Neue Hiobsbotschaft für Midway-Belegschaft

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Der strauchelnde Entwickler und Publisher Midway sorgt für neue Schauermeldung unter seinen Mitarbeitern. Nachdem kürzlich knapp 90 Prozent der Geschäftsanteile für symbolische 100.000 US-Dollar (inklusive 70 Mio. US-Dollar Schulden) den Besitzer wechselten, entlässt der Mortal Kombat-Konzern nun 25 Prozent seiner Mitarbeiter. Betroffen sind die Zentrale in Chicago, sowie das Studio in San Diego. Die Niederlassung in Austin, Texas (BlackSite: Area 51) wird geschlossen, nachdem bereits im Spätsommer zahlreiche Mitarbeiter ihren Hut nehmen mussten. Um die Geschäfte am Laufen zu halten, werden zudem bislang noch nicht angekündigte, in Entwicklung befindliche Spiele gestrichen.Damit steht Midway Austin allem Anschein nach nicht alleine da: Einer unbestätigten Meldung von gamesindustry.biz zufolge hat auch Free Radical Design (TimeSplitters-Reihe) seine Pforten für immer geschlossen. Das unabhängige Studio mit Sitz in England entwickelte zuletzt den PS3-exklusiven Ego-Shooter Haze und forderte Fans auf, Konzepte für TimeSplitters 4 einzureichen.

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buddy4all
20. Dezember 2008 12:57

Ist ja in der Spielebranche ‘ne ganz schöne Achterbahnfahrt, gestern noch top, heut’ schon ein Flop. Wirklich schade, dass Entwicklerstudios dicht machen müssen, nur weil’s mal nicht der ganz große Hit war. Ich denke da nur an Oddworld Inhabitants, gute Spiele, die sich leider nicht gut genug verkauft haben. Allerdings tue auch mich schwer damit, Neuankömmlinge “”gebührend”” zu begrüssen. Mirror’s Edge z.b. ist sehr interessant, hole ich mir aber auf keinen Fall für 60€.

dmhvader
20. Dezember 2008 11:37

Bei Free Radical finde ich es echt übel, aber Mr. Doak & Co. könnten ja wieder bei MS’ Rare anheuern und für ein besseres Perfect Dark sorgen!

captain carot
19. Dezember 2008 18:59

Ist ja nicht so, dass die meisten Studios erst seit der Finanzkrise solche Probs hätten. Die großen wie Midway haben ja teils schon seit mehreren Jahren ernsthafte Geldsorgen.Aber für kleine unabhängige wie Free Radical, die kaum Eigenkapital haben und dicke Kredite für die Finanzierung brauchen sieht es derzeit ganz sicher düster aus.

Bravopunk
19. Dezember 2008 17:55

Hm…mal Geld zusammenkratzen…da kann man ja zurzeit richtig günstig an sein eigenes Entwicklerstudio kommen^^’

Ray_Stantz
19. Dezember 2008 15:26

Wie geht’s eigentlich den Entwicklern in Deutschland in diesen harten Zeiten? AFAIK wird Development hier gerne über Gamefonds finanziert, hoffentlich brechen diese Gebilde nicht auch zusammen.