Ubisoft zeigt E3-LineUp im Trailer

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Ubisoft veröffentlichte heute einen neuen Teaser-Trailer zu ihrem E3-LineUp.

Unter anderem hat der Publisher bestätigt mit Watch Dogs 2, For Honor und Tom Clancy’s Ghost Recon Wildlands. Zu beachten ist laut der Meldung, dass diese Titel Teile von Ubisofts Pressekonferenz ist.
E3-Besucher können an Ubisofts Messestand die gennanten Titel, sowie South Park: Die Rektakuläre Zerreißprobe (Ja, der Titel heißt in Deutschland tatsächlich so) und den kommenden VR-Titel Eagle Flight ausprobieren.

Red Dead Redemption 2 – Neuer Screenshot aufgetaucht

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Über das reddit-Forum ist nun ein weiterer Hinweis zu Red Dead Redemption 2 aufgetaucht.

So soll der Screenshot, den Ihr unten in der Galerie näher betrachten könnt, aus Red Dead Redemption 2 stammen. Dieser wurde auf der Webseite eines Künstlers entdeckt, der noch bis Juli 2015 bei Rockstar San Diego gearbeitet hatte.
Aufgrund einiger Grafik-Features lässt sich erkennen, dass das Bild aus einer verbesserten Version der RAGE-Engine, die für Red Dead Redemption genutzt wurde, stammen müsste.

Wir sind gespannt, was Rockstar für uns zur E3 in petto hat – das Statement, dass sie auf der diesjährigen E3 “in a big way” sind, haben sie bereits gegeben…

Chasing Dead – im Test (Wii U)

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Erschienen in:

Der Ego-Shooter Chasing Dead hat viele Vorzüge: Man kann schießen (sogar mit mehreren Waffen), es gibt Gegner (aber nur ein paar) und das Umschauen sowie Nach-vorn-Laufen klappt (meistens). Außerdem wirkt sich das Spiel nicht nennenswert auf die Erderwärmung aus und unterstützt weder Kinderarbeit noch Tierquälerei. Doch kommen wir nun zu den negativen Seiten: Die Grafik ist ekelhaft hässlich. Wirklich! Das Niveau von Gegenermodellen, Waffen, Umgebungstexturen &amp Co. dümpelt konstant auf PS2-Niveau herum – garniert mit haarsträubenden Clipping-Fehlern. Da verzeiht man die Bildrate von 10 bis 20 Frames pro Sekunde doch gerne – bei Bossfights geht es aber auch drunter. Mit Magnum, Flammenwerfer, Kettensäge, Schrotflinte, Stachelknüppel sowie einer Reihe MGs (die komplett falsche Typbezeichnungen tragen) schießt Ihr Soldaten und Zombies in blutige Stücke (ziemlich genau drei!) oder steigt in der afghanischen Wüste hinters Steuer eines Jeeps – dann vereinen sich Bildrate, Sichtweite, Kollsionsabfrage und Steuerung zu einer Comedy-Nummer, wie wir sie seit vielen Jahren nicht erlebt haben.

Die Liste der absurd schlechten Spielmomente (die wir in wenigen Stunden erlebten) lässt sich beliebig fortsetzen: Wir mussten über eine umgefallene Antenne (die wir nur durch Zufall entdecken) von einem Hausdach zum nächsten kraxeln und erleben danach, wie sich ein Zwischenboss-Helikopter im (!) Haus verkeilte. Oder wir kämpften in den Laboren unter Prypjat gegen Mutanten – doch auf der Flucht aus den Katakomben griffen uns plötzlich Wölfe und Tiger an. Mindestens ebenso gut war das Duell mit dem unsichtbaren Zombie-Piloten im Flugzeug oder die ca. zehn Todesstürze von Leitern, weil das Klettern fast unsteuerbar ist.

Matthias Schmid meint: ”We need shelter” – ”Wie brauchen Tierheim”: Lustigerweise passt die Qualität der deutschen Texte zum Rest dieser digitalen Bankrotterklärung. Auch die Zwischensequenzen mit echten ”Schauspielern” (wir vermuten, dass hierfür die Schwestern oder Freundinnen der Entwickler genötigt wurden) sind eine Farce. Dieser Ego-Shooter ruckelt wie Hölle, steuert sich sperrig und hakelig, sieht grafisch entsetzlich aus und spuckt auch in puncto Missionsdesign, Bossfights, KI oder Setting auf alle Standards, die unser schönes Hobby in der letzten Dekade aufgestellt hat. Euch wird nicht angezeigt, wo Ihr hin sollt, Feinde spawnen kullernd in der Luft oder stecken in Wänden fest und beim Hochlaufen von Treppen müsst Ihr regelmäßig hüpfen, weil Euer Charakter sonst nicht vorwärtskommt. Ich habe keinen blassen Schimmer, was die Programmierer geritten hat, dieses Spiel so zu veröffentlichen und dafür auch noch 30 Euro zu verlangen. Wer Trash liebt, für den ist Chasing Dead das Spiel des Jahres!

Grausig schlechter Ego-Shooter, der ideal ist für Freunde des wahren Trashs.

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Multiplayer
Grafik
Sound

Xbox Game Store – neu am 2. Juni 2016

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Xbox One:

  • Fragments of Him – 9,99 Euro
  • One Piece: Burning Blood – 59,99 Euro
  • One Piece: Burning Blood Deluxe Edition – 69,99 Euro
  • TurnOn – 14,99 Euro

PlayStation Store – neu am 2. Juni 2016

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PlayStation 4:

• Arcade Archives: Shanghai III – 6,99 Euro
• Kick & Fennick – 14,99 Euro

Hyrule Warriors Legends – im Test (3DS)

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Erschienen in:

Damit hätten Nintendo und Koei-Tecmo nicht gerechnet: Die Wii-U-Klopperei Hyrule Warriors verkaufte sich in Europa und den USA ein ganzes Stück besser als in Japan, der eigentlichen Hochburg der Warriors-Reihe. Ob das wohl zu dieser 3DS-Portierung geführt hat? Auf jeden Fall wird fürs Geld einiges geboten: Auf dem Bildschirm ist zwar etwas weniger los, dafür sind bereits die DLC-Pakete des großen Bruders mit an Bord und neue Figuren und Szenarien gibt es noch dazu. Ihr spielt jetzt auch als der niedliche Toon-Link, der König von Hyrule und Tetra aus Wind Waker, Horror Kid aus Majora’s Mask und die junge Linkle, die wie die weibliche Ausgabe von Link wirkt.

Das Hauptspiel ist wie auf Wii U gestrickt: Hyrule wird von einer Armee angegriffen, ein junger Soldat namens Link zeichnet sich bei der Verteidigung besonders aus – schnell wird er als legendärer Held erkannt. So schlagt Ihr Schlacht um Schlacht, reist in die Welten anderer Zelda-Episoden wie Twilight Princess oder Skyward Sword und findet viele Verbündete: Impa, Sheik, Midna, Zelda, die neue Figur Lana… und bald dürft Ihr sogar in die Rollen der Bösewichter schlüpfen. Jede Mission ist eine große Schlacht mit ständig wechselnden Zielen: Mal will ein Stützpunkt erobert werden, dann gilt es, eine gegnerische Offensive zurückzuschlagen oder einen dicken Boss zu erlegen. Typische Zelda-Gegenstände wie Bomben, Bumerang oder Greifhaken helfen dabei. Außerdem gibt es einen Abenteuer-Modus, in dem Ihr auf Karten im 8-Bit-Stil Aufgaben erledigt.

Neuer DLC erscheint trotz des bereits beträchtlichen Gesamtpakets: Für 15 Euro (bzw. 17 Euro für 3DS und Wii U) bekommt Ihr neue Karten und teilweise auch Kämpfer zu Wind Waker, Link’s Awakening, Phanton Hourglass, Spirit Tracks und A Link Between Worlds. Die Inhalte können Season-Pass-typisch bereits jetzt erworben werden und erscheinen dann von Mai bis November. Außerdem dürfen Käufer des 3DS-Spiels die neuen Inhalte auch auf Wii U freischalten, aber wieder einmal nur fummelig über Download-Codes.

Hyrule Warriors Legends läuft auf beiden 3DS-Varianten, aber nur bei den New-Modellen steht der 3D-Modus zur Verfügung. Zudem läuft das Spiel hier fast durchgehend mit sauberen 30 Bildern pro Sekunde, auf der alten Hardware prügelt Ihr selten mit mehr als 20. Die schwächere Technik schlägt sich auch im Spielspaß nieder: Auf einem normalen 3DS macht es entschieden weniger Laune als auf dem neuen Modell. Es ist es erstaunlich, dass Nintendo das Spiel in dieser Form durchwinkt – hier wäre eine exklusive New-3DS-Veröffentlichung wie bei Xenoblade Chronicles definitiv angebracht gewesen.

Thomas Nickel meint: Ein wenig ist es bei Hyrule Warriors Legends so wie mit einer Kuh, die Schlittschuh läuft: Es ist nicht unbedingt ein schöner Anblick, aber man ist beeindruckt, dass sie es überhaupt kann. Lebte das Original von unzähligen Gegnern und der feinen HD-Grafik, sucht Ihr beides hier vergebens: Mit 240 x 400 Pixeln und weit geringerer Gegnerzahl bietet Legends weniger, als das Wii-U-Vorbild. So leidet das Spielgefühl ein wenig unter den Einschränkungen, allerdings haben es die Entwickler doch geschafft, das Gemetzel auf den (New) 3DS zu retten – habt Ihr Euch an die simplere Präsentation gewöhnt, macht’s tatsächlich Spaß. Solltet Ihr das Spiel allerdings bereits auf der Wii U beendet haben, gibt es keinen wirklichen Grund, das Ganze erneut anzugehen, zumal Ihr fast alle Bonusinhalte auch auf der Konsole bekommt. Und nennt Ihr nur ein altes 3DS-Modell Euer Eigen, seht Ihr vom Kauf besser ab – warum, lest Ihr im Kasten links.

  • neue Spielfiguren und Welten
  • Grafik im Cel-Shading-Stil
  • kein Mehrspieler-Modus mehr

Die Keilerei wurde (auf New 3DS) halbwegs intakt mobil gemacht und sorgt auch unterwegs für Spaß; das wuchtige Flair des Originals fehlt aber.

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Multiplayer
Grafik
Sound

Nintendo eShop – neu am 2. Juni 2016

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Wii U:

– Kick & Fennick: 10,49 Euro (bis 16.6., danach 14,99 Euro)

3DS:

– Donkey Kong Country 3: Dixie Kong’s Double Trouble: 5,59 Euro (bis 9.6., danach 7,99 Euro)

Metal Gear Solid: Snake Eater – Konami baut passenden Pachislot-Automaten

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Nach Castlevania ist das nächste Heiligtum daran, von Konami in einen Spielhallen-Automaten verwandelt zu werden: Metal Gear Solid: Snake Eater wird zum Münzenfresser.

The Division – Film mit Jake Gyllenhaal?

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Im Gegensatz zu vielen anderen geplanten Videospiele-Verfilmungen werden Adaptionen von Ubisoft-Spielen meist sogar Wirklichkeit, siehe Assassin’s Creed und Prince of Persia. In letzterem spielte Jake Gyllenhaal die Hauptrolle und glaubt man der amerikanischen Webseite Variety, wird er auch der Star in einem Film zu The Division sein. Außerdem soll er als Produzent fungieren.

Da man derzeit noch nach einem Drehbuchautor für das Projekt sucht, dürfte sich die Realisierung aber noch hinziehen.

Quantum Break – im Test (XOne)

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Spiel:
Publisher:
Developer:
Genre:
Getestet für:
Erhältlich für:
USK:
Erschienen in:

Wer mit der Zeit spielt, verheddert sich früher oder später in Widersprüchen, alternativen Realitäten und der quälenden Frage, ob man den Verlauf der Geschichte überhaupt nachträglich ändern kann. Vor diesen Problemen steht Jack Joyce, als er Zeuge wird, wie sein bester Freund Paul Serene in eine Zeitmaschine steigt und kurz darauf die Welt aus den Fugen gerät. Aus dem Kumpel wird der Erzfeind, der jahrelang durch die Zeit reiste, das Ende der Welt erlebte und nun versucht, Jack aufzuhalten, der alles ungeschehen machen will, um wiederum seine eigenen Pläne voranzutreiben. Klingt verwirrend? Ist es auch! Wir möchten Euch natürlich nicht die Story verraten. Wir könnten es aber auch nicht im Detail, denn die Beweggründe der Protagonisten und der Hergang der Ereignisse bleiben bis zum Ende seltsam abstrakt – eine vorhersehbare Stolperfalle, die Geschichten mit Zeitreisen einfach mit sich bringen. Für den Anfang müsst Ihr nur wissen: Weil sich Jack in der Nähe der Zeitmaschine befindet, als Paul sie zum ersten Mal benutzt, bekommt er selbst besondere Fähigkeiten. Und die nutzt Ihr im Kampf gegen die Konzerntruppen von Monarch, Pauls Unternehmen.

Warum Jack so gut mit Waffen aller Art umgehen kann, ist nicht klar, letztlich aber auch Nebensache: Betretet Ihr in den linearen Levels einen Raum mit Feindvolk, geht der Lederjackenträger im Stil von Lara Croft im Tomb Raider-Reboot automatisch hinter hüfthohen Objekten in Deckung und zückt eine seiner drei mitgeführten Waffen, die sich aus dem Shooter-Standardarsenal (Sturmgewehr, Maschinenpistolen, Karabiner…) zusammensetzen. In den Schießereien sind regelmäßige Stellungswechsel sinnvoll, bleibt Ihr an einem Fleck, machen Euch Granaten und vorrückende, schwer gepanzerte Schrotflinten- und MG-Schützen die Hölle heiß. Außerdem geht Jack schnell die Munition aus und hölzerne Deckung zerbröselt unter Feindbeschuss. Spätestens dann müsst Ihr raus, um die Knarren gefallener Gegner aufzuheben oder Euch an herumstehenden Rucksäcken mit Munition zu versorgen. Bei der Konzeptionierung Eurer Kontrahenten wagte Remedy keine Experimente: Neben dem üblichen Kanonenfutter stellen sich Euch die oben genannten gepanzerten Hünen sowie pfeilschnelle Truppen in den Weg, dazu kommt der obligatorische schwer gerüstete Raketenwerfer-Schütze, den Ihr nur von hinten verwunden könnt.

Wie gut, dass Jack innerhalb der ersten Levels seine Zeitkräfte entdeckt. Mit dem Zeitstopper friert Ihr die Uhr in einer wenige Meter durchmessenden Kugel temporär komplett ein. So macht Ihr Feinde in der Theorie bewegungsunfähig und spickt sie unbehelligt mit Kugeln in der Praxis entsteht die Blase meist hinter den Bösewichten. Ähnlich funktioniert die Zeitexplosion, die jedoch in einem kugelförmigen Radius alles zerstört. Mit dem Zeitschild schützt sich Jack für ein paar Sekunden vor Feindfeuer, bis seine flotte Gesundheitsregeneration einsetzt. Perfekt, um in Ruhe auf Scharfschützen zu zielen. Hinter den Begriffen ”Whooshen” und ”Flashen” verbergen sich ein kurzer Dash (um etwa Granaten zu entkommen) und ein Sprint, mit dem Ihr aus dem Sichtbereich von Geschütztürmen flieht und in den Rücken von Feindgruppen gelangt, während die Zeit quasi stillsteht. Diese Features lassen sich mit gesammelten Upgrade-Punkten aufrüsten. Habt Ihr die Bedienung verinnerlicht, könnt Ihr mitunter spektakuläre Schlachten inszenieren. Wer an einer akuten Bleivergiftung stirbt, muss sich nicht grämen, die Checkpoints sind fair verteilt. Dass die Luft rein ist, erkennt Ihr einerseits daran, dass Jack automatisch aufsteht und seine Waffe wegsteckt, andererseits an der Zeitlupe, die den letzten getöteten Gegner einfängt und den finalen Kill schon in Max Payne in Szene setzte. Der Stimmung abträglich sind die verschwindenden Leichen: Erschießt Ihr jemanden und guckt kurz in eine andere Richtung, ist der Körper des Soldaten in der Regel verschwunden.

Per Zeitblick seht Ihr Gegner, Nachschub, interaktive und explosive Objekte in einem begrenzten Umkreis durch Wände hindurch. An festgelegten Stellen kann Jack außerdem die Zeit zurückdrehen und so etwa eingestürzte Brücken wieder in ihren begehbaren Zustand versetzen. Zum Tragen kommt dies vor allem in einer Handvoll Umgebungspuzzles, die alle die gleiche Mechanik nutzen: Friert sich auf und ab bewegende Objekte mit Jacks Zeitstopper ein und rennt dann mit seiner Flashen-Fertigkeit schnell darunter hindurch. Schießt oder rätselt Ihr gerade nicht, sucht Ihr die Umgebung nach Sammelkram ab, meist in Form langer Textdokumente und E-Mail-Verläufe. Bringt Ihr die Geduld auf, die Schriftstücke zu lesen, erfahrt Ihr interessante bis relevante Details zur Handlung und den Ambitionen der Protagonisten und schmunzelt unter anderem über ein mehrteiliges B-Movie-Drehbuch rund um einen Zeit-Dolch. Eine Vorlesefunktion hätte dem Spielfluss aber gutgetan, außerdem sind die Texte sehr klein geraten.

Den Abschluss jedes Aktes bildet ein Rollentausch: Ihr wechselt zu einem anderen Story-Charakter und müsst jedes Mal eine Entscheidung treffen, welche die darauf folgende Realfilm-Episode (siehe Extrakasten) massiv, den Verlauf des Spiels jedoch nur minimal beeinflusst. Blind wählen müsst Ihr jedoch nicht, Ihr bekommt stets einen Einblick, welche Konsequenzen Euer Handeln hat, bevor Ihr Euch festlegen müsst.

Ein Aufschrei ging durchs Internet, als bekannt wurde, dass Quantum Break nur in 720p aufgelöst ist. Flimmernde Kanten und unscharfe Objekte in der Distanz sind die Folge, hinzu kommen Tearing, flackernde Schatten, manch matschige Textur und etwas grobe Animationen. Letzteres fiel uns vor allem unangenehm auf, wenn Jack hinter Deckung hockt und dann über Kimme und Korn zielt, was seltsam abgehackt wirkt, als ob eine Aufsteh-Animation fehlt. Uncharted und The Division lösen das eleganter.

Dennoch bleibt Remedys Werk grafisch positiv im Gedächtnis, was vor allem an den Spezialeffekten liegt, welche die zerbrochene Zeit visualisieren. Nutzt Ihr die Flashen-Fähigkeit, schiebt Jack eine Welle aus Splittern vor sich her, Echos aus der Vergangenheit zeichnen sich als umherwirbelnde, feine, dreieckige Partikel in den Levels ab, und die Zeitblasen, die Jack erzeugen kann, krümmen das Licht stimmig. Seid Ihr in bewohnten Umgebungen wie Büros und Labors unterwegs, gibt es eine Fülle an Details zu entdecken. Sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch hört Ihr Profisprecher und einen situationsbedingt einsetzenden Elektro-Soundtrack, der zum kühlen Grafikstil und den Splittereffekten passt. Tolle Idee für Livestreamer: Urheberrechtlich geschützte Musik lässt sich im Spiel abschalten.

Technisch macht Quantum Break” insgesamt eine gute Figur, erzählerisch und spielerisch gibt es aber einige Schwächen, welche den Gesamteindruck trüben. Die Geschichte führt in Verbindung mit den als Zwischensequenzen dienenden Realfilm-Episoden eine Menge Charaktere ein, die aber allesamt blass bleiben. Die Story ist komplex, es fehlt aber an einem befriedigenden Abschluss. Außerdem müsst Ihr Euch durch viel optionalen Text wühlen, um wichtige Infos zu bekommen. Ob es Euch gefällt, nach jedem Akt 20 Minuten in die Zuschauerrolle gezwungen zu werden (oder die Episode zu überspringen und im Anschluss nichts zu verstehen), muss jeder selber wissen. In den Gefechten stört das automatische Deckungssystem – wenn Ihr weglaufen wollt, Jack aber an einem Bretterhaufen klebt, ist Frust garantiert. Gleichzeitig ist das Gegnerportfolio klein und bringt Euch kaum ins Schwitzen, wenn Ihr den Bogen mit den Zeitkräften raus habt. Dennoch sollten Shooter-Fans einen Blick riskieren – vor allem, weil reine Singleplayer-Werke mittlerweile rar geworden sind.

Tobias Kujawa meint: ”Da steh ich nun, ich armer Tor, und bin so klug als wie zuvor!” Goethes Faust scheint Quantum Break durchgespielt zu haben. Das seltsame Ende der Geschichte hat mich schwer enttäuscht, überhaupt bin ich solch flache, wenig ausgearbeitete Charaktere und verworrene Handlungsstränge von einem meiner absoluten Lieblingsentwickler eigentlich nicht gewohnt. Spielerisch geht der Titel in Ordnung, allerdings halte ich die Zeitfähigkeiten bis auf den Sprint und den Schild für unnötig, weil man etwa den Zeitstopper im Eifer des Gefechts nicht vernünftig platzieren kann. Das Experiment, das Spiel durch 20-minütige Serienepisoden zu unterbrechen, ist für mich persönlich fehlgeschlagen. Es stört den Spielfluss, für so lange Zeit zum Zuschauen verdammt zu werden – zumal es an Spannung und Überraschungen mangelt.

Matthias Schmid meint: Quantum Break hat einige Macken: Die Zeiträtsel-Hüpf-Einlagen sind mäßig, der Leerlauf zwischen den Gefechten ist in der ersten Spielhälfte zu groß. Und obwohl mich die Geschichte ordentlich unterhielt, hat sie mich emotional nicht gepackt – das lag auch an den in den Serien-Episoden zu präsenten, belanglosen Nebenfiguren. Dafür haut mich die Inszenierung der Zeit-Effekte und -Anomalien vom Hocker: Remedys Visualisierung mit zerbröselnden Polygon-Menschen, Splitter-Effekten, Verzerrungen und wie in die Luft gemalten Leuchtstreifen ist einfach geil – in Verbindung mit den mächtigen Zeit-Fähigkeiten der Spielfigur macht das die Shootouts vielfach zum Genuss. Vermisst habe ich jedoch einen seitlichen Hechtsprung in Slow-Motion – das hätte die ohnehin coolen Gefechte noch stylisher gemacht. Die vielen Story-Schnipsel zu finden und zu lesen fand ich langweilig, da hätte ich lieber mehr Action gehabt. Denn ich empfehle Quantum Break nicht Story-Liebhabern, sondern Ballerspiel-Connaisseuren!

  • enthält zusätzlich eine Download-Version von ”Alan Wake” + die DLCs ”The Signal” und ”The Writer”
  • Serie nicht auf der Disc, wird gestreamt oder heruntergeladen (75,61 GB)

Effektgespickter Solo-Shooter der Action-Profis Remedy – spielerisch, narrativ und technisch mit Problemen behaftet.

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