Conarium – im Test (PS4)

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Ein einsamer Protagonist erzählt aus der Ego-Perspektive, wie er sich in finsteren Höhlen, fremdartigen Ruinen und den eigenen Gedanken verirrt. Am Ende stehen der Absturz, eine apokalyptische Erkenntnis und der Wahnsinn. Nach diesem Muster schrieb H. P. ­Lovecraft in den 1920ern seine ­besten Horrorgeschichten. Dieselbe Form wählte Zoetrope Interactive für sein drittes Love­craft-Spiel Conarium. Das kleine Studio aus Istanbul ließ sich für Conarium von Lovecrafts ­Erzählung ”Berge des Wahnsinns” ­inspirieren. Wie in der Vorlage geht dabei eine Antarktis-Expedition eiskalt in die Thermohose!

Als Wissenschaftler Frank Gilman erwacht Ihr nach einem okkulten Psycho-Experiment in der menschenleeren Forschungsstation Upuaut und irrt in Ego-Sicht durch verwaiste Gänge. Dabei stolpert Ihr immer wieder über atmosphärisch dichte Szenen, wenn Ihr etwa durchs polare Schneetreiben zum Sicherungskasten stapft oder in Myst-Manier eine Automaten-Version Eures eigenen Kopfes enträtselt. Zumeist verfranst Ihr Euch aber in immer gleichen Gängen und wühlt durch immer gleiche Schreibtische nach Schlüssel-Objekten. Spielerisch interessanter wird es auch später kaum, wenn Ihr die eisigen Kavernen und Katakomben unterhalb der Basis erkundet. In repetitiven Alibi-Rätseln drückt Ihr Schalter, brecht mit der Axt durch brüchige Wände oder jätet außerirdisches (und axtabweisendes) Unkraut per Lichtkristall. Gelegentliche Action-Einlagen wie eine U-Boot-Fahrt oder eine Mumienjagd sind spielerisch hölzern und eher mühsam als auflockernd. Lediglich die solide Story hält Lovecraft-Fans bis zu den beiden Enden bei der Stange.

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