wrote:

    Eine Frage ist: Ersetzt der Onlinemultiplayer zunehmend den Localmultiplayer? Ich würde sagen: Ja,und daher ist es eben nicht nur ein Pluspunkt.

    In die Entwicklung der Onlinemultiplayer werden Ressourcen getseckt, die manche lieber im Single- oder Localmultiplayer sehen würden. Denn alles was bei der Entwicklung Kosten verursacht, muss an einer anderen Ecke eingespart werden, oder auf den Preis aufgeschlagen werden. Wer einen Onlinemodus nicht nuntzt, bezahlt trotzdem für seine Entwicklung mit.

    Gute Beat em ups a la Double Dragon, Turtels in Time und co. werden doch auch immer seltener, erst recht Beat em Ups mit Local Multiplayer. Selbst dieses Genre setzt zum Beispiel zunehmend auf Thir Person Verfolgerkamera, die sich mit Multiplayer nun mal nicht gut kombinieren lässt.

    Project Gotham Racing 2 konnte man noch zu viert an einer Konsole spielen, PGR 3 und 4 geht nur noch zu zweit.

    Burnout Revenge bot einen 2 Spieler Splitscreen. der viel bei Paradise auch weg.

    Und mal ganz nebenbei: Um Project Gotham Racing 4 oder Burnout Revenge nun zu Viert bzw. zu Zeit spielen zu können, muss wesentlich tiefer in die Tasche gegriffen werden, muss doch eine weitere Konsole und ein weiteres Spiel gekauft werden um mit so vielen Leuten zu spielen wie es in den Vorgängern mit der EINfachen Ausstattung möglich war…

    #1121712
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    Ganz früher, in den 80ern, Anfang 90er haben wir mit mehreren Leuten an den Heimcomputern und Konsolen unsere Multiplayer Games gehabt. Das war irgendwie cool, zwar konnte meist nur einer zur Zeit und die anderen mussten zusehen, aber es war dennoch unglaublicher Spaß den wir mit Summer Games, Winter Games, Kaiser, Vermeer, Battle Isle und Co auf C64 und Amiga hatten. Dann ging es lost mit den Konsolen, Es machte mir immer schon mehr Spaß, mit ein oder zwei Kumpels an einer Konsole zu hocken und z.B. Turtles in Time oder ein Rennspiel gegeneinander zu daddeln, später dann so was wie Baldur’s Gate Dark Alliance miteinander.

    Wir waren damals dann unter den ersten, die private LAN Partys im Freundeskreis gemacht haben. Alle unsere fetten Tower PCs zum Kumpel geschleppt, Der halbe Abend ging damit drauf das Netzwerk einzurichten, wer kennt noch diese dämlichen Kabel und Karten mit T-Stücken und Terminatoren zum selber Löten? Wenn dann endlich Command & Conquer, Duke Nukem oder was auch immer gezockt werden konnte, lag der Spaß darin, dass wir im gleichen Raum saßen und das Ganze wirklich eine Party war.

    Dann kamen die Online Games bzw. kurz darauf die MMOs und wir haben jeder für sich zu Hause gehockt und im noch größeren Kreis mittels Teamspeak gequatscht. Aber es war schon nicht mehr das gleiche. Man freundete sich mit Leuten von überall her an, die man nie persönlich traf. Mit einigen bin ich noch auf Facebook befreundet, aber das war es dann auch. Inzwischen habe ich einen richtigen Rochus auf diese Art des Spielens. Die Spontanität fehlt, es ist fast Pflichtveranstaltung. Ich habe da absolut keine Lust mehr zu. Damit fallen aber auch leider alle “Team”-basierten Multiplayer Games, egal ob Shooter oder Rollenspiel heute für mich weg. Nichtsdestotrotz mag ich gerade MMOs, insbesondere Guild Wars (2), weil man da auch solo seinen Spaß haben und die anderen Spieler beobachten oder im Zweifel eben auch schnell mit einer Zufallstruppe was schaffen kann.

    Schon damals habe ich den LAN-Modus in vielen Titeln schmerzlich vermisst. Gerade Hack & Slay oder Action RPGs böten sich ideal für einen (LAN) Coop an und über Internet ist nicht immer die idealste Lösung, denn gerade faszinierend finde ich, wenn beide am gleichen Schirm zocken.

    #1121713
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Da ich inzwischen der einzige Videospieler in meinem verfügbaren Freundeskreis bin, bin ich echt froh das es so was wie Online gibt.

    #1121714
    bupplebupple
    Teilnehmer

    Hi,

    mir geht momentan der Online-Multiplayer Modus von Tomb Raider auf den Keks. Ich möchte gerne alles von dem Spiel haben – auch die Platin Trophäe. Aber da zocken so Kellerkinder im Netz, die nichts anderes machen, als da zu trainieren und dann kommt man auf keinen grünen Zweig. Naja, pfeiff ich halt auf die Trophäe, obwohl ich das Spiel zu 100% beendet habe. Dasselbe bei Madden NFL und ansatzweise bei Mario Kart, wobei es da ja um Konkurrenz geht. Ich mag diesen Konkurrenz-Gedanken an sich nicht. Man muss zuviel unnütze Zeit in Videospiele stecken, um online mithalten zu können. Das ist es mir nicht Wert.

    Auf der Wii eine Runde Mario Kart mit Freunden im Wohnzimmer spielen finde ich dagegen super. Oder der Koop-Modus bei Resident Evil, mit einem Headset zum quatschen, das fand ich auch sehr gelungen. Da hat nämlich jeder seinen eigenen Bildschirm.

    Wenn es aber nur darum geht, gegen andere Leute online anzutreten, dann ist der Online-Modus für mich keine Option. Ich habe ein Teil des Spiels, den ich nicht nutze beziehungsweise den ich nicht nutzen kann, weil er zu zeitintensiv und mit zuviel Frust verbunden ist. Natürlich habe ich aber die Entwicklung dieses Teils mitbezahlt. In diesem Sinne wäre es für mich besser, wenn der ganze Online-Krempel als Zusatz erscheinen würde, den man sich extra kaufen kann. Das würde ich nämlich bei Tomb Raider und Uncharted zum Beispiel lassen.

    Gruß,
    bupple

    #1121715
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    @bubble: Was willst du denn? Die Platin Trophäe “geschenkt”, bloß weil du auf solche Auszeichnungen stehst? Dann musst du eben trainieren und diesen “Kellerkindern” zeigen, wer der Meister ist, schaffst du das nicht, tja, dann warst du halt nicht gut genug für Platin …

    #1121716
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Oder man boostet einfach. Dafür gibts ja genug Seiten.

    #1121717
    Disco VictimDisco Victim
    Teilnehmer
    Lofwyr wrote:

    Da ich inzwischen der einzige Videospieler in meinem verfügbaren Freundeskreis bin, bin ich echt froh das es so was wie Online gibt.

    Dito

    #1121718
    Bastian 1984Bastian 1984
    Teilnehmer

    Merkwürdig, eine Studie kommt zu einem ganz anderen Ergebnis, als mein Bauchgefühl:

    600x.jpg
    “Das Marktforschungs-Institut hat alle Retail-Spiele für PS3 und Xbox 360 seit dem Jahr 2006 überprüft und festgestellt, dass die Anzahl an Titeln mit Mehrspieler-Komponente immer weiter abnimmt.”
    http://www.gamepro.de/news/3010700/marktforschung.html

    #1121719
    LofwyrLofwyr
    Teilnehmer

    Indie Games und Casuals dürften da einen Anteil dran haben.

    #1121720
    Oliver GruenerOliver Gruener
    Teilnehmer

    Denke auch. Solange man keine totalen Zahlen sondern nur Prozente hat, ist das wenig aussagekräftig.

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