Willkommen in der Realität.

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  • #932268
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    wer heute weiß was für´n Jahrestag heut ist kann mit Hilfe dieses Wissen´s ein Video mit “traurigem” Inhalt auf Youtube finden.

    #932269
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Massaker von Srebrenica?

    Das war in den Nachrichten. Ich bin sicher, mit Wikipedia findet man noch andere “interessante” Dinge, die nicht in den Nachrichten waren.

    #932270
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    ja.

    Das ~ 500 unter 18 waren, stand leider nicht im Wikipedia, geschweige denn in Zeitung+Tv.

    #932271
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Ist das nicht immer so? Bei den meisten Statistiken aus Afghanistan wird auch nicht nach Mann, Frau, Kind aufgeschlüsselt, bestenfalls nach von Terroristen und “aus Versehen” getötet.
    Jedenfalls hab ich da wenig Lust auf ein Medal of Honor Afghanistan.

    #932272
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    Nicht aufgeschlüsselt wird dann wenn´s arg unangenehm für eine betroffene Partei wird.
    Im Fall der jetzt genau 15 Jahre jährt, liegt´s ja auf der Hand. Der Fall war für die Uno schon mehr als so schon unangenehm, und das zu recht. erst Schutz versprechen, entwaffnen, dann verraten und schlußentlich dabei helfen die Opfer an die Schlachtbank zu führen.
    da kann man Zahlen von Minderjährigen schon überhaupt gar nicht gebrauchen und deswegen verschwindet diese Zahl auch in einer anderen Zahl und wird dewegen nicht aufgeschlüsselt.
    Nicht nur Mörder gehören vor ein Gericht, sondern auch ihre Helfer.

    #932273
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Aber da gibt´s weder Erdöl noch Gas! So geht das doch nicht.

    Ich bin sicher, ohne Milliardendeals für die US Wirtschaft, die nun Rechte auf den ein oder anderen afghanischeen Bodenschatz hat hätten die Topterroristen woanders gewohnt.

    Dient es der Stabilisierung der politischen Lage in “wichtigen” Kerngebieten wie Europa, wirtschaftlichen Interessen (Irakkrieg 2003, Afghanistan, Piratenjagd) lohnen sich Militäreinsätze zumindest, aber bloß für ein paar Sudanner oder wegen eines kleinen Völkermords, da kann man doch kaum Milliarden verschlingende Militäreinsätze verlangen. Ex-Jugoslawien hat sich für Europa doch auch erst gelohnt, als die Lage destabilisierend für die EU wurde. Sonst wäre sowas einfach zu teuer.

    P.S.: Wo wir gerade bei kleineren, völlig uninteressanten Wirtschaftsinteressen sind, Ist zwar nix neues, aber gestern beim Auslandsjournal gab´s noch einen netten Beitrag über Shells unglaublich umweltfreundliche Ölförderung in Nigeria. Es hat sich nichts geändert, so sauber wie eh und je, es läuft nur mindestens eine Exxon Valdez pro Jahr aus, evtl. auch ein, zwei mehr, das ist schon alles. Aktuelle Aufnahmen waren trotzdem mal wieder interessant.

    P.P.S. Sollte jemand ein wenig Sarkasmus zu erkennen glauben sind die Augen noch in Ordnung.

    #932274
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    carot, wenn keine ernsthaften Antworten darauf geben kannst oder willst dann laß bitte diese Polemik, das nützt keinem was.
    Das die Weltgemeinschaft meist nur dann einschreitet, wenn Geld im Spiel ist dürfte inzwischen schon fast jeder Volksschüler wissen, und “nur darauf” würd ich´s jetzt auch nicht reduzieren. Außerdem springst auf dem Globus von einem Punkt zum anderen. Bleib doch mal bei der Sache, beim Thema oder sonst, laß es einfach.
    Sudan, Ruanda oder Sonstwer sind eigene Themen für sich. und verdienen es auch als solches behandelt zu werden. Es spricht nicht´s gegen Querverbindungen wenn sie Sinn machen, aber was hat denn die Ölkrise in Nigeria mit dem massakrieren in Ex-Yugoslawien zu tun? ich sag´s dir! Nicht mehr als solche Themen in einem Spieleforum. Bei solch einer “Art” von Diskussion verhöht und verspottet man allerhöchstens die Opfer, ganz gleich WER sie sind und von wo sie herkommen. Und daran will ich mich nicht beteiligen und schon gar nicht will ich dazu die Vorlage abliefern.

    #932275
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Nein, es hat nicht direkt miteinander zu tun, da gebe ich dir sogar völlig recht. Indirekt leider sehr wohl. Im damals zerfallenden Jugoslawien ist erst ernsthaft Bewegung ins Spiel gekommen, als die gesamte Situation bedrohlich wurde. Das war ja nicht nur das Massaker, es gab KZ´s und massenhaft andere Sauereien. Die Blauhelmsoldaten durften dank völlig witzloser Vorlagen praktisch nix machen und der Einsatz war obendrein eher kostengünstig und medienwirksam inszeniert, zumindest bis zu dem Punkt, an dem Flüchtlinge nicht nur richtig teuer werden sondern sich die Gesamtsituation wirtschaftlich nachteilig für West- und Mitteleuropa, die damalige EU auswirkt.
    Parallelen zu anderen Krisenherden? Bei Afghanistan wird nicht mehr groß darüber geredet, die Ressourcen wurden aber schon frühzeitig augeteilt, vor allem zwischen US Unternehmen. Im nahen Osten geht es schon lange eher ums Öl also um´s Geld und ja, es ist kein Kriegsgebiet aber in Nigeria sterben Menschen an Umweltverschmutzung, nicht erst seit gestern, und Ökosysteme wurden und werden munter vernichtet, was aber anscheinend keinen Politiker ernsthaft stört.
    Es gibt noch mehr als genug andere Beispiele, in denen die Wirtschaft vor allem anderen kommt, seien es Menschenrechtsverletzungen in China oder Russland, Kontakte mit Diktaturen oder eben schlichtes Nichtstun, weil es sich nicht rechnet. Die Massaker im Sudan, die sich über Jahre hinzogen hat man anfänglich ignoriert und dann der afrikanischen Union auf´s Auge gedrückt, gut ausgerüstete europäische Streitkräfte oder gar die US-Armee findet man dort bis heute nicht.
    Anders ausgedrückt, willkommen in der Realität heisst leider meist auch, es wird allzu oft nur dann etwas getan, wenn es a) zu teuer wäre, nichts zu tun oder man b) glaubt, Geld zu verdienen.

    Wenn man viele Konflikte der letzten zwanzig Jahre mal betrachtet hat man, und das ist der beschissene, wirklich entsetzliche punkt, viel zu oft das Gefühl, dass nicht wegen der betroffenen Menschen gehandelt wird sondern aus finanziellen Aspekten.
    Und, stimmt, es gehört nicht unmittelbar dazu, aber auch dabei kommen Unmengen von Menschen zu Schaden, wenn der Dreck nicht “bei uns” gemacht wird haben Großunternehmen anscheinend freie Hand.

    Nein, das hat weder mit Verhöhnen und Verspotten der Opfer zu tun, auch nicht serbischer Opfer einer Vergeltungsaktion zwei Jahre davor, über die wenig bei uns geredet wird. Aber warum bitte wurde eine rechtlich abgesicherte, schlagkräftige IFOR Truppe erst aufgestellt, nachdem all diese Dinge passiert waren? Warum werden in anderen Teilen der Welt bitteschön entweder sogenannte ethnische Säuberungen und großangelegte landesweite Völkermorde oft ganz ignoriert oder man schickt UN Truppen ohne robustes Mandat, wie es so schön heisst, die sich nur selbst verteidigen dürfen und gerade bei Einsätzen in der dritten Welt oft auch gar nicht ausreichend ausgerüstet sind?
    Warum wird dann ausgerehnet im Kongo, der so reich an Kupfer, Tantal und co. ist plötzlich so interveniert?

    Mag sein, dass es dir gerade nicht passt, der rote Faden heisst tatsächlich Geld, er spannt sich quer durch Krisenherde. Und das verspottet aus meiner Sicht wirklich die Opfer nahezu aller Konflikte in den letzten Jahrzehnten.

    Nenne mir einen Konflikt aus den letzten zwanzig Jahren, bei dem du mir das Gegenteil beweisen kannst und ich nehme alles zurück und entschuldige mich, wenn du das nicht kannst, überlege einmal, ob es Spott und Hohn von meiner Seite sind oder eher von der Seite unserer Politik und damit letztendlich, immerhin sind die wichtigsten Entscheidungsträger neben China Demokratien, uns allen.

    #932276
    ramazzottiramazzotti
    Teilnehmer

    wenn jetzt noch “ottovon…” einschreitet geht’s richtig ab

    #932277
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    @ramazzotti, bitte keine otto..vergleiche…..nichts gegen otto aber……..

    @capitan carot, gut! kurzum, ich entschuldige mich für die “Spott und Hohn” Unterstellung.

    aber, aber ich muß schon sagen du erschlägst mich gerade zu mit einer Flut von Informationen. Du wirfst ja nur so um dich mit unterschiedlichsten Infos. Mag ja alles schön und richtig sein, aber zum wiederholten male: bleib beim Thema und komm mir nicht mit Schuhen aus China daher! Es geht nicht darum wer von uns beiden das größere menschliche Lexikon ist! Den Preis darfst nämlich gerne behalten. Zweifelsfrei bist sicher der größere Tipper, wenn ich ein kleines Absätzchen schreibe hast du wahrscheinlich schon ein halbes Buch zusammengestellt.

    Ich hätte ganz sicher noch mehr zu “dem Thema” zu schreiben gehabt, aber wenn man sich aber kein bisschen am Thema halten kann dann….. ja eigentlich schade drum. Wenn ich dir zbs. sage bleib beim Thema Megaman hättest bestimmt viele gute Gründe um das Thema auf Supermario und die Welt zu lenken, nicht? Hättest doch nur vorhin mal soviel zum “eigentlichem Thema” geschrieben. Aber nein, das geht natürlich nicht, lieber mal die “großen Zusammenhänge” erklären und darunter “Geld ist schuld” schreiben. So einfach ist das aber nicht! Man kann einfach nichts vertiefen wenn man so wie du guter carot einfach mit 100 anderen Sachen daherkommst. Es bleibt Oberflächlich. Lieber ist es mir noch du ignorierst meinem Beitrag einfach, so wie alle anderen hier auch als wie das was du hier da fabrizierst.
    Wie dem auch sei, hast mich ordentlich frustriert mit deiner Themaverschleppung! Mission gelückt! Thema erfolgreich torpediert und abgewehrt! keine weitere Vertiefung mehr möglich! Aber ist schon klar, solche Themen haben in einem Spiele Forum halt einfach nichts verloren. Selbst schuld!

    Bleibt mir wohl doch nichts anderes mehr übrig als den Spuren von Herrn Otto zu folgen………
    oder mich als Grinsch zu verkleiden.

    #932278
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Im Prinzip hast du recht, das war zuviel. Dafür muss ich mich wohl entschuldigen.
    Die Hoffnung, dass solche und all die anderen Zwischenfälle aber auch nur halb so gründlich aufgeklärt werden wie Tchernobyl ist aber wohl ziemlich utopisch. Dass der UN Sicherheitsrat mal offiziell etwas verantworten müsste wäre wirklich mal was
    Übrigens ist für mich nicht unbedingt das Geld an sich Schuld, eher viel zu kurzfristig gedachte wirtschafliche und Machtinteressen. Gerade wirtschaftliche Interessen und eigener Machterhalt scheinen zum Nachfolger des kalten Kriegs zu sein.

    Frühzeitiges Intervenieren im zerbrechenden Jugoslawien, sozusagen friedlich mit Nachdruck, hätte bis heute nicht nur tausende Menschenleben retten sondern ganz nebenbei im Nachhinein auch Abermilliarden auf allen Seiten einsparen können. Warum es dann erst zum SuperGAU kommen lassen? Und das nicht nur einmal, sondern immer und immer wieder?

    #932279
    ramazzottiramazzotti
    Teilnehmer

    Okay, keine OvB-Vergleiche. Kann ich nachvollziehen ;)
    (Obwohl es ja kein Vergleich war. Aber wenn der OvB hier noch nachgelegt hätte, dann…….naja, könnt ihr euch selber ausmalen. Sorry Otto, no offense ;)

    Ansonsten….ich denke das eure beiden Meinungen prinzipiell nicht weit voneinander abweichen. Über ein Forum und in Schriftform ist das aber auch ein sehr schwieriges Thema. Man mißversteht sich auch leicht etc. etc….

    Make Love – not War ;)

    Dem werd’ ich dann auch gleich mal nachgehen :P

    #932280
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    Carot, auch wenn es langsam komisch wird muß ich mich dennoch ein weiteres mal bei dir entschuldigen. Habe mich beim letzten Post zu sehr über dich ausgelassen. Sorry! Mein Unmut hätte ich auch mit ein zwei Zeilen ausdrücken können. Das war zu viel, ist mir selbst nicht recht mich so gehen zu lassen. Bei sollen Themen fällt es mir halt offensichtlich nicht leicht ruhig und sachlich zu bleiben. Wenn halt Ungerechtigkeiten bis zu Himmel schreien und Menschen trotz Medienberichterstattung oder gerade WEGEN Medienberichterstattung die Ungerechtigkeiten nicht mehr erkennen können, treibt mich das ……(naja wir wissens ja wohin)

    Vielleicht kann ja jemand mal wenn es den Anlaß dafür gibt, einen Thread zusammenstellen mit dem dem vergleichbaren Namen:” Ungerechtigkeiten die in der heutigen Medienberichterstattung untergehen oder nicht berücksichtigt werden!”

    Interessant auch das gerade Tschernobyl erwähnst.

    #932281
    captain carotcaptain carot
    Teilnehmer

    Mit dem Thema hab ich mich mehrfach intensiv beschäftigt. Sei es eine Aussage von Gorby höchstpersönlich, dass russische Wissenschaftler wegen eines ganz speziellen Problems und daraus entstehender Wasserstoffentsteheung aus Kühlwasserreservoirs eine sehr starke Knallgasexplosion, ggf. sogar die geringe Möglichkeit einer Kernfusion berchnet hatten und deswegen in einer Hauruckaktion Wasser abgepumpt wurde über die Zahl offizieller und inoffizieller Liquidatoren bis zu den von offiziellen Stellen anscheinend verschleierten “Krankheitsopfern”, möglicher Grundwasserverseuchung in vielen Jahren oder der schleppenden Entwicklung des dringend benötigten Sarkophags.
    Wobei das nur einer von zwei sowjetischen SupuerGAU´s war:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Kerntechnische_Anlage_Majak

    Fünfziger Jahre, bis heute kaum beachtet, lässt aber böses für die Lagerung von Atommüll in unsicheren Endlagerstätten erkennen, da auch dort Behälter korrodieren könnten. Die Möglichkeit einer gravierenden Grundwasserverseuchung ist dabei gar nicht mal so klein.
    Dann wären da Fälle wie Three Miles Island und ähnliche naicht als so gravierend angesehene Zwischenfälle, obwohl z.B. die Lokalbevölkerung danach häufiger signifikant ansteigende Krebserkrankungen oder ähnliches aufweist.

    Aber hey, verlängern wir die Laufzeiten, Atomstrom ist mindestens so sicher wie die Rente. ;-)
    Als Brückentechnologie zwar völlig ungeeignet und vor allem so günstig, weil die Energiekonzerne nur einen Teil der Entsorgungskosten zahlen müssen, aber das macht nix.
    Auch hier bitte nicht falsch verstehen, ich bin nicht einfach ein radikaler Atomkraftgegner und ein deutsches Tschernobyl ist aufgrund ganz anderer Bauweise auch nicht direkt zu befürchten, aus meiner Sicht übersteigen die langfristigen Gefahren den aktuellen Nutzen aber bei weitem, vor allem, wenn man über das Risikopotenzial so genau Bescheid weiß.

    Ich bin auch kein Neokommunist, ich halte Globalisierung nicht für schlecht. Es gibt einfach nur zu viele Problemfälle, durch Großwirtschaft oder Politik verursacht, die einzig und allein auf viel zu kurzfristig gedachtem Handeln beruhen, da müsste sich etwas in den Köpfen und in der Verantwortung tun, sonst sind wir wirklich bald am Ende.

    Es gibt z.B. im Fall BP zwei interessante Fälle, die weder damals noch heute die große Beachtung bekommen, die sie verdient hätten. Nummer eins war eine Umweltsünde par excellence, Nummer zwei weist auf technische und personelle Probleme hin:

    Prudhoe Bay [Bearbeiten]

    BP ist mit einem Anteil von 26 Prozent Betreiber des größten Ölfeldes in Alaska, dem Prudhoe-Bay-Ölfeld. Am 2. März 2006 wurde in der westlichen Prudhoe Bay ein großes Ölleck entdeckt. Bis zu 267.000 Gallonen (eine Million Liter) Öl liefen aus und machten es zum größten Ölausfluss im nördlichen Alaska in der Geschichte.[9] Im August 2006 wurden weitere Ölaustritte bemerkt. Am 6. August 2006 hatte sich BP dazu entschlossen, die Förderung im Prudhoe-Bay-Feld in Alaska auf unbestimmte Zeit einzustellen. Bei ersten Untersuchungen der Leitungen mit Spezialgeräten seien gravierende Korrosionsschäden festgestellt worden. Die Überprüfung der Röhren war behördlich veranlasst worden. BP betonte, dass die Röhren regelmäßig und mit behördlicher Zustimmung und unter Aufsicht überprüft worden seien. Die angewandten Prüfmethoden, Ausspülung der Röhren mit einem chemischen Mittel zum Korrosionsschutz und Ultraschalluntersuchungen, seien in der Rückschau betrachtet nicht ausreichend gewesen. Allerdings hatten bereits 1999 Mitarbeiter von BP die Konzernleitung auf entsprechende Mängel aufmerksam gemacht.[10] 2001 waren die Probleme schon der Umweltbehörde bekannt. Sie wurden jedoch, mutmaßlich durch Einflussnahme von Mitarbeitern des Konzerns, nicht veröffentlicht.[11]

    Um das gesamte Leitungsnetz genauer untersuchen zu können, habe sich BP zu einem Produktionsstopp entschlossen. Am 11. August verkündet das Unternehmen, dass die Produktion nach Auswertung neuer Untersuchungsergebnisse im westlichen Teil des Ölfeldes fortgesetzt werden könne. Diese Entscheidung sei in Absprache mit den staatlichen Behörden getroffen worden. Nach Genehmigung durch das US-Verkehrsministerium begann BP Ende September auch wieder mit der Produktion im östlichen Teil des Ölfeldes. Am 29. Oktober 2006 gab BP bekannt, dass die Tagesproduktion mit mehr als 400.000 Barrel wieder den Stand vom 6. August 2006 erreicht habe.
    Raffinerie BP Texas City [Bearbeiten]
    Austritt von Kohlenwasserstoffen über den Rückhaltebehälter

    BP Texas City ist die größte Erdölraffinerie des Unternehmens im südöstlich von Houston gelegenen Texas City und produziert auf einer Fläche von 4,85 Quadratkilometern etwa 2,5 Prozent des amerikanischen Treibstoffbedarfs.[12]

    Erste Teile der als außerordentlich komplex geltenden Anlage wurden 1934 errichtet, seither wurde mehrfach expandiert und modernisiert.[13] In Besitz von BP gelangte die Raffinerie durch Fusion mit Amoco am 31. Dezember 1998.[14] Auf dem Gelände sind dauerhaft etwa 1800 Arbeiter beschäftigt, durch Vertragsarbeiten befinden sich in Spitzenzeiten bis zu 6000 Arbeiter auf dem Gelände.[13]

    In der Raffinerie kam es mehrfach zu schweren Betriebsunfällen, die zwischen 1974 und 2004 zu insgesamt 23 Todesfällen führten.[14] Vorbeugende Sicherheitsverbesserungen seitens BP blieben weiter lückenhaft.[15]

    Am 23. März 2005 traten während der Inbetriebnahme einer Isomerisierungseinheit innerhalb weniger Minuten geschätzte 28.700 Liter[14] brennbarer Kohlenwasserstoffe aus einem Rückhaltebehälter aus und führten zu einer Explosion, bei der 15 Arbeiter getötet und 180 verletzt wurden.[14] Der finanzielle Schaden betrug mehr als 1,5 Milliarden US-Dollar.[14] Zu dem Unfall trugen maßgeblich Bedienerfehler, veraltete Ausrüstung und Designfehler der Kontrollinstrumente bei – so wurde ein Abscheiderturm über mehrere Stunden hinweg bei geschlossenem Pegelkontrollventil betrieben, während dem Bediener normale Werte für Turmpegel und Ventildurchfluss angezeigt wurden. Die schließlich überfließende Flüssigkeit gelangte in einen veralteten und bekannt unsicheren Rückhaltebehälter, trat dort in einer Fontäne aus und entzündete sich außerhalb.[14] Die anschließende Explosion zerstörte unter anderem mehrere Büro-Trailer neben dem Behälter, in denen sich die Todesopfer befanden. BP änderte nach dem Unfall die Richtlinien für die Platzierung solcher Trailer.[14]

    Die nachfolgenden Untersuchungsberichte des U.S. Chemical Safety and Hazard Investigation Board und einer unabhängigen Untersuchungsgruppe unter Leitung von James Baker übten harsche Kritik an Konzernführung und Sicherheitsstandards der Raffinerie.[14]

    Da kann ich mich nur an verhaltenes Medienecho und noch viel weniger öffentliche Diskussion erinnern, von einer genauen Kontrolle BP´s durch öffentliche Einrichtungen ganz zu schweigen. Hätte man Deepwater Horizon und die langfristigen Folgen so verhindern können? Ich weiß es nicht, einem Konzern nach gravierenden Pannen aber freie Fahrt zu lassen kann aber auch nicht richtig sein.

    Selbiges gilt übrigens auch für Regierungen. Das US-amerikanische Terroristensponsoring hat Jahrzehnte lang keinen interessiert, über die Folgen eines kleinen Massakers (entschuldige die Untertreibung) machen sich auch eher wenige ernsthaft Gedanken, selbst nach einem Gedenktag. Und da hier niemand irgendwem ernsthaft auf die Finger haut ist eine gerechte Strafe, im Fall Sarajewo speziell für die UN Führung, weniger für die Truppen, die damals vor Ort waren, ziemlich unwahrscheinlich, entsprechend wird sich das alles bei Gelegenheit wiederholen, weil auch dann wieder nur kurzfristig gedacht wird.

    #932282
    xisusxxisusx
    Teilnehmer

    Liquidatoren = waren meist junge ukrainisch/russische Soldaten die “freiwillig” für die Versagen der Politik bezahlen durften.
    Von denn ~ über eine halbe Million Liquidatoren starben ~ über 15 tausend an den Folgen der Strahlung.

    Hast denn BP Artikel sag mal aus dem Wikipedia? oder wie :-)
    bei den ganzen ….[7] …..[14] …[27]… usw.
    bei 2000 – 6000 Arbeiter dieser BP Station, 23 Toten innerhalb von 30 Jahren…….

    nicht “im Fall Sarajewo” …………………die Stadt hieß anderes.
    aber beim letzten Satz gebe ich dir trotzdem recht.

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