Jäger der verlorenen Schätze: Adventure Island

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Susumu-Matsushita-Cover, Takawashi-Meijin-Fotos und 32 Kilobyte auf super-flacher BeeCard: In dieser MSX-Computer-Fassung ist das erste ”Adventure Island” ein Software-Schatz, den man im Westen nur selten sichtet.

Nach einem Japan-Titel, der es auf westliche Märkte schafft, aber trotzdem unbekannt und obskur bleibt, steht diesmal ein Spiel in der M!-Vitrine, das weltweit berühmt, aber in dieser spezifischen Fassung rar ist wie kaum ein zweites: Adventure ­Island – nicht auf Modul oder Floppy, sondern als seltene BeeCard in Klapppackung und Schuber!

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MSX ist die Allianz jener Elektronikfirmen, die zu spät zum Heimcomputer-Goldrausch kommen: Von Casio über Hitachi, JVC, Panasonic, Philips bis zu Sony, Toshiba und Yamaha einigt sich 1983 ein Dutzend vorwiegend japanischer Hardware-Bauer auf eine vielseitige und für jedermann erschwingliche Plattform. Computer, Zubehör und Programme sind kompatibel, das Betriebssystem der 8-Bit-Hobbykisten stammt von einer aufstrebenden US-Firma und gibt den Namen: Microsoft eXtended Basic.

Obwohl Bill Gates dahintersteht (oder weil), scheitert MSX in den USA und kommt auch in Europa nicht aus der Nische. Nur in Fernost floriert die Plattform mit 100 Rechnervarianten und 1.000 Spielen und bleibt dort zehn Jahre lang ein beliebtes System für ­Einsteiger, die kein Vermögen investieren und am liebsten spielen, basteln, kreativ sein wollen. MSX-Software erscheint dort auf allen Datenträgern: Floppy, ROM-Modul, billige Audio-Kassette, sogar Laserdisc! Alles veraltet, meint Software-Hersteller Hudson, entwickelt ein neues Speichermedium, das klein, flach und leicht wie ein 100-Yen-Stück ist, und nennt es – nach der Biene im Firmenlogo – BeeCard. Damit das Minimedium in MSX-Rechner passt, vermarktet Hudson einen ”Bee Pack”-Adapter (BP) für den Modulschacht.

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