Fire Emblem: Path of Radiance – im Klassik-Test (GC)

0
1964
Zurück
Nächste

Seite 1

Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Nach zwei GBA-Ausflügen schafft es Nintendos traditionsreiche Strategie-Serie endlich auf den Gamecube – mitsamt allen Markenzeichen wie Rundenkampf, Waffen- bzw. Magie-Dreieck, gezeichneten Charakter-Portraits und ausführlichen Kampfanimationen. Die zahlreichen Fans der Serie wissen, wovon die Rede ist – und können die beiden nächsten Absätze getrost überspringen.

”Zug um Zug“ heißt: Hier bewegt Ihr Eure Truppe nicht in Echtzeit, vielmehr schubst Ihr berittene Axtschwinger, Lanzenträger, Priester, Magier und Schwertkämpfer Runde für Runde über das Schlachtfeld.

Der Vorteil des betagten, aber bewährten Systems: Ihr könnt Eure nächste Aktion sorgältig planen, in aller Gemütsruhe negative wie positive Folgen gegeneinander abwägen und Euch auch für die nähere Zukunft bereits eine ausgefuchste Strategie zurechtlegen. Das klingt wie Schach? Der Vergleich ist angebracht – nur, dass Fire ­Emblem und seine Genre-Kollegen mit all ihren Charakterklassen, Fertigkeiten, Waffen, Ausrüstungsgegenständen sowie Terrain-Typen noch ungleich komplexer sind und das Taktik-Genre um Rollenspiel-Elemente bereichern. Das heißt im Klartext: Ihr manövriert Eure (meist beschaulich geratene) Heldentruppe nicht nur über das Schlachtfeld – nein, mit ­jedem Sieg sorgt Ihr auch dafür, dass der jeweilige Charakter an Erfahrung gewinnt und dem Ideal eines Meisterkämpfers oder -magiers ein Stück näher kommt. Zwar dürft Ihr nicht wie in vielen RPGs üblich beim Level-Aufstieg Punkte verteilen – aber immerhin ­lässt man Euch beim Erklimmen einer neuen Stufe beobachten, welche Werte Eures Recken in die Höhe schnellen. Wer seine Helden lieb hat, der tut ihnen außerdem was Gutes, indem er im Kampf immer schön auf das (den Fans altbekannte) Waffen- und Magie-Dreieck achtet.

Waffen-Dreieck… was ist das? Ein besonderes Wurfgeschoss? Ein okkultes Symbol? Nö – alles falsch: gemeint ist die Wirkung unterschiedlicher Waffengattungen aufeinander. Das in ­Fire Emblem verwendete Rezept entbehrt zwar jeglicher historischer Grundlage – aber ähnlich wie das gute alte ”Schere, Stein, Papier“-Spiel funktioniert es wunderbar… und erlaubt reichlich taktischen Tiefgang, ohne dass Ihr Euch mit komplexen Elemente-Tabellen Marke Pokémon rumschlagen müsst.

Zurück
Nächste