Saint Seiya: Brave Soldiers – im Test (PS3)

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Die Anime- und Mangaserie Saint Seiya, die in den 1980ern in Japan und Frankreich ein riesiger Hit war, kennt man hierzulande kaum: Tatsächlich war für hiesige Spieler die PS2-Prügelei Saint Seiya: The Sanctuary meist der erste Kontakt mit den Helden in glänzenden Rüstungen. Auch Brave Soldiers schlägt wieder in die Kampfspiel-Kerbe und orientiert sich ein wenig an den gängigen Naruto-Kloppereien. Zwar habt Ihr zwei Knöpfe für die Basis-Angriffe, aber ähnlich wie beim Anime-Kollegen könnt Ihr hier beispielsweise in einen Spezialbalken investieren, um Eurem Gegner flink in den Rücken zu fallen. Ebenfalls bekannt: Haut den Kontrahenten in die Luft und flitzt ihm sofort hinterher, um ihn dort weiter zu beackern. Das Kampfsystem ist schnell verstanden und nach kurzer Einspielzeit legt Ihr spektakuläre Combos aufs virtuelle Parkett.

An Inhalt wurde nicht gespart: Der Story-Modus umfasst alle drei großen Handlungsbögen des gezeichneten Vorbilds und gibt das Geschehen auch einigermaßen nachvollziehbar wieder – da macht das Durchspielen trotz manchmal fragwürdiger Gegner-KI tatsächlich Spaß. Darüber hinaus erspielt Ihr Euch im Story-Modus die Arenen und Figuren für die Mehrspieler-Duelle. Mit über 50 Figuren ist die Auswahl an Recken sehr respektabel, bei genauerem Hinsehen relativiert sich die Menge aber: Viele Kämpfer werden von den gleichen Figuren dargestellt, die nur jeweils andere magische Rüstungen tragen. Ebenso können die Charakterdesigns eine gewisse Homogenität nicht verbergen – da ist die Besetzung des demnächst in Europa erscheinenden JoJo’s Bizarre Adventure: All Star Battle um einiges abgefahrener und abwechslungsreicher.

Thomas Nickel meint: Der erste Eindruck von Brave Soldiers ist für Nicht-Kenner eher mäßig: Wer sind all diese Burschen mit den 1980er-Jahre-Frisuren? Warum sind viele Hintergründe so kahl? Doch mit zunehmender Spielzeit fügt sich das Bild zusammen und der Spielspaß steigt. Die Kämpfe verlaufen flott und dynamisch und auch die Handlung offenbart ihren Charme. Trotzdem bleibt Saint Seiya spielerisch eher brav und ist in erster Linie ein Spiel für Fans und Kenner der Vorlage. Die freuen sich über manch erstmals spielbare Figur und originalgetreue Helden und Schurken.

  • Umsetzung der 1980er-Jahre-Kultserie
  • über 50 Kämpfer
  • umfasst 3 Handlungsbögen

Spielerisch nicht allzu komplexe, dafür aber zugängliche Anime-Prügelei, die vor allem Fans der Vorlage gefallen wird.

Singleplayer70
Multiplayer
Grafik
Sound