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Schwerter sind besonders wirksam beim Angriff auf Axtkämpfer, Äxte setzt Ihr am besten beim Kampf gegen Lanzenträger ein, und mit Lanzen wiederum seid Ihr gut bedient, wenn Euch ein Schwertkämpfer auf die Pelle rückt. Das hört sich kompliziert an, geht Euch aber erstaunlich fix in Fleisch und Blut über. Außerdem verraten Euch kleine Pfeile im Angriffsmenü, ob Ihr beim Kampf gegen den aktuellen Widersacher einen solchen Waffenbonus genießt oder nicht. Auf Seiten der Zauberkundigen sieht’s ähnlich aus: Auch Elemente wie Wind, Feuer und Licht lassen sich auf diese Weise einordnen und für clevere Taktiken einsetzen.
Und für alle, die sich mit Strategie-Spielen noch schwer tun, gibt’s ein Einsteiger-sicheres Tutorial, in dessen Verlauf Euch ein fesches Manga-Mädel in die hohe Kunst des Schlachtpläne-Schmiedens einführt. Außerdem erfahrt Ihr hier Wissenswertes über Details wie Siegesbedingungen oder die Verwaltung Eurer Ausrüstung.
Wer die Serie kennt und sich die letzten beiden Abschnitte trotz unserer Warnung nicht gespart hat, merkt schon: Das neue Fire Emblem ist spielerisch eine fast exakte Kopie seiner kleinen GBA-Brüder. Neu sind einzig das etwas umfangreichere Menü fürs Truppen-Management sowie die Möglichkeit, in der Schlacht gewonnene Bonus-Erfahrungspunkte in neue Fertigkeiten zu investieren. Und sind noch genügend EP übrig, spendiert Ihr Euren Schützlingen zusätzlich einen Stufenaufstieg außerhalb der Reihe. Die deutlichste Neuerung dagegen ist der Zugewinn einer neuen Grafikdimension: Aus 2D wird 3D – die platten Comic-Tapeten sind von Polygon-Bäumen gesäumten Textur-Straßen und dreidimensionalen Ruinen gewichen. Und statt der berüchtigten Zeichentrick-Kampfanimationen gibt’s jetzt Kamerafahrten durch kleine 3D-Arenen: Treten zwei Feinde gegeneinander an, weicht die Spieleoptik einer kurzen Echtzeit-Sequenz.
Umso erstaunlicher, dass die Geschichte selber nach wie vor mit gezeichneten Manga-Helden illustriert und Textbox für Textbox erzählt wird – zeitgemäßen Luxus wie Sprachausgabe oder aufwändige Animationen gibt’s nur in den spärlich gesäten, vorgerenderten Filmchen.








