Pokémon Super Mystery Dungeon – im Test (3DS)

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Ein bunter Tunnel aus Licht umgibt Euch und eine Stimme stellt Euch Fragen… So beginnt der neueste Teil des Mystery Dungeon-Ablegers der Pokémon-Reihe. Eure Antworten entscheiden, welchem der 20 möglichen Pokémon Ihr und Eure Partnerin am ehesten entsprecht, Ihr könnt aber auch ein Veto einlegen, wenn Euch das Ergebnis partout nicht passen will. Gleich darauf erwacht Ihr alleine und ohne Erinnerungen, nur Euren Namen kennt Ihr noch. Und viel schlimmer: Ihr stellt fest, dass Ihr kein Mensch mehr seid, sondern Euer Dasein nun in einem Pokémon-Körper fristet. Begrüßt werdet Ihr auch prompt von drei bedrohlichen Megalon, Grund genug für Euch, erst einmal die Beine in die Hand zu nehmen. Zum Glück hilft Euch ein freundliches Blanas und nimmt Euch mit ins Dörfchen Ruhenau. Erst hier trefft Ihr Eure Partnerin, die, wie Ihr bald auch, die örtliche Schule besucht. Tag für Tag lernt Ihr dort mit Euren Klassenkameraden, wie man in den zufällig generierten Dungeons am besten zurechtkommt – die Implementierung eines Tutorials in Form von Unterricht ist durchaus elegant. Mit der Zeit freundet Ihr Euch mit Eurer Partnerin an und erfahrt, dass es ihr größter Wunsch ist, die Welt zu kartografieren und Teil des Forscherteams zu werden. Wie der Zufall so will, landet Ihr schließlich genau dort. Zusammen mit dieser Truppe sucht Ihr nach Eurer Vergangenheit und versucht gleichzeitig herauszufinden, warum plötzlich überall auf der Welt Pokémon zu Stein erstarren.

Die Geschichte ist charmant, bildet aber eigentlich nur den Rahmen für den Kern des Spiels: das schrittweise Erforschen und Meistern der namensgebenden Mystery Dungeons. Während der Storymissionen ist Euer Team meist vorab festgelegt, aber abseits davon dürft Ihr jedes der mittlerweile 720 Pokémon nutzen – wenn Ihr mit ihm verbunden seid. Mit der Holzhammer-Methode kommt Ihr schon in den ersten Dungeons nicht weit, in späteren Gebieten geht dann ohne kluge Taktik nichts mehr. Positionierung, Angriffsreihenfolge und richtige Itemnutzung entscheiden über Sieg oder Niederlage. Strategisch wichtig ist auch die Möglichkeit, jederzeit den Anführer zu wechseln. Sogar die Mega-Entwicklung ist sinnvoll eingebaut und kommt nicht, wie zunächst befürchtet, allzu übermächtig daher: Sie ist zeitlich begrenzt und nur mit einem seltenen Sipal möglich. An Herausforderung mangelt es diesem Spiel nicht! Die Geschichte schreitet sehr schnell voran und gönnt Euch fast keine Pausen, in denen Ihr trainieren könntet. Ihr werdet so daran erinnert, dass manche Aufgaben eben nicht warten, bis Ihr bereit seid, Euch ihnen zu stellen.

Emily Schuhmann meint: Mein Pokémon-Pendant scheint Riolu zu sein, zumindest war so das Ergebnis der Befragung zu Spielbeginn. Und da mich Pikachu und die üblichen Starter noch nie vom Hocker gehauen haben, war mir diese Wahl gerade recht. Im Vergleich zum letzten Pokemon Mystery Dungeon ist diese Episode ein gewaltiger Schritt nach vorne: Nach der damaligen Enttäuschung habe ich meine Erwartungen absichtlich klein gehalten, zum Glück waren die Sorgen aber unbegründet. Durch die sehr schnell voranschreitenden Kapitel kommt keine Langeweile auf, auch die bunte Grafik und die hohe Schwierigkeit zeichnen diese Episode aus. Sogar die Musik passt, die abgedrehte Mischung aus Didgeridoo und Irish Folk hat es mir angetan. Das macht Super Mystery Dungeon zum bisher besten Titel der Reihe, denn endlich geht die Mischung aus Pokémon und Roguelike-light richtig auf.

  • alle 720 Pokémon rekrutier- und spielbar
  • viele Parallelen und Verbindungen zu früheren Teilen
  • nach der Story noch Unmengen zu tun

Gelungene Mischung aus der charmanten Optik des Vorgängers und inhaltlichen Stärken früheren Teile mit neuen Mechaniken und flotter Story.

Singleplayer80
Multiplayer
Grafik
Sound
Max Snake
I, MANIAC
Max Snake

Bin überrascht.