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Gelegentlich nerven die hektischen Sprungbewegungen des Helden – der Kerl hüpft zwar ziemlich hoch, dafür aber leider saukurz. Kommt Euch dann noch die störrische Kamera in die Quere, ist Kollege Frust nicht weit. Meist macht der virtuelle Kameramann seine Sache recht ordentlich – zudem dürft Ihr in vielen Einstellungen die Perspektive selbst ändern. PS3-Zocker können das sogar durch Handneigung erreichen, werden aber nach einigen verkorksten Versuchen schnell die Finger davon lassen. Vielmehr sollten sie sich über die kürzeren Ladezeiten freuen, die Ihr dem dicken Datenpaket zu verdanken habt, das DMC 4 auf Eurer Platte parkt. Praktischerweise lest Ihr während der Installation die Hintergrundgeschichte der ersten drei Teile durch. Xbox-360-Besitzer schalten dieses Gimmick erst nach einmaligem Durchzocken frei. Rumble-Effekte gibt’s jetzt endlich auf beiden Systemen – PS3-Besitzer, denen der Gang zum Importhändler zu umständlich oder teuer ist, müssen eben auf die Deutschland-Veröffentlichung des Dualshock 3 warten.
Wie es sich für ein derbes Hack’n’Slay-Abenteuer gehört, ist der steinige Weg durch die prachtvollen HD-Szenarien nicht nur mit unzähligen Standard-Gegnern gepflastert, auch einige heftige Schlaglöcher in Form von Bossgegnern (die sich leider wiederholen) stehen auf dem Programm: egal, ob schleimiger Riesenfrosch, bizarres Schlangenmonster, Feuerdämon, erhabenes Engelwesen, Insektenschurke oder Koloss. Allen Obermotzen gemein sind taktische Angriffsfolgen und Superattacken, denen Ihr tunlichst ausweichen solltet – vor allem auf dem höheren Schwierigkeitsgrad.























Nero’s Devil Bringer hat Laune gebracht. Devil May Cry 4 war mein erstes Playstation 3 auf eine Dual Shock 3 Controller zu nutzen.
Obwohl ich Bayonetta liebe, kann ich mit Devil May Cry nur begrenzt was anfangen.
Die deutsche Synchro ist (in den von mir gespielten Teilen) zum fürchten und die Locations wirken – gemessen an der Hexe – einfach trist und zu wenig überdreht. Auch beim Kampfsystem muss man viel mehr Fingerakrobatik betreiben, um viel weniger abgefahrene Sachen auf den Bildschirm zu zaubern. Und allgemein wirkt dieses “punkige” einfach nicht so erhaben wie die himmlischen Engels-Chöre bei Cereza.
Dennoch bin ich der Reihe natürlich dankbar für ihre Existenz, denn ohne sie hätte es Bayonetta wohl nie gegeben.