Spectre – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Winnie Forster meint: Daß Spectre auch solo Spaß macht, hätte ich nicht gedacht. Doch das hektische Manövrieren über zoomendem Untergrund hat Dramatik und fordert Eure Reaktion. Abwechslung gibt’s auch in höheren Spielstufen nicht, dafür sorgt der Zwei-Spieler-Modus dafür, daß Ihr Spectre nicht zu den Akten legt. Trotz minimalistischer Grafik und spärlicher Sound-Samples ballert sich Spectre über das Action-Mittelmaß – nur auf Dauer ist’s zu primitiv.

Kurzweilige Battlezone/Mechwarrior-Variante mit Polygongrafik, Sprachausgabe und fetzgigem Zwei-Spieler-Modus.

Singleplayer61
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Claymates – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Ingo Zaborowski meint: Wie in Clayfighters wurden die Helden erst als Tonfiguren geformt und digitalisiert ins Spiel eingebaut – das ist aber auch das einzige, was Claymates von anderen Jump´n´Runs unterscheidet. Ihr rollt und springt durch die Levels, sammelt Extras und sucht den Ausgang – das war´s. Die Verwandlungen bringen nur wenig Taktik ins Geschehen, die endlos gedehnten Spielstufen nerven ebenso wie die überflüssigen Pseudo-Denk-Intermezzi. Außerdem fehlt Euch eine eindeutige Identifikationsfigur: Die lächerlichen Tonfiguren sind weder sympathisch noch haben sie Wiedererkennungswert. Dabei ist das Ganze technisch ordentlich in Szene gesetzt. Trotzdem machen auch die Claymates das niedergehende Jump´n´Run-Genre nicht interessanter. Ein paar Ideen mehr und ein paar Wiederholungen weniger wären nicht schlecht gewesen.

Solides Jump´n´Run mit Tonfiguren: Ordentlich gemacht, aber ohne Höhepunkte und Charme.

Singleplayer51
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Mega Man X – im Klassik-Test (SNES)

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Meinung & Wertung

Oliver Ehrle meint: Mega Man X unterhält mit trendgerechter Techno-Optik, der Held selbst hätte jedoch eine Verjüngungskur verdient: Ihr könnt nur zur Seite schießen – Gegnern, die über Euch fliegen, seid Ihr hoffnungslos ausgeliefert. Dadurch wird das Spiel extrem schwer, stellenweise sogar unfair. Auch die neuen Einfälle, die jedes 8-Bit-Mega Man zu einem Ereignis machten, vermisse ich auf dem Super Nintendo. Rutschige Eiswelten, Sümpfe und windige Luftwelten gibt’s 1994 in so gut wie jedem Jump’n’Run. Sehr gut gefällt mir dagegen die Realisierung von Altbekanntem: Die Levels sind abwechslungsreich gestaltet – im Wald versinkt Ihr z.B. in Schlammlöchern oder seigt über Erdhügel. Mega Man X ist ein durchgestyltes Jump’n’Run, das wegen seinem hohen Schwierigkeitsgrad äußerst provozierend auf Eure Spielerehre wirkt.

Techno-Jump’n’Run mit fetziger Musik, klassischem Spielprinzip und harten Gegnern: Dank Paßwort habt Ihr eine Chance.

Singleplayer76
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Dragon’s Lair – im Klassik-Test (Mega-CD)

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Meinung & Wertung

Ingo Zaborowski meint: Das Spiel erinnert mich an die Zeit, als ich noch als Knirps Defender und Pooyan am Automaten bearbeitete. Schon damals war die tolle Comic-Grafik der einzige Grund, Dragon’s Lair zu spielen. Frustrierend schwer und spielerisch platt war’s damals schon – da sich am Prinzip bis heute nichts geändert hat, sollten nur Animationsfans und Oldie-Sammler zugreifen. Lobenswert ist, daß zumindest ein Lösungsweg der Anleitung beiliegt – sonst wäre das Frusterlebnis perfekt.

Trotz grober Grafik eine perfekte Umsetzung des Laserdisc-Automaten, der schon vor zehn Jahren kein Spielprinzip hatte.

Singleplayer42
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Populous II: Trial of the Olympian Gods – im Klassik-Test (SNES)

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Winnie Forster meint: Last but not least dürfen auch die Super-Nintendo-Besitzer in den Olymp. Die Umsetzung unterscheidet sich nur geringfügig von der Sega-Variante Two Tribes (MAN!AC 12/93) und präsentiert Euch die gleiche Palette an Wundertaten und göttlichen Plagen. Leider ist der Eintopf aus Elementen griechischer und römischer Mythologie komplizierter und umständlicher als der ungeschlagene erste Teil. Kenner erhalten zwar mehr Grafik, aber kaum den gleichen Spielspaß.

Super-saubere Umsetzung des Oberklasse-Strategiespiels mit viel schwarzem Humor. Nur Joypad-Steuerung & Paßwort nerven.

Singleplayer75
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The Legend of Zelda: Breath of the Wild – schickes Artwork zum Jahresbeginn

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Zum Jahresbeginn spendiert uns Nintendo of America bei Twitter ein schickes Artwork zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild (siehe oben). Dabei wird sich klar an ein entsprechendes Bild zum Erstling von 1986 angelehnt, wie ein Tweet von Wario64 zeigt.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild wird im Jahresverlauf für Switch und Wii U erscheinen.

Pete Sampras Tennis – im Klassik-Test (MD)

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Ingo Zaborowski meint: Wie alle Sportmodule ist Sampras Tennis am besten, wenn möglichst viele Leute mitmischen. Spielerisch konzentriert sich das Modul auf das Wesentliche: Die Aktionen sind dank der einfachen Steuerung unkompliziert und sehr flott und gut zu spielen. Der grafische Aufwand bleibt dabei gering: Die Animationen sind zwar realistisch, aber dafür scrollt der Platz nicht – wollt Ihr einen cross geschlagenen Ball noch erreichen, verschwinden Filzkugel und Spieler am Bildschirmrand. Bodenbeläge und Spieler unterscheiden sich in ihrer Wirkung nur geringfügig, außerdem agieren die Computergegner sehr stereotyp. Wer menschliche Mitspieler zur Hand hat, sollte sich das Modul aber trotzdem zulegen. Ein besseres Mehrspielertennis gibt´s auf dem Mega Drive nicht, zudem Spielgefühl und -tempo besser ausbalanciert sind als bei Tengens Davis Cup.

Fesselnder Tennisspaß für vier Spieler, der nur für Solisten und Simulations-Fanatiker eine Spur zu primitiv geraten ist.

Singleplayer70
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Art of Fighting – im Klassik-Test (MD)

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Ingo Zaborowski meint: Schade, daß auf dem Mega Drive der fast schon legendäre Zoom-Modus fehlt, der das Spiel vom Gros der Beat’em-Ups abhob. Ohne die bildschirmhohen Sprites macht die gradlinige Prügelorgie nicht mehr soviel Spaß wie auf dem Neo-Geo oder dem Super-Nintendo. Sega hat sich zwar bemüht, das Flair des Originals einzufangen, scheiterte aber schon bei der Umsetzung der Steuerung: Mit einem 3-Button-Controller ist Art of Fighting fast unspielbar und auch mit 6er-Pad macht die Lenkung einen trägen Eindruck. Wer Street Fighter 2 hat, braucht kein Art of Fighting. Die Idee mit der separaten Energieleiste für Specials verdient zwar Erwähnung, dafür könnt Ihr im Zwei-Spieler-Modus nur zwei verschiedene Spielfiguren (Robert oder Ryo) auswählen.

Erfolgloser Versuch, den Grafik-Hammer des Neo-Geo umzusetzen. Kein Tempo, zu schwer und auf Dauer langweilig.

Singleplayer63
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Kick Off 3: European Challenge – im Klassik-Test (SNES)

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Ingo Zaborowski meint: Die Kick Off-Serie polarisierte videospielende Fußballfans: Die einen liebten Dinis Spiele, die anderen haßten sie. Ich gehöre zur zweiten Kategorie und war deshalb vom dritten Teil angenehm überrascht: Die Seitenansicht ist viel attraktiver als das dumpfe “Von Oben”, außerdem ist von der überladenen Steuerung der Vorgänger nichts mehr geblieben. Besonders gut gefällt mir, daß die Spieler den Ball kurz vorlegen und damit die Verteidiger ins Leere laufen lassen, zudem ist immer klar, wann ein Tackling den Ball oder den Spieler erwischt hat. Negative Aspekte gibt´s dennoch: Der Spielablauf ist etwas zu statisch, die Pässe bzw. Schüsse fliegen immer gleich weit, außerdem ruckt das Scrolling. Trotzdem spielt sich Kick Off 3 sehr gut und flüssig. Eine gute Alternative für Bildschirmkicker, die mehr Anhänger verdient als die umstrittenen Vorgänger.

Völlig überarbeitete Neuauflage der Kick-Off-Serie: Trotz kleiner Macken sehr flott und gut zu spielen.

Singleplayer77
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NBA Action ’94 – im Klassik-Test (MD)

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Ingo Zaborowski meint: Die isometrische Perspektive funktioniert sehr gut, allerdings ist die Grafik trotz vieler Animationen unattraktiv. Die Role-Play-Option ist das Richtige für eingefleischte Fans, der Saisonmodus hilft ebenfalls. Leider ist die Steuerung vor allem in der Abwehr nicht besonders effektiv, die Figuren rucken oft durch die Gegend, außerdem dunken selbst die kleinsten Aufbauspieler. Der Spielansatz ist im Moment ungeschlagen, die Ausführung kommt (noch) nicht ganz mit.

Interessanter Spielansatz mit ungewohnter Spielperspektive. Alles ´drin, aber spielerisch mit Reserven.

Singleplayer71
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