| Spiel: | Tokyo Mirage Sessions #FE |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Atlus |
| Genre: | Rollenspiel |
| Getestet für: | Wii U |
| Erhältlich für: | Wii U |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 7 / 2016 |
Lange Zeit war “Shin Megami Tensei trifft auf Fire Emblem das Einzige, was man über das Kooperationsprojekt zwischen Nintendo, Intelligent Systems und Atlus wusste. Bei der großen Enthüllung von Genei Ibun Roku #FE, das als Tokyo Mirage Sessions #FE nun auch nach Deutschland kommt, war die Überraschung dementsprechend groß. Hier gibt es weder die rundenbasierte Strategie von Fire Emblem noch die klassisch-verstörenden Monster aus dem Hause Atlus. Stattdessen folgt Ihr einer Gruppe von Teenagern, die es im Tokio der Gegenwart mitten in die Pop-Branche verschlägt. Doch die Agentur, der sich Itsuki, Tsubasa und Touma anschließen, ist nur eine Fassade: Tatsächlich geht es um den Kampf gegen die Mirage Wesen aus einer anderen Dimension, die den Menschen die Performa-Energie stehlen und eine Invasion vorbereiten.
Aber Itsuki und Co. sind nicht alleine, einige Mirage helfen Euch und stellen ihre Kräfte im Kampf zur Verfügung. Eure Helfer sind bekannte Figuren aus den letzten Episoden von Fire Emblem, Helden wie Chrom oder Tharja wurden aber grafisch stark überarbeitet und an das neue Setting angepasst. So durchstreift Ihr einerseits Tokio, kümmert Euch um die Karriere und sorgt Euch um das Wohlergehen der Kollegen. Andererseits betretet Ihr über bestimmte Zugänge die Idolasphäre: Dort kämpft Ihr gegen die Mirage und helft entführten Menschen. Das erinnert durchaus an Persona, ist aber weniger kompliziert: Ihr müsst nicht mit Eurer Zeit haushalten, und auch Social Links existieren in dieser Form nicht.
Trotzdem empfiehlt es sich, die Nebenaufgaben Eurer Partymitglieder wahrzunehmen und Zeit mit ihnen zu verbringen, damit sie neue Techniken oder Boni für Kämpfe lernen. Gekämpft wird rundenbasiert, dabei kommen sowohl die Elementar-Eigenschaften aus Shin Megami Tensei als auch das Waffendreieck aus Fire Emblem zum Einsatz. Trefft Ihr einen Gegner mit einer Attacke, gegen die er empfindlich ist, startet eine Session: Verbündete mit entsprechenden Manövern greifen dann automatisch und ohne irgendwelche Kosten ebenfalls an, so reiht Ihr lange Angriffsketten aneinander. Aber Vorsicht: Auch der Gegner ist in der Lage, Eure Schwächen auszunutzen!
Thomas Nickel meint: Es ist einfach schön, ein aufwendig produziertes Rollenspiel mit rundenbasierten Kämpfen ganz ohne Action- und Echtzeit-Elemente auf einer HD-Konsole zu erleben. Man merkt sofort, dass hier Profis am Werk waren: B-Ware wie das thematisch nicht so unähnliche Omega Quintet auf PS4 macht gegen die Nintendo-Atlus-Kooperation spielerisch wie inhaltlich keinen Stich. Die Figuren sind sympathisch, das für uns ziemlich exotische Setting kommt überzeugend rüber und die Mischung aus Kämpfen, Erkunden und dem Alltag angehender Pop-Idole ist gut ausbalanciert. Ein dickes Lob gibt es für die Dungeons, die endlich mal wieder von Hand gestaltet wurden und nicht zufällig von der Software berechnet werden. Nur schade, dass Nintendo dieses exzellente RPG so stiefmütterlich behandelt: Zumindest deutsche Texte wären nett gewesen, und auch die Kommentare im Kampf hätte man mit Untertiteln versehen können.
- exotisches Setting
- sehr durchdachtes Kampfsystem
- jede Menge J-Pop
Spielerisch ausgefeiltes Rollenspiel mit buntem Tokio-Setting: Lasst Euch nicht von der J-Pop-Thematik abschrecken!
| Singleplayer | ![]() | 85 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |









Mein Beruf? Asteroidenschürfer



