Mato Anomalies – im Test (PS4)

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Im retro-futuristischen Schanghai gehen die Mons­ter um: Detektiv Doe wird von der Königin der chinesischen ­Unterwelt beauftragt, der Spur einer geheimnisvollen Substanz nachzugehen. Dabei trifft er prompt auf Risse in der Welt: Anomalien – besiedelt von Wesen, die in die Realität einzudringen versuchen. Der Protagonist wird von dem Schwert schwingenden Schamanen Gram gerettet und die beiden tun sich zusammen, um mit ihren ungleichen Talenten dem Geheimnis der Anomalien nachzugehen.

Dabei teilen sich Doe und Gram die Aufgaben: Der Schamane stürzt sich in die Dungeons, die in ihrem Aufbau stark an Fate/Extra erinnern. Jedes Verlies spiegelt den Besitzer wider und Ihr lauft durch Korridore, löst Rätsel, um Schlösser zu öffnen, und bekämpft Monster – diese sind schwach und beeindrucken nur selten. Die Kämpfe laufen rundenbasiert ab und Euer Team teilt sich die Lebenspunkte. Jeder Spezialangriff hat einen Cooldown nach der Nutzung und das Elementarsystem wirkt wie eine abgespeckte Version der typischen Shin Megami Tensei-Mechaniken. Jeder Held hat zwei Waffenarten und zwei Fähigkeitenbäume zur Verfügung, die Ihr flexibel ausbauen könnt. Anderes getrenntes Equipment gibt es nicht. Ihr findet manchmal ausrüstbare Chips, die dem ganzen Team zugutekommen.

Währenddessen hat Doe in Schanghai seine eigenen Auf­träge zu erledigen. Auf der Suche nach Informationen kann er einen Mindhack bei den Befragten durchführen: Dafür wechselt Ihr zu einem Kartenspiel, bei dem Ihr klassisch die Lebenspunkte des Gegners auf null bringen müsst. Dabei kennt Ihr die Intentionen des Gegenübers im Voraus, könnt also planen, ob Ihr Euch verteidigen wollt oder ob der Angriff die bessere Wahl ist. Der Gegner wird von Anomalien beschützt, die verschiedene Effekte haben – mal wird ein Doppelangriff ermöglicht, mal werden Schilde aufgestellt. Diese loszuwerden ist also wichtig – besiegt Ihr sie, respawnen die nervigen Biester aber nach ein paar Runden. Mit der Zeit schaltet Ihr mehr Decks frei, um den Gegner mit anderen Strategien zu Fall zu bringen. Die Kartenduelle sind das spielerische Highlight von Mato Anomalies, auch wenn sie durch die Anomalien zu stark in die Länge gezogen werden.

Inszenatorisch bietet das Schanghai im Spiel ein paar gute Ideen, aber die Locations sind zu klein, die Musik verliert sich im Hintergrund und die Grafiken sind generell recht karg. Die durchsichtigen Böden in den Dungeons und Kämpfen lassen die Charaktere praktisch in der Luft schweben und die Zwischensequenzen im Comic-Stil werden leider viel zu selten genutzt.

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