Suikoden – im Klassik-Test (PS)

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Sämtliche 3D-Arenen werden in Breath of Fire-Tradition von schräg oben gezeigt, Manöver-Einsätze sowie Truppengröße beeinflussen die Kameraführung: Drängen sich Bitmap-Biester und Charaktere dicht an dicht, nimmt der Kameramann die Szene von oben auf, kleinere Gruppen werden aus nächster Nähe abgelichtet. Haben Konamis Kampf-Routinen für einen Charakter Kombo-Manöver oder besonders brachiale Attacken ermittelt, wird der glückliche Kämpe mit einer Großaufnahme in den Mittelpunkt gerückt: Eure Figur hämmert wie ein wütender Derwisch ­auf das hilfose Monster ein, nach dem Schlag­hagel wird für wenige Sekunden der Waffenschaden angezeigt – schwach­brüstige Monster-Sprites geben ihren Geist auf und verblassen. Dirigiert Ihr Eure Truppe in unerforschtes Gelände, lauern in der Regel robustere Mon­ster in Wald und Flur: Bevor Ihr Euch mit den rauhen Gesellen anlegt, schaut Ihr in der nächsten Siedlung vorbei und laßt Eure Waffen aufmöbeln.

Anstatt Euch mit der Rollenspiel-üblichen Inflation und endlosen Ausrüstunglisten zu belasten, haben die Konami-Designer in den meisten Dörfern Schmieden plaziert: Die eifrigen Handwerker schärfen oder härten gegen klingende Münze jede Waffe bis zum Höchst-Level. Resultat der kostspieligen Bearbeitung: Monster, die für Eure schartige Klinge bisher nur ein müdes Lächeln übrig hatten, geben Fersengeld, wenn Ihr Euer funkelndes Schwert blank zieht. Noch banger wird dem durchschnittlichen Aufwärm­monster, wenn Eure Magier mystische Symbole in die Luft zeichnen: Die zauberhaft talentierten Burschen leiten ihre Kräfte in Runen­kristalle ab und hauen ihren Feinden energiegeladene 3D-Effekte um die Ohren. Die überrumpelten Kreaturen werden in einem Poly­gonstrudel gefangen, verschwinden in einem bodenlosen Ab­grund oder lassen sich von einer Feuers­brunst überrollen. Erst wenn Eurem Magier die Energie­punkte ausgehen, hat der Zauber ein Ende: Während Verwun­dungen mit Heiltränken oder anderen Gegenständen kuriert werden können, hilft dem erschöpften Magier nur eine Rast im nächsten Wirtshaus. Nach besonders strapaziösen Zaubern verlegt Ihr Eure Magier auf die hinteren Truppen­ränge.

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ITSJUSTAGAMe
14. Februar 2019 9:59

Eine 74? puh das finde ich schon ziemlich heftig für mich eines der besten RPGs die ich je gespielt habe

Luzifer
18. Dezember 2018 18:49

Einer der Vertreter was wäre wenn die Super Nintendo Playstation erschienen wäre, ick liebe diese Art von RPG, nächster Anspiel Termin ist die Veröffentlichung von dem Fan Projekt das dieses Spiel ins deutsche Übersetzt.
Ick bin gespannt!

MadMacs
29. November 2018 15:25

Mit Suikoden habe ich auch viele Stunden verbracht. War ein sehr gutes Rollenspiel, kam aber nicht ganz in meine Top Fünf rein.

Lando
29. November 2018 12:50

Ehrlich gesagt wäre ich auf manche Dinge nicht selbst gekommen (und würde es auch heute nicht), wenn es keine Lösung gegeben hätte bzw. gäbe. Vor allem, da man viele Charaktere verpassen kann, aus Gründen, die das Spiel nicht nennt. 🙁 Hier ist Suikoden wirklich ganz im Stil der 90er gehalten.

Soweit ich mich erinnern kann, bringt die volle Anzahl an Charakteren nur etwas, wenn man eine bestimmte Figur wiedersehen will (hier möchte ich nicht viel Spoilern; aber der Charakter wächst einem schnell ans Herz). Außerdem kannst du mit einem perfekten Spielstand des Erstlings in Suikoden II den Helden des ersten Teils finden und in deine Party holen. Das fand ich schon ziemlich nice. 🙂

Rudi Ratlos
29. November 2018 11:37

Abseits des guten Gefühls, alle 108 am Ende zu haben: Lohnt es sich mit Lösung zu spielen oder kann man das auch entspannt so durchziehen? Hab in einem Interview gelesen, dass man schon ziemlich viel vom Spiel verpassen kann, wenn man sich “falsch” anstellt.

Die Wertung erscheint mir retrospektiv auch ein wenig niedrig.

Lando
29. November 2018 10:14

Hab es auch zweimal durchgespielt gehabt. Beim zweiten Mal mit einer Lösung, um alle 108 Charaktere zu bekommen. (:

belborn
29. November 2018 8:25

Zum ersten mal schaute ich mit meinem Sega Saturn richtig neidisch auf die PS1.Völlig zu Recht.

Maknikfrek
29. November 2018 0:32

Hab’s glaub 2x auf der PlayStation durch. Erstaunlicherweise habe ich keinen der Nachfolger gespielt. Fand das mit den Mitstreiter sammeln damals ganz kool… habs auf der Vita mal billig geschossen… vielleicht im Winter mal wieder durchzocken.

DeKay1980
28. November 2018 23:59

Oh, was habe ich das Spiel rauf und runter gesuchtet. 😀 Davor waren Shining Force und Shining Force II auf dem MD meine meistgespielten Games.
Selbst FF7 konnte bei mir nicht mithalten.
Mit Ausnahme von Suikoden 4 (der war irgendwie kacke) habe ich auch alle Hauptteile in meiner Sammlung. Den Dritten musste ich mir extra importieren.
Was würde ich für eine Complete Collection geben….oder ein Reboot/Remake. Irgendwas….
🙁

Nipponichi
28. November 2018 23:16

Lustig den Bericht jetzt hier zu sehen. Vor ein paar Wochen hatte ich mir von Teil 1 eine US-Version recht günstig für die PSX besorgt. Cooles Spiel. Hatte ich schon früher bei einem alten Bekannten gerne gespielt.

SonicFanNerd
28. November 2018 17:41

Das habe ich auch gerne gespielt.
Ich habe das jetzt nicht so oft gespielt wie die Shining Force Serie (auf MD und MCD), aber Spaß genug hat es gemacht. 🙂
Ist aber das einzige Suikoden, welches ich bisher gespielt habe. Ich habe allerdings noch diverse digitale Suikoden-Spiele aus dem PSN auf der Festplatte schlummern.
Was ich damals auch noch gespielt habe war Vandal Hearts, welches ähnlich war.

Anonymous
Anonymous
28. November 2018 16:49

Ich konnte mit der Reihe nicht allzu viel anfangen, war mir wohl grafisch zu schlicht um mich damit eingehend zu befassen.
Irgendwo hab ich sogar noch das Orginal + den Nachfolger rumliegen.

Lando
28. November 2018 15:11

Ich habe es so geliebt…