Foamstars – im Test (PS5)

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Mit Splatoon schuf Nintendo den Präzedenzfall, dass Multi­player-Shooter auch ohne scharfe Munition und martialische Ästhetik Erfolg haben können. Allzu viele andere Entwickler hat die tintenfischige Erfolgsgeschichte bisher noch nicht inspiriert – nur das kaugummibasierte Ninjala sorgte dank Free-to-Play-Zugriff für etwas Aufmerksamkeit. Umso erfreulicher, dass sich jetzt auch Square Enix an einem bunten, fröhlichen und angenehm unblutigen Spektakel versucht. In Foamstars treten die Spieler online in Teams gegeneinander an und füllen die glänzenden Arenen von Bath Vegas mit massenweise farbenfrohem Schaum. Ihr füllt so nicht nur die Umgebung, sondern schließt auch Eure Gegner in Blubberblasen ein, um sie dann aus der Arena zu katapultieren – außer einer seiner Kumpanen kommt ihm vorher zu Hilfe. Diverse Modi stehen zur Auswahl: In ”Smash the Star” wird der stärkste Spieler des bislang unterlegenen Teams zum ordentlich gebufften Superstar und Ziel der gegnerischen Truppe. Gelingt es ihnen, den Superstar zu erlegen, bedeutet das den Sieg. In ­”Happy Bath Survival” teilen sich die Teams in jeweils zwei Mitglieder innerhalb und außerhalb der Arena auf und in ”Rubber Duck Party” geht es darum, die überdimensionale Gummiente zum Ziel zu bringen. Ein Tanz auf dem Vieh sorgt für einen Extraboost. Wer dagegen lieber solo schäumt, der stürzt sich in den Missionsmodus und wehrt Wellen von Gegnern ab, aber auch hier dürft Ihr wahlweise online im Team antreten.

Anstatt Euch selbst einen Avatar zu bauen, wählt Ihr zwischen definierten Charakteren mit unterschiedlichen Waffen, Specials und Eigenschaften. Sechs sind zum Start verfügbar, einen schaltet Ihr im Verlauf des Spiels frei und eine achte Figur bekommen Käufer des ersten Season Pass. Sie lässt sich aber optional (und zeitintensiv) auch so freischalten, wenn Ihr es vor Ende der Saison auf Stufe 31 schafft. Weitere Figuren sollen natürlich folgen. Anfangs stand Foamstars allen Nutzern der (für die Online-Matches ohnehin benötigten) PlayStation-Plus-Angebote kostenlos zur Verfügung, erst seit dem 5. März wird es dann ”normal” verkauft.

Bereits jetzt verfügbar ist der Ingame-Shop – mit Preisen, die Euch die Schuhe ausziehen: So werden etwa für ein Charakter-Zubehör-Bundle direkt mal sportliche 45 Euro aufgerufen.

Mittlerweile ist der Schaum-Shooter seit einigen Wochen erhältlich, aber leider hält sich unsere Begeisterung in Grenzen – das liegt weniger an Präsentation und Spielprinzip und mehr an den Tücken des Mehrspieler-Modus. Foamstars hat Stil und Energie, aber dummerweise sind die Server ziemlich leer, Matches kommen nach langer Zeit nur selten zustande. Das nimmt dem eigentlich cleveren und trotz mancher Splatoon-Parallele recht eigenständigen Spielprinzip viel vom Charme. Habt Ihr keine feste Gruppe am Start, dann verbringt Ihr hier den Großteil Eurer Zeit mit oft fruchtlosem Warten.

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