Burnout – im Klassik-Test (PS2)

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Meinung & Wertung

Ulrich Steppberger meint: Kein anderes Rennspiel hat bei mir für derart durchgehendes Schwanken zwischen ‘nur noch eine Runde’ und ‘ich schmeiß’ das Joypad an die Wand’ gesorgt wie Burnout. Technisch ist der Titel über jeden Zweifel erhaben: Die detaillierte Optik bleibt jederzeit wunderbar flüssig, auch das Streckendesign ist von hoher Qualität. Zudem fahren sich die Vehikel dank unkomplizierter Physik prima. Allerdings ist durch die grundlegende Idee kräftiger Frust gleich miteingebaut: Natürlich ist es bei einem Rennen durch öffentliche Straßen normal, dass man auch ohne eigenes Verschulden einen Unfall baut – aber etwas weniger Realität wäre hier einfach mehr gewesen. Zu oft kracht Ihr mit jemandem zusammen, ohne irgendwas dagegen tun zu können: Dass es den CPU-Fahrern ebenso ergeht, tröstet da auch nur bis zu einem gewissen Grad. Hinzu kommen unnötige Schlampereien im Design: So wisst Ihr nie genau, wie weit die Konkurrenz vor Euch dahinbrettert. Außerdem wären weitere, übersichtlichere Kameraperspektiven wünschenswert gewesen. Wer aber hart im Nehmen ist und eine heftige Herausfor­derung sucht, ist mit Burnout sicher prima bedient.

Oliver Schultes meint: Burnout ist schnell, verdammt schnell. Und genau das ist auch das Problem des actionlastigen Renners: Bei den vielen Fahrzeu­gen auf der Straße habt Ihr oft gar keine Chance auszuweichen. Erschwert wird das Ganze durch eine äußerst sensible und teilweise auch nicht ganz nachvollziehbare Kollisionsabfrage. So führt einmal leichtes Touchieren eines LKWs zum Crash, während Ihr ein anderes Mal mit hoher Geschwindigkeit an einem Fahrzeug entlangschrammt und nichts passiert – Frust ist vorprogrammiert. Wer sich aber gerne in harte Spiele verbeißt und durch längere Übungszeiten nicht abschrecken lässt, macht mit Burn­out eine gute Partie: Die Optik ist rasend schnell und die extrem langen Strecken sind hübsch gestaltet.

Technisch beeindruckende, pfeilschnelle Raserei mit hohem Frustpotenzial: Für gestählte Fahrer empfohlen.

Singleplayer81
Multiplayer
Grafik
Sound
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Max Snake
11. November 2020 16:18

Ich fand damals Burnout schwer, als die spätere Teil. Mein Lieblings Teil ist Teil 3 und Revenge.

schweini
10. November 2020 14:31

Ein Remaster von Revenge ist einer meiner größten Zocker Wünsche, mehr GOLD UND WAHNSINN bitte!

Sanftmut
10. November 2020 10:54

Der zweite Teil ist auch bei mir der Favorit der Reihe. Beim dritten konnte man plötzlich andere Autos einfach von hinten beiseite rammen, das war mir irgendwie zu läppsch.

Mayhem
10. November 2020 10:36

Bin erst mit dem zweiten Teil auf dem GC in die Serie eingestiegen und das ist bis Heute auch mein Lieblingsteil. Geschwindigkeitsrausch pur wenn man ein komplettes Rennen lang den Boost aktiviert hat.

JACK POINT
10. November 2020 0:43


Echt? Aber dafür war ja Teil 2 an sich viel leichter als Teil 1. Leider teils bischen zu leicht, aber immernoch besser als ein zu hoher wie im 1. Teil und das Driftverhalten fand ich dermaßen besser als bei Teil 1.

Allerdings hab ich von Teil 1 entgegen Teil 2 nur die Demo gezockt. Die Xbox-Version des 1. Teils liegt aber noch bei mir rum.

Es wird Zeit für eine Remastered-Collection von Burnout 1 bis Revenge! Denn bei einem Remake hätt ich die Angst, dass sie´s verkacken. Schmeißt einfach das Lizenzmusik-Zeug raus! Von mir aus 4k mit besseren Texturen und 120fps!

schweini
9. November 2020 20:12

Teil 2 konnte man komplett ohne Boost und Burnout durchspielen, hat die Sache aber nicht leichter gemacht…