
Der PlayStation Podcast Sacred Symbols berichtet mit Berufung auf einen nicht näher spezifizierten Entwickler von Concord, dass sich dessen Entwicklungskosten am Ende auf über 400 Millionen Dollar beliefen. Außerdem wird bei der Entstehung eine toxische Positivität bemängelt, was übersetzt bedeutet, dass Kritik nicht zugelassen bzw. totgeschwiegen wurde.
Concord erschien am 23. August für PS5 und wurde nur zwei Wochen später wieder eingestampft.








Stimme ghostdog83 voll zu: Jason Schreier, übernehmen Sie! “Toxische Positivität” allein kann doch eine derart kolossale Fehleinschätzung des eigenen Spiels nicht erklären. Gab es keine Zielgruppentests? Keine Marktanalyse und -sondierung? Man muss doch eine Ahnung gehabt haben, dass man da einen Vollflop in den Händen hat – schon allein wegen dem allgemeinen Desinteresse an dem Spiel in der Medienlandschaft. Oder hat man es gewusst, wie Microsoft bei Redfall, und die Gurke halt einfach zur Tür hinausgeschoben um noch ein paar Dollars zu retten? Warum zieht man dann so schnell den Stecker und will es “überarbeiten”? Das sind für mich jetzt die interessanten Geschichten wofür ich Branchenjournalismus sehen will!
Die Rendertrailer waren schon ziemlich aufwendig, allerdings hat dem Spiel eine Solo-Kampagne gefehlt.
https://www.youtube.com/watch?v=mBnStS9d2xg
Große Projekte gehen nur noch mit viel Personal. Da zählt auch nicht unbedingt nur die Studiogröße, es gibt auch massig Outsourcing. Ein Teil der Kosten entsteht also nicht unbedingt im federführenden Studio sondern bei Partnern. Da können halt selbst beim 150 Personen Studio (wenn auch nicht durchgehend) 400, 500 Leute am Projekt beteiligt sein. Concord hat mich wirklich null interessiert, entsprechend hab ich mich bis vor einigen Tagen nicht mal mit der Studiogröße beschäftigt. Geschweige denn mit Auftragnehmern.
Aber jedem sollte langsam klar sein, dass große Projekte mittlerweile alleine Personalkosten im weit achtstelligen Bereich verschlingen können.
Josh Hamrick (Firewalk Studios):
“Ich habe im Frühjahr 2019 bei Firewalk angefangen. Wir waren weniger als ein Dutzend Entwickler, die Schulter an Schulter auf dem Dachboden eines Freundes arbeiteten.”
https://x.com/Josh_Hamrick/status/1831372278132830675
Die Anzahl an MA ist entsprechend den Anforderungen an ein solches Projekt im Laufe der Zeit gewachsen.
Firewalk Studios hat wohl 170(!) Mitarbeitende. Wenn wir ein Durchschnittsgehalt von $70k pro Person unterstellen und von Jahr 1 alle Mitarbeitenden bereites existiert hätten, dann wären das auch „nur“ $100m. Denke auch, dass die $400m dahingehend unrealistisch sind bzw. eines definitiven Nachweises benötigen. Selbst wenn wir noch nicht-vorhandenes Marketing und andere Ausgaben wie Infrastruktur etc. hinzuzählen
Edit: ist das nicht deren erstes Game überhaupt? Wie kann das Studio überhaupt bereits Mitarbeiterseitig so aufgebläht sein!?
Wahrscheinlich keine, weil wegen Steuern. Das wird die zwar nicht wirklich freuen, aber man wird halt entsprechende Verluste geltend machen.
Klar, das Ding ist praktisch unabhängig vom Budget der Flop des Jahres. Aber wir leben in Zeiten, in denen zum Beispiel komplette Filme einfach nicht veröffentlicht sondern steuerlich abgeschrieben werden…
Solange weder Sony noch Firewalk offziell solch einen Betrag bestätigen, würde es eh nie wirklich wissen. Auch das Christopher Dring von GamesIndustry.biz gegenteiliges behauptet (https://x.com/Chris_Dring/status/1837554768689975801), denn er sagt ja auch nich wieso nich…
Wiederum spekulieren darf man, why not? Dennoch bin ich da eher bei ghostdog, dass wenn man schon spekuliert solch eine Summe als Jounalist zumindest halbwegs nachweislich aufschlüsselt, statt nur ‘ne Summe in den Raum zu werfen. Man sollte bei der Summe erstma bedenken, das selbst wenn es zumindest 200 Mio. währen, das eher auf das Spiel zutrifft, aber ganz sicher nich die Summe die Sony da reinbutterte. Hier soll nämlich nich das Marketing drinnen sein (Welches Marketing!?..haha^^), noch die Übernahmekosten für Firewalk.
An dem Spiel selbst soll schon ewig gewerkelt worden sein, richtig. Wie lange sind aber auch nur Gerüchte. Der vorige Investor wollte das Ding nur noch loswerden. Als Sony Firewalk übernahm war das Game ja fast schon fertig. Denn ProbablyMonsters, der vorige Investor, hat damals 200 Mio. für alles insgesamt gesammelt und darin halt investiert. Sony hätte bekloppt sein müssen alle bereits getätigten Zahlungen für dessen Produktion nachträglich dem vorigen Investor für all die Jahre zu zahlen. Dann, also Dummheit, und wenn es wirklich schon so lange in Entwicklung war (Das Game da??..haha^^), nur dann könnte das irgendwo bei 200 Mio. liegen.
Aber hey, nach dem Kauf von Bungie, welches in meinen Augen kaum was wert is (Vor allem nich DIESE gezahlte Summe^^), und all … die letzten Fehltritte nach dem PS5 Release, kann ich mir vieles vorstellen.
@Eydrian
Ich würde nicht alle über einen Kamm scheren. Auf ein Bier/The Pod hat bspw. Rund um das Thema Piranha Bytes nicht sofort darüber berichtet, dass das Studio geschlossen werden soll, sondern sind zunächst ihrer journalistischen Verantwortung nachgekommen, zu recherchieren, ob dahinter Substanz steckt. Mehrere voneinander unabhängige Quellen, vorliegende Dokumente sowie Timeline der Ereignisse.
https://www.gamespodcast.de/2024/01/17/magazin-spezial-piranha-bytes-droht-die-schliessung/
Das Thema Concord würde sich dafür anbieten, durch investigativen Journalismus bearbeitet zu werden, um anhand einer umfassenden Recherche fein säuberlich aufdröseln, wie es dazu kommen konnte. Das Problem dabei ist, dass nur wenige Zeit und Geld darin investieren würden. Mir fällt auf Anhieb nur Jason Schreier ein, dem ich das zutraue, wo auch ein großes Medienunternehmen dahinter steht (Bloomberg).
Ein „Zustand“, der natürlich auch vor dieser Website nicht halt macht. Um das zu unterbinden hätten Soziale Netzwerke, Podcasts, Whistleblower, Insider, Influencer und so weiter schlichtweg nie erfunden werden dürfen. ^^ Da hilft auch kein „seriöser Journalismus“ mehr. Leider. ☹️
ist halt ein riesenspass für konsolenkrieger und gaashasser. wen interessiert da schon noch woher die zahlen kommen und was dran is
Seriöser Journalismus würde mehrere voneinander unabhängige Quellen zurate ziehen, bevor eine solche Information an die Öffentlichkeit gelangt. Stattdessen erleben wir solche Fälle wie hier (“Trust me bro”), wo das Ganze dann unkritisch aufgegriffen und nachgeplappert wird – bspw. für Klicks und zur Emotionalisierung seitens von Youtubern, die damit Geld verdienen wollen. Menschen bekommen dann das, was sie hören wollen. Bei Concord fällt mal wieder auf, wie Menschen sich an solchen Nachrichten hochzuziehen scheinen.
Um das klarzustellen, es gibt keine seröse Quelle (bspw. Jason Schreier von Bloomberg), die bisher bestätigt hat, was hier behauptet wird. Überhaupt 400 Millionen Dollar. Was beinhaltet diese Summe? Bei Destiny war von 500 Millionen Dollar die Rede. Diese Summe soll sich auf die Partnerschaft mit Activision für eine Zeitspanne von 10 Jahren bezogen haben, beinhaltete Entwicklungskosten, Marketing, Support (DLC, umfangreiche Add-ons) sowie potenzielle Nachfolger. Kosten, die noch weit in der Zukunft gelegen haben.
Das Interessante ist ja hierbei, dass das Game lediglich wenige Monate vorher angekündigt wurden war. Bei solch einer Investitionssumme möchte man meinen, dass das Marketing viel intensiver und auch früher starten würde. Außerdem möchte man auch meinen, dass trotz der scheinbaren toxischen Positivität innerhalb des Studios zumindest Qualitätstest von außerhalb (seitens Sony’s!?) hätten durchgeführt werden müssen. Ganz allgemein ist die gesamte Story inkl. der vermeintlichen Zahlen an Absurdität kaum zu überbieten.
Mag jemand mal ausrechnen wieviel PS5 Pro Sony verkaufen müsste, um wieder im grünen Bereich zu sein? Natürlich mit Ständer und Laufwerk. 😉
Jesus Maria!