
Meinung
Ulrich Steppberger meint: Red Dead Redemption lässt sich treffend als ”Grand Theft Horse“ beschreiben – und das ist das größte Lob, dass man Rockstars Western-Epos aussprechen kann. Das Gesamtpaket stimmt: So schön wurde der (nicht mehr ganz so) Wilde Westen in einem Spiel noch nie illustriert, vor allem die stimmungsvollen Umgebungen haben es mir angetan. Missionsstruktur, allerhand Nebenaufgaben und die erstklassigen Storysequenzen müssen hinter GTA nicht zurückstecken. Dazu gibt es willkommene Detailverbesserungen wie mehr Checkpoints, freiere Speichermöglichkeiten und ein Zielsystem, das weniger begabten Revolverhelden unter die Arme greift. Vielleicht hätten manche Reisewege etwas kürzer ausfallen können, außerdem agiert John Marston gelegentlich etwas steif – doch das sind nur kleine Makel in einem Meisterwerk.
Michael Martin meint: Wie Ulrich habe ich kaum etwas zu meckern. Schwer fielen mir die Nachtmissionen, weil vor allem entfernte Gegner in diesen schlecht erkennbar sind. Die angebotenen Minispiele fesseln mich nicht wirklich: Glücksspielverachter werden mit Texas Hold’em und Würfel-Poker wenig Spaß haben, die verkorkste Steuerung beim Hufeisenwerfen muss man sich auch nicht antun. Dann noch eine Frage an Rockstar: Wenn Ihr schon auf schmale Untertitel-Schrift und zu kleine Kartensymbole setzt, warum habt Ihr dem Spiel dann keine Lupe beigelegt?











Das ist richtig, aber ich glaube, geschichtlich hatte das nicht viel mit Redemption I und II zu tun, die ja auch beide zusammenhängen.
@”das erste Spiel”?
Red Dead Revolver war doch das erste.
War und ist ein hervorragendes Spiel, auch wenn ich den zweiten Teil noch etwas dynamischer empfinde von der Geschichte her, dennoch war das erste Spiel wegweisend. Den habe ich mir sogar noch einmal als physische PS4-Version besorgt.
Was für einen tollen Wilden Westen Flair und einen emotionale Ende.