| Spiel: | Star Fox Zero |
| Publisher: | Nintendo |
| Developer: | Platinum |
| Genre: | Action |
| Getestet für: | Wii U |
| Erhältlich für: | Wii U |
| USK: | 12 |
| Erschienen in: | 5 / 2016 |
Rückblick: E3 2015. Viel Trubel, viele Spiele, viele Eindrücke. Dennoch blieb ein Moment im Gedächtnis: Star Fox Zero war spielerisch wie optisch eine große Enttäuschung. Das sah auch die Spielcommunity so, erntete das Wii-U-Debüt des Star-Fox-Teams doch so viel Kritik wie wenige Nintendo-Spiele zuvor. Eines vorweg: Die Kritik reißt auch im M!-Test nicht ab.
Es brennt mal wieder im Lylat-System: Böse Mächte wollen die Galaxie überrennen da kann nur noch das Star-Fox-Team helfen!
In der Rolle von Fox McCloud steigt Ihr einmal mehr ins Cockpit des Arwing-Raumjägers, der sich neuerdings in einen zweibeinigen Walker verwandeln kann auf Knopfdruck wechselt Ihr zwischen den Formen, was jedoch nur an bestimmten Stellen Sinn ergibt. Wechselfreudig gibt sich auch der Landmaster-Panzer, der sich zu einem Gleiter transformieren lässt. Neu ist der Gyrowing: Im Kampf eher schwach, kann der Senkrechtstarter den kleinen Roboter Direct-i absetzen, der Schalter aktiviert. Die thematisch verschiedenen Levels (u.a. Wald, Eis, Wüste, Raumstation) spielt Ihr im Arwing, die anderen Vehikel kommen dagegen weniger häufig zum Einsatz. Ihr kontrolliert sämtliche Fahrzeuge aus der Verfolger-Perspektive und feuert mit Lasersalven, Zielsuch-Schuss und Bomben auf Feindgeschwader. Dabei geht es meist wie auf Schienen durch die Gegend, an einigen Stellen gewährt Euch das Spiel jedoch freie Fahrt beziehungsweise freien Flug innerhalb eines begrenzten Gebietes. Das ist besonders bei den Bossen am Ende jedes Levels der Fall, die Ihr in mehreren Stufen in die metallischen Knie zwingt. Geht Euer Schild zur Neige, spenden silberne Ringe neue Energie, das Sammeln von drei goldenen gewährt ein Extraleben.
Die Steuerung setzt auf eine Kombination aus Stickkontrolle und GamePad-Bewegung: Fahrtrichtung, Schub, Bremse und Ausweichen regelt Ihr mit den beiden Knüppeln, das Fadenkreuz wird dagegen durch Schwenken des Controllers bewegt. Der Touchscreen zeigt das Geschehen permanent aus einer Cockpit-Perspektive, mit der Ihr unter anderem die Schwachstellen bestimmter Feinde besser ins Visier nehmen könnt. Eigentlich.
Denn leider geht das komplexe Konzept nicht gut auf: Häufig zielt und fliegt Ihr in unterschiedliche Richtungen oder knallt in Levelbestandteile, dazu müsst Ihr auf Knopfdruck immer wieder das Fadenkreuz zentrieren. Zwar könnt Ihr die Wackelkontrolle beschränken, eine klassische Steuerung gibt es jedoch nicht. Mit etwas Gewöhnung spielt sich Star Fox Zero ordentlich, aber nicht überzeugend oder gar intuitiv.
Die Grafik von Star Fox Zero ist schwach: Grobe Texturen und detailarme Umgebungen dominieren das Bild. Bei hohem Gegneraufkommen ruckelt es gelegentlich, Treppenstufeneffekte und Kantenflimmern sind fast ständig sichtbar. Akustisch macht die Action eine bessere Figur, denn neben dem gelungenen Soundtrack voller thematischer Anspielungen auf alte Serienteile überzeugt die Effektkulisse mit zahlreichen Schussgeräuschen und Explosionen. Die deutschen Sprecher von Fox, Falco und Co. machen einen guten Job.
Der Spielablauf setzt bei Level- und Bossgestaltung auf bekannte Muster. Die neuen Fahrzeuge bringen Frische, werden aber selten eingesetzt. Bereits besuchte Stages spielt Ihr erneut, um Medaillen zu sammeln. Diese werden unter anderem für eine bestimmte Anzahl Abschüsse oder spezielle Flugmanöver vergeben. Auch entdecken findige Füchse neue Routen durch die Welten.
Das Abenteuer bietet zudem einen Zweispieler-Modus: Einer steuert das Gefährt, der andere zielt per GamePad-Bewegung. Das funktioniert gut, spielt sich auf dem kleinen Screen wegen der unvorhersehbaren Richtungswechsel jedoch anstrengend.
Sascha Göddenhoff meint: Für mich ist Star Fox Zero eine Enttäuschung! Nintendo zwingt mir zum Ende der Wii-U-Ära ein verkopftes Steuerungskonzept auf und zeigt damit nur, warum die Bewegungskontrolle in Actionspielen bisher kaum Verwendung fand. Damit nicht genug, muss ich oft zwischen TV und GamePad hin- und herschauen, was bei einem Shooter, gelinde gesagt, nicht ideal ist. Nach einigen Stunden bekam ich das alles in den Griff und hatte durchaus Spaß mit dem Sternenfuchs, dennoch bereitete mir das Spiel insgesamt mehr Arbeit als Vergnügen. Die Grafik ist erträglich, zeigt aber, dass Nintendo eine zeitgemäße Technik völlig egal ist. Inhaltlich liefert man solide Kost ab, bei der die neuen Fahrzeuge selten und etwas gezwungen zum Einsatz kommen. Star Fox Zero wirkt ungeschliffen und das sage ich über ein Spiel von Big N!
- Story, Trainings- und Herausforderungsmissionen, zwei Modi freispielbar
- Zielen via GamePad-Bewegungssensor
- amiibo: Fox schaltet Retro-Arwing frei, Falco bringt stärkeren Black Arwing
Ordentliche Weltraum-Ballerei, die jedoch von einer verkopften Steuerung und mutlosem Design ausgebremst wird das fuchst!
| Singleplayer | ![]() | 68 |
| Multiplayer | ![]() | |
| Grafik | ![]() | |
| Sound | ![]() |















